Q - The Winged Serpent
Story:
Ein mysteriöses Monster sorgt in New York für Angst und Schrecken. Die Polizei (u.a. David Carradine) tappt noch im Dunkeln. Gleichzeitig wird in Sachen Ritualmorde ermittelt und als Kleinganove Jimmy (Michael Moriarty), der nach einem verpatzen Coup von Gangstern gejagt wird, unabsichtlich auf das Nest des Monsters stösst, kommt ihm diese Entdeckung gerade recht…
Meine Meinung:
Q - The Winged Serpent, der mir als American Monster geläufiger ist (ich sah den als Kind im Free-TV), ist ein netter, kleiner Genre-Mix (Monsterfilm, Gangsterfilm, Krimi) und Film von New Yorker Larry Cohen (It's Alive, Deer Woman). Keiner schafft es so wie er (vielleicht noch William Lustig), die urbanen und authentischen Strassen New Yorks und dessen Leben auf die Leinwand zu bringen, wie er. Der Film wurde auf Wunsch eines Kumpels, der davon eine Besprechung für den Blog wünschte, neu gesichtet. Die Neusichtung war mir recht, zumal ich den Film auch seit unendlich vielen Jahren nicht mehr sah. Ich freute mich, den Film auffrischen zu können.
Mir waren nur noch ein bis zwei Bilder und Szenenabfolgen präsent. Und ich wusste noch, dass David Carradine (Lone Wolf McQuade, Sundown - The Vampire in Retreat, Kill Bill Vol. 1 + 2) sowie Michael Moriarty mitwirken. Mehr wusste ich nicht mehr. Michael Moriarty gehört dabei zu den Stammschauspielern von Larry Cohen und war auch in Cohens Filmen The Stuff, It’s Alive III: Island of the Alive sowie A Return to Salem’s Lot zu sehen. Er macht das hier richtig gut und spielt den Typen mit grosser Klappe und noch grösserem Überlebensinstinkt sehr gut. Auch die Gangster, die ihm nachjagen, sind toll gespielt und David Carradine macht einen sehr soliden und souveränen Job.
Der Film bietet bereits in den ersten 20 Minuten nackte Tatsachen, Monster (meist aus Stop-Motion getrickst mit Ausnahme, wenn der Schnabel oder die Kralle in Nahaufnahme zu sehen ist), Effekte (Leiche, die gehäutet wurde) und Gangster-Momente zu sehen. Vielleicht ist der Mix aus drei Handlungen etwas zu viel des Guten. Auf der anderen Seite bietet es dem Zuschauer mehr Abwechslung und es kaschiert ggf. die Tatsache, dass nicht sonderlich viel Budget zur Verfügung stand und der Monsterplot allein hätte für die Laufzeit wohlmöglich nicht ausgereicht (oder hätte bedeutet, dass es Längen gegeben hätte). Für einen Low-Budget Film sind die Effekte, die viel Charme haben, sehr gelungen. Ein ganzes Team aus individuellen Spezialisten war dafür zuständig, angeführt von David Allen und Randall William Cook. Diese haben viel Erfahrung, was Stopmotion und andere Effekte angehen (in Filmen wie Dolls, Bride of Re-Animator, The Thing).
Fazit: Charmante Arbeit von Larry Cohen!
Infos:
O: Q
USA 1982
R: Larry Cohen
D: Michael Moriarty, Candy Clark, David Carradine, Richard Roundtree, James Dixon, Malachy McCourt, Fred J. Scollay
Laufzeit der US-DVD: 92:38 Min.
Gesehen am: Kindheit / Neusichtung: Okt. 2026
Fassungen: Mir lag die US-DVD von Blue Underground vor, die
von Larry Cohen am NIFFF signiert wurde = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität
(u.a. gibt es eine 6.1 DTS-Tonspur), O-Ton Englisch ohne Subs. Als Extras gibt
es u.a. einen Audiokommentar mit Regisseur Larry Cohen. In Deutschland gibt es
den Film, der dort als American Monster veröffentlicht wurde, inzwischen auch
eine Blu-Ray (Deutsch/Englisch mit deutschen und englischen Untertiteln). Die
US-Blu-Ray hat keine englischen Subs.


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