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Sonntag, 1. April 2018

The Day of Violence Review




The Day of Violence

Story:

Paolo (Mario Cutini) und Jo (Marco Marati) lernen sich auf einer langweiligen Party kennen. Die Nacht wird mit Männergesprächen, Machogehabe und Drogen weitergeführt. Dies hat zur Folge, dass die zwei Männer zwei Frauen vergewaltigen und dabei eine töten. Auf der Flucht, da sie nun gesucht werden, fassen sie den Plan, in einem Luxus-Restaurant Geiseln zu nehmen und sich somit den Weg aus dem Land frei zu kaufen…

Meine Meinung:

The Day of Violence ist ein eher wenig bekannter Vertreter seiner Art. Der Film verbindet nur am Rande das typische Poliziotteschi Genre. Es hat Gangster und Polizisten, am Ende auch einen (sehr kurzen) Fluchtversuch und die Polizei ist am Ermitteln. Es geht jedoch primär um die Geiselnahme und der Schmuddel/Sleazefaktor steht Vordergrund.

Der Film wurde augenscheinlich von Werken wie The Last House on the Left, Mädchen in den Krallen teuflischer Bestien oder Der Schlitzer inspiriert, wobei The Day of Violence paar Nummern weniger aufwändig ist und mit weniger bekannten Stars hinter und vor der Kamera aufwarten kann (kein David Hess, kein Ruggero Deodato, kein Wes Craven).

Der Film gehört sicher auch nicht zu den Highlights des Poliziotteschi Genres, aber ist absolut okay und gut schaubar. Die Story ist typisch und der Verlauf ebenso wie die Charakterzeichnungen. Der Film ist dank zwei Filmhälften abwechslungsreich. In der ersten Hälfte hauen die zwei jungen Männer auf den Putz (aus Spass – à la Die Grausamen Drei und Konsorten), begehen mehrere Verbrechen, haben Spass aber fürchten sich auch vor der Polizei. Die zweite Filmhälfte spielt dann als Kammerspiel im Restaurant – Geiselnahme. Dort eskaliert die Situation im Verlauf dann mehr und mehr – was auch einige fiese Szenen und Gewaltakte (und Sleaze und Schmuddel) beinhaltet.

Nichts Originelles, aber wie gesagt: man wird gut (anspruchslos) unterhalten und daher war der Kauf in Ordnung (arbeite eine ca. 120titellange Wunschliste mit Poliziotteschi Streifen ab, und da stand Kidnapping ... ein Tag der Gewalt, so der deutsche Titel, auch drauf).

Fazit: Kann man sich als Poliziotteschi Fan gut ansehen! Kein Highlight, aber auch alles andere als schlecht.

Infos:

O: Operazione Kappa: sparata a vista

Italien 1977

R: Luigi Petrini

D: Mario Cutini, Marco Marati, Maria Pia Conte, Patricia Pilchard, Mario Antoni

Laufzeit des israelischen VHS: k.A. (zu faul um am VHS Gerät Zeit zu stoppen und auf dem Cover steht keine Angabe)

Gesehen am: 16.01.18

Fassungen: Mir lag das VHS aus Israel vor mit dem Titel The Day of Violence. Gute Bildqualität, Englische Sprache, hebräische Untertitel. Es scheint keine DVD Fassung zu geben (Stand: Jan. 2018). Ob das dt. VHS zensiert ist, ist mir nicht bekannt. Auf Ebay nur das VHS aus Israel (sehr schönes Sammelstück) zum Kauf gesehen. Der Film machte bis auf eine Szene einen ungeschnittenen Eindruck. Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Nachtrag 31.05.18: Wurde in Deutschland von Subkultur auf DVD / Blu Ray veröffentlicht = Uncut, hervorragende Bildqualität in Deutsch/Ital. mit dt. Subs (dt. Synchro natürlich zu bevorzugen in dem Genre), Schuber, Booklet, exklusive Extras. War Mitte Januar noch nicht angekündigt gewesen. Das VHS aus Israel werde ich trotzdem behalten, da exotisches Sammelstück.

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