Blind Alley
Story:
Rosa (Ana de Armas) begegnet nachts in einem Waschsalon einem jungen Mann (Diego Cadavid). Nach allmählichem Palaver beginnt die zuerst empfundene Vorfreude Angst zu weichen, denn Rosa nimmt an, dass es sich bei dem Mann um einen Mörder handelt. Ein Katz- und Maus-Spiel nimmt seinen Lauf…
Meine Meinung:
Blind Alley ist eine spanisch-kolumbianische Koproduktion, die ich 2012 am NIFFF sah. Der Film hat mir heute nicht mehr so zugesagt, wie damals am NIFFF, wo ich natürlich etwas überraschter war. Trotz seiner Laufzeit von nur 73 Minuten nahm ich bei der 2. Sichtung Längen wahr. Blind Alley ist ein Film, der nach einer einmaligen Sichtung, viel von seinem Pulver bereits verschossen hat, da der Zuschauer den Twist bereits kennt. Dieser wirkt zudem auch, aus heutiger Sicht, weniger überraschend, als damals im Kino (à la From Dusk Till Dawn).
Blind Alley ist ein Mix aus Horror- und Kammerspiel, auch wenn das bunte Intro direkt aus Austin Powers stammen könnte. Die Horrorparts nehmen erst im letzten Viertel zu. Hier wäre ein früherer Start wünschenswert gewesen. Einige Effekte, besonders die Gesichter und Masken, waren z.T. auch recht billig, und wenn ich nicht irre, auch unschöne digitale Effekte. Der rote Saft wird hier und da vergossen und es wird öfters mit einem Splitscreen gearbeitet. Regisseur Antonio Trashorras hat zumindest keine grössere Karriere hingelegt. Seine letzte Regiearbeit ist schon über zehn Jahre alt (Anabel 2015).
Apropos Anabel: in diesem setzte Antonio Trashorras wieder auf seine Blind Alley Hauptdarstellerin Ana de Armas. Sie ist wohl der einzige wirkliche Hingucker und durch und durch positive Aspekt des Filmes. Sie spielt nicht nur im Film einen Charakter aus Cuba, sondern sie stammt tatsächlich von dort, ehe sie später in Spanien landete und dort im Filmgeschäft Fuss fasste. Und im Gegensatz zu Regisseur Antonio Trashorras hat sie den Aufstieg geschafft. So wirkte Ana de Armas zuletzt in Hollywood-Filmen wie No Time to Die, Blonde, Blade Runner 2049 sowie Ballerina mit. Die anderen Figuren waren leider relativ uninteressant.
Fazit: Eigentlich kein schlechter Film, aber auch nichts für meine Sammlung. Das Konzept hätte als Kurzfilm besser funktioniert.
Infos:
O: El Callejón
Spanien, Kolumbien 2011
R: Antonio Trashorras
D: Ana de Armas, Diego Cadavid, Leonor Varela, Judith Diakhate, Alfonso Rojas
Laufzeit der deutschen DVD: 73:02 Min.
Gesehen am: NIFFF 2012 / 2. Sichtung am: 11.03.26
Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Koch Media vor = Mit
Wendecover, Uncut, Deutsch/Spanisch mit deutschen Untertiteln. Die Bild- und
Tonqualität sind gut. Den Film gibt es vom gleichen Label auch auf Blu-Ray.

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