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Donnerstag, 19. Januar 2023

Soul of Bruce Lee Review

 
Japanuary 2023

Soul of Bruce Lee

Story:

 

Nachdem sein Meister ermordet wurde, zieht es dessen Schüler (Sonny Chiba) nach Thailand, um den Mörder (Luk Chuen) zu stellen und den Tod seines Meisters zu rächen. Doch im Kampf wird Sonny verletzt. Derweil arbeitet ein Agent (Tadashi Yamashita) ebenso am Fall, während Sonny von Etsuko Shihomi gesundgepflegt wird, ehe der Kampf gegen die Bösewichte (u.a. auch Bolo Yeung) ansteht…

 

Meine Meinung:

 

Ein Japanuary ohne einen Film mit Sonny Chiba (Wolf Guy) ist kein richtiger Japanuary. Soul of Bruce Lee ist dabei ein sehr skurriler und wirrer Film, dessen richtige Entstehungsgeschichte mir unbekannt ist. Es fängt schon beim Herstellungsland an: ist es eine Produktion aus Japan oder Hong Kong? Oder eine Co-Produktion? Laut Datenbanken soll es eine Toei Produktion sein. Aber ohne Gewähr…

 

Fakt ist, dass der Film von Japaner Yukio Noda und Chinese Chan Tung-Man stammt. Yukio Noda hat wohl mit Zero Woman: Red Handcuffs (aka Der Tiger von Osaka) seinen bekanntesten Film abgeliefert, während sämtliche Filme, die unter Mithilfe von Chan Tung-Man stammen, jeweils immer (!) auch einen 2. Regisseur an Bord hatten. Schon schräg! So wundert es nicht, dass der Film, indem auch Japaner und Chinesen vor der Kamra stehen, so wirkt, als sei er aus drei Filmen zusammengeschnitten worden! Wie wohl der ursprüngliche Film ausgesehen haben mag?

 

Soul of Bruce Lee, auch bekannt als Soul of Chiba, ist ein exotischer & wirrer Trash-Bruceploitation Film. Den Bruce Lee-Part mimt dabei Tadashi Yamashita als Anti-Drogen-Agent. Dieser war vor allem im US-Action-Kino zu Hause. Über Sonny Chiba braucht es hingegen keine Worte verlieren. Interessant sind hier nur zwei Dinge: seine Trainingsmethoden mit Stromstössen und die Drogenabhängigkeit seiner Figur! Luk Chuen (Deadly Chase for Justice) spielt den Bösewicht und Endboss, Muskelpaket Bolo Yeung (Chinese Hercules) quasi dessen Leibwächter und Sister Street Fighter Star Etsuko Shihomi hat eine kleinere Nebenrolle.

 

Die Stars machen dabei in den Kampfszenen eine gute Figur. Die Kampfszenen bestehen nicht nur aus Karate, welche Sonny Chiba dank The Street Fighter und dessen Erfolg in den USA, weltweit bekannt machten. Die Kämpfe rocken, sind fantasievoll (Sonny Chiba kämpft gegen vier Männer, die von Affen besessen sind) und schön gefilmt (hier und da auch Zeitlupeneinsätze). Auch mit Blut wird nicht gespart = es gibt auch den ein oder anderen blutigen Shoot-Out (Pistole, improvisierte Pfeile). Besonders das lange Finale ist actionlastig geworden und kompensiert für die ein oder andere lahme und wirre Passage im Film.

 

Fazit: Für Sonny Chiba Fans interessant!

 

Infos:

 

O: Ji Sha! Xie Dao Quan

 

HK, Japan, Thailand 1977

 

R: Yukio Noda, Chan Tung-Man

 

D: Sonny Chiba, Luk Chuen, Tadashi Yamashita, Bolo Yeung, Etsuko Shihomi

 

Laufzeit der US-DVD: 93:10 Min.

 

Gesehen am: Jan. 2023

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Rarescope vor. Diese bietet zwei Fassungen zum Film. Die Englisch Dubbed läuft etwas kürzer als die Jap. Originalversion mit englischen Subs. Die Bild- und Tonqualität sind auf gutem VHS-Niveau. Mit Fighting Fist befindet sich ein zweiter Sonny Chiba-Film in dem Set (Double Feature). In Deutschland von NEW auf DVD veröffentlicht worden (Deutsch/Englisch, deutsche Subs). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Jan. 2023).

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