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Mittwoch, 18. Januar 2023

Organ Review

 
Japanuary 2023

Organ

Story:

 

Zwei Cops arbeiten an einem Fall, in dem eine Bande von illegalen Organhändlern am Werk ist. Mit ungesunden Folgen…

 

Meine Meinung:

 

Kei Fujiwara, die Regisseurin des Filmes, liess sich für ihre Arbeit von David Cronenberg (Body-Horror Inhalte à la Die Fliege, Videodrome etc.) und von Shinya Tsukamoto (Tetsuo: The Iron Man) inspirieren. Ganz von ungefähr kommt dies nicht, denn Kei Fujiwara spielt in Tetsuo: The Iron Man mit (die Frau, die dem Metall-Penis zum Opfer fällt). Kei Fujiwara ist eine Theaterbesitzerin und führt dort mit ihrer Gruppe bizarre Stücke auf.

 

Eines davon war auch Ursprung des Filmes Organ. Organ, 1996 veröffentlicht, ist eine Verfilmung eines ihrer Theaterstücke. Dabei ist nicht nur sie als Regisseurin und Hauptdarstellerin, sondern auch viele andere Darsteller der Theatergruppe haben Rollen im Film übernommen. So viel zur spannenden Hintergrundgeschichte zum Film. Dass die Darsteller vom Theater und nicht per se vom Film kommen, sieht man ihnen nicht an. Also gute Leistung.

 

Der Film ist im Grossen und Ganzen nicht uninteressant, aber irgendwie nichts mehr für die Sammlung. Das war so in Jugendjahren als Gore-Fan interessant, aber jetzt nicht mehr. Wobei ich dem Film nicht unterstellen will, nur ein billiges Splatterfilmchen zu sein. Der Film hat durch seine Machart, Hitergründe und Inszenierung mehr Anspruch als manch anderer solcher Titel.

 

Warum der Film nicht in der Sammlung bleibt? Wo der Film sehr krankt ist der Plot und wie in Handlung in Szene gesetzt wurde. Nämlich total mühsam, wirr und schwer zu folgen. Etwas zu viel des Guten (Figuren und Sub-Plots). Da wäre es besser gewesen, sich z.B. nur auf die von Kei Fujiwara gespielte Figur und deren Film-Bruder, der nebenbei noch mit Schulmädchen Experimente anstellt, zu fokussieren. Schade. Das macht dann leider wenig Lust sich auf die an sich interessanten Inhalte (Yakuza, Organ-Handel, Rache-Plot, Mad Scientist, Arthouse, Gore, Body Horror) zu konzentrieren und daran Freude zu haben.

 

Fazit: Stark Geschmackssache. Wer Filme wie Guinea Pig, All Night Long, Evil Dead Trap, Pinocchio 964 oder Female Harakiri: Glorious Death mag, kann auch hier einschalten!

 

Gefolgt von: Id

 

Infos:

 

O: Orugan

 

Japan 1996

 

R: Kei Fujiwara

 

D: Hasegawa Kimihiko, Natsuyo Kanahama, Kei Fujiwara, Reona Hirota, Ryo Ookubo

 

Laufzeit der US-DVD: Ca. 105 Min.

 

Neusichtung am: Jan. 2023

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Synapse Films vor = Code Free, Jap. O-Ton, englische Subs, Uncut, durchschnittliche und solide Bild- und Tonqualität. Gibt es mit deutschen Subs von Shock Entertainment (DVD aus Österreich). Eine Blu-Ray Vö ist mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2023).

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