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Freitag, 15. Februar 2019

Die Todeskarawane der Shaolin Review

Die Todeskarawane der Shaolin

Story:

Eine Karawane wird überfallen. Ein Leichenberg bleibt zurück. Guan Dong-Shan (Jimmy Wang Yu), der in dieser Szene abwesend war, schwört Rache an den Tätern...

Meine Meinung:

Die Todeskarawane der Shaolin aka The Adventure aka The Iron Fist Adventures ist ein sehr solider und unterhaltsamer Anfang 70er Jahre Low-Budget Eastern mit dem ehemaligen Shaw Brothers Star Jimmy Wang Yu in der Hauptrolle bevor dieser kurze Zeit später bei Golden Harvest anheuerte.

Zu dieser Zeit hat Jimmy Wang Yu (Wu Xia, The One-Armed Swordsman, My Son) in einigen potenziell interessanten Taiwan-Streifen mitgewirkt: The Professional Killer (liegt noch ungesehen rum), The Brave and the Evil, The Sword, The Last Duel (liegt noch ungesehen rum) und in vielen weiteren Filmen. Im Vergleich zu einigen Anfang 70er Jahre Filme (z.B. Showdown oder The Fast Fists) hat mir Die Todeskarawane der Shaolin im direkten Vergleich besser gefallen.

Der Film hat eine simple Story. Diese gefällt. Es gibt zwar nicht so viele Action und wenn, dann auch nicht immer Martial Arts (es gibt viele blutige Shoot-Outs im Film) und obligatorische Längen und Bösewichte (diesmal sind nicht Japanern, sondern Mongolen die Bösewichte), doch das tut dem Spass keinen Abbruch.

Nebst exotischem Flair (nämlich die Shoot-Outs in diesem klassischen Setting) haben mir vor allem die Messer Actionszenen gut gefallen. Da gibt es insgesamt drei Kampfszenen – Wang Yu, der mehrere Gegner ausschaltet (kurz), ein langes, packendes 1:1 Duell und das lange, harte und noch packendere Finale. Vor allem das Finale und das 1:1 Duell blieben mir in Erinnerung, obwohl die letzte Sichtung etwas mehr als zehn Jahre her ist.

Dazu kommt Western-Feeling auf und schöne Landschaften. Die Actionszenen sind auch gut gefilmt. Wang Yu wirkt zwar sehr selbstverliebt dargestellt, aber wenn solche Rollen so auf ihn zugeschnitten werden, dann empfinde ich das immer als positiv. Er ist der grosse, aufopfernde Held, der auch hier ein Handicap wiederfährt. Zwar verliert er hier im Gegensatz zu anderen Filmen keinen Arm*, dafür erblindet er. Das heisst das Finale bestreitet Wang Yu ohne zu sehen und er muss viel leiden und einstecken – so wie man das auch von anderen Wang Yu Filmen kennt. Sehenswert und packend!

Fazit: Allen Jimmy Wang Yu Fans und solchen, die es noch werden wollen, zu empfehlen! 

PS: Es kommen keine Shaolin im Film vor - halt deutsche Titelschmiede

* Wang Yu verlor seinen Arm in: The One-Armed Swordsman (der Film, der ihn zum Star machte), Return of the One-Armed Swordsman (Fortsetzung zum Shaw Brothers Klassiker), Zatoichi and the One-Armed Swordsman (Verbindung mit japanischer Filmreihe um blinden Samurai), One-Armed Boxer (Golden Harvest Klassiker, in dem Jimmy Wang Yu auch gleich Regie führte), One Armed Swordsman Against Nine Killers (hier verliert er sogar beide Arme – Trash-Klassiker, der hoffentlich bald von FilmArt kommen wird), The One-Armed Swordsmen (Low-Budget Taiwan Film mit Jimmy Wang Yu und David Chiang als einarmige Kämpfer), One-armed Boxer vs. the Flying Guillotine (Trash-Highlight, bekannt in D als Duell der Giganten) oder One Arm Chivalry Fights Against One Arm Chivalry (Jimmy Wang Yu spielt einen von drei einarmigen Kämpfern).

Infos:

O: Du Hang Da Biao Ke

Taiwan 1972

R: Lee Siu

D: Jimmy Wang Yu

Laufzeit der deutschen DVD: 86:43 Min.

Gesehen am: Sept. 2007 / Review überarbeitet: Mitte Dez. 2018

Fassungen: Mir lag zuerst die deutsche DVD von X-Rated vor. Diese ist Uncut und als Master lag eine Kopie der 35mm Kinorolle vor. Diese hat sicherlich das beste Bild. Leider ist die deutsche Synchronisation nur mittelprächtig gelungen und O-Ton ist nicht an Bord. Daher kaufte ich mir 2018 eine Bootleg FLK DVD – diese hat O-Ton und englische Subs. Ich habe den Film aber in dieser Fassung nie angesehen, nur durchgezappt. Die Bildqualität ist schlechter als bei der deutschen DVD, obwohl scheinbar deren Master gebraucht wurde (Deutscher Titelvorspann). Der O-Ton hört sich komisch an. Da merkt man, dass keine Profis am Werk waren. Im gleichen Jahr kaufte ich mir die VHS aus Südkorea (und auch deshalb guckte ich mir die FLK DVD gar nicht an) von Sam Boo = O-Ton, Uncut, nur koreanische Subs. Bildqualität okay bis zu dunkel. Legale O-Ton Fassungen mit englischen Subs sind mir nicht bekannt. (Stand: Dez. 2018). Wichtig war mir eine O-Ton Fassung, daher Neukauf als südkoreanische VHS.

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