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Freitag, 11. September 2026

Thunderbolt

 

Thunderbolt

Story:

Der international gesuchte Gangsterboss Warner «Cougar» Krugerman (Thorsten Nickel) wird dank der Mithilfe des Rennfahrers und Autowerkstattbesitzers Chan Foh To (Jackie Chan) in Hong Kong verhaftet. Doch Gangsterboss Krugerman wird von seinen Untergebenen (u.a. Ken Lo) aus dem Gefängnis befreit und dieser schwört Rache an Chan Foh To…

Meine Meinung:

Auf Thunderbolt war ich gespannt. Ich sah den Film nur einmal und das war im Feb. 2006. Vor mehr als 20 Jahren. Thunderbolt von Gordon Chan (Fight Back to School II, Fist of Legend, Beast Cops) ist sicherlich nebst Titeln wie New Police Story, Crime Story oder Shinjuku Incident einer der ernsteren Filme in der langen Karriere von Jackie Chan (Who Am I?, Battle Creek Brawl, Dragon Lord). Leider konnte mich der Film nicht wirklich überzeugen. Ich empfinde den Film als mittelmässig. Thunderbolt entstand nach Rumble in the Bronx. In diesem hat sich Jackie Chan am Knöchel verletzt (Fraktur), so dass dies Auswirkungen auf die Action-Szenen in Thunderbolt hatte.

Thunderbolt markiert nach langer Abstinenz eine Zusammenarbeit zwischen Jackie Chan und Sammo Hung (Pantyhose Hero, Encounters of the Spooky Kind 2, Slickers Vs Killers). Sammo Hung hat geholfen, die Action-Szenen zu realisieren. Zusammen mit Jackies Team. Und das sind auch die Highlights des Filmes. Die Actionszenen. Der Film ist nicht per se ein Martial Arts Film. Es gibt Verfolgungsjagden (mit Rennwagen durch Hong Kong und das Finale), eine Zerstörung einer Arbeitsstätte (cool, geht viel kaputt), einen Ausbruch aus dem Polizeirevier (hat fast Terminator Vibes und blutige Shoot-Outs) und drei Kampfszenen. Dabei gefällt diese in der Arbeitsstätte und jene in Japan. Das war es jedoch auch schon, was die positiven Seiten des Filmes sind.

Der Film war mit einer Laufzeit von fast zwei Stunden zu lang, die Musik wirkte billig, die Kameraführung und das Editing sind teilweise rätselhaft (beschleunigt, stockend, Slow-Mo) und/oder in einigen Kampfszenen zu nah dran (wahrscheinlich aufgrund Jackie Chans noch nicht 100% genesenem Knöchel zu verdanken), die Love-Story und das Ende mit dem Kuss waren peinlich wie auch einige der schauspielerischen Leistungen (Jackie Chans und Michael Wongs Zusammentreffen im Krankenhaus waren schlecht gespielt). Die Bösewichte waren ein schlechter Scherz und konnten nicht ernstgenommen werden, mit Ausnahme der Japan-Fraktion (Ken Lo und Co.). Das Finale war auch unspektakulär.

Nebst Jackie Chan, Michael Wong (First Option, Her Name Is Cat, Knock Off) und Ken Lo (Cheetah on Fire, Police Story 3 Super Cop, Lucky Dragon) sind hier noch Namen wie der ehemalige Shaw Brothers Regisseur Chor Yuen (The Sniping, City Warriors, Full Moon Scimitar), Chin Ka-Lok (keine Actionrolle), Corey Yuen (Kurzauftritt als Arzt im Spital, der Jackie Chan die Nadel aus dem Arm zieht) sowie Shing Fui-On (Brave Young Girls, Code of Honor) zu sehen. Shing Fui-On spielt keinen der Bösewichte und hat nur eine kurzen Gastauftritt. Langweilig wird es eigentlich nicht, aber es gibt trotzdem viele unnötige Füllszenen, die man hätte weglassen können.

Fazit: Nur dank den Actionszenen geniessbar!

Infos:

O: Pik Lik Foh

HK 1995

R: Gordon Chan

D: Jackie Chan, Anita Yuen, Thorsten Nickel, Chor Yuen, Daisy Woo Hoi-Yan, Annie Man Chung-Han, Michael Wong, Dayo Wong Chi-Wah, Sawada Kenya, Ken Lo, Kayama Yuzo, Chin Ka-Lok, Eguro Mari, Shing Fui-On, Corey Yuen

Laufzeit der UK-UHD: 110:40 Min.

Gesehen am: Feb. 2006 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Ich sah den Film als UK-UHD von Arrow Video (Jackie Chan's Breakout Hits!) = O-Ton (Kantonesisch/Englisch/Jap. mit englischen Subs), neu restauriert (den Film gab es bisher nur auf DVD d.h. es gab keine Blu-Ray). Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut, wenn mir auch zu dunkel. Ich musste tatsächlich am Helligkeitsregler des TV drehen um mir das Bild etwas heller stellen zu können. Es gibt einiges an Extras (jap. Fassung, das Feature Breakout! Part 3: Thunderbolt oder Outtakes.) In Deutschland Uncut von Kinowelt auf DVD zu haben. Ob sich dort der korrekte O-Ton befindet (oder ein Englischer Dub), ist mir nicht bekannt.

Donnerstag, 10. September 2026

Kinder des Zorns

Kinder des Zorns

Story:

Burt (Peter Horton) und Vicky (Linda Hamilton) erreichen, nachdem sie ein Kind (Jonas Marlowe) auf der Strasse angefahren haben, die Kleinstadt Gatlin. Dort erwartet sie ein tödliches Geheimnis…

Meine Meinung:

Kinder des Zorns ist sicherlich eine der erfolgreichsten Verfilmungen eines Stephen King Romans, vor allem wenn man bedenkt, dass es sich ursprünglich «nur» um eine 30seitige Kurzgeschichte handelt. Die Kinder des Zorns-Reihe, die im Original Children of the Corn heisst, hat es immerhin auf neun Filme und zwei neue Interpretationen/Remakes gebracht (das 1. Remake lohnt sich gar nicht). Von der Original-Reihe dürfte ich alle, bis auf den letzten Film (Kinder des Zorns 9 - Runaway) gesehen haben. Aber wie schon bei anderen Horrorreihen (Hellraiser u.a.) haben die Filme ab dem fünften Teil an Qualität verloren, da zu dem Zeitpunkt nur noch Direct to Video statt Kinoproduktionen bzw. sehe ich, dass schon die Teile drei und vier nicht mehr fürs Kino produziert wurden.

Kinder des Zorns ist grundsolide. Das liegt auch an einem gewissen Nostalgie-Bonus, den auch die beiden Fortsetzungen von mir erhalten. Ich mag die 80er Jahre Stimmung, ich mag allgemein die 80er Jahre Stephen King Verfilmungen (Friedhof der Kuscheltiere, Es, Schlafwandler) und ich mag die Kleinstadt-Stimmung, die der Film aufbringt. Das liegt auch daran, dass ich diese Filme alle mit meiner Kind- und/oder Jugendzeit in Verbindung bringe. Kinder des Zorns ist einfach irgendwie unterhaltsam, auch wenn es bis zum Finale gar nicht sonderlich viel Action oder Horrorparts zu bestaunen gibt. Der Plot entfaltet sich gemächlich und eigentlich auch ohne wirkliche Überraschungen.

Dennoch funktioniert der Film. Mordende Kinder sind im Horror-Genre immer gern gesehen, z.B. The Children, Die Brut, Who Can Kill a Child? (Review 1/Review 2), Weapons, Ice Cream Man oder Come Out and Play. So auch hier. Mit Peter Horton und Linda Hamilton hat man zwei relativ sympathische Hauptfigur an Bord. Besonders Linda Hamilton war ein kluger Schachzug, da seit Terminator ein Star. Bei den Kids sind es Courtney Gains (The Burbs), John Franklin (Tammy and the T-Rex) und Julie Maddalena, die zu überzeugen vermögen. John Franklin legte sogar in einer der deutlich späteren Fortsetzungen einen Gastauftritt hin (= Children of the Corn 666: Isaac’s Return).

Für heutige Verhältnisse ist der Film eigentlich sehr harmlos. Alles geschieht langsam und mit angezogener Handbremse. Bei dem Stoff hätte es sicherlich mehr Potenzial gegeben. Auch der Blutgehalt ist sehr moderat und kaum explizit. Zudem sind auch andere Effekte, ich würde sie Mal altmodische «CGI-Effekte» nennen, ziemlich aus der Zeit gefallen und doch, ich muss es so sagen, «schlecht gealtert». Dennoch haben die Szenen einen gewissen Charme. Wer 80er Jahre Stephen King Verfilmungen mag, kann einen Blick riskieren!

Gefolgt von: Kinder des Zorns II - Tödliche Ernte

Infos:

O: Children of the Corn

USA 1984

R: Fritz Kiersch

D: Linda Hamilton, Peter Horton, Courtney Gains, John Franklin, Robby Kiger, AnneMarie McEvoy, Jonas Marlowe, Julie Maddalena

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 92:09 Min.

Gesehen am: Kind- oder Jugendzeit / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Gesehen als deutsche Blu-Ray von capelight pictures / NSM Records = Mediabook mit den ersten drei Teilen der Reihe. Zu Teil eins: Sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs (die deutsche Synchro ist gelungen). Es gibt Extras wie ein Making of, Interviews und Audiokommentare. In England gibt es den Film von Arrow Video inzwischen auch als UHD. Angeblich soll eine frühere Variante des Filmes härter gewesen sein (Ermordung der Erwachsenen zu Beginn). Ob diese Szenen jemals gedreht und/oder für die US-Kinofreigabe entschärft wurden, ist mir nicht bekannt.

The Dragon's Executioner

The Dragon's Executioner

Story:

China in den 30ern:

Japaner haben das Sagen und gehen mit der chinesischen Bevölkerung nicht gerade zimperlich um. Ma Ta-Lang (Barry Chan) Angehörige werden zu Opfern der Japaner. Ebenso der Bruder von Hsu Hsiao-Chun (Doris Lung Chun-Erh). Beide nehmen den Kampf gegen die Japaner auf…

Meine Meinung:

Aka Chinese. The Dragon's Executioner ist ein Anfang der 70er Jahre Basher von Wu Min-Hsiung (Heroes in the Late Ming Dynasty, Chase Step by Step, The Green Dragon Inn) und eigentlich müsste ich den Film zum Verkauf anbieten, da ein 5/10er. Auf der anderen Seite war ich heute ausserordentlich schläfrig und es ist nicht auszuschliessen, dass ich sogar ein- bis zweimal beim Schauen eingeknickt bin. Also wurde ich dem Film nicht ganz gerecht. Auf der anderen Seite kann ich Kritikpunkte klar benennen, und die würden mir auch bei einem Rewatch wohl nicht besser gefallen.

Der Inhalt ist weder neu noch originell. Das ist auch nicht wirklich kritisch zu betrachten. Aber solche Inhalte mit 08/15 Bösewichten (= Japanern), gefallen mir als Setting immer weniger. Das ist ähnlich wie neue Zombiefilme. Das spricht mich auch kaum mehr an. Ich finde die Themen ausgelutscht. Dann hätte ich z.B. lieber eine typische Meister-Schüler-Rache-Story gesehen, als jene der bösen Japaner. Es wäre noch was Anderes gewesen, wenn es charismatische oder wirklich fiese Antagonisten gehabt hätte. Wenn möglich noch mit Namen wie Lung Fei oder Yasuaki Kurata. Aber Fehlanzeige. Die Bösewichte sind Luschen und Barry Chan fehlt es einem würdigen Gegner.

Dazu kommt, dass das Schauspiel in einigen Szenen unfreiwillig komisch anmutete, so z.B. ausgerechnet in der Schlussszene, obwohl diese dramatisch und ernst gedacht ist. Die Mimik von Barry Chan (Game of Killers, The Deadly Sword, The Death Player) oder dem Japaner, der noch durch das Schwert getötet wird, waren wirklich peinlich und die Sterbeszenen einfach schlecht gespielt. Ich denke, der miese Englische Dub hat das Gefühl und die Negativität zusätzlich verstärkt. Ansonsten gab es viele solide Kampfszenen. Barry Chan war solide. Etwas, was mich jedoch, vor allem beim den Kampfszenen, auch störte, war die Tatsache, dass in diesen meistens keine Musik zuhören ist. Nur Kampfgeräusche. Wie hätte z.B. ein Italo-Western Theme diese Szenen aufgewertet! Richtig toll war eigentlich nur Doris Lung Chun-Erh (7 Men of Kungfu, The Cavalier, A Brave Girl-Boxer in Shanghai).

Fazit: Durchschnittlicher Basher!

Infos:

O: Chung Kuo Ren

Taiwan 1972

R: Wu Min-Hsiung

D: Barry Chan, Doris Lung Chun-Erh, Yi Yuan, David Tang Wei, Ko Yu-Min, Shao Lo-Hui, Wu La-Yun

Laufzeit der holländischen Betamax: 88:44 Min.

Gesehen am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag die holländische Betamax von EVC vor = Statt 2,35:1 in 1,66:1, Englischer Dub (miese Synchro), wahrscheinlich Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es vom gleichen Label auch auf VHS. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2026).