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Mittwoch, 1. Juli 2026

The Manchu Boxer

 

The Manchu Boxer

Story:

Ein koreanischer Gangsterboss (Kim Ki-Joo) und seine Leute (Sammo Hung, Wilson Tong, Sin Jin-Hui) lassen vor einem Kampfturnier die Konkurrenz töten, damit er sich beim Turnier selbst zum Gewinner küren kann. Als Ku Yu-Changs (Lau Wing) Freund ebenfalls getötet wird (inklusive weitere Opfer, Vergewaltigungen und Suizide), bricht Ku Yu-Chang mit seinem Gelübde (nicht mehr zu kämpfen) und schwört Rache…

Meine Meinung (Extended Version):

The Manchu Boxer ist eine Co-Produktion zweiter Firmen (u.a. Golden Harvest). Einer aus Hong Kong und einer aus Südkorea. Das ist auch der Grund, warum vor Ort in Südkorea gedreht wurde und warum der Film zum Teil einen südkoreanischen Cast bietet. The Manchu Boxer bietet Inhalte, die der Fan aus anderen Filmen bereits kennt (Chinese Hercules, The Big Boss). Mir hat der Film gut gefallen. Ich sah den Film in einer Sammo Hung Collection und ich würde fast sagen, dass es der beste der drei Filme war.

Der Film von Wu Ma (spielt auch eine kleine Rolle, wird aber gleich am Anfang von Lau Wing getötet) und Kim Si-hyun (The Eighth Master, The Uninvited Guest of the Star Ferry) hat mir durch mehrere Faktoren gut gefallen. Zum einen die Drehorte. Das alte, verschneite und felsige Südkorea-Setting ist immer eine willkommene Abwechslung zu den Eastern, die in HK oder Taiwan gedreht wurden. Das gibt einfach schon eine ganz andere Stimmung. Zudem ist der Film ernst, hart, dramatisch, blutig (selbst in dieser noch leicht zensierten Version) und absolut humorlos. Auch das hat gefallen.

Der Plot ist Mittel zum Zweck. Von Lau Wing (Human Lanterns, Bastard Swordsman, The Enchantress) bin ich nie ein grosser Fan gewesen. Hier sollte er als neuer Held etabliert werden, was sich jedoch für Golden Harvest und Lau Wing nicht auszahlte. Ich muss jedoch sagen, dass er seine Sache hier gut macht. Auch an den Bösewichten hatte ich Freude. Der «Oberboss» wird von Koreaner Kim Ki-Joo (Hard Bastard, Fury in Shaolin Temple) verkörpert. Der macht das ok.

Noch mehr Freude hatte ich an Wilson Tong (Snake Deadly Act) sowie Sammo Hung (Shanghai Shanghai) als Kämpfer des Oberbosses. Die spielen japanische Charaktere. Die machen das gut. Sammo Hung war auch für die Action-Choreographie zuständig. Toll war noch das Mädel bei den Bösewichten: die mit Messern bewaffnete Sin Jin-Hui machte Lust auf mehr. Schade, dass sie scheinbar kaum in anderen Produktionen vor der Kamera stand. Welch Verschwendung.

 Fazit: Kung Fu Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Qi Sheng Quan Wang, Daepyeong-won-a

HK, Südkorea 1974

R: Wu Ma, Kim Si-hyun

D: Kim Ki-Joo, Sammo Hung, Wilson Tong, Sin Jin-Hui, Lau Wing, Wu Ma, Jeong Ae-Jeong, Tao Min-Ming, Kao Chiang

Laufzeit der UK-Blu (Extended Version): 92:53 Min.

Gesehen am: 01.07.26

Fassungen: Gesehen als UK-Blu-Ray von Eureka (Triple Threat) = obwohl zwei Fassungen an Bord (Kinofassung und ein Extended Cut) ist die längere Fassung dennoch nicht Uncut. Es fehlen Gewaltszenen (fünf Stück). Die Schnitte fallen aber, kennt man die Uncut nicht, nicht auf. Diese Szenen sind bei der auch zensierten US-DVD von Brentwood Home Video zu sehen (Englisch Dubbed, veränderter Soundtrack, Master sieht massiv dunkel aus, so dass kaum was zu erkennen in den Gewaltmomenten). Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. O-Ton mit englischen Subs. Schuber, Wendecover und Booklet.

From the Old Earth

 

From the Old Earth

Story:

William Jones (Charles Williams) findet bei archäologischen Ausgrabungen einen Kopf aus Stein und nimmt diesen mit nach Hause. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

From the Old Earth war 1981 einer der ersten Horrorfilme in Walisischer Sprache. Der Film läuft nur knapp 50 Minuten und mutet mehr wie eine TV-Episode (einer Serie) an. Viel Budget war nicht vorhanden. Der Film ist sehr dialoglastig und es gibt fast keine Effekte zu sehen. Das Ganze ist irgendwie okay und solide, aber mehr auch nicht. Zwar beinhaltet der Film keltische Mythologie und ist perfekt geeignet, um sich in Severin Films All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2. Filmauswahl zu sein, aber selbst für die kurze Laufzeit gab es Längen.

Der Film gilt als Highlight in der walisischen Filmlandschaft und der Film basiert auf einer Kurzgeschichte eines Dichters namens Gwyn Thomas. Ob die Verfilmung originaltreu ist, kann ich nicht beurteilen, da ich diese nicht kenne. Dass der Steinkopf Unheil bringt, ist vorhersehbar. Dennoch hätte ich mir gerade in diesen Szenen etwas mehr Grusel, Horror sowie Effekte erwartet. Da bot mir From the Old Earth am Ende dann doch leider zu wenig, um wirklich effektiv und unterhaltsam überzeugen zu können. Der Cast war authentisch.

Fazit: Als «Bonus» (in der All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2. Edition) okay. Die Blu-Ray beinhaltet zudem einen weiteren Kurzfilm von Wil Aaron: Blood on the Stars. Mal schauen, ob mich dieser mehr zu überzeugen vermag…

Infos:

O: O'r Ddaear Hen

Grossbritannien 1981

R: Wil Aaron

D: Lindsay Evans, Jim Fieldsend, Bethan Jones, Elen Roger Jones, Stewart Jones

Laufzeit der US-Blu: Ca. 46 Min.

Gesehen am: 01.07.26

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films (All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2.) = O-Ton mit oder ohne englische Subs, gute Bild- und Tonqualität, Uncut, diverse Extras (diverse exklusive Extras und mehrere Kurzfilme). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2026).

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Sorrowful to a Ghost

Sorrowful to a Ghost

Story:

Meng (Ma Chi) führt eine Kampfschule. Meng will demnächst seinen Platz räumen und einen Nachfolger bestimmen. Doch alles kommt anders. Ein rivalisierender Kämpfer namens Dare Devil taucht auf und tötet Meng. Dessen Schüler schwören Rache…

Meine Meinung:

Bei Sorrowful to a Ghost handelt es sich um einen taiwanesischen Wuxia aus dem Jahr 1970 von Joseph Kuo (The Death Duel, The 18 Bronzemen, The Smart Cavalier) und Hsin Chi (Shadow Girl). Da Joseph Kuo, zumindest laut KI, dazumal noch vertraglich an die Shaw Brothers gekettet war, drehte den Grossteil des Filmes Hsin Chi. Joseph Kuo musste nach 16 Drehtagen in Taiwan das Land wieder Richtung Shaw Brothers verlassen. Sorrowful to a Ghost war einer der ersten Produktionen der Firma Hong Hwa International Films (H.K.) Ltd., die dazumal von Joseph Kuo ins Leben gerufen wurde.

Sorrowful to a Ghost ist solide und unterhaltsam. Nicht alles am Film ist perfekt. Es gibt Schatten- sowie Sonnenseiten. Positiv anmerken möchte ich den simplen und unkomplizierten Plot. Dem konnte ich gut folgen, obwohl ich keinen der Schauspieler namentlich aus anderen Filmen kannte. Die Drehorte und vielfältige Natur Taiwans wurde gekonnt und abwechslungsreich eingefangen. Auch die Settings haben mir daher gut gefallen. Passend waren auch die Ernsthaftigkeit und der völlige Verzicht von Klamauk und Slapstick. Der Film ist nicht besonders brutal, aber es gibt einige wenige blutige Schwertkampfszenen. Die Kampfszenen wirkten hier und da noch etwas theatralisch und steif.

Etwas, was mir nicht sonderlich gefiel war die Tatsache, dass einige der Kampfszenen «vor gespult» abgespielt werden, was einfach unecht aussieht. Das mag ich nicht. Abgesehen davon sind die Kampfszenen solide und der Film gefällt in diesen aufgrund der Settings, der Waffen und der Kameraführung. Die Helden fand ich im Grossen und Ganzen wenig charismatisch und sympathisch. Das empfand ich, gerade bei einigen Ende der 60er Jahre Shaw Produktionen, ähnlich. Die Helden Luschen, die Bösewichte überzeugend. So auch hier. Yi Yuan (The Shadow Chaser, A Brave Girl-Boxer in Shanghai, Struggle for a Vengeance) war die perfekte Wahl für die Rolle des Oberschurken.

Fazit: Wuxia Fans können bedenkenlos einen Blick riskieren!

Gefolgt von: The Ghost's Sword

Infos:

O: Gui Jian Chou

Taiwan 1970

R: Joseph Kuo

D: Ma Chi, Julie Lee Chi-Lun, Chang Ching-Ching, Chiang Pin, Yi Yuan, Wei Su, Han Chiang

Laufzeit der HK-DVD: 90:09 Min.

Gesehen am: 30.06.26

Fassungen: Gesehen als HK-DVD von Mei Ah = Code Free, O-Ton, englische Subs, gute und helle Bild- und Tonqualität (aber Vollbild). Zudem habe ich noch eine VHS aus Südkorea von Goldstar Home Video = Mandarin mit koreanischen Subs. Das Artwork der VHS ist sehr schön. Als ich dieses in meinem Urlaub in Südkorea gekauft habe, wusste ich nicht, dass es davon eine Englisch freundliche DVD gibt. Es gibt weder eine Blu-Ray noch eine deutsche Fassung (Stand: Juni 2026).