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Bei folgendem Review gibt es unter Fassungen einen neuen Nachtrag und neue Bilder:


- Who Am I?

Sonntag, 30. August 2026

Einkäufe

 



Stoner

Diesen Film mit Angela Mao, George Lazenby, Hwang In-Shik und Sammo Hung stand auf meiner Wunschliste. Als 88 Films ihre US-Blu-Ray angekündigt hat, habe ich diesen vor Monaten via eBay vorbestellt (bzw. es war ein anderer US-Shop) und diese Edition nun erhalten. Die Fassung hat einen wunderschönen Schuber (kein billiges Ding), ein schönes Wendecover, O-Ton, englische Subs und viele Extras. Es sind zwei Fassungen an Bord. Die Original-HK-Fassung und eine alternative Export-Version. Gespannt auf den Film!


City Warriors

Diesen tollen und harten Actionfilm von Johnny Wang Lung-Wei habe ich als HK-LD (siehe Review). Als das US-Label Error4444 diesen als US-Blu-Ray angekündigt hat, war ein Kauf für mich beschlossene Sache. Für mich eine der besten Vös dieses Jahres. Ein LD-auf-Blu-Ray Upgrade. Die US-Blu-Ray kommt mit Schuber, mit Wendecover, mit Booklet, O-Ton und englischen Subs sowie einem Interview mit dem Action-Director des Filmes daher. Scheinbar gab es den Canto-Print nicht 100% Uncut, so dass einige Szenen aus einem alternativen Mandarin-Print eingefügt wurden. Das Beste ist, dass weitere Filme von Johnny Wang Lung-Wei von Error4444 kommen sollen. Top.


Kung Fu Student

Diese Ghost-Action-Comedy aus Taiwan mit Lin Hsiao-Lu und Alexander Lo Rei habe ich zwar schon als DVD aus Taiwan, aber wenn davon eine restaurierte Fassung kommt, auch von Error4444 als US-Blu-Ray, dann ist ein Kauf für mich beschlossene Sache. Zumal auch der Lin Hsiao-Lu-Klassiker Child of Peach noch folgen soll. Daher gehört das Label unterstützt. Die US-Blu-Ray kommt mit Schuber (mit hässlichem Motiv, wobei das Original-Artwork als Wendecover fungiert), Booklet (es sollen weitere Filme mit Lin Hsiao-Lu/ Alexander Lo Rei kommen), O-Ton, englischen Subs, restauriert und mit exklusiven Extras daher = Interview mit Lin Hsiao-Lu. Ich freue mich, den Film in Zukunft in dieser neuen restaurierten Fassung neu sichten zu können.


Farm der Tiere

Vor ca. zwei Wochen habe ich mir, als ich mit der Kollegin in der Buchhandlung war, spontan diesen Klassiker gekauft: Farm der Tiere, von dem es ja auch einen Zeichentrickfilm gibt. Der Plot soll sozialkritisch aber auch düster sein. Neue Lektüre für die Arbeit, wobei ich aktuell noch einen Edward Lee Roman lese.


Mean Mother

 

Mean Mother

Story:

Die zwei US-Soldaten Beauregard (Dobie Gray) und Joe (Dennis Safren) drücken sich vor dem Einsatz in Vietnam. Beide flüchten, trennen sich und finden sich in Europa wieder. Beauregard landet in Rom, während es Joe nach Spanien zieht. Beide geraten in illegale Machenschaften und planen, danach in Kanada ein neues Leben zu beginnen…

Meine Meinung:

Mean Mother ist ein weiteres Schundwerk von Al Adamson (The Female Bunch, Horror of the Blood Monsters, Nurses for Sale). Und leider kein wirklich gutes. Der Hauptgrund ist die Tatsache, dass es sich um ein Flickwerk à la Godfrey Ho (Copy and Paste) handelt. Die Produzenten nahmen sich León Klimovsky (The People Who Own the Dark) spanischen Film El hombre que vino del odio zur Brust und haben die US-Recht erworben. Al Adamson drehte dann mit schwarzem Cast neuen Szenen und baute diese in das «El hombre que vino del odio» Gerüst ein um daraus einen neuen, eigenen Film zu «kreieren».

Al Adamson erkannte nämlich den Ruf der Zeit und drehte damit, wenn ich es richtig im Kopf habe, seinen ersten Blaxploitation-Streifen. Leider ist Mean Mother wirklich nicht gelungen und kann nicht wirklich empfohlen werden. Da waren spätere Blaxploitation-Filme von Al Adamson sehenswerter (Black Samurai). Das Problem von Mean Mother sind zwei Dinge. Erstens ist der Streifen einfach total langweilig. Action ist extrem Mangelware. Auch Sleaze gibt es bis auf 1-2 Szenen nicht zu sehen und der tolle Mean Mother Song, der fetzt, ist praktisch nie zu hören.

Als zweites sind die negativen Folgen zu nennen, die neu gedrehten Szenen in einen anderen Film einzufügen und daraus einen neuen Film zu zaubern. Der Plot ist total hohl und wirr. Da passt hinten und vorne nichts zusammen. Dobie Gray als schwarzer Lead ist ganz passabel, auch wenn er kein Jim Kelly ist. Bei den Mädels überzeugt, auch in den fleischigen Szenen, Marilyn Joi (Nurse Sherri, Ilsa, Harem Keeper of the Oil Sheiks), die schon in anderen Filmen von Al Adamson vor der Kamera stand. Dennis Safren war eine Schlaftablette und die wenigen Action-Momente (z.B. die Prügelei in der praktisch leeren Bar) war ultraschwach und fast schon trashig inszeniert.

Fazit: Nur für Hardcore Al Adamson Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Mean Mother

USA, Italien, Spanien 1974

R: Al Adamson, León Klimovsky

D: Dobie Gray, Dennis Safren, Luciana Paluzzi, Lang Jeffries, Bedy Moratti, Marilyn Joi

Laufzeit der US-Blu: Ca. 87 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films (Al Adamson: The Masterpiece Collection) = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton mit englischen Subs. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026). Der Produzent hatte die Rechte am spanischen Film El hombre que vino del odio (von León Klimovsky) erworben und Al Adamson hat den Film danach mit neuen Szenen, neuen Sub-Plots, neuen Darstellern aufgepeppt = Copy and Paste Produktion à la Godfrey Ho.

Emperor Oh Jak-doo 3

Emperor Oh Jak-doo 3

Story:

Busan in den 50ern:

Die beiden Freunde Chang-gi (Lee Ju-cheol) und Yong-pal (Oh Dong-yeong) versuchen ihr Glück in Busan. Sie geraten schnell an diverse Gangsterbanden, doch Chang-gi ist ein guter Kämpfer. Nachdem er erste Erfolge feiert und Gangster Bulgom (Song Geum-sik) im Kampf besiegt, sorgt das dafür, dass schon bald nächste Gegner auf ihn lauet. So einer ist Ma Cheon-su (Doppelrolle von Song Geum-sik), der vor Ort als «Texas Indian» bekannt ist und Busan dominiert. Doch Chang-gi will mit Ma Cheon-su eine gemeinsame Zukunft aufbauen. Doch als ein unbekannter Mann namens Oh Jak-du (Na Han-il) auftaucht, verändert das alles…

Meine Meinung:

Emperor Oh Jak-doo 3 ist der dritte Teil einer Action- und Gangster-Reihe aus Südkorea. Der Film hat mit den Vorgängern jedoch nur noch wenig gemein, auch wenn der Star der ersten zwei Filme, Na Han-il (Boss), einen Gastauftritt hinlegt. Das liegt daran, dass der Film in Busan der 50er Jahre spielt. Regie führte Cho Myung-hwa, von dem ich bisher nur einen Film gesehen habe (= Special Mission: Beauty Corps). Emperor Oh Jak-doo 3 erwarb ich zu einem Zeitpunkt, wo ich fast alles, was mein ehemaliger Korea-Dealer mir an Filmen angeboten hat, auch gekauft habe. Auch solche 90er Jahre Action- und Gangsterfilme aus Südkorea, die sonst nirgendwo veröffentlicht wurden.

Und die meisten dieser Filme sind zwar solide, aber, wie ich mehr und mehr merke, nicht wirklich etwas für meine Sammlung. Es gibt Ausnahmen wie z.B. Bloody Mafia, doch leider war diese VHS-Version stark in Gewalt zensiert. Was sich im Gegensatz zu den Kung Fu Filmen und VHS aus Südkorea auch negativ auswirkt, ist das Fehlen von englischen Untertiteln. Zwar konnte ich dem Plot von Emperor Oh Jak-doo 3 zu einem grossen Teil folgen, aber mit der Zeit, und auch durch die Tatsache, dass mir der Cast total unbekannt ist und ich mit der Zeit die Figuren nicht mehr unterscheiden konnte, wusste ich auf einmal nicht mehr, wer wer ist und warum der gegen den kämpft.

Das ist natürlich schade und nimmt dem Film eine gewisse Dramatik. Auf der anderen Seite gab es im Vergleich zu anderen Filmen dieser Art ziemlich viele Actionszenen zu bestaunen. Mehrheitlich Kampfszenen. Diese waren relativ ansehnlich in Szene gesetzt. Mit viele Kicks, übersichtlicher Kamera und ich denke, dass einige der Stars in dem Film einen Martial Arts Background haben. Lee Ju-cheol, der den Kämpfer des Duos spielt, spielte nebst bereits erwähnten Filmen wie Boss oder Special Mission: Beauty Corps auch in vielen anderen Filmen wie z.B. Always There mit. Auch Song Geum-sik war in einigen dieser 90er Jahre Actionfilmen zu sehen. Seine Anfänge machte er bereits Anfang der 80er in einigen südkoreanischen Kung Fu Filmen (The Yong-gwon Martial Arts, Manager of the Shaolin Hall, Shaolin: The Blood Mission).

Fazit: Wer seltene 90er Jahre Gangster- und Actionfilme aus Südkorea mag, kann durchaus einen Blick riskieren!

Infos:

O: Hwangje O Jakdu 3

Südkorea 1995

R: Cho Myung-hwa

D: Lee Ju-cheol, Song Geum-sik, Gu Min-ah, Na Han-il, Oh Dong-yeong

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 87:24 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag die VHS aus Südkorea von J & J Home Video vor = Koreanischer O-Ton ohne Subs, solide Bild- und Tonqualität, unbekannter Uncut-Status (sah Uncut aus). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026).

Two Orphan Vampires

Two Orphan Vampires

Story:

Ein Arzt (Bernard Charnacé) adoptiert aus einem Waisenhaus die zwei jungen Mädchen Louise (Alexandra Pic) und Henriette (Isabelle Teboul). Was er nicht weiss: bei beiden handelt es sich um Vampirinnen. Und nachts kehrt ihre Sehkraft, um Töten zu können, zurück…

Meine Meinung:

Die Mehrheit der Jean Rollin (Requiem for a Vampire, The Living Dead Girl) Filme sah ich jeweils nur einmal und deren Sichtungen ist sehr lange her. Ich denke nicht, dass ich die Mehrheit davon noch in der Sammlung haben möchte. Neusichtungen werden dies zeigen. Heute war Two Orphan Vampires an der Reihe und der Film liegt definitiv aus der Sammlung. Obwohl der Film erst 1997 veröffentlicht wurde, wirkt der Film fast wie seine älteren 70er Jahre Vampir-Filme. Das ist schon beachtenswert.

Two Orphan Vampires würde ich wohl nur wirklichen Jean Rollin Fans empfehlen. Ich konnte mit dem Film leider nichts mehr anfangen. Der Streifen hat kaum einen Plot und mehrheitlich beobachtet der Zuschauer die zwei jungen Vampir-Mädchen beim Rumlaufen oder beim Diskutieren. Und die meisten Dialoge sind nicht wirklich gewinnbringend oder aufschlussreich. Es gibt vereinzelt einige stimmungsvolle Aufnahmen, aber leider werden einzelne Momente auch immer wieder durch unpassende Szenen zerstört, die nicht so recht zum Rest passen und/oder sogar unfreiwillig komisch und amateurhaft wirken.

Die Musik gefiel mir nicht. Wer in Two Orphan Vampires viel nackte Haut, Sex, Erotik oder lesbische Vampirinnen erwartet, dürfte ebenso enttäuscht werden, wer viele blutige Effekte à la The Living Dead Girl zu sehen erhofft. In Two Orphan Vampires geht es dementsprechend harmlos zu. Es schwingt zwar hier und da eine unterschwellige Erotik mit, aber die wenigen Szenen, in denen Mal eine Dame unbekleidet zu sehen ist, lässt sich an einer Hand abzählen. Alexandra Pic und Isabelle Teboul haben ihre Sache im Grossen und Ganzen ordentlich gemacht. Bernard Charnacé wirkte irgendwie creepy und den Gastauftritt von Brigitte Lahaie (Je brûle de partout, Faceless) ist vergessenswert.

Fazit: Viel zu langweilig und uninteressant, um zu überzeugen!

Infos:

O: Les Deux orphelines vampires

Frankreich 1997

R: Jean Rollin

D: Alexandra Pic, Isabelle Teboul, Tina Aumont, Brigitte Lahaie, Nathalie Perrey, Bernard Charnacé

Laufzeit der US-Blu: 107:17 Min.

Gesehen am: Dez. 2013 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Redemption vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute wenn auch hier und da leicht zu dunkle Bild- und Tonqualität. Als Extras gibt es u.a. ein Interview mit Jean Rollin. In Deutschland gibt es den Film von X-Rated auf DVD (Keine deutsche Tonspur, nur deutsche Untertitel). Titel: Jean Rollin's Vampire. In England ist der Film sogar schon als UHD-Fassung zu haben (sehr umfangreiches Bonusmaterial, welches keine Wünsche offenlässt).

Samstag, 29. August 2026

Friedhof der Kuscheltiere

Friedhof der Kuscheltiere

Story:

Das Ehepaar Louis (Dale Midkiff) und Rachel Creed (Denise Crosby) ziehen mit Katze Church sowie ihren zwei Kindern (Miko Hughes, Blaze Berdahl) in ein neues Haus. Als Katze Church überfahren wird, zeigt Nachbar Jud (Fred Gwynne) Louis ein Geheimnis, welches dramatische Folgen nach sich ziehen sollte…

Meine Meinung:

Friedhof der Kuscheltiere ist eine Kind- und/oder Jugenderinnerung für mich. Der Film, eine Stephen King Verfilmung des Romans mit dem gleichnamigen Titel, ist daher mit viel Nostalgie verbunden. Ich kenne auch die Fortsetzung, das Remake und den Roman. Das Remake finde ich schlecht und auch den Roman fand ich eher mässig. Diesen 1989er Film von Regisseurin Mary Lambert finde ich hingegen sehr stark. Mary Lambert sollte auch im 2. Teil Regie führen. Mit weiteren Horrorfilmen wie Urban Legends: Bloody Mary blieb sie dem Horrorgenre treu.

Ich mag eigentlich praktisch alles an dem Film, was ich besagter Nostalgie zu verdanken habe. Ich weiss nicht mehr, ob ich den Film als Kind oder Jugendlichen erstmals sah. Ich hatte aber grosse Angst und dieses Gruselgefühl war damals herrlich. Sich bei Horrorfilmen zu gruseln, ist das höchste aller Filmgefühle. Ich mag den langsamen Aufbau des Filmes und die Konsequenzen, die der Verlauf des Filmes mit sich bringt. Ich empfinde den Film als stimmungsvoll, unterhaltsam und nicht als langweilig. Zwar gibt es nicht sonderlich viele Effekte im Film zu sehen, doch die wenigen Make-Up-Effekte sind sehr gut getrickst.

Und Horrorparts gibt es auch abgesehen von der Haupthandlung genug. Man denke da z.B. an den Unfalltod des Mannes, dessen Geist danach mehrfach zu sehen ist, an den Suizid der Haushälterin, die Flashbacks, die Jud zum Besten gibt oder die Traumata von Rachel, als sie von ihrer kranken Schwester Zelda erzählt (ich habe übrigens mehrere Jahre mit Menschen, die an MS erkrankt sind gearbeitet, und die filmische Darstellung ist höchst unrealistisch aber für einen Horrorfilm natürlich immer gut). Und Themen wie Tod und Verlustängste sind essenziell im Leben. Die Schickale der Familie und was für Folgen ein dramatischer Tod haben kann, wird intensiv dargestellt. Die Schauspieler waren überzeugend und die Musik gefiel auch. Stimmungsvoll und passend.

Fazit: Nebst Es und Schlafwandler eine der besten Stephen King Verfilmungen!

Gefolgt von: Friedhof der Kuscheltiere 2

Infos:

O: Pet Sematary

USA 1989

R: Mary Lambert

D: Dale Midkiff, Denise Crosby, Miko Hughes, Blaze Berdahl, Fred Gwynne, Brad Greenquist

Laufzeit der deutschen DVD: 98:29 Min.

Gesehen am: Kind- und Jugendzeit / Neusichtung: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via deutsche DVD von Paramount = Deutsch/Englisch mit Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Den Film gibt es inzwischen, auch in Deutschland, als Blu-Ray oder UHD.

Operation: Broken Arrow

Operation: Broken Arrow

Story:

Bei einer Übung stiehlt Vic Deakins (John Travolta) zwei Atombomben, um den Staat damit erpressen zu können. Sein ehemaliger Kumpel Riley Hale (Christian Slater) und eine Park-Rangerin (Samantha Mathis) versuchen, ihn aufzuhalten…

Meine Meinung:

Operation: Broken Arrow war nach Harte Ziele der zweite US-Film von HK-Meisterregisseur John Woo (The Killer, Bullet in the Head, The Young Dragons) und die erste Zusammenarbeit zwischen John Woo und John Travolta (In a Valley of Violence) und zwischen John Woo und Christian Slater (True Romance). Beide würden später in Im Körper des Feindes sowie Windtalkers erneut in einem John Woo Film vor der Kamera stehen. Operation: Broken Arrow ist sehenswerte 90er Jahre Action und Actionfans zu empfehlen.

Der Plot ist dünn und es gibt, vor allem im Vergleich zu John Woos HK-Filmen, weitaus weniger Charakterentwicklung was aber auch daran liegt, dass John Woos erster Rohschnitt (soll 120 Minuten gelaufen sein) angepasst werden musste. Ich denke, seine ursprüngliche Vision hätte anders ausgesehen. Doch ähnlich wie in Harte Ziele ist es mehr als verschmerzbar, dass die Figuren weniger tief charakterisiert werden, als in seinen anderen Filmen. Auch der dünne Plot ist für mich kein Nachteil. Im Gegenteil.

Der Film wird dadurch zu keiner Sekunde langweilig. Die Action und die Kameraarbeit, vor allem im Vergleich zum heutigen Actionfilm, ist eine Wohltat. Übersichtlich, Slow-Mo Aufnahmen, nicht verwackelt, «altmodische» Effekte d.h. echte Züge, echte Hubschrauber, echte Autos und echte Explosionen. Und davon gibt es eine Menge. Es gibt jede Menge Stunts, Crashs, Shoot-Outs und ein-zwei kürzere Kämpfe. Ich glaube ganze vier Helikopter werden im Film in die Luft gejagt. Das hat schon was und die Actionszenen sind absolut sehenswert und abwechslungsreich inszeniert. Ich hatte daran grosse Freude, denn ein Actionfilm sieht sich der Fan aufgrund der Actionszenen an.

Und die Actionszenen rocken. Was zudem auch gefällt ist die Musik von Hans Zimmer. Die gefällt mir extrem gut und so empfand ich es als sehr gelungen, dass genau diese Musik auch ein Jahr später für Scream 2 verwendet wurde. Toll. Toll war auch der Cast. Zwar stimme ich einigen kritischen Stimmen zu, wenn sie sagen, dass Christian Slater gegen John Travolta abstinkt, dennoch hat er seine Sache, vor allem an der Seite von Samantha Mathis (Pet Sematary: Bloodlines), sehr ordentlich gemacht. Ein absoluter Genuss war hingegen John Travolta, der hier einen extrem coolen Bösewicht spielen durfte. Mit viel Overacting. Er hatte sichtbar Freude an seiner Rolle und ich auch. In meinen Augen eine seiner besten Darbietungen.

Fazit: Pflichtprogramm für Actionfans!

Infos:

O: Broken Arrow

USA 1996

R: John Woo

D: John Travolta, Christian Slater, Samantha Mathis, Kurtwood Smith, Howie Long, Vyto Ruginis, Vondie Curtis-Hall, Bob Gunton, Delroy Lindo

Laufzeit der deutschen DVD: 103:57 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung: Aug. 2026

Fassungen: Mit lag die deutsche DVD von 20th Century Fox vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs, solide Bild- und gute Tonqualität (Bild relativ unscharf). Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray. Ein früherer Cut von John Woo (120 Min.) soll gekürzt worden sein (mehr Charaktertiefe und Gewalt in den Actionszenen). Es gibt nur diese reguläre Kinofassung (Stand: Aug. 2026).

Return of the 18 Bronzemen

 

Return of the 18 Bronzemen

Story:

Yong Zhen (Carter Wong) mogelt sich als neuer Kaiser auf den Thron. Als er erfährt, wie gut die Shaolin Mönche kämpfen können, will er dessen Wissen absorbieren. Doch er wird abgelehnt. Danach nimmt er eine neue Identität an, um sich als neuer Schüler ins Shaolin Kloster schleichen zu können. Dort beginnt er, zu trainieren…

Meine Meinung:

Return of the 18 Bronzemen ist die Fortsetzung von 18 Bronzemen. Abgesehen vom teilweise gleichen Cast und Crew und Setting hat der Film inhaltlich aber nicht wirklich etwas mit dem Vorgänger zu tun. Im ersten Film spielte Carter Wong (The Legendary Strike, Killer of Snake, Fox of Shaolin, The Mysterious Heroes) einen Rächer, hier spielt er den Bösewicht und Hauptcharakter und, und das ist etwas vom wichtigsten, endet der Film total offen und nicht zu Ende erzählt. Es folgte, zumindest nicht offiziell, kein dritter Teil. The Blazing Temple soll jedoch eine Art nicht offizielle Fortsetzung sein, die den weiteren Plot aufzeigt (Kaiser, der die Shaolin Tempel zerstören lässt).

Für alle Filme zeichnete sich Joseph Kuo (Sorrowful to a Ghost, Mission Impossible, The Unbeaten 28) zuständig, der viele Filme dieser Art drehte. Zwar ist der Plot in Return of the 18 Bronzemen sehr dünn, aber das lag eben auch daran, dass der Plot in einem dritten Teil weitergesponnen werden sollte. Carter Wong ist im Film nicht sympathisch. Er spielt den Hauptbösewicht, doch mit der Zeit denkt der Zuschauer gar nicht mehr daran, wenn sich Carter Wong als Mönch tarnt um die Geheimnisse der diversen Shaolin Kammern zu erforschen. Diese Szenen nehmen die Mehrheit des Filmes ein. Stars wie Tien Peng (Pai Yu Ching) oder Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Little Hero) haben nur kurze Auftritte.

Carter Wong lässt zwar Charisma vermissen, aber ich sehe ihn definitiv lieber als Bösewicht statt als Helden. Und in den ellenlangen und unzähligen Kampf- und Trainingsszenen vermag er absolut zu überzeugen. Und davon gibt es in Return of the 18 Bronzemen jede Menge zu sehen, so dass der Film problemlos zu überzeugen vermag. Ja, dass offene Ende störte mich, was aber auch daran lag, dass ich das nicht mehr wusste und so nicht erwartet habe. Mit angepassten Erwartungen wäre das Gefühl im Finale ein anderes gewesen. Immerhin motiviert das offene Ende, mir demnächst The Blazing Temple anzusehen.

Fazit: Eastern Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Yong Zheng Da Po Shi Ba Tong Ren

Taiwan 1976

R: Joseph Kuo

D: Carter Wong, Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Tien Peng, Chiang Yu, Yueh Feng, Sun Peng-Wan, Wu Ho

Laufzeit der UK-Blu: 92:06 Min.

Gesehen am: Jan. 2008 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Eureka (Cinematic Vengeance!) = Uncut, O-Ton, englische Subs und hervorragende Bild- und Tonqualität. Koch Media haben den Film nebst der zensierten deutschen Kinofassung als Die Rückkehr der 18 Bronze-Kämpfer auch als Uncut-Fassung in Mandarin mit deutschen Subs als Bonus auf die Disc geklatscht (DVD).

Malam Satu Suro

 

Malam Satu Suro

Story:

Suzzanna ist ein wieder zum Leben erweckter Geist, ein Sundel Bolong. Sie bekommt eine zweite Chance und lebt im Dschungel. Als Bardo Ardiyanto (Fendy Pradana) mit einem Freund im Dschungel jagen geht, entdeckt er Suzzanna und verliebt sich ihn sie. Er will sie heiraten und tut es auch, ohne zu wissen, dass sie in Wahrheit ein Sundel Bolong ist. In der Stadt entdecken Gangster und eine schwarze Magie praktizierende Magierin das Geheimnis. Um an Geld zu kommen, wird der Sundel Bolong zum Leben erweckt und eines ihrer Kinder plus Hausmädchen werden getötet. Der Sundel Bolong schwört daraufhin Rache an den Tätern…

Meine Meinung:

Malam Satu Suro ist scheinbar der dritte Teil einer «Sundel Bolong» Trilogie mit Suzzanna (Birth in the Grave, White Crocodile Queen, Santet) nach Ghost with Hole sowie Telaga Angker. Malam Satu Suro ist der dritte Sundel Bolong Film nach Ghost with Hole sowie Kliwon Friday Night den ich gesehen habe. Malam Satu Suro erreicht nicht die Qualität von Ghost with Hole, gefiel mir aber etwas besser als Kliwon Friday Night. Der Film ist kurzweilig und zum Teil sehr abgefahren. Auf der anderen Seite mutet der Film hier und da fast schon unfreiwillig komisch und etwas trashig an.

Suzzanna war damals 45 Jahre alt und spielt im Film eine vermeintliche Tochter eines Paares im Dschungel. Das wirkt einfach unrealistisch. Zudem gefiel mir meistens ihr Aussehen als Geist nicht. Damit meine ich ihr Gesicht, die Schminke, das Make-Up und die schlimme Fake-Perücke. Das wurde in älteren Filmen deutlich stimmungsvoller gehandhabt. Das Loch im Rücken (Wunde mit Maden) war hingegen cool getrickst. Die Gangster waren auch schlimme Karikaturen und dann hätten wir da noch Komiker Bokir, der fast alle Suzzanna Filme verschlimmbessert. Hier hielt es sich in Grenzen und die Musical Nummer war irgendwie herrlich surreal und schräg passend zum Rest des Filmes.

Vor allem im letzten Viertel dreht der Film mit einigen total abgefahrenen und fantasievollen Szenen auf. Unter anderem gibt es einen Kampf zwischen einem Krasue und der bösen Magierin. Und das waren tolle Effekte und diese wurden auch stimmungsvoll gefilmt und eingefangen. Und es gab doch auch den ein oder anderen blutigen Effekt, während andere Racheszenen mehr amüsant als wirklich böse waren (die Szene mit dem Teddybären als Killerwerkzeug). Obwohl ich Suzzannas Make-Up oft nicht mochte, hatte sie sichtlich Spass an ihrer Rolle und dem Film. Der Rest des Cast ist solide. In Erinnerung bleibt Nurnaningsih als böse Magierin.

Fazit: Fans von Suzzanna können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Malam Satu Suro

Indonesien 1988

R: Sisworo Gautama Putra

D: Suzzanna, Nurnaningsir, Soendjoto Adibroto, Karen Sukarno, Dorman Borisman, Bokir, Fendy Pradana

Laufzeit der US-Blu: 83:55 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray von Severin Films (Suzzanna: Empress of Darkness) = Erste offizielle Vö mit englischen Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026).

The Great Escape from Women’s Prison

The Great Escape from Women’s Prison

Story:

Japan marschiert im 2. Weltkrieg in Korea ein und übernimmt das Land. Yeung Fung Kow (Lee Dae-Geun) entscheidet sich, sich den Japanern anzuschliessen. Das sorgt für Differenzen was seine ehemalige Liebe oder seine Familienmitglieder (Mutter, Bruder) angehen. Yeung Fung Kow geht so weit, diese verhaften und ins Camp verschleppen zu lassen. Im Frauengefängnis müssen die Insassinnen schuften. Gnade gibt es nicht und auf Wiederhandlungen folgen Folterstrafen. Doch langsam macht sich, auch bei der Bevölkerung, Widerstand breit…

Meine Meinung:

The Great Escape from Women’s Prison ist zwar ein eher harmloser Vertreter des WIP (Women in Prison) Genres, dennoch empfand ich den Film, gerade auch mit angepassten Erwartungen, als solide. Zudem habe ich schon schlechtere solche Filme gesehen (Im Camp der gelben Tigerinnen, War Victims, Escape from Hell Hole, Bambuscamp 2. Teil- Die Tätowierung). Es handelt sich um eine Co-Produktion zwischen Taiwan und Südkorea. Daher sind auch zwei Regisseure, nämlich Ting Chung (Tiger Jungle, Two Assassins of the Darkness, Of Cooks and Kung Fu) sowie Jang Il-Ho (The Iron ManA Remodelled Beauty) als Regisseure gelistet.  Gedreht wurde vor Ort in Südkorea. Jang Il-Ho hat auch mind. drei Filme für die Shaw Brothers realisiert = Night of the Devil's Bride, The Deadly Knives sowie The Thunderbolt Fist.

The Great Escape from Women’s Prison bietet all die Klischees, die der Fan von diesem Genre erwarten kann. Was explizite Gewalt angeht, ist der Film harmlos. Was Nacktszenen angeht, gibt es hier nichts zu sehen (in einer Szene verdeckt eine Frau ihre Brüste, das ist alles). Dennoch funktioniert der Film. Es gibt WIP-Elemente, Shoot-Outs, Drama (auch durch die Familienkonstellation und der Tatsache des Überlaufens und Verrats), dennoch paar fiese Foltermomente und paar wenige blutige Details gibt es dennoch zu sehen. Und dann gibt es sogar noch eine kürzere Kampfszene. Die Drehorte in Südkorea sieht man dem Film positiv an.

Der Entscheid, fast komplett auf Humor und Klamauk zu verzichten (mit Ausnahme der adipösen Gefangenen) und die dramatischen Szenen zwischenmenschlichen Dilemmas in den Vordergrund zu stellen, passt und wirkt somit glaubhaft. Die Darsteller bestehen aus Koreanern und Chinesen, auch wenn es mehrheitlich Koreaner sind. Sie spielen mehrheitlich solide und glaubhaft. Der Inhalt kann sogar als historisch wichtig und sozialkritisch angesehen werden (Japanische Besetzung in Südkorea). Hier und da erinnerte mich der Film von seiner Inszenierung auch fast an einen Eastern, wenn sich die gefangenen Frauen z.B. in Rückblenden erzählen, warum sie im Gefängnis gelandet sind und jede ihre Geschichte erzählen darf.

Fazit: WIP-Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Da nu ji zhong ying / Yeosu daetalok

Taiwan, Südkorea 1976

R: Jang Il-Ho, Ting Chung

D: Lee Dae-Geun, Yoon Mi-Ra, Han Mi-Ja, Nam Soo-Jeong, Do Keum-Bong, Kao Chiang, Chang Pei-Shan

Laufzeit der US-VHS: 98:53 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag das Englisch Dubbed HK-VHS von Ocean Shores (Omni Video vor) = Solider Dub, solide Bildqualität, Vollbilds statt Widescreen. Laufzeit 98:53 Minuten. Die Mandarin Kassette ist ca. zwei Minuten kürzer als ein «Uncut Print auf YouTube» (98:47 Min). Die Szenen, die in der Mandarin VHS fehlen sollen, hatte ich den Eindruck, dass diese ggf. auf dem Englisch Dubbed VHS drauf waren. Da es eher unwichtige Szenen sind, spielt es jedoch nicht so eine grosse Rolle. Ich werde noch vergleichen. Der Film müsste aktuell gerade in Deutschland als Straflager der Geschändeten von X-Rated auf Blu-Ray veröffentlicht worden sein. Ob dort die Uncut Fassung (à la YouTube Print) auch an Bord sein wird, ist mir nicht bekannt. Immerhin soll die Fassung in Deutsch und Mandarin vorliegen. Ob es eine VHS in Südkorea gibt und sich die südkoreanische Fassung von der taiwanesischen Fassung (abgesehen von der Sprache) unterscheidet, weiss ich nicht. Es handelt sich um eine Co-Produktion beider Länder.  

Freitag, 28. August 2026

Update

Bei folgendem Review gibt es unter Fassungen einen neuen Nachtrag und neue Bilder:


Battered Flesh

 

Battered Flesh

Story:

Berta (Esperanza Roy) wird verurteilt und landet im Frauengefängnis. Ihr Umfeld (Ihr Vater) leidet darunter und auch aufgrund des gesellschaftlichen Wandels. Berta verliebt sich im Gefängnis. Ob ihre Liebe eine Zukunft haben wird?

Meine Meinung:

Battered Flesh ist ein durchschnittlicher Film aus Severin Films Box Exorcismo: Defying A Dictator & Raising Hell In Post-Franco Spain. Der Film wirkte teilweise, auch wenn ich die deutsche Serie abgesehen von TV-Vorschauen nicht wirkliche kenne, wie die auf RTL gelaufene Hinter Gittern – Der Frauenknast Serie. Ich denke, dass die Soap-Opera Elemente ähnlich klischeehaft sein dürften, wie in Battered Flesh. Das ging mir beim Schauen des Filmes durch den Kopf. Dieser Vergleich.

Dennoch bietet Battered Flesh einige nicht uninteressante Punkte, die ihn dann, vor allem gegen Ende, sicherlich davon abheben. Und natürlich ist der Film in Sachen Nacktszenen und einer gewissen Erotik (in einigen, wenigen Szenen) sicherlich explizier als die erwähnte Serie, die auf RTL zu sehen war. Battered Flesh ist auch daher nicht uninteressant, da der Plot scheinbar auf einem echten Fall zu beruhen scheint. Das wird am Ende deutlich. Und es handelt sich um ein wirklich fieses und nihilistisches Ende.

Der Film ist ein Mix aus Drama und WIP-Film. Es gibt die typischen WIP-Elemente, jedoch in viel abgeschwächter Form und aus einer Zeit erzählt, in der sich das Franco-Regime dem Ende näherte. Dessen Tod wird im Film sogar kurz erwähnt. Die mir unbekannten Darstellerinnen machten einen soliden Job. Je nach Szene, die gespielt wurde, wirkte das Overacting unfreiwillig komisch, nicht realistisch oder toll gespielt (das letzte Viertel). Vor allem die Suizide im Film wirken realistisch und ungeschönt.

Fazit: Ein Film mit Licht und Schatten!

Infos:

O: Carne apaleada

Spanien 1978

R: Javier Aguirre

D: Tota Alba, Jesús Alcaide, Trini Alonso, Pilar Bardem, Gloria Berrocal, Esperanza Roy

Laufzeit der US-Blu: Ca. 99 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films (Exorcismo: Defying A Dictator & Raising Hell In Post-Franco Spain) = Hervorragende Bild- und Tonqualität, Spanischer O-Ton, englische Subs, Uncut. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026).

The City of the Dead

 

The City of the Dead

Story:

Studentin Nan Barlow (Venetia Stevenson) begibt sich auf Rat ihres Professors (Christopher Lee) nach Whitewood, um dort in Sachen Hexen zu recherchieren. Sie verschwindet, was danach ihren Freund auf den Plan ruft, der sich um den Verbleib von Nan sorgt und ebenso nach Whitewood reist…

Meine Meinung:

The City of the Dead war der zweitletzte ungesehene Film aus Severin Films All The Haunts Be Ours: A Compendium Of Folk Horror Vol. 2 Box, den ich mir heute Morgen angesehen habe. Es handelt sich um eine britische Produktion aus dem Jahr 1960. Nicht um eine Hammer Produktion, sondern um eine Vulcan Films Produktion. Ob ich schon Filme dieser Produktionsfirma sah, ist mir nicht bekannt. Dennoch reichte es aus, Hammer-Star Christopher Lee (The Bloody Judge, Die Rache der Pharaonen, Dark Mission) für eine Hauptrolle zu gewinnen.

The City of the Dead ist nebst Titeln wie Edge of the Knife, The Ninth Heart, The White Reindeer, To Fire You Come at Last oder Beauty and the Beast einer der soliden Durchschnittsfilme in der Collection. D.h. kein Kracher, aber auch kein Flop. Der Film ist, auch durch den unkomplizierten Plot und die kurze Laufzeit, kurzweilig. Durch die s/w-Bilder und vor allem durch den vielen Nebel (da sieht im Vergleich sogar ein Film à la Conquest dagegen alt aus) ist der Film optisch gelungen. Auch der Vor- und Abspann ist stimmungsvoll gehalten.

Im Vergleich zu diversen Alternativtiteln (z.B. Hexen: Quälen - Schänden - Töten) ist der Film jedoch sehr harmlos. Gut möglich, dass da ein Link zu Mark of the Devil hergestellt werden sollte. Reines Marketing der deutschen Verleiher. Nicht das erste Mal und oft auch amüsant, aber kann natürlich auch falsche Anreize und Erwartungen schüren. Der Film ist optisch zwar nett, aber inhaltlich relativ spannungsarm inszeniert. Eine richtige Spannung kommt nicht auf. Das Schauspiel der Beteiligten ist zwar solide, mutet aber auch etwas angestaubt, steif und hölzern an. Wer gerne alte britische Grusel- und Gothic-Filme hat, kann sicherlich einen Blick riskieren.

Infos:

O: The City of the Dead

Großbritannien 1960

R: John Llewellyn Moxey

D: Venetia Stevenson, Christopher Lee, Patricia Jessel, Dennis Lotis, Tom Naylor

Laufzeit der US-Blu: Ca. 78 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films (All The Haunts Be Ours: A Compendium Of Folk Horror Vol. 2) = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt viele Extras (Audiokommentare, Interviews etc.). In Deutschland als Stadt der Toten auf Blu-Ray zu haben (Deutsch/Englisch, keine Untertitel).

Donnerstag, 27. August 2026

Messenger of Death

Messenger of Death

Story:

Eine Mormonenfamilie wird ermordet. Reporter Garret Smith (Charles Bronson) beginnt zu ermitteln…

Meine Meinung:

Bei Messenger of Death handelt es sich um eine weitere Zusammenarbeit zwischen J. Lee Thompson und Star Charles Bronson (Death Wish, Death Hunt, Das Gesetz bin ich) und um eine The Cannon Group Produktion. Beide haben u.a. zusammen Ein Mann wie Dynamit, The White Buffalo oder Death Wish 4 gedreht. Mit dabei war auch erneut Gene Davis bekannt aus Ein Mann wie Dynamit. Hier spielt er jedoch nur eine kleine Nebenrolle. Die Hauptfigur ist Charles Bronson, der diesmal einen Reporter verkörpert.

Heute war ich Wandern und abends wollte ich mir, zum Entspannten, einen anspruchslosen Film ansehen. Einen Film, dessen Sprache ich verstehe und ich war zu müde, um wirklich Untertitel zu lesen. Also entschied ich mich für einen Film mit Charles Bronson und suchte mir Messenger of Death aus. Den sah ich nur einmal vor elf Jahren. Ich wusste nichts mehr über den Film. Messenger of Death ist solide, aber gehört definitiv nicht zu den Krachern in Charles Bronsons Karriere. Dafür gab es zu wenig Action, war die Action und das Finale zu unspektakulär, der Plot zu klischeehaft und mag ich Charles Bronson lieber als Cop oder Vigilanten statt als Reporter.

Als Reporter war er mir fast zu unbesiegbar, was leicht unrealistisch anmutet und auch keinerlei Spannung aufkommen lässt. Das Ende war doch etwas unglaubwürdig. Abgesehen davon ist der Film ansonsten solide. Ich wurde mehr oder weniger, wie erhofft, anspruchslos unterhalten. Die Kleinstadtstimmung war okay und die wenigen Actionszenen solide. Das Highlight war der kurze Kampf im WC, das Massaker zu Beginn und der Crash und die Explosion mit dem Auto und LKW. Mehr gibt es da eigentlich nicht zu sehen. Mit einer Laufzeit von nur knapp 88 Min. ist der Streifen kurzweilig. Charles Bronson macht seinen Job sehr solide. Der Rest des Cast spielt leider eher uninteressante Figuren.

Fazit: Nur für Hardcore-Charles Bronson Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Messenger of Death

USA 1988

R: J. Lee Thompson

D: Charles Bronson, Trish Van Devere, Laurence Luckinbill, Daniel Benzali, Marilyn Hassett, Charles Dierkop, Jeff Corey, John Ireland

Laufzeit der UK-DVD: Ca. 88 Min.

Gesehen am: 2015 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag die UK-DVD vor, die inhaltsgleich mit der deutschen DVD zu sein scheint. Es wäre auch eine deutsche Tonspur an Bord. Ich sah mir den Film im O-Ton mit englischen Subs an. Uncut. Die Bild- und Tonqualität sind gut. Den Film gibt es inzwischen auch von diversen Labels in Deutschland auf Blu-Ray (als Das Gesetz ist der Tod).