The Weird Man
Story:
China während der Han-Dynastie:
Am Ende der Han-Dynastie ist das Land in drei Königreiche geteilt. Es herrscht Krieg. Magistrate Xu Gong (Wong Lik) sorgt im Auftrag von Herrscher Cao (Jason Pai Piao) für Intrigen. Er sorgt dafür, dass Caos Gegner General Sun Ce (Chiu Gwok) einen Taoisten Priester (Ricky Cheng) exekutiert. Dessen Geist kehrt jedoch zurück, um zwischen den diversen Kriegsparteien für Unruhe und Verwirrung zu stiften und um seinen Tod zu rächen…
Meine Meinung:
The Weird Man von Chang Cheh (Five Element Ninjas, Kuan - Der unerbittliche Rächer, Dancing King) macht den Auftakt in den Shawgust 2026. Leider hatte ich den Film besser in Erinnerung und der Film hat sie Zweitsichtung nicht bestanden. The Weird Man, Chang Chehs letzte Shaw Brothers Arbeit, bevor er danach Filme wie The Shanghai Thirteen oder Death Ring drehen sollte, ist ein nur mittelmässiger Film. Selbstverständlich können Shaw Brothers und Chang Cheh Fans dennoch einen Blick riskieren, aber ich hatte an dem Film selten wirklich Freude. Und die ganz grossen Namen sucht der Fan in dem Film vergebens.
Der Plot ist zunächst etwas wirr. Das liegt am Setting, da der Film lose auf «Die Geschichte der Drei Reiche» Story basiert. Und diese ist komplex. Die ersten 30 Minuten sind sehr wirr und nicht gradlinig. Der Hauptplot startet erst nach ca. 30 Minuten. Trotz einer nicht wirklich langen Laufzeit von ca. 90 Minuten nahm ich während dem Schauen diverse Längen wahr. Zwar gibt es einiger innovative Kampfszenen zu sehen inklusive einiger schräger fantasievoller Momente, dennoch erreichen die Kampfszenen und deren Choreographie nie Venom-Niveau. Alles sehr solide, aber nichts Besonderes (und für Chang Cheh Massstäbde unblutig). Und der Plot fesselt leider zu keiner Sekunde. Mehr Fantasy-Anteile wären wünschenswert gewesen.
Nebst uninteressantem Plot und Längen empfand ich es als schade, dass Jason Pai Piao (The Legend of All Men Are Brothers, Butcher Wing, Shaolin Intruders) als Herrscher Cao nur am Anfang vorkommt. Ihn hätte ich gerne als Bösewicht gesehen. Leider kommt seine Figur im Mittelteil und Ende nicht mehr vor. Viele der anderen Figuren empfand ich als wenig sympathisch und charismatisch. Am schlimmsten waren jedoch der Humor und besonders das Schauspiel von Ricky Cheng (Rendezvous of Japanese Kanto, Chivalry Deadly Feud, The Nine Demons). Seine Grimassen, sein Dauergrinsen & seine vielen Auftritte in Frauenkleidern waren zu viel. Hier und da kam ein Fremdschämen auf. Chang Cheh wird oft unterstellt, dass seine Figuren oder Filme homosexuell scheinen. Aktuell ist The Weird Man für meinen Geschmack der schwulste Film von Chang Cheh.
Fazit: Mittelmässig, vor allem aufgrund nervenden Humors!
Infos:
O: San Tung Sui Yue Siu Ba Wong
HK 1983
R: Chang Cheh
D: Wong Lik, Jason Pai Piao, Chiu Gwok, Ricky Cheng, Ku Kuan-Chung, Lau Yuk-Pok, Wong Man-Yee, Kwan Fung
Laufzeit der UK-Blu-Ray: 91:04 Min.
Gesehen am: Aug. 2014 / Neusichtung am: Aug. 2026
Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von EUREKA! (Furious
Swords and Fantastic Warriors) = nebst Booklet mit diversen anderen Chang Cheh
Filmen in einer Box, Uncut, O-Ton mit englischen Subs, hervorragende Bild- und
Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026).

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