Malam Satu Suro
Story:
Suzzanna ist ein wieder zum Leben erweckter Geist, ein Sundel Bolong. Sie bekommt eine zweite Chance und lebt im Dschungel. Als Bardo Ardiyanto (Fendy Pradana) mit einem Freund im Dschungel jagen geht, entdeckt er Suzzanna und verliebt sich ihn sie. Er will sie heiraten und tut es auch, ohne zu wissen, dass sie in Wahrheit ein Sundel Bolong ist. In der Stadt entdecken Gangster und eine schwarze Magie praktizierende Magierin das Geheimnis. Um an Geld zu kommen, wird der Sundel Bolong zum Leben erweckt und eines ihrer Kinder plus Hausmädchen werden getötet. Der Sundel Bolong schwört daraufhin Rache an den Tätern…
Meine Meinung:
Malam Satu Suro ist scheinbar der dritte Teil einer «Sundel Bolong» Trilogie mit Suzzanna (Birth in the Grave, White Crocodile Queen, Santet) nach Ghost with Hole sowie Telaga Angker. Malam Satu Suro ist der dritte Sundel Bolong Film nach Ghost with Hole sowie Kliwon Friday Night den ich gesehen habe. Malam Satu Suro erreicht nicht die Qualität von Ghost with Hole, gefiel mir aber etwas besser als Kliwon Friday Night. Der Film ist kurzweilig und zum Teil sehr abgefahren. Auf der anderen Seite mutet der Film hier und da fast schon unfreiwillig komisch und etwas trashig an.
Suzzanna war damals 45 Jahre alt und spielt im Film eine vermeintliche Tochter eines Paares im Dschungel. Das wirkt einfach unrealistisch. Zudem gefiel mir meistens ihr Aussehen als Geist nicht. Damit meine ich ihr Gesicht, die Schminke, das Make-Up und die schlimme Fake-Perücke. Das wurde in älteren Filmen deutlich stimmungsvoller gehandhabt. Das Loch im Rücken (Wunde mit Maden) war hingegen cool getrickst. Die Gangster waren auch schlimme Karikaturen und dann hätten wir da noch Komiker Bokir, der fast alle Suzzanna Filme verschlimmbessert. Hier hielt es sich in Grenzen und die Musical Nummer war irgendwie herrlich surreal und schräg passend zum Rest des Filmes.
Vor allem im letzten Viertel dreht der Film mit einigen total abgefahrenen und fantasievollen Szenen auf. Unter anderem gibt es einen Kampf zwischen einem Krasue und der bösen Magierin. Und das waren tolle Effekte und diese wurden auch stimmungsvoll gefilmt und eingefangen. Und es gab doch auch den ein oder anderen blutigen Effekt, während andere Racheszenen mehr amüsant als wirklich böse waren (die Szene mit dem Teddybären als Killerwerkzeug). Obwohl ich Suzzannas Make-Up oft nicht mochte, hatte sie sichtlich Spass an ihrer Rolle und dem Film. Der Rest des Cast ist solide. In Erinnerung bleibt Nurnaningsih als böse Magierin.
Fazit: Fans von Suzzanna können einen Blick riskieren!
Infos:
O: Malam Satu Suro
Indonesien 1988
R: Sisworo Gautama Putra
D: Suzzanna, Nurnaningsir, Soendjoto Adibroto, Karen Sukarno, Dorman Borisman, Bokir, Fendy Pradana
Laufzeit der US-Blu: 83:55 Min.
Gesehen am: Aug. 2026
Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray von Severin Films (Suzzanna:
Empress of Darkness) = Erste offizielle Vö mit englischen Subs, Uncut,
hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand:
Aug. 2026).


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