Mean Mother
Story:
Die zwei US-Soldaten Beauregard (Dobie Gray) und Joe (Dennis Safren) drücken sich vor dem Einsatz in Vietnam. Beide flüchten, trennen sich und finden sich in Europa wieder. Beauregard landet in Rom, während es Joe nach Spanien zieht. Beide geraten in illegale Machenschaften und planen, danach in Kanada ein neues Leben zu beginnen…
Meine Meinung:
Mean Mother ist ein weiteres Schundwerk von Al Adamson (The Female Bunch, Horror of the Blood Monsters, Nurses for Sale). Und leider kein wirklich gutes. Der Hauptgrund ist die Tatsache, dass es sich um ein Flickwerk à la Godfrey Ho (Copy and Paste) handelt. Die Produzenten nahmen sich León Klimovsky (The People Who Own the Dark) spanischen Film El hombre que vino del odio zur Brust und haben die US-Recht erworben. Al Adamson drehte dann mit schwarzem Cast neuen Szenen und baute diese in das «El hombre que vino del odio» Gerüst ein um daraus einen neuen, eigenen Film zu «kreieren».
Al Adamson erkannte nämlich den Ruf der Zeit und drehte damit, wenn ich es richtig im Kopf habe, seinen ersten Blaxploitation-Streifen. Leider ist Mean Mother wirklich nicht gelungen und kann nicht wirklich empfohlen werden. Da waren spätere Blaxploitation-Filme von Al Adamson sehenswerter (Black Samurai). Das Problem von Mean Mother sind zwei Dinge. Erstens ist der Streifen einfach total langweilig. Action ist extrem Mangelware. Auch Sleaze gibt es bis auf 1-2 Szenen nicht zu sehen und der tolle Mean Mother Song, der fetzt, ist praktisch nie zu hören.
Als zweites sind die negativen Folgen zu nennen, die neu gedrehten Szenen in einen anderen Film einzufügen und daraus einen neuen Film zu zaubern. Der Plot ist total hohl und wirr. Da passt hinten und vorne nichts zusammen. Dobie Gray als schwarzer Lead ist ganz passabel, auch wenn er kein Jim Kelly ist. Bei den Mädels überzeugt, auch in den fleischigen Szenen, Marilyn Joi (Nurse Sherri, Ilsa, Harem Keeper of the Oil Sheiks), die schon in anderen Filmen von Al Adamson vor der Kamera stand. Dennis Safren war eine Schlaftablette und die wenigen Action-Momente (z.B. die Prügelei in der praktisch leeren Bar) war ultraschwach und fast schon trashig inszeniert.
Fazit: Nur für Hardcore Al Adamson Fans zu empfehlen!
Infos:
O: Mean Mother
USA, Italien, Spanien 1974
R: Al Adamson, León Klimovsky
D: Dobie Gray, Dennis Safren, Luciana Paluzzi, Lang Jeffries, Bedy Moratti, Marilyn Joi
Laufzeit der US-Blu: Ca. 87 Min.
Gesehen am: Aug. 2026
Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films (Al
Adamson: The Masterpiece Collection) = Uncut, hervorragende Bild- und
Tonqualität, O-Ton mit englischen Subs. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand:
Aug. 2026). Der Produzent hatte die Rechte am spanischen Film El hombre que
vino del odio (von León Klimovsky) erworben und Al Adamson hat den Film
danach mit neuen Szenen, neuen Sub-Plots, neuen Darstellern aufgepeppt = Copy
and Paste Produktion à la Godfrey Ho.



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