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Sonntag, 10. Mai 2026

Gasthof Weyersbühl

Adresse: Weiersbühl 8a, 3635 Uebeschi

Am gestrigen Samstag, meinem fünftem und letzten freien Tag, kam ich nur schwer in die Gänge. Bereits am Freitag war ich etwas faul, so auch am Samstag. Ich stand später auf als geplant und schaute mir noch einen Film an = Perdita Durango. Danach las ich noch den Roman von Clive Barker weiter (Stadt des Bösen). Da fehlen mir jetzt weniger als 100 Seiten, bis es zu Ende ist. Danach brauche ich Nachschub. Ich ass heute wenig. Seit ca. 09.30 Uhr nur zwei Toast mit Honig. Warum? Ich würde am Abend essen gehen. Ich war eingeladen. Es handelte sich um ein offenes Geburtstagsgeschenk. Ich hatte zwar schon im Oktober Geburi, aber die Planung dauerte an. Heute war es so weit. Ich wusste nicht, wo es hingehen würde.

Der Plan sah vor, dass ich ca. 17.00 Uhr in Thun sein sollte. Es war schönes Wetter. Frühlingswetter, über 20 Grad und viel Sonne. Schön. Ich schaute mir Zuhause noch Fussball an, welches ich während der Zugfahrt nach Thun auf dem Handy weiteransah. Es war Zeitverschwendung. Die letzten 30 Minuten verpasste ich dann, als ich relativ pünktlich um ca. 17.25 Uhr in Thun abgeholt wurde. Wir waren zu dritt und mit Auto unterwegs. Das Restaurant, so wurde mir gesagt, sei etwas abseits in Uebeschi. Von Uebeschi hatte ich zuvor noch nie gehört. Angeblich gäbe es auch mind. eine Postautoverbindung. Besser als nichts.

Wir kamen kurz nach 18.00 Uhr dort an und nahmen draussen ein Apero ein. Die Gegend gefiel mir: viel Natur, viel Holz, schöne Weitsicht, abgelegen. Wir führten zum Apero längere Gespräche, da wir uns alle drei länger nicht gesehen hatten. Sobald es bewölkt war und die Sonne nicht mehr durchschien, wurde es relativ kalt. Danach wechselten wir ins Restaurant. Dieses war zu meiner Überraschung viel grösser, als es von draussen den Anschein machte und war ebenso zu meiner Überraschung viel besser besucht, als ich es erwartet hätte. Es war praktisch überfüllt. So viele Menschen. Wir wurden an unsere Plätze geführt. Wir sassen quasi in einem erhöhten, separaten Teil wo es weniger Tische hatte = und somit weniger Lärm. Die Innenausstattung gefiel mir und hatte Charme. Alles mit viel Holz. Sie haben viel Fleischgerichte. Die Qual der Wahl. Zudem hatten sie eine aktuelle Spargelkarte. Ich bestellte als…

 

…Vorspeise

Weyersbühl Salat

mit Tomaten, Rüebli, Pilzen, Speck, Ei, Dattel Balsamico und Schnittlauch (Ich nahm es ohne Tomaten)

14.50 CHF


…als Hauptgang

Rindsfilet gebraten an Whisky-Rahmsauce (statt Whisky-Rahmsauce nahm ich es mit einer Morchelsauce, das Fleisch Medium gebraten)

55.50 CHF


…mit Beilage

Hausgemachte Spätzli


…als Dessert

Brönnti Crème

10.50 CHF


&


Schoggi Mousse

10.50 CHF

 

Zu weiteren guten Gesprächen und einer gemütlichen Stimmung bestellten wir und warteten und warteten und warteten. Das war (nebst der Tatsache, dass es im Resti sehr warm wurde) der einzige Kritikpunkt an dem Abend. Die Wartezeiten, selbst für Dinge wie das Trinken, die Vorspeise oder teilweise den Kaffee, dauerten ewig. Mehrfach kamen sie und entschuldigten sich. Scheinbar war der Arbeitsaufwand so gross, dass es dauerte. Wir zahlten z.B. erst um ca. 22.30 Uhr. Auch für das Zahlen mussten wir lange warten. Der Arbeitsaufwand führte z.T. auch dazu, dass zuerst statt drei Kaffees nur zwei gebracht wurden oder falsche Salate auf unseren Tischen landeten. Mich störte das nicht. Ich hatte Frei und musste erst Sonntagabend wieder arbeiten. Ich würde morgen sowieso bis am Mittag ausschlafen. Zudem waren die Portionen so gross, dass es sogar gut war, dass wir zwischen Vorspeise, Hauptgang und Desserts längere Pausen hatten. Abgesehen davon gab es nichts zu bemängeln. Die hohe Google Bewertung (4.8/5) ist total gerechtfertigt und das Restaurant rutscht auch in die Auswahl im Okt. zur nächsten Wild-Season. Denn das Essen war fantastisch. Egal ob Vorspeise (grosser und schick abwechslungsreicher Salat), Hauptgang (sehr grosse Portion) oder Dessert (war mir dann fast zu viel, was selten ist). Hervorragend! Zudem wurden individuelle Wünsche berücksichtigt (zwei Desserts, keine Tomaten, andere Sosse für das Hauptgericht). Eine Adresse, die man sich merken sollte! Ich komme (im Herbst) sicher wieder! Top!

 

Fazit:

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend














Samstag, 9. Mai 2026

Perdita Durango

Perdita Durango

Story:

Gangster und «Satanist» Romeo (Javier Bardem) trifft auf seiner Reise auf Perdita Durango (Rosie Perez). Beide entführen für ihre Rituale mit Menschenopfer zwei Jugendliche (Aimee Graham, Harley Cross), als Romeo vom reichen Gangsterboss Santos (Don Stroud) einen Auftrag erhält, der viel Geld einbringen soll. Derweil ist jedoch auch ein Polizist (James Gandolfini) hinter Romeo und Co. her…

Meine Meinung:

Als ich im Feb. 2006 Perdita Durango erstmals sah, war mir weder der Film noch Álex de la Iglesia wirklich ein Begriff. Zu dem Zeitpunkt kannte ich (durch eine Free-TV Aufnahme) nur Aktion Mutante. Perdita Durango ist sicherlich auch heute noch einer der besten und bekanntesten Filme von Álex de la Iglesia (Crimen ferpecto, My Big Night, El Bar). Der Film erinnert an ähnliche Filme in den 90ern, die nach dem Erfolg von Quentin Tarantino entstanden sind. So erinnert Perdita Durango leicht an Natural Born Killers, dessen Drehbuch aus der Feder von Tarantino stammt.

Perdita Durango hat die Neusichtung bestanden. Ich mag solche 90er Jahre Filme auch heute noch. Die Filme wirkten zum Teil viel lockerer als der heutige Zeitgeist. Der Film ist ein wilder Mix und ein fieser, schwarzhumoriges Road Movie, an welchem sicherlich auch ein Tarantino Freude hätte. Trotz seiner zwei Stunden Laufzeit wird der Film nie langweilig. Da ich den Film so lange nicht mehr gesehen habe, wurde ich bestens unterhalten. Vieles hatte ich vergessen, so dass ich zum Teil auch positiv überrascht wurde.

Javier Bardem (Mother!) und Rosie Perez machen als irres Pärchen à la Bonnie und Clyde seine gute Figur. Sehr abgedreht, sehr überzeugend und trotz ihrer Grausamkeiten wachsen sie dem Zuschauer ans Herz. Im krassen Gegenstück (als Parodie auf den American Way of Life) agieren als die zwei Entführten Aimee Graham (spielt in From Dusk Till Dawn eine Geisel) und Harley Cross (Die Fliege 2). Die sind ebenso überzeugend in ihren Rollen. Wie sich ihre Dynamik während der Entführung verändert, erinnerte mich als an Chucky und seine Braut.  

James Gandolfini (True Romance) spielt den Cop, der von einem Fettnäpfchen ins andere tritt und einfach nicht sterben will. Sehr amüsante und dadurch auch sympathische Rolle. Er ist es, der verbissen dem Killerpaar hinterherjagt und aus noch so jeder brenzligen Situation, teilweise geschunden aber überlebend, herausfindet. Das hat fast Running Gag und Comic-Charakter. Und Don Stroud (The Amityville Horror, Carnosaur II) spielt ein Ekel und den reichen Gangsterboss Santos. Er macht das auch wunderbar fies, auch wenn er weniger charakterisiert wird als die anderen Nebenfiguren.

Wer abgedrehte, blutige Road-Movies mit viel Abwechslung und Dialogen, die zum Schmunzeln anregen, mag, wird mit Perdita Durango bestens bedienst!

Infos:

O: Perdita Durango

Spanien, Mexiko, USA 1997

R: Álex de la Iglesia

D: Javier Bardem, Rosie Perez, Aimee Graham, Harley Cross, Don Stroud, James Gandolfini, Screamin’ Jay Hawkins

Laufzeit der deutschen DVD: 124:50 Min.

Gesehen am: Feb. 2006 / Neusichtung am: 09.06.26

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von M.I.B. vor = Bonusfilm auf der Disc, Uncut, Deutsch/Englisch, gute Bild- und Tonqualität. Gibt es in Deutschland von Black Hill / Koch Media auf Blu-Ray und von Wicked-Vision Media auf UHD. Die UHD ist vier Sekunden länger als alle vorherigen Fassungen. Diese längere Fassung wurde erstmals in den USA (Severin Films) ausgegraben. Bildvergleiche zeigen jedoch auf, dass mir die DVD von den Farben, Farbfiltern und dem Master mehr zusagt als die Blu-Ray oder die UHD. Die vier Sekunden sind zu verschmerzen. Angeblich soll am Fantasy Film Festival dazumal sogar eine ca. zehn Minuten längere Fassung mit mehr Sex und Gewalt gelaufen sein.

Freitag, 8. Mai 2026

Marooned

Marooned

Story:

Ein Cop (Andy Hui) und das Leben seiner Freundin (Gigi Leung) werden schlagartig auf den Kopf gestellt, als sie zufällig Geld eines Gangsters in ihrem Besitz wiederfinden, welches danach gestohlen wird. Darüber ist der Gangster selbstverständlich nicht erfreut...

Meine Meinung:

Marooned bekam ich von einem Verkäufer/einer Verkäuferin geschenkt. Das war im Juni 2018. Der Film hat mich allerdings nicht interessiert und ich wusste bereits vor der Sichtung, dass das nichts für mich ist. Marooned ist eine HK-Produktion aus dem Jahr 2000 und Regie führte Lo Kim-Wah. Die Hauptrollen werden von Andy Hui (Wonder Seven, Cop Image) sowie Gigi Leung (First Option, Hitman) gespielt. Regisseur Lo Kim-Wah bleib die grosse Karriere verwehrt. Nach der Sichtung von Marooned ist das auch nur richtig so.

Marooned hat mir, wie nicht anders erwartet, nicht gefallen. Ich bin leider auch kein allzu grosser Fan vom Cast. Speziell Andy Hui und Gigs Leung sehe ich nicht wirklich gerne. Sie machen einen Film durch ihre Anwesenheit nicht besser. Das Drehbuch ist schwach und der Film hat Längen. Der Film erinnert an Filme von Johnnie To. An Filme mit Cops und Gangstern und Macau. Der Film wirkt wie ein armer und billiger Versuch, auf diesem Trend mitzuschwimmen. Doch gelingt es dem Film von Lo Kim-Wah nie, an die Johnny To Produktionen, welche auch nicht zu meinen Favoriten im Genre zählen, heranzureichen.

Der Film ist ein Mix aus Drama, Action, Komödie, Thriller, Gangster- sowie Polizeifilm inklusive Romanze. Action gibt es wenig und es gibt keine einzige Szene, die mich staunen oder erfreuen liess. Alles ist belanglos, wie der ganze Verlauf oder Plot des Filmes. Das einzige Positive ist die Tatsache, dass wirklich vor Ort in Macau gedreht wurde. Dadurch hebt sich der Film gekonnt von anderen HK-Produktionen ab und macht Lust auf mehr = Ferien in Macao!

Fazit: Marooned ist einfach nur uninteressant und langweilig!

Infos:

O: Lan Yan Huo

HK 2000

R: Lo Kim-Wah

D: Andy Hui, Gigi Leung, Edmond Leung Woody Chan Chin-Pang, Joe Ma Tak-Chung

Laufzeit der HK-VCD: 1. Disc (43:46 Min.), 2. Disc (43:58 Min.)

Gesehen am: 08.05.26

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Universe vor = Uncut, durchschnittliche (da recht verpixelte) Bildqualität, solide Tonqualität (Kantonesisch und Mandarin mit englischen und chinesischen Subs). Es gibt vom gleichen Label auch eine DVD und auch in Taiwan mind. noch eine VCD. Alle drei Fassungen sind vergriffen und out of Print. Eine Blu-Ray und eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Mai 2026).

Haunted Tales

Haunted Tales

Story:

Es werden zwei Kurzgeschichten erzählt:

In der ersten ziehen Ya-Li (Ching Li) und ihr Ehemann (Ling Yun) in eine neue Wohnung. Dumm nur, dass es dort zu spuken scheint. In der zweiten Geschichte bricht ein Versager (Chan Shen) gegenüber einem Fox-Ghost seine Versprechen. Mit fatalen Folgen…

Meine Meinung:

Haunted Tales sah ich seit Sept. 2014 nicht mehr. Den Film hatte ich nicht als Kracher abgespeichert. Ich wusste nur noch, dass es sich um einen Episodenfilm handelt und ich nach der Sichtung etwas enttäuscht war. Details warum dies so ist, waren mir nicht mehr bewusst. Dem Film spreche ich auch nach dieser neuen Sichtung den «Kracher Status» ab. Dennoch war Haunted Tales zusammen mit Hell Has No Boundary der beste Film in Vinegar Syndromes Edition. Nur Sex Beyond the Grave war noch etwas schwächer. Jedoch handelt es sich bei allen drei Titeln um keine Kracher.

Erstaunlich, denn mit Chu Yuan (Perils of the Sentimental Swordsman, Bat Without Wings, Killer Clans) und Mou Tun-Fei (Lost Souls, The Criminals 5 – The Teenager’s Nightmare, Men Behind the Sun) waren zwei fähige Männer an Bord d.h. führten Regie. Und am Drehbuch, welches zuerst für einen Kurzfilm geschrieben wurde, war Alex Cheung Kwok-Ming beteiligt. Der Erfolgsregisseur von New Wave Titeln wie Cops and Robbers sowie Man on the Brink. Was die Darsteller angeht, wird auf die ganz grossen Stars verzichtet. Kein Ti Lung, kein Fu Feng, kein Chen Kuan-Tai, kein David Chiang, kein Gordon Liu. Die wurden für grössere Projekte gebraucht.

Dennoch sind einige wenige Namen dabei, welche ich kenne. In der ersten Story überzeugt vor allem Lin Chen-Chi, deren bekannteste Rolle sicherlich jene in Tsui Harks Söldner keinen keine Gnade sein dürfte. In einer kleinen Nebenrolle als Priester konnte ich zudem The One-Armed Swordsman Bösewicht Yang Chi-Ching entdecken. In der zweiten Episode, wobei fast nicht erkannt, spielt Chan Shen (Die 7 goldenen Vampire, Five Element Ninjas, The Psychopath) die Hauptrolle. Er war oft als Bösewicht zu sehen und passt gut in die Rolle des Versagers.

Die erste Episode braucht zu lange, um in Fahrt zukommen. Zudem gibt es eigentlich kaum wirklich Spannung oder Grusel zu sehen, auch wenn es einige stimmungsvolle Momente gibt, die die Kamera einfängt. Am aufwändigsten waren fast noch die Stunts in den Rückblenden (Klippe, Auto, Unfall). Dennoch war das Ende als Gesamtfazit nett und die Figuren, auch wenn zumindest Ching Li eine leicht naive Person darstellt, in ihren Darbietungen solide. Die 2. Episode hat mir hingegen besser gefallen, da mehr Effekte, mehr Tempo, mehr Gewalt und mehr nacktes Fleisch. Ich glaube praktisch alle Frauenrollen ziehen (bis mind. auf die Unterwäsche) blank. Die Moral der Geschichte ist zwar ebenfalls wenig originell, dafür jedoch schön schmierig und sleazig anzusehen. Und damit sicher auch an den Kinokassen erfolgreich.

Fazit: Kein Kracher, aber solide. Shaw Brothers Horrorfans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Dip Sin

HK 1980

R: Chu Yuan, Mou Tun-Fei

D: Ching Li, Ling Yun, Lin Chen-Chi, Lau Luk-Wah, Chan Shen, Liu Lai-Ling, Sa Sa, Hon Lai-Fan, Lau Nga-Ying

Laufzeit der US-Blu: 99:26 Min.

Gesehen am: Sept. 2014 / Neusichtung am: 08.05.26

Fassungen: Früher sah ich vom Film nur eine Kopie der ZiiEagle Box. Inzwischen habe ich die ZiiEagle Box selbst und die Kopie verkauft. Für diese Neusichtung lag die Shaw Scares Vol. 1 Edition (US-Blu-Ray) von Vinegar Syndrome vor = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton Kantonesisch mit englischen Subs. Als Extras gibt es ein Interview mit Alex Cheung Kwok-Ming und Teddy Robin (12 Minuten). Den Film gab es bis jetzt nur via ZiiEagle Box und VCD aus Hong Kong. Nach der Sichtung dieser US-Blu habe ich die grösste und längste Nacktszene mit der ZiiEagle Fassung vergleichen und siehe da: die Fassung ist in der Szene stark zensiert. Die US-Blu-Ray läuft 99:26 Min. während die ZiiEagle Fassung nur ca. 93 Minuten läuft. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai. 2026).

Donnerstag, 7. Mai 2026

Update

Bei folgendem Review gibt es ein neues Cover und unter Fassungen einen neuen Nachtrag


- Gold Constables

Cinderella 2000

 

Cinderella 2000

Story:

Im Jahr 2047:

Der impotente Controller (Erwin Fuller) erlässt ein Verbot von nicht erlaubtem Geschlechtsverkehr. Roscoe the Robot (Eddie Garetti) sorgt zusammen mit seinen Männern für Verhaftungen und Bestrafungen. Cindy (Catharine Burgess) lebt zusammen mit ihrer immer geilen Stiefmutter (Renee Harmon) sowie ihren Stiefschwestern Bella (Bhurni Cowans) und Stella (Adina Ross). Als Cindy im Wald spazieren geht trifft sie auf Fairy Godfather (Jay B. Larson). Dieser öffnet ihr die Augen, so dass sie sich verwandelt und am Maskenball des Controllers teilnimmt und dort Tom Prince (Vaughn Armstrong) kennen und lieben lernt…

Meine Meinung:

Nach den Erfolgen von Alice In Wonderland: An X-Rated Musical Fantasy sowie der Sci-Fi-Parodie Flesh Gordon wurde Cinderella 2000 ins Leben gerufen. Es handelt sich dabei um eine Sci-Fi Erotikkomödie mit Musical-Einlagen. Regie führte der fleissige Al Adamson (Female Bunch, Black Samurai, Death Dimension) und sorgt damit sich für einen seiner besseren und unterhaltsameren Filme in der Box von Severin Films (= Al Adamson - The Masterpiece Collection). Zumindest hatte ich damit meinen Spass.

Das Raumschiff und Weltraum-Setting sehen im Film sehr gut aus. Der Film zeigt eindrücklich, dass es für Requisiten, futuristische Kostüme oder einen Roboter nicht viel Budget braucht. Der Film ist crazy, unterhaltsam und legt gleich am Anfang mit viel nackter Haut los, um den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Auch andere Märchen werden angegangen (Schneewittchen und die sieben Zwerge = und das definitiv sehenswerter als in Disneys letztem Versuch).

Der Film empfand ich vor allem als lustig. Besonders Figuren wie Roscoe the Robot, der Controller, Tom Prince oder Fairy Godfather brachten mich durch ihr Overacting oder ihre lustigen Dialoge oft zum Schmunzeln. Das Highlight war die Tanz- und Song-Einlage von Fairy Godfather, als dieser erstmals im Wald auf Cindy trifft, die dort heimlich Cinderella liest. Catharine Burgess, die auch schon Erfahrungen im Erotikfilm vorzuweisen hatte, ist auch hier und da nackt zu sehen. Aber andere Mädels zeigen hier definitiv mehr und waren nicht scheu, ihre Körper dem Publikum zu präsentieren (Softcore).

Der Film war, durch sein Zeitgeist-Phänomen, an den Kinokassen ein voller Erfolg. Al Adamson drehte danach weitere Filme mit Erotikeinschlag = Sunset Cove und Bedroom Stewardesses wobei das nicht seine ersten Filme mit Erotikeinschlag waren. Er drehte zuvor schon Titel wie Lash of Lust oder The Naughty Stewardesses. Bis auf Lash of Lust (Sexploitation Western) handelt es sich bei den anderen erwähnten Titeln jeweils um Erotikkomödien. Solche waren dazumal in den Kinos (eine andere Möglichkeit, solche Filme zu sehen, gab es dazumal schliesslich noch nicht) populär und erfolgreich. Ein Kritikpunkt des Filmes ist, dass es doch auch die ein oder andere lahme Sequenz gibt. Vielleicht wäre der Film mit einer kürzeren Laufzeit (80 statt z.B. 104 Minuten) kurzweiliger ausgefallen.

Fazit: Einer der besseren Filme von Al Adamson!

Infos:

O: Cinderella 2000

USA 1977

R: Al Adamson

D: Catharine Burgess, Jay B. Larson, Vaughn Armstrong, Erwin Fuller, Bhurni Cowans, Adina Ross, Eddie Garetti, Renee Harmon

Laufzeit der US-Blu: Ca. 103 Min.

Gesehen am: 06.05.26

Fassungen: Gesehen via Al Adamson - The Masterpiece Collection = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, Englischer O-Ton mit englischen Subs. Der Film wurde in Deutschland als Liebe im Raumschiff Venus veröffentlicht (Stark zensiert = ca. 79 Minuten Laufzeit).

Mittwoch, 6. Mai 2026

Kung Fu Stars

Kung Fu Stars

Story:

Die ehemalige Schönheitskönigin He Aiqiu (Betty Ting Pei) und zwei weitere Frauen werden bei einem falschen Schönheitswettbewerb als Prostituierte an einen reichen Geschäftsmann verkauft. Fluchtversuche schlagen fehl, bis sich die rechte Hand des Geschäftsmannes (Wilson Tong) in He Aiqiu verliebt und er ihr helfen möchte. Doch das bezahlt er mit dem Leben, ehe sich weitere Zuhälter (u.a. Jason Pai Piao, Hon Kwok-Choi) gegen den Mörder (Fung Hak-On) auflehnen…

Meine Meinung:

Aka My Darling Gals. Kung Fu Stars lag seit 2018 ungesehen in meiner Sammlung. Die US-DVD spricht dabei von Filmen von Yuen Woo-Ping (Action Regie). Allerdings trifft das auf Kung Fu Stars nicht zu. In diesem ist Yuen Woo-Ping (Wing Chun, Magnificent Butcher, The Buddhist Fist) nur in einem Miniauftritt nebst Namen wie Lam Ching-Ying (Encounters of the Spooky Kind 2, Mr. Vampire III, Pom Pom & Hot Hot), Yuen Biao (A Kid from Tibet, The Champions, Above the Law) oder Eric Tsang (The Last Blood, Hitman, Scared Stiff) zu sehen.

Der Film von Law Kei (Green Killer, Ghost Festival, Bruce Lee the Invincible) ist ein Mix aus Drama, Menschenhandel, Erotik, Gangster- und Kung-Fu Film inklusive asiatischem Klamauk und Humor. Die Hauptfigur ist (die meiner Meinung nach überbewertete) Betty Ting Pei (My Name Ain't Suzie, Mahjong Heroes) sowie Wilson Tong (Kung Fu Genius, Mission to Kill, My Young Auntie). In kleineren Nebenrollen sind noch Jason Pai Piao (Men from the Gutter, Blind Boxer, Twins of Kung Fu) sowie Hon Kwok-Choi (Killer in the Dark) zu sehen. Fung Hak-On (Dirty Kung Fu, Last Hurrah for Chivalry, Dreadnaught) spielt quasi eine Art Hauptbösewicht. Mit Schnauz!

Da ich vor der Sichtung keine Inhaltsangabe fand, war der Inhalt etwas wirr und sprunghaft. Das aufgrund der Tatsache, dass die weissen englischen Untertitel oft nicht lesbar waren. Und nicht erkennbar. Warum? Es gab doch viele helle und weisse Hintergründe und somit sah man die englischen Untertitel nicht. Dazu gibt es Kürzungen (mehr dazu unter Fassungen). Ich wusste, dass der Film im Prostitutions-Setting spielt. Einzelne Momente tragen aber gar nichts zum Film bei (z.B. die Film-in-Film Szenen). Die erste Hälfte empfand ich, auch wenn der Film nur 73 Minuten lief, als lahm. Und relativ uninteressant. Doch es tat gut, dran zu bleiben.

Die besten Momente hat der Film dann in seiner zweiten Filmhälfte. Die Actionszenen kommen nun vermehrt zum Einsatz. Die Kampfszenen sind bodenständiger als in klassischen Martial Arts Filmen. Für die Choreographie waren Sammo Hung (Point of No Return, Don't Give a Damn, The Odd Couple), der im Film auch einen kleinen Gastauftrott mit Kampfszene hinlegt, und Fung Hak-On zuständig. Die haben ihre Sache ordentlich gemacht. Wilson Tong bekommt am meisten Kampfszenen spendiert. Danach Fung Hak-On. Im Finale dürfen dann auch Jason Pai Piao und Co. kurz kämpfen. Das war cool. Die Kampfszenen in der zweiten Hälfte waren sehenswert. Diese und auch Wilson Tongs Darbietung haben mich an die 70er Jahre Gangster-Rollen von Michael Chan Wai-Man erinnert = Das wertet den Film auf und dank den Kampfszenen und der starken zweiten Hälfte des Filmes landet der Film auch (knapp) in der Filmsammlung!

Infos:

O: Zi Fan Daai Saat Seng

HK 1978

R: Lo Kei

D: Betty Ting Pei, Wilson Tong, Fung Hak-On, Jason Pai Piao, Hon Kwok-Choi, Luk Chu-Sek, Kao Chiang, Lee Ka-Ting, Tang Ti, Eric Tsang, Yuen Biao, Lam Ching-Ying, Sammo Hung, Yuen Woo-Ping, Kitty Meng Chui, Lam Yeung-Yeung, Angel Chan Wai-Ying

Laufzeit der US-DVD: Ca. 73 Min.

Gesehen am: 06.05.26

Fassungen: Gesehen via US-DVD von Ground Zero («Black Belt Theatre»). Zusammen mit Fist of the Double K auf einer Disc. Zu Kung Fu Stars: 73 Minuten Laufzeit, statt O-Ton Kantonesisch in Mandarin mit festen englischen und chinesischen Subs. Diese sind oft nicht lesbar, da weisse Farbe und gleichzeitig heller Hintergrund. Die Bildqualität ist durchschnittlich. Auf YouTube ist der Film ebenfalls zu finden, hingegen in Kantonesisch mit englischen und chinesischen Subs und einem anderen Vorspann. Die US-DVD ist gegenüber der YouTube Fassung zensiert. Die Musik scheint teilweise im Kantonesischen und Mandarin Dub unterschiedlich zu sein. Dann finde ich auf YouTube noch weitere Szenen, die in beiden Fassungen fehlen. Bei der US-DVD fehlt:

- Der Vorspann ist alternativ

- Schönheitswettbewerb am Anfang fehlt (ca. fünf Minuten)

- Black-Face Girl zieht sich (im off screen) aus und wirft die Kleider auf den Boden. Umschnitt und sie ist oben durch nackt und sitzend zu sehen (Brüste). Der Mann, der sie dann "Chocolate" nennt, drückt sie mit dem Oberkörper in eine liegende Position aufs Bett. Danach fehlt ein Dialog des Mannes und danach sieht man "Chocolate" nochmal nackt da liegen. Das fehlt auch im YouTube Print.

- Es fehlt eine weitere Nacktszene zwischen einer Frau und einem Mann (auch ihr sind mehrfach Brüste zu sehen). Er gibt ihr Geld und sie fangen zu knutschen an. Fehlt auch im YouTube Print.

- Die Film-im-Film Drehszene (Lesben im Bikini) wurde stark verkürzt. In einem YouTube Clip küssen sie sich mehr, liegen auch aufeinander und stöhnen.

Auf YouTube habe ich in den Kommentaren gelesen (Chinesisch d.h. eine deren englischen Übersetzung), dass es nach Beendigung des Filmes Nachdrehs gegeben hat. Das würde die unterschiedlichen und chaotischen Bedingungen erklären. Ob es eine Komplettfassung (mit Nacktszenen etc.) gibt, weiss ich nicht.  Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Mai 2026).

Dienstag, 5. Mai 2026

The Killer Must Kill Again

The Killer Must Kill Again

Story:

Giorgio (George Hilton) plant, um an Geld zu kommen, seine Ehefrau (Teresa Velázquez) zu töten. Als er nachts einen Mörder (Antoine Saint-John) bei der Beseitigung einer Leiche beobachtet, handelt er mit diesem einen Deal aus. Der Plan scheint aufzugehen. Doch als das Auto mit der Leiche im Kofferraum gestohlen wird, nimmt der Fall unerwartet Wendungen an und Unbeteiligte (Femi Benussi, Cristina Galbó, Alessio Orano) geraten zwischen die Fronten…

Meine Meinung:

The Killer Must Kill Again ging mir irgendwie immer durch die Lappen und den hatte ich, bis zu einem Tauschgeschäft mit einem Sammler aus Deutschland, nie auf dem Schirm. Bei dem Film, einer französisch-italienischen Ko-Produktion, handelt es sich um das Regiedebüt von Luigi Cozzi (Demons 6 De Profundis, Godzilla, Nosferatu in Venedig). Und für ein Regiedebüt fand ich den Film mehr als gelungen und ordentlich.

Der Film ist ein Mix aus Krimi, Giallo und Sleaze. Ich fand die Mischung toll. Der Film macht aus der Identität des Killers kein Geheimnis. Der ist am Anfang schon zu sehen. Den Plot fand ich interessant und eine gewisse Spannung war gegeben. Wo wird der Plot hinführen? Was wird schiefgehen? Was sind die Folgen? Was passiert mit den Figuren, die zwischen die Fronten geraten? Das macht den Reiz des Filmes aus. Zuerst wird das Story-Gerüst erklärt, dann folgen mehr ruhige Momente und das Finale und die Story-Inhalte davor haben dann die grösste Giallo Vibes plus hübsch fiese, schmierige Sleaze-Momente und eine Hauch Erotik.

In den Momenten ist auch die Kameraarbeit exzellent und Giallo-Fans werden voll auf ihre Kosten kommen, auch wenn der Film definitiv mehr Wert auf Plot und Verlauf statt auf blutige Morde legt. Mir haben der Film und sein Mix zugesagt. Der Cast, vor allem Antoine Saint-John (The Beyond), Cristina Galbó (What Have You Done to Solange?) sowie Alessio Orano haben sehr gut agiert. Aber auch George Hilton (Der Killer von Wien), Teresa Velázquez, Eduardo Fajardo (Django) sowie Femi Benussi (Der Vernichter) waren solide.

Fazit: Fans von Euro-Cult Filmen aus der Zeit können bedenkenlos einschalten!

Infos:

O: L'Assassino è Costretto ad Uccidere Ancora

Italien, Frankreich 1975

R: Luigi Cozzi

D: Antoine Saint-John, George Hilton, Teresa Velázquez, Femi Benussi, Cristina Galbó, Alessio Orano, Eduardo Fajardo

Laufzeit der US-DVD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 05.05.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Mondo Macabro vor = Uncut, Englisch/Ital. mit englischen Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Ich sah mir den Film in Ital. mit Untertiteln an. Als Extras gibt es u.a. ein Interview mit Regisseur Luigi Cozzi. Es gibt weder eine Blu-Ray, noch eine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).

Nazareno Cruz and the Wolf

 

Nazareno Cruz and the Wolf

Story:

Nazareno Cruz (Juan José Camero) wird als siebtes Kind geboren. Als er die schöne Griselda (Marina Magali) kennen und lieben lernt, erscheint Nazareno später der mysteriöse Fremde (Alfredo Alcón). Dieser verspricht ihm Macht und Reichtum, wenn er von Griselda ablässt. Kommt Nazareno dem nicht nach, wird er als Werwolf sein Dasein fristen. Nazareno glaubt den Geschichten des Fremden nicht und bleibt seiner Griselda treu. Mit fatalen Folgen…

Meine Meinung:

Nazareno Cruz and the Wolf ist ein Mitte der 70er Jahre Werwolf-Film aus Argentinien und basiert auf einer Idee, die zunächst als Hörspiel konzipiert war. Und diese Idee soll angeblich auf einer Folklore aus Paraguay basieren. Der Film ist in Argentinien sehr bekannt und gilt als Klassiker. Ausserhalb Argentiniens widerfuhr dem Film weniger Erfolg und Anerkennung. Mir gefiel der Film nicht wirklich. Der Film wirkt wie ein Mix aus Werwolf-Film, Musical, Märchen, Komödie, Arthouse und wie ein Theaterstück.

Der Film wirkte mit seinen nur 86 Minuten deutlich länger. Es gab Längen und der Film ist alles andere, als eine Mainstream-Produktion. Das Schauspiel mutet öfters laienhaft und theatralisch an. Der Film war mir oft zu laut, zu windig (Dauerwind) und zu hysterisch (Protagonisten, die am Schreien sind). Die Musik oft auch unpassend. Einige Stücke stammten wohl wirklich aus einer Oper und Operngesang in nun wirklich nicht meins. When A Child Is Born, welches ich bisher nur aus Mondos kannte (Magia Nuda), passte da schon besser zur Surrealität seiner Szenen.

Die Darsteller sind mir allesamt unbekannt. Der Plot ist nicht gradlinig. Zu oft verliert sich der Film in ellenlangen Nebensequenzen, unbedeutenden oder sich wiederholenden Bildern. Hier und da gibt es einige stimmungsvolle oder interessante Aufnahmen zu sehen. Eine Art Darstellung der Hölle im letzten Viertel war nicht uninteressant. Der hier und da durchsickernde Klamauk gefiel mir nicht, passte aber zum Film als Ganzes. Wer auf Monster- und Werwolf-Effekte hofft, sollte diese Erwartungen gleich wieder im Keim ersticken. Als «Werwolf» dient ein normaler Wolf, der gefilmt wurde.

Fazit: Sicher stark Geschmackssache, aber Nazareno Cruz and the Wolf war definitiv nicht mein Fall…

Infos:

O: Nazareno Cruz y el lobo

Argentinien 1975

R: Leonardo Favio

D: Juan José Camero, Marina Magali, Alfredo Alcón

Laufzeit der US-Blu: Ca. 88 Min.

Gesehen am: 05.05.26

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Severin Films vor (All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2) = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt und es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).

Einkauf

 



Folgende vier VHS habe ich von einem holländischen Sammler erhalten:


The Possessed

HK/Thailand 1976. HK-VHS. Ich bin jedoch nicht 100% sicher, ob es eine Original-Kassette ist. Zumindest fehlt im Vergleich zu anderen VHS des Labels, die ich habe, ein Sticker. Es kann aber auch nur sein, dass sich dieser gelöst hat. Das VHS ist im O-Ton mit englischen und chinesischen Subs. Es handelt sich auch um den korrekten Film. Es handelt sich um einen Horrorfilm mit Lo Lieh.


Golden Sword and the Blind Swordswoman

Taiwan 1970. HK-VHS von Star Art Video Production Co. Das ist ein Bootleg-Label. Liegt in Mandarin ohne Untertitel vor.


Devil Killer

Taiwan 1981. Alexander Lo Rei in einem Film von Robert Tai. Stand auf der Wunschliste. Als HK-VHS erhalten (Mandarin mit chinesischen und englischen Subs). Die VHS stammt vom Bootleg Label China Arts. Die Verpackung gibt hingegen (auf der Frontseite) World Video als Label an, was natürlich nicht korrekt ist (World Video ist ein US-Label). Das VHS hat Schimmel, läuft aber beim Testversuch. 


A Brave Girl-Boxer in Shanghai

Taiwan 1972. Den habe ich schon als VHS aus Südkorea (Review). Jedoch nur in Vollbild und ggf. zusätzlich gezoomt (= fehlt massiv viel Bild) und ohne englische Subs. Dieses Bootleg-VHS aus HK (von China Arts) ist in Mandarin mit englischen & chinesischen Subs und scheint in Widescreen zu sein. Zudem ein wunderschönes Artwork. Da ich den Film sehr mochte, freue ich mich auf eine zukünftige Neusichtung in einer besseren Fassung.


Freitag, 1. Mai 2026

To Burn the Sun

To Burn the Sun

Story:

Yanti (Eva Arnaz) wird von Gangstern entführt, vergewaltigt und zur Prostitution gezwungen. Ihre Familienangehörigen werden ermordet. Ihr Freund Rachmann (Barry Prima) findet Yanti in einem Nachtclub und verhilft ihr zur Flucht. Sie heiraten. Yanti nimmt Martial Arts Training und plant, sich an den Tätern zur rächen…

Meine Meinung:

To Burn the Sun ist ein weiterer Actionfilm aus Indonesien. Nicht von Rapi Films (Mystics in Bali, Queen of Black Magic, The Warrior), sondern von Parkit Films (War Victims) und von Regisseur Arizal (Special Silencers, Bergola Ijo). Die Inhalte betreten bekanntes Terrain, wenn es um indonesische Actionfilme à la Deadly Angels Strike Back und Co. geht: Rape & Revenge und Action.

Nebst Deadly Angels Strike Back sah man ähnliche Motive z.B. auch in Fire of Vengeance. Wie in Deadly Angels Strike Back spielen hier die damaligen Superstars Eva Arnaz (Primitives, Five Deadly Angels) sowie Barry Prima (Srigala, The Devil’s Sword, Sundelbolong) die Hauptrollen. George Rudy (Blazing Battle) gibt einmal mehr einen gelungenen Bösewicht ab. Er spielt einen Zuhälter und die rechte Hand der Puffmutter. Es ist mehr eine grosse Nebenrolle.

Mir hat To Burn the Sun besser gefallen als erwartet. Als ich den Film vom Kumpel (geschenkt?) bekam, war mir der Film und Titel kein Begriff. Ich hörte zuvor noch nie von diesem Film und als ich das Cover sah wusste ich dementsprechend nicht, dass auch Namen wie Eva Arnaz oder Barry Prima mitwirken. Der Film ist am Anfang ein Drama und ein Rape & Revenge-Film. Danach wechselt der Film zu den Trainingsszenen, die aus dem Hong Kong-Kino der Zeit stammen könnten. Dann, und das war spannend, gab es zwischen den vielen tollen Rache- und Kampfszenen im Finale und zuvor, sogar noch Szenen mit schwarzer Magie und zwei Zauberern. Etwas, was ich von diesem Film definitiv nicht erwartet hätte und was ziemlich cool war.

Der Ton des Filmes ist wechselhaft: Drama, Action, Kung Fu, Rape & Revenge aber auch Slapstick und Komödie dürfen nicht fehlen inklusive komischer Tongeräusche. Letztere sind aber nur wenig zu sehen. Barry Prima gerät, auch gerade in den Actionszenen und was seine Screentime angeht, stark in den Hintergrund. Der Film fokussiert sich voll auf Eva Arnaz und ist macht einen sehenswerten und intensiven Job. Tolle Darbietung von ihr. Jede Kampfszene mit ihr ist ein Genuss. Es überrascht nicht, dass sie auch später in weiteren Solo-Actionfilmen wie I Want to Get Even zu sehen war. Die Actionszenen sind, wie üblich für den Regisseur, mit viel Zeitlupeneinsatz verewigt worden.

Fazit: Fans von Eva Arnaz und indonesischen Actionfilmen aus den 80ern greifen zu!

Infos:

O: Membakar Matahari

Indonesien 1981, 1983, 1984 (je nach Quelle)

R: Arizal

D: Eva Arnaz, Barry Prima, Ruth Pelupessy, George Rudy, Mathias Agus, Malino Djunaedy, Eddy S. Jonathan

Laufzeit der Fan Film Edition: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 01.05.26

Fassungen: Mir lag das Indonesian Fan Project vor = Widescreen Fassung, Englischer Dub, bessere und hellere Bildqualität als das VHS aus Griechenland. Es wurden folgende Fassungen verwendet, um dieses Projekt zu finalisieren: Indonesische TV-Version, Griechische VHS, Indonesisches Betamax, Franz. DVD und eine indonesische VCD. Es gibt keine DVD, keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).

Za Karate

Za Karate

Story:

Bronson Lee (Tadashi Yamashita), Amerikaner japanischer Abstammung, macht es sich zum Ziel, in Japan ein Kampfturnier zu gewinnen und World Karate Champion zu werden. Doch Gangster machen ihm dabei das Leben schwer…

Meine Meinung:

Nach dem Erfolg von The Street Fighter mit Sonny Chiba (Karate for Life, 13 Steps of Maki, Yakuza Wolf 2) drehte Toei die Za Karate Reihe, die es, wie auch The Street Fighter, auf drei Teile brachte. In diesem Erstlingswerk, dem einzigen der Reihe, der es auch ins Ausland geschafft hat (mehr davon unter Fassungen), führte Yukio Noda (Soul of Chiba) Regie. Er inszenierte auch gleich die zwei Fortsetzungen und sein bekanntester Film dürfte Der Tiger von Osaka sein.

Der Film wartet mit Tadashi Yamashita als Hauptdarsteller und Held auf. Er wurde in Japan geboren, wuchs später in Okinawa auf ehe der sein Leben später in den USA verbrachte. Daher wird er auch im Film als Amerikaner japanischer Abstammung angesehen, der extra nach Japan geht, um den Wettbewerb zu gewinnen. Tadashi Yamashita ist dabei eine Art Kreuzung zwischen Bruce Lee (Schreie, an die Nase fassen), Sonny Chiba (Karatetalent) und Charles Bronson (Schnauz). Das ist auch der Grund, warum der Film in den USA als Bronson Lee Champion vermarktet wurde.

Zu Gute kommt Tadashi Yamashita, dass er auch im echten Leben ein Martial Artist ist. Er ist ein Karatekämpfer, was ihm im Film mehr als deutlich anzusehen ist. Zwar ist der Film nicht so effektiv und blutig wie z.B. The Street Fighter (was nicht bedeuten soll, dass mit Blut gespart wird), aber dafür war Za Karate fast noch unterhaltsamer und kurzweiliger als das «grössere Vorbild». Der Film ist mit seinen ca. 86 Minuten und dem simplen Plot einfach spassig und abwechslungsreich anzusehen. Tadashi Yamashita gibt einen wunderbaren Lead ab, die anderen Kämpfer sind allesamt hübsch überzeichnet und die Nebenfiguren bringen Herz und Humor in den Film.

Fazit: Super spassig und unterhaltsam. Gespannt auf die Fortsetzungen!

Gefolgt von: Za Karate 2

Infos:

O: Za Karate

Japan 1974

R: Yukio Noda

D: Tadashi Yamashita, Chong Men-Jo, Dale Ferguson, Steve Fisher, Yôko Horikoshi

Laufzeit der US-Blu: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 01.05.26

Fassungen: Gesehen via The Bronson Lee Za Karate Collection von Severin Films (US-Blu-Ray) = Alle drei Teile in einer Collection mit Schuber. Region-A. Der erste Teil liegt erstmals, wie auch beide Fortsetzungen, in Japanisch mit englischen Subs vor. Die veränderte/in Gewalt zensierte US-Fassung von Za Karate (Bronson Lee Champion) liegt zudem ebenfalls restauriert vor (79 Minuten, Englischer Dub). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026). Als Extras gibt es u.a. Interviews mit Tadashi Yamashita. Dieses lohnt sich und läuft ca. 29 Minuten.