Vorarbeit
Die Woche vor dem Event war intensiv: putzen, nochmals Geld wechseln gehen, neue Schuhe kaufen, packen, Vorbereitungen für die Cat-Sitterin treffen, hoffen, dass Ryanair meine Bordkarte nach London aktivieren würde, Zugtickets kaufen, Serie schauen (The Wire), Coop Bestellung (Katzenstreu und Co.) tätigen und arbeiten (ich hatte gemütliche drei Nächte, die sehr ruhig waren). Dann stellte sich noch die Frage, da ich sehr faul war, ob ich mir einen privaten Taxi-Transport vom Flughafen Stansted zum Hotel buchen sollte oder nicht. Desweitern habe ich noch meine Hotelumbuchung für das Filmfest in Brugg anpassen lassen. Und dann starb noch Legende Mario Adorf. Ob ich es noch schaffen würde, ein bis zwei Filme ihm zu Ehren zu schauen und auf dem Blog zu besprechen? Yep, das lag Freitagabend und Samstagmorgen drin! Zudem buchte ich mir ein Taxi vom Flughafen zum Hotel. Das war zwar teuer, aber ich wollte schnellstmöglich, da ich spät in London landete, im Hotel ankommen. Warum? Es lag nicht primär an meiner Faulheit, sondern weil ich noch die Gegend auskundschaften wollte. Mit Gegend meine ich den Ort der Veranstaltung und das Restaurant AVA - Steakhouse and Grill. Wir planten, dort nach dem Event ggf. essen zu gehen. Zudem erfuhr ich eine schöne Überraschung: Nicht nur mein London-Dealer Seff würde an dem Event teilnehmen, sondern auch mein London-Dealer Paul. Beide sah ich seit 2023 nicht mehr, als ich mir The Big Boss in London im Kino ansah. Cool.
Reise
Kurz vor Samstagmittag ging es los. Zuerst nach Bern, wo ich im McDonald's® noch zwei Burger und Fritten ass. Dann zog es mich mit einem Sparticket nach Olten und von dort nach Basel. Da nahm ich aus Versehen einen zu frühen Bus. Zum Glück gab es keine Kontrolle. Die Anzeige am Bahnhof sagte, der Bus fahre in neun Minuten. Bei der Busstation selbst war nur zu lesen, «Siehe Fahrplan». Als ich einstieg, fuhr er jedoch sofort los statt erst in neun Minuten. Bei Spartickets muss zwingend die gebuchte Variante eingehalten werden. Es war sonnig, als ich am Flughafen ankam. Da ich nur Handgepäck hatte (einen Rucksack und einen Plastiksack) und schon Online eingecheckt hatte (die Bordkarte wurde zum Glück inzwischen von Ryanair auch ausgestellt) war ich innerhalb von 5-10 Minuten durch die Sicherheitskontrollen gelangt. Am Flughafen in Basel ist nicht viel los. Ich sah einen Arcade Automaten mit Super Mario Bros. und einen Jaws Flipperkasten. Amüsant. Ich kaufte neue Zahnpaste, da meine zuvor gekaufte Tube zu gross war und vor der Sicherheitskontrolle entsorgt werden musste. Danach hiess es warten. Ich war nicht allzu warm gekleidet, dennoch wurde es am Gate warm. Wenig Sitzmöglichkeiten, keine Steckdosen (d.h. das Handy konnte ich nicht brauchen da ich Akku sparen musste da Ryanair nur noch Online Bordkarten akzeptiert), warme und stickige Luft. Ich habe schon vor einigen Tagen mit dem Clive Barker Roman Stadt des Bösen begonnen und war gefesselt davon. Daher hatte ich eine perfekte Beschäftigung.
Es war meine erste Ryanair Erfahrung. Diese war gut. Zwar mussten wir auch kurz beim Flugzeug draussen warten (und es begann zu regnen), aber alles in allem hatte ich zuletzt mit easyJet schlechtere Erfahrungen gemacht (= Verspätungen). Über Ryanair kann ich hingegen bei der Reise nicht klagen. Das Flugzeug ist klein und ich empfand das Abheben wie auch das Laden als viel intensiver als mit anderen Flugzeugen. Beim Abheben wurde es mir sogar etwas schwindelig, was ich cool fand. Während dem Flug habe ich auch gelesen. Wir trafen pünktlich am Flughafen an. Als ich mich ins WLAN des Flughafens einloggte, hatte ich schon einen verpassten Anruf und zwei WhatsApp Meldungen von meinem Fahrer erhalten. Er würde in einigen Minuten da sein und gab mir noch durch, wo ich warten sollte. Die Fahrt vom Flughafen zum Hotel gestaltete sich als gemütlich und entspannend. Der Fahrer, der aufgeboten wurde, hat auch einen eigenen Fahrdienst. Es gab mir seine Karte und wir hatten gute Gespräche. Er wünschte mir einen Tag später sogar, dass er hofft, dass ich alle Filme signiert bekomme, da ich das verdient hätte. Er sagte mir auch, dass er sonst keine «middle class» Kunden fährt. Ich sagte ihm, dass ich in Betracht ziehe, seine Firma für eine mögliche Rückfahrt am Montagmorgen zu buchen. Das Wetter war sonnig, aber der Wind war beissend kalt. Ich kam ca. 20.30 Uhr im Hotel an & checkte ein.
Das Hotel
Ich habe zwei Nächte im 3-Sterne-Hotel Premier Inn London Romford (Mercury Gardens) gebucht. Das lag nur vier Gehminuten zum Event entfernt. Das Restaurant AVA - Steakhouse and Grill lag ca. 10-15 Minuten Gehminuten entfernt. Inzwischen schrieb mir Seff noch, dass er vom Restaurant nichts gehört habe (er hat eine Reservationsanfrage verschickt). Er hat zudem ein anderes Restaurant als Back-Up-Option gefunden: das brasilianische Restaurant Braza Churrascaria Rodizio. Ich sah zudem, dass neben meinem Hotel noch das Restaurant The Beefeater lag. Eine weitere Option. Das Hotel erfüllte seinen Zweck. Positiv waren die Grösse des Zimmers, die 24h Rezeption, eigenes Bad und Dusche, die Strasse nebenan (fand ich beruhigend), gratis Tee und Kaffee mit Wasserkocher. Negativ waren die Sauberkeit, die Dusche (die Duschkabine liess sich nur halb verschliessen), die Heizung/Klimaanlage (es wurde an einer Stelle extrem warm oder sonst war es total kalt im Zimmer), üble Geruchsbildung (selten) und die Hellhörigkeit (Lärm aus dem Nebenzimmer). Ich sah nämlich zufällig, dass es hier vor Ort jährlich ein Filmfestival gibt = Romford Horror Film Festival. Genau in dem Kino, in welchem auch das Yukari Oshima Event stattfinden würde. Ich plane, dies eventuell im Feb. 2027 besuchen zu gehen (und mehr Tage anzuhängen, um Paul und Seff zu Treffen). Aber dann würde ich wohl ein etwas besseres Hotel als das Premier Inn London Romford (Mercury Gardens) suchen und buchen.
Danach suchte ich das Kino auf, wo sich das morgige Event abspielen würde. Dort kaufte ich noch Süsses und Wasser (zuvor ass ich ein Sandwich, welches ich noch in Bern gekauft hatte) ein. Bevor ich in bar zahlen konnte, brauchte ich Geduld. Bei den ersten drei Automaten war die Bargeldfunktion kaputt. Die (Kredit)Karte hatte ich nicht dabei (war im Hotel). Danach suchte ich noch das AVA - Steakhouse and Grill Restaurant auf. Wären da nicht gefühlt 1000 Ampeln, wäre das locker in zehn Minuten erreichbar. Danach ging ich ins Hotel zurück wo ich mich massiv über ein Fussballresultat freute und im gegnerischen Forum lesen ging. Schadenfreude ist eine sehr schöne Freude. Danach schlief ich bis ca. 08.00 Uhr und bestätigte dem Fahrer, dass ich seine Dienste auch am Montagmorgen für die Rückfahrt zum Flughafen in Anspruch nehmen würde. Ich hatte keine Lust, am Montagmorgen nach einer möglichen Bus- oder Zugstation zu suchen und heute hatte ich dafür keine Zeit.




















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