Lion Man
Story:
Ein König wird ermordet. Dessen Sohn Süleyman (Cüneyt Arkin) wird im Wald versteckt und wächst zusammen mit Löwen auf. Als Erwachsener schwört Süleyman an den Mördern seines Vaters, die nun die Welt regieren, Rache…
Meine Meinung:
Lion Man bekam ich geschenkt. Es handelt sich um einen Mitte der 70er Jahre Film aus der Türkei mit dem fleissigen Cüneyt Arkin in der Hauptrolle. Da ich Turkish Star Wars mit Cüneyt Arkin unglaublich toll fand, freute ich mich auf die Sichtung von Lion Man, auch wenn ich nie das Ausmass an Fantasy und Verrücktheit aus Turkish Star Wars erwartet habe. Dass die Fassung jedoch nur in Englisch vorlag, hat meine Vorfreude etwas getrübt. Die Vertonung der Fassung tat ihr übriges dazu (mehr unter Fassungen).
Aber auch abgesehen von diesen zwei Details empfand ich den Streifen, der an Ital. Sandalenfilme und Tarzan erinnert, als leicht enttäuschend. Zwar gibt es ab einem gewissen Zeitpunkt viel Action in Form von Kämpfen, aber diese sind relativ repetitiv, lahm, unspektakulär und harmlos ausgefallen. Richtige Effekte gibt es eigentlich fast nur im Finale zu sehen (Tötungsszene des Hauptbösewichtes). Ansonsten gibt es hier und da etwas rote Farbe als Blut zu sehen, aber nichts, was vom Hocker haut. Cüneyt Arkin hat seine Sache aber gut gemacht und seine Krallen erinnerten ans Kung Fu-Genre. Ich denke, davon wurde der Film z.T. sichtlich auch beeinflusst.
Das Interesse während dem Schauen wurde kleiner und kleiner und wirkliche Freude kam selten auf. Dennoch ging die Zeit vorbei. Ich denke, in Türkisch oder sogar Deutsch wäre der Film möglicherweise besser gekommen. Oder wenn andere Musik benutzt worden wäre. Die Musk war nämlich leider praktisch das Schlechteste am ganzen Film: diese empfand ich als total unpassend, billig und sehr nervend. Und leider auch sehr repetitiv. Und wenn die Musik den Zuschauer schon vergrault, dann kann der Inhalt noch so gut sein (und das war der halt auch nicht). Und leider sind die anderen Charaktere relativ öde, so dass dem «Lion Man» auch ein ebenbürtiger Gegner fehlt.
Fazit: Geschmackssache. Fans von Cüneyt Arkin können einen Blick riskieren, ich hingegen bleibe in Zukunft bei Turkish Star Wars!
Infos:
O: Kilic aslan
Türkei 1975
R: Natuk Baytan
D: Cüneyt Arkin, Bahar Erdeniz, Yildirim Gencer, Cemil Sahbaz, Reha Yurdakul
Laufzeit der Fan Edition: 85:35 Min.
Gesehen am: 04.02.26
Fassungen: Gesehen via Turkish Fan Project = sehr gute Bild-
aber leider sehr schlechte Tonabmischung = Dialoge sehr leise, Geräusche und
Musik gleichzeitig viel zu laut, leider nur in Englisch (der käme in Türkisch
oder Deutsch sicher besser). Gibt es in Deutschland sogar von MT Films / Cargo
Records auf DVD (Deutsch/Englisch). Im Ausland (USA, UK) gibt es auch Blu-Ray
Fassungen. Diese sollen aber zensiert sein und der türkische O-Ton fehlt. Laut
AI sollen bei den Blu-Ray Prints 17 Sekunden an Kämpfen fehlen, da ein 35mm
Print benutzt wurde, wo diese 17 Sek. fehlen. Angeblich soll der Film früher
109 Minuten gelaufen sein. Solche Fassungen finde ich jedoch nicht. Die
gängigen Fassungen laufen ca. 85 Minuten. Gut möglich, dass nur Handlung fehlt.

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