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Donnerstag, 5. März 2026

Update

Bei folgendem Review gibt es ein neues Bild und unter Fassungen einen neuen Nachtrag:


- Tiger Force

Creation of the Damned

 

Creation of the Damned

Story:

Nordamerika in einer entfernten Zukunft:

Nach einem Atomkrieg leben fünf Personen in einem Bunker unter der Erde. Mit der Zeit machen sich Spannungen breit…

Meine Meinung:

Creation of the Damned ist ein Mitte der 70er Jahre Film aus Spanien und ein Mix aus Endzeit, Kammerspiel, Sci-Fi und unterschwelliger Sozialkritik (der Bunker und das Szenario wird metaphorisch als Untergang des Franco Regimes gesehen, daher wurde der Film auch in Severin Films Box Exorcismo: Defying A Dictator & Raising Hell In Post-Franco Spain aufgenommen). Ob die Filmemacher dies jedoch tatsächlich auch so sahen, ist mir nicht bekannt. Auf der Blu-Ray hätte es ein Interview mit Regisseur José Ulloa, ggf. würde er mehr dazu sagen.

Allerdings werde ich mir dieses nicht ansehen, da ich Creation of the Damned vor allem einfach langweilig und öde fand. Ich habe nichts gegen Kammerspiele (z.B. Der Totmacher). Aber Creation of the Damned merkt man das kleine Budget negativ an, zumal auch die Figuren nicht wirklich glaubhaft agieren. Der Film ist wirklich einfach langweilig und der Plot kommt schwer in die Gänge. Es gibt eigentlich keine wirklichen Highlights. Nur als in der einen Aussenaufnahme paar verweste Leichen zu sehen sind, kann ich da ansatzweise von kleineren «Highlights» sprechen. Ansonsten darf in Sachen Effekte, Gewalt, Action oder Sex nichts erwartet werden.

Für heutige Verhältnisse wirkt der Film auch angestaubt. Die Stars um Craig Hill (Anguish), Patty Shepard (Slugs), Teresa Gimpera (The Night of the Devils) oder Fernando Hilbeck (Flesh + Blood) haben zwar Genre-Erfahrungen, werden aber durch ein schwaches Drehbuch im Stich gelassen. Der Film spielt zu 95% im Bunker. Es kommt auch eine Katze namens Pussy (sehr originell) vor, die den Film leider nicht überlebt und gehäutet im Kühlschrank landet. Wenn die künstliche Intelligenz danach gefragt wird, so bekommen wir die Antwort, dass die Katze wirklich getötet wurde (was ich mir jedoch nicht vorstellen kann). Denn, wenn anders oder alternativ danach gefragt wird, heisst es bei der nächsten Antwort, das Effekte und/oder ein toter Hase für die «tote Katze» verwendet wurden. 

Fazit: Langweiliges Kammerspiel und daher nicht zu empfehlen!

Infos:

O: El Refugio del miedo

Spanien 1974

R: José Ulloa

D: Craig Hill, Patty Shepard, Teresa Gimpera, Fernando Hilbeck, Fernando Millet

Laufzeit der US-Blu: Ca. 96 Min.

Gesehen am: 05.03.26

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films (Exorcismo: Defying A Dictator & Raising Hell In Post-Franco Spain Box) = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, exklusive Interviews. Gibt es in Deutschland unter dem Titel Gefangene der Tiefe auf VHS.

Mars Villa

Mars Villa

Story:

Ma Tien-Lang (John Liu) wird von Fang Kang (Phillip Ko Fei) angegriffen, seine Männer getötet und sein Zuhause zerstört. Ma Tien-Lang besiegt und tötet den Fiesling Fang Kang. Dessen Bruder Fan Kuei (Phillip Ko Fei) und Neffe (Stephen Tung Wai) schwören Rache…

Meine Meinung:

Mars Villa lag acht Jahre ungesehen rum. Inzwischen gibt es sogar bessere Versionen (mehr dazu unter Fassungen). Heute war die Zeit der Sichtung gekommen und Mars Villa, eine taiwanesische Indie-Produktion aus dem Jahr 1977, hat sich gelohnt. Zwar ist der Plot wie immer sehr dünn und oft wird in Taiwans abwechslungsreicher Natur gekämpft, doch macht der Film von Ting Chung (Two Assassins of the Darkness, The Golden Mask, Of Cooks and Kung Fu) Spass, da viele Kämpfe. Und die Qualität der Szenen ist hoch.

Der Film, dessen Musik, zumindest laut künstlicher Intelligenz, aus dem Western Hang 'Em High gestohlen wurde, bietet einen tollen Cast um John Liu (New York Ninja, Eine Prise für tödliche Pfeifen, The Death Duel of Kung Fu, The Dragon, the Hero, The Invincible Kung Fu Trio, Secret Rivals 3), Phillip Ko Fei (Bandits, Prostitutes & Silver, Fearless Dragons) in einer Doppelrolle (natürlich als Bösewicht) und einen jungen Stephen Tung Wai (Killer Wears White, Pom Pom & Hot Hot), der zudem die Action-Choreographie übernommen hat. Daneben spielt Chia Kai (13 Poles from Shaolin) in einer grossen Nebenrolle den loyalen Diener und Helfer von John Liu.

Einige der Folterszenen haben mich leicht an John Woos Heroes Shed no Tears erinnert. Ich mochte nicht, wie John Lius Figur kurz den Verstand verliert (hat Dean Shek und A Better Tomorrow 2 Vibes, was ich persönlich nicht sonderlich mag), aber das war zum Glück nur eine kurze Sequenz. Ansonsten wird auf jegliche Art von Klamauk verzichtet. Fans von John Liu dürften voll auf ihre Kosten kommen. Seine eindrückliche Beinarbeit wird gekonnt in die Kampfszenen eingeflochten. Phillip Ko Fei macht, wie immer als Bösewicht, eine starke Figur. Er verlangt den Helden im Finale alles ab. Stephen Tung Wai spielte das auch ordentlich. Schön fies und schmierig.

Fazit: Starker Eastern und für John Liu Fans Pflichtprogramm!

Infos:

O: Shen Tui

Taiwan 1977

R: Ting Chung

D: John Liu, Stephen Tung Wai, Phillip Ko Fei, Chia Kai, Sun Yueh, Tang Pao-Yun

Laufzeit der US-DVD: Ca. 87 Min.

Gesehen am: 05.03.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Crash Cinema vor = zwei Fassungen an Bord. Ich sah mir jene an, welche im O-Ton Mandarin mit englischen und chinesischen Untertiteln im Bild auf der 2. Disc zu finden war. 35mm Print. Widescreen, jedoch nicht anamorph. Das Master hat Charme. Das Booklet bietet Hintergrundinfos zu John Liu. Seit ca. einem Jahr gibt es den Film in Deutschland von TVP Uncut und u.a. auch im O-Ton mit Subs auf Blu-Ray (als Shaolin - Warteliste des Todes). Da werde ich wohl ein Upgrade tätigen.

China White

China White

Story:

Amsterdam:

Nachdem Onkel Chi (Ku Feng) getötet wurde, schwören seine Hinterbliebenen (u.a. Russell Wong, Steven Vincent Leigh, Tommy Wong Kwong-Leung) Rache an den Hintermännern und Tätern (Billy Drago, William Ho Ka-Kui, Saskia van Rijswijk, Cahit Ölmez). Derweil ermittelt auch die Polizei (Lisa Schrage, Frank Sheppard) in der Sache…

Meine Meinung (Hong Kong bzw. Langfassung):

Ronny Yu (The Postman Fights Back, Shogun and Little Kitchen, The Savior, Freddy vs. Jason, Family Man) drehte Ende der 80er Jahre einen Actionfilm mit Shoot-Outs à la John Woo (sehr blutig und sehr viel Zeitlupen-Einsatz). Der Film punktet in Sachen Abwechslung aufgrund seiner internationalen Zusammenarbeit mit westlichen Stars und den Drehorten. Der Film spielt zu 95% in Amsterdam und wurde auch vor Ort gedreht. Und das ist in der Tat begrüssenswert, da eine willkommene Abwechslung zu den Gangster-Filmen aus Hong Kong aus jener Zeitspanne.

Ich sah den Film bei dieser 2. Sichtung nun erstmals Uncut. Der Film hat die 2. Sichtung bestanden, auch wenn der Film in meinen Augen kein Kracher darstellt. Dazu gab der 08/15 Plot zu wenig Action her. Vor allem im Mittelteil hätte es gerne mehr Actionszenen haben dürfen. Zudem empfand ich speziell die Love-Story zwischen Russell Wong und Lisa Schrage als schwach und unglaubwürdig. Diese Szenen hätten eigentlich auch entfernt werden können. Der Film hätte auch gut ohne Lisa Schrage (Die Stunde der Ratte) oder Frank Sheppard als «Rasta» funktioniert.

Die ca. zehnminütige Flashback-Szene mit Ku Feng (Bruce and the Iron Finger), Alex Man (The Big Brother), Andy Lau (Hard Killers - China White III) sowie Shing Fui-On (Ghost for Sale) mochte ich hingegen. Einerseits mag ich die Stars, zum anderen gibt die Szene auch Actionmomente her. Es gibt Gerüchte, dass Andy Lau und Carina Lau mit vorgehaltener Waffe von Triaden gezwungen wurden, an den Dreharbeiten in Amsterdam teilzunehmen. Bestätigt ist das jedoch nicht, aber auch nicht unbedingt unwahrscheinlich. Auf jeden Fall lässt sich mit einem Superstar wie Andy Lau, vor allem in Hong Kong, gut werben und somit Geld machen.

Seine besten Momente hat der Film, nebst dem willkommenen Amsterdam-Setting, in den Actionszenen. Diese bestehen hauptsächlich aus extrem blutigen Shoot-Outs, die in Zeitlupe gefilmt wurden. Die Mehrheit dieser Szenen ist vor allem am Anfang und Ende des Filmes zu sehen. Zwar gibt es auch zwischendurch Mal immer wieder eine Actionszene zu sehen, aber diese halten sich doch arg in Grenzen, so dass der Film im Mittelteil einige lahme Passagen bietet, die der Zuschauer relativ uninteressant überstehen muss, um am Ende wieder mit blutiger Action belohnt zu werden. Einige sehenswerte Stunts runden die Actionszenen ab.

Nebst den bereits erwähnten HK-Stars sind in weiteren Nebenrollen Tommy Wong Kwong-Leung (Justice My Fool) sowie William Ho Ka-Kui (Story of Ricky) zu sehen. Bei den Bösewichten überzeugt Billy Drago (Invasion USA) sowie Saskia van Rijswijk. Letztere sah man auch in zwei weiteren HK-Actionfilmen aus der Zeit. Ihre Szene mit der Axt ist unverkennbar. Sie darf sich im Finale einen kurzen Kampf liefern, der auch in einem sehenswerten Stunt endet. Alles in allem handelt es sich bei China White um einen soliden Film, dem mehr Action im Mittelteil gutgetan hätte.

Fazit: HK-Actionfans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Gwang Tin Lung Fu Wui

HK 1989

R: Ronny Yu

D: Ku Feng, Russell Wong, Steven Vincent Leigh, Andy Lau, Lisa Schrage, Billy Drago, Tommy Wong Kwong-Leung, William Ho Ka-Kui, Alex Man, Saskia van Rijswijk, Frank Sheppard, Shing Fui-On, Cahit Ölmez

Laufzeit der deutschen DVD (Hong Kong bzw. Langfassung): 104:23 Min.

Gesehen am: Sept. 2009 / Neusichtung am: 05.03.26

Fassungen: Früher lag mir die zensierte HK-DVD vor, die ich verkauft habe, als in Deutschland von Imperial Pictures eine Uncut-Fassung auf DVD angekündigt wurde. Dieses Set beinhaltet zwei Fassungen. Einmal die unzensierte Exportfassung (die DVD spricht dabei vom «Hauptfilm») und einmal die erweiterte Langfassung («Hong Kong Fassung»). Die Bildqualität ist gut bis mässig. Der Film liegt nur in Deutsch/Englisch vor. Es gibt keinen O-Ton. Die deutsche Synchronisation ist bis auf die Stimmen von Billy Drago und William Ho Ka-Kui in Ordnung.