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Mittwoch, 29. April 2026

Catching Murderer Overseas

Catching Murderer Overseas

Story:

Zwei Cops (Cynthia Khan und Shao Feng) sollen einen Gangster (William Ho Ka-Kui) von Übersee eskortieren. Doch diesem gelingt die Flucht. Die zwei Cops machen es sich zur Aufgabe, den Entflohenen wieder zu finden…

Meine Meinung:

Catching Murderer Overseas bekam ich geschenkt. Ansonsten hätten sich unsere Wege nie gekreuzt. Catching Murderer Overseas ist ein Low-Budget Streifen aus Taiwan und stammt aus dem Jahr 2003. Ggf. ein TV- oder Direct to Video Film. Nach 1995 hat das Kino aus Hong Kong (und auch Taiwan) für meinen Geschmack viel an Interesse verloren, so dass ich Produktionen, die nach 1995 veröffentlicht wurden, nicht weiterverfolgt, geschaut oder gesammelt habe.

Catching Murderer Overseas ist solides Low-Budget «Kino». Der Film von Ng Kwok-Hau (The Funny Vampire) und Wu Jian-Xin hat ein grosses Plus: Cynthia Khan! Nebst Mädels wie Yukari Oshima (Drugs Fighters, Angel Terminators 2, Kung Fu Wonder Child), Moon Lee (Blood Sister, A Serious Shock! Yes Madam!, Iron Angels III), Kara Hui (Behind the Curtain, The Vengeance of Six Dragon, Madam City Hunter) oder Nishiwaki Michiko (Angel Terminators, Widow Warriors, The Outlaw Brothers) war Cynthia Khan zwischen 1990-1995 sicherlich eine der besten Schauspielerinnen im sogenannten Girls with Guns Genre.

Wer ein Hardcore-Fan von Cynthia Khan (In the Line of Duty 4, Queen’s High, Tough Beauty and the Sloppy Slop) ist, kann den Film bedenkenlos ansehen. Für eine einmalige Sichtung war der Streifen auch okay. Die billige Videooptik war weniger schlimm als befürchtet. Wo der Film am Ende verliert, sind Längen. Vor allem auf der 2. Disc. Und in dieser tritt Cynthia Khan mit Ausnahme von Anfang und Ende in den Hintergrund. Auf den ganzen Film berechnet ist sie jedoch sehr viel zu sehen. Die Actionszenen bestehen aus kurzen Kämpfen, vor allem Shoot-Outs (z.T. auch blutige) und es gibt auch einige, wenige echte Explosionen zu sehen. Als Stilmittel gibt es viele Slow-Mo-Aufnahmen zu sehen. Der Bösewicht wird von CAT. III Psycho William Ho Ka-Kui (Daughter of Darkness) gespielt.

Fazit: Einmal schauen und vergessen oder als ultimativer Cynthia Khan-Fan in die Sammlung stellen!

Infos:

O: 跨海擒兇

Taiwan 2003

R: Ng Kwok-Hau, Wu Jian-Xin (je nach Quelle)

D: Cynthia Khan, William Ho Ka-Kui, Shao Feng, Ting Ching-Yung

Laiufzeit der HK-VCD: 44:52 Min. (1. Disc) / 44:25 Min. (2. Disc)

Gesehen am: 29.04.26

Fassungen: Gesehen via malaysische VCD von Golden Satellite = Mandarin oder Kantonesische Tonspur ohne Untertitel. Solide Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: April 2026).

Libido

Libido

Story:

Christian Coreau (Giancarlo Giannini) ist ein traumatisierter junger Mann, seit er als Kind mit ansehen musste, wie sein kranker Vater seiner Mutter während einer S/M-Session umgebracht hat um sich danach selbst das Leben zu nehmen. Um sein Trauma bewältigen zu können, macht sich Christian zusammen mit seiner Ehefrau, seinem Anwalt und dessen Frau auf den Weg, den Ort des Schreckens zu besuchen. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Libido ist ein s/w-Gothic-Mystery-Thriller, der auch als Giallo betitelt wird. Der Film erinnert an spätere Werke aus Italien mit Carroll Baker (A Quiet Place to Kill, Knife of Ice, The Fourth Victim) und stammt von den Regisseuren Ernesto Gastaldi sowie Vittorio Salerno (Die grausamen Drei, Betrachten wir die Angelegenheit als abgeschlossen). Die Mitte der 60er Jahre Produktion ist zwar durchaus solide, bringt dem Genre aber nichts Neues.

Der Film punktet vor allem durch seine Optik und die Bilder. Die wurden stimmungsvoll und stark eingefangen. Der Film ist solide gespielt. Die vier Hauptfiguren werden von Luciano Pigozzi (Zombi 3, Seven Deaths in the Cat’s Eye, The Last Hunter), Giancarlo Giannini (der es sogar nach Hollywood geschafft hat), Dominique Boschero sowie Mara Maryl. Letztere, das «blonde Gift», bringt leider unnötigen Klamauk und Slapstick in den Film, so dass selbst ihre Szenen wenig erotisch wirken. Der Humor wirkt unpassend.

Der Film ist allgemein sehr konservativ und harmlos. Effekte, Blut oder Sex dürfen nicht erwartet werden. Das Drehbuch überzeugt nicht und es gibt am Anfang und Mittelteil viel zu viele Längen. Und wenn am Ende das Tempo erhöht wird, ist der Film kurze Zeit später schon vorbei. Die Musik war unspektakulär. Das fiese Ende war ganz okay und nett, aber rettet den Film nicht. Für mich war der Film zu alt, zu unspektakulär und zu langweilig.

Fazit: Kein Film für die Sammlung!

Infos:

O: Libido

Italien 1965

R: Ernesto Gastaldi, Vittorio Salerno

D: Giancarlo Giannini, Dominique Boschero, Luciano Pigozzi, Mara Maryl

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 29.04.26

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Severin Films vor = Schuber, Englisch/Ital. Audio mit englischen Subs und als Extras gibt es u.a. ein Interview mit Regisseur Ernesto Gastaldi. Die Bild- und Tonqualität sind fantastisch. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: April 2026).

The Invisible Terrorist

The Invisible Terrorist

Story:

General Chao Ting-Bing (Wang Hsieh) wechselt die Seiten und setzt nun die Ming-Rebellen im Shaolin Tempel auf die Todesliste. Es gibt eine Liste mit Namen. Diese wird von den Rebellen jedoch in drei Stücke verteilt und befindet sich nun im Besitz der besten Kämpfer der Rebellen (Carter Wong, Cliff Lok, Wen Chiang-Long), die nun von der Regierung zur Jagd ausgeschrieben werden…

Meine Meinung:

The Invisible Terrorist bietet zwar inhaltlich nichts Neues und die ewigen Twists, Betrügereien und Seitenwechsel der Beteiligten, dennoch ist die Mitte der 70er Jahre Produktion aus Hong Kong von Regisseur Chan Siu-Pang sehenswerte Kung-Fu-Unterhaltung. The Invisible Terrorist war scheinbar sein Regiedebüt, ehe er später noch Filme wie Shaolin Death Squads, The Mysterious Heroes, Brutal Sorcery oder Curse inszeniert hat. Daneben ist er in vielen Filmen auch als Martial Arts Director gelistet (Raiders of the Shaolin Temple, Lackey and the Lady Tiger, Shaolin Kung Fu Mystagogue).

Was mir am Film sehr gefiel war die hohe Anzahl von Kampfszenen. Das hat mich überrascht. Es gibt von Beginn an bis zum Ende, praktisch pausenlos, alle fünf Minuten Kampfszenen zu sehen. Mit oder ohne Waffen, sonderbaren Waffen, Gruppen- oder Einzelkämpfe. Das war toll und der Cast kann sich dabei auch sehen lassen. Es waren viele bekannte Namen wie Carter Wong (Killer from Above), Cliff Lok (Kung Fu Genius), Lo Lieh (Bullet for Hire), Doris Lung Chun-Erh (7 Men of Kungfu), Chin Kang (Shaolin Warrior), Lung Fei (Shanghai Massacre) oder Wang Hsieh (Cantonen Iron Kung Fu) dabei. Dass mit so einem Cast ein vielversprechender Kung Fu Film bei rauskommt, überrascht nicht.

Gut war auch der komplette Verzicht auf Humor und die Tatsache, dass am Ende praktisch alle tot sind. Das Finale war cool und hatte starke Samurai- und Italo-Western Vibes. Ich fand es auch originell. Vom Cast sind folgende Namen nur kurz zu sehen: Doris Lung Chun-Erh (hat auch keine kampfbetonte Rolle), Lo Lieh (scheidet gleich am Anfang aus) und auch Lung Fei ist nur kurz zu sehen. Bei den Bösewichten überzeugen ansonsten Wang Hsieh als weisshaariger General und Chin Kang mit Schnauz. Carter Wong ist sehr solide und Cliff Lok nervte mich hier weniger, da ernste Rolle. Die Settings sind hübsch abwechslungsreich und jeweils passend ausgewählt.

Fazit: Sehenswerter Eastern!

Infos:

O: Tin Law , Fei Qui , Chik Yeung Hung

HK 1976

R: Chan Siu-Pang

D: Carter Wong, Cliff Lok, Lo Lieh, Doris Lung Chun-Erh, Chen Hui-Lou, Chin Kang, Lung Fei, Wang Hsieh

Laufzeit der chinesischen VHS: 76:26 Min.

Gesehen am: 29.04.26

Fassungen: Gesehen als VHS aus China mit Omni Video Cassette Kartonpackung = im Originalton Mandarin mit englischen und chinesischen Subs. Das VHS selbst ist eine Kopie und könnte ggf. auch nicht ganz komplett sein (76:26. statt 80 Min.). Eine bewusste Zensur fiel mir aber nicht auf. Die Bild- und Tonqualität sind solide. Die VHS aus Holland von Dragon Video (zusammen mit Secret of the Chinese Kung Fu auf einem Tape) wird nie geschaut werden, da Englisch Dubbed. Zudem könnte es zensiert sein (73 Min. während die HK-VHS 80 Minuten läuft). Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).