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Sonntag, 24. Dezember 2023

Blade: Trinity Review

Blade: Trinity

Story:

Die Vampire erwecken Dracula (Dominic Purcell) und hetzen mit einer List das FBI auf Blade (Wesley Snipes). Dieses tut sich mit menschlichen Vampirjägern (Jessica Biel, Ryan Reynolds) zusammen, um die Welt vor Dracula zu befreien…

Meine Meinung:

Nach dem schon enttäuschenden 2. Teil der Reihe kam mit Blade: Trinity der Tiefpunkt und bisher letzte Teil der Marvel-Film-Reihe um den schwarzen Comic-Helden Blade. Blade: Trinity fliegt, wie schon der Vorgänger, nach Neusichtung aus der Sammlung. Blade: Trinity kann man sich, wenn man dem kommerziellen Mainstream-Kino nicht ganz abgeschworen hat, dennoch etwas abgewinnen d.h. der Film kann gut geschaut werden.

Denn eines ist Blade: Trinity nicht: Langweilig! Der Film ist unterhaltsam und kurzweilig und viel der Action wirkt, vor allem im Vergleich zum heutigen Actionkino, altmodischer und souveräner. Wesley Snipes (Blade, Demolition Man, The Expendables 3) agiert mit viel Coolness, Sicherheit und Souveränität. Aus den Vorgängern kehrt zudem in einer kleinen Nebenrolle Kris Kristofferson zurück. Die CGI-Effekte sind mehrheitlich gelungen. Das Zerfallen der Vampire ist cool in Szene gesetzt.

Das war es dann aber auch schon mit den positiven Seiten des Filmes. Der Plot fesselt wenig. Eine Spannung ist nie vorhanden und der Film ist relativ harmlos. Die 18er Freigabe ist für mich unerklärlich. Der Film ist viel zu doof und komisch, um brutal zu sein. Vor allem Ryan Reynolds Figur nervt wie Hölle. Dialoge zum Fremdschämen. Wenn er damit bereits seine Deadpool Darbietungen vorneweg nahm, bin ich froh, diesen Schund nie gesehen zu haben.

Die neuen Figuren in Blade: Trinity überzeugen so wenig, wie die Storyline mit dem erweckten Dracula oder dem FBI. Die Szenen wirken aufgesetzt, unpassend und unglaubwürdig. Ryan Reynolds nervt extrem und Jessica Biel (The Texas Chainsaw Massacre) war dazumal in anderen Filmen erfolgreich. Sie holte man sich wohl nur deshalb. Ihre mehr als offensichtliche Werbung für Ohrstöpsel im Film sind dreist und peinlich. War sicher ein Sponsor und Geldgeber des Filmes, anders kann ich mir das aufgesetzte Zeigen ihrer Gimmicks nicht erklären. Die Musik und Soundtrack waren oft grauenhaft schlecht.

Dass man Blade zwei Sidekicks an die Seite stellen, war ein Fehler. Zusätzlich sind alle anderen Nebenfiguren auch total klischeehafte 08/15 Figuren und nicht der Rede wert. Dominic Purcell (Equilibrium) als Dracula, der immer mit offenem Hemd rumrennt, um seine Halsketten zu zeigen, war auch eine totale Fehlbesetzung: null Charisma und Ausstrahlung! Er verbuchte danach keine grosse Karriere und vegetiert im B-Action-Direct-to-Video Müll.

Fazit: Blade: Trinity ist sicher noch immer besser als der heutige Marvel-Müll, aber von einem guten Film ist die 2. Blade Fortsetzung Meilenweit entfernt und lohnt sich eigentlich nicht. Es überrascht nicht, dass die Reihe danach nicht fortgesetzt wurde…

Infos:

O: Blade: Trinity

USA 2004

R: David S. Goyer

D: Wesley Snipes, Jessica Biel, Ryan Reynolds, Dominic Purcell, Kris Kristofferson

Laufzeit der deutschen DVD: 108:18 Min.

Gesehen am: ? / Neusichtung am: 26.11.23

Fassungen: Mir lag die deutsche Doppel-DVD von Warner vor = Kinofassung, Deutsch/Englisch mit Subs (gute deutsche Synchro), sehr gute Bild- und Tonqualität. Es wurde noch eine Extended-Version nachgeschoben, um den Leuten das Geld doppelt aus der Tasche zu ziehen. Soll heissen = unwichtig (mehr Handlung, mehr Gags, Alternatives Ende). Auf Blu-Ray scheint (in Deutschland) nur die Extended Version enthalten zu sein.

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