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Dienstag, 27. Januar 2026

Primate


Primate

Story:

Affe Ben (Miguel Torres Umba) infiziert sich mit Tollwut. Eine Gruppe von Jugendlichen (u.a. Gia Hunter, Johnny Sequoyah, Victoria Wyant, Benjamin Cheng, Jess Alexander) kämpfen in einem Haus ums Überleben…

Meine Meinung:

Als ich den Trailer zum Tierhorrorfilm Primate sah, war ein Kinobesuch für mich beschlossene Sache. Auch 2026 stehen einige interessante Kinobesuche an. Filme wie 28 Years Later: The Bone Temple und The Housemaid wurden bereits gesichtet. Andere Filme, die nebst Primate interessant sein könnten sind Send Help (Sam Raimi), No Other Choice (neuer Park Chan-wook), Scream 7 (vielleicht…) They Will Kill You (Trailer im Kino gesehen), Ready or Not 2: Here I Come (dito), Lee Cronin's The Mummy (neue The Mummy Verfilmung), Whistle, Obsession, Scary Movie 6 (vielleicht), Resident Evil (vom Weapons Regisseur) oder Werwulf (der neue Robert Eggers). Insgeheim hoffe ich noch auf einen Kinotermin der A24-Produktion Undertone. Allerdings wurden 2025 auch einige Kinofilme, die offizielle Kinostart-Termine hatten, nachträglich gestrichen (HIM oder Keeper).

Leider kam es, obwohl geplant und voller Vorfreude, zu keiner Kinosichtung von Primate. Warum? Der Film wurde leider nicht im Original gezeigt, daher wurde der Kinobesuch gestrichen. Daher schaute ich mir den Film Online via Stream an. Primate stammt von Regisseur Johannes Roberts, der schon Erfahrungen im Tierhorrorfilm gesammelt hat. Und zwar mit seinen beiden Shark Tierhorrorfilmen 47 Meters Down sowie dessen Fortsetzung 47 Meters Down: Uncaged. Der Film war überraschend gut und im Vergleich zu seinen früheren Tierhorrorfilmen geht es in Primate praktisch humorlos und kompromisslos zur Sache. Es gibt einige spannende Momente (die Szene mit dem Schrank à la Halloween), die ich so nicht erwartet hätte. Das gleiche gilt für die Effekte und den Gewaltgrad.

Der Inhalt mag zwar nur klischeehaft, 08/15, wenig originell und an US-Slasher erinnern (10 kleine Negerlein Prinzip), aber der Affe war wirklich scary und fieser, als ich dies erwartet hätte (und das, obwohl ich Affen nicht mag). Teilweise scheint wohl ein echter Affe (ggf. mit sehr gutem CGI) und ein Darsteller in einem Kostüm (durch Miguel Torres Umba) für den Film verwendet worden zu sein plus Masken und Animatronics für Close-Ups. Die menschlichen Figuren sind zwar wenig interessant und der Anfang des Filmes relativ lahm, wer aber zuwartet, wird danach mit tollem Horror bis zum Ende belohnt.

Fazit: Für Tierhorrorfans zu empfehlen. Primate landet auf meiner Wunschliste!

Infos:

O: Primate

USA, UK, Kanada, Australien 2025

R: Johannes Roberts

D: Gia Hunter, Johnny Sequoyah, Victoria Wyant, Benjamin Cheng, Jess Alexander, Troy Kotsur, Miguel Torres Umba

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 89 Min.

Gesehen am: 27.01.26

Fassungen: Läuft in der Schweiz, wie es scheint, nur synchronisiert in den Kinos d.h. auf Ital., Franz. oder Deutsch. Keine O-Ton Vorstellung gefunden. Daher wurde der Film via Stream Uncut und in Englisch angesehen. Eine DVD, Blu-Ray und UHD sind noch nicht angekündigt (Stand: Jan. 2026).

Tough Duel

Tough Duel

Story:

China in den 30ern:

Ein Undercover-Cop (Tien Peng) nimmt den Kampf gegen eine Diebesbande (u.a. Shan Mao, Lung Fei, Chen Hung-Lieh) auf…

Meine Meinung:

Hsiung Ting-Wu, der kurz im Shaw Brothers Universum schnupperte (vor allem als Assistant Director in Filmen von Chang Cheh), drehte Angang der 70er Jahre diesen soliden Basher. Der Plot scheint zunächst simpel und mehr in die 08/15 Fraktion zu verfallen. Doch mit der Bruderschaft des Helden und Bösewichts, die vom selben Meister ausgebildet wurden, kommen noch so was die sehr früher «Heroic Bloodshed» Motive à la Chang Cheh/John Woo in den Film.

Abgesehen von diesem Detail ist der Inhalt definitiv klischeehaft. Es gibt auch hier und da Längen und eine kitschige Love-Story. Die Settings mit dem Zug waren hingegen eine willkommene Abwechslung. Auch das finale Duell in der Einöde, welches an einen Italo-Western oder japanischen Samurai-Film erinnert hat, war schön anzusehen. Apropos Italo-Western: hier und da ist die Musik aus dem Klassiker Spiel mir das Lied vom Tod zu hören. Cool.

Der Star des Filmes wird von Tien Peng (Heroes in the Late Ming Dynasty, Imperial Sword, Assassin) gespielt. Er macht dies solide und soll in den 70ern ein grosser und bekannter Name in Taiwan gewesen sein. Er spielte dementsprechend in vielen solchen Filmen mit. Etwas mehr Freude hatte ich, wie so oft in diesen Filmen, an den Bösewichten. Weil da stechen drei Namen heraus und diese als fiese Gangster und Endgegner zu sehen, macht einfach viel Spass.

Chen Hung-Lieh (A Brave Girl-Boxer in Shanghai, Na Cha and the Seven Devils, The Masks), Lung Fei (The Cavalier, Tiger, Tai Chi Shadow Boxing) und Shan Mao (The Death Player, Wang-Yu kennt kein Erbarmen, Shaolin Temple) spielen die Bösewichte und sie überzeugen in all ihren Szenen. Im Finale wird der Film überraschend hart, was Pluspunkte gibt. Es wird mit Messern gekämpft und die Knochenbrüche haben mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Fazit: Solider Film. Basher-Fans können einen Blick riskieren.

Infos:

O: Ying Peng Ying

Taiwan 1972

R: Hsiung Ting-Wu

D: Tien Peng, Shan Mao, Lung Fei, Chen Hung-Lieh, Wong Ching-Chun, Kang Kai

Laufzeit der holländischen Betamax: 83:38 Min.

Gesehen am: 26.01.26

Fassungen: Mir lag die holländische Betamax von Phoenix Home Video vor = Uncut, Mandarin O-Ton mit holländischen Subs, gute Bildqualität und vor allem in Widescreen. Die Info, dass die holländische Fassung in Kantonesisch sei (ofdb Eintrag), ist falsch. Eine Deutsche, eine DVD- oder Blu-Ray Version (Stand: Jan. 2026) sind mir nicht bekannt.

Neukauf

 

SONY SL-C9ES Betamax Recorder PAL

Ein Kumpel von mir hat mehrere Betamax Recorder aus Indonesien gekauft, da diese dort viel billiger sind, als in Europa. Er sagte mir, er würde mir einen für 200 CHF verkaufen, falls sie laufen sollten. Am letzten Wochenende war es so weit: mein Kumpel besuchte mich und brachte mir oben genannten Betamax Player mit. Es war jedoch keiner von denen, die er aus Indonesien erhalten hat, sondern einen, den er einem Schweizer abgekauft hatte. Warum ich einen 2. Betamax Player wollte? Erstens wollte ich einen Reserve-Player haben. Etwas, was ich auch noch mit dem LD-Player tun möchte. Ein Reservegerät erwerben. Der Hauptgrund ist aber der, dass mein Betamax Player nicht mehr rund läuft. Der Ton ist viel zu leise und dumpf. Dialoge sind nicht hörbar, was ein Schauen unmöglich macht. Und ich habe noch einige ungesehene Filme auf Betamax. Der Kumpel hat den Player vor Ort auch gereinigt und neue Kabel angebracht = der Ton wurde nicht besser. Sein Player lief gut und so kaufte ich diesen für 200 CHF ab. Einen Tag später sah ich mir den ersten Film auf dem Gerät an und bin damit sehr zufrieden. Der Player kostet auf eBay im Schnitt 700 CHF aufwärts (bis fast 1000 CHF).