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Dienstag, 9. Mai 2017

Dancing King Review



Dancing King

Story:

Akrobat, Tänzer und Kämpfer Ricky Cheng beendet seine Karriere in Hong Kong und verlässt das Land nach einem Streit. Er schlägt sich in den USA als Strassenkünstler durch und weckt das Interesse des Kung Fu Lehrers Dennis Brown. Dieser nimmt Ricky in seine Schule auf, wo er unterrichten darf. Gleichzeitig lässt sich Ricky von Gangstern dazu anheuern, im Ring für sie zu kämpfen. Als es zu einem getürkten Kampf kommt, in welchem Dennis stirbt, sieht Ricky rot…

Meine Meinung:

Dancing King ist ein sonderbarer Chang Cheh Film geworden. Nachdem die Shaw Brothers ihre Tore schlossen, drehte Chang Cheh weiterhin einige sehr interessante Film. Ein eher seltener Titel ist Dancing King. Der Film vereint akrobatische Tanz- mit Trainings- und Kampfszenen.

Die Mischung kann, muss aber nicht gefallen. Das Ganze ist teilweise sehr theatralisch und fast ohne wirkliche Handlung abgespielt worden. Hauptplot baut sich nur langsam auf, teilweise wurde in den USA gedreht.

Es gibt hier und da gar Längen und die Mehrheit der Tanz- und Trainingsszenen sind nett, aber was die Qualität angeht nicht auf Chang Cheh Standard. Z.B. sowie Ricky Cheng und der Schwarze Dennis Brown vor Show-Publikum oder in der Kampfschule trainieren war nett und teilweise sehr gut choreographiert, aber durch den Humor und da keine ernsten Kämpfe / Szenen fehlte diesen Martial Arts Szenen der letzte Biss.

Dass beide Namen – Ricky Cheng und auch der mir total unbekannte Dennis Brown, Kung Fu erfahren sind, sieht man den beiden in jeder Szene an. Leider fand ich Ricky Cheng nur wenig sympathisch in dem Film. Chen Kuan-Tai, nebst Chang Cheh weitere Shaw Brothers Legende (jedoch Darsteller), wird auch als Cast gelistet aber er hat ur einen Kurzauftritt (ca. 30 Sekunden bzw. eine Szene).

Nur das Finale ist die positive Ausnahme – auch wenn der Blood Heroic Teil nicht wirklich funken will. Aber das Finale ist hart, dramatisch, stark choreographiert und hat grossen Spass gemacht. Da kommt Chang Cheh Feeling auf! Zuvor war mir er Film teilweise viel zu zahm, zu harmlos und hier und da wirklich auch zu «schwul» wirkend. Chang Cheh musste sich dies ja immer wieder gefallen und anhören lassen, dass seine Filme oder Szenen oder das Auftreten seiner zumeist männlichen Stars homosexuelle Anleihen mit sich bringen. In Dancing King ist dies sicherlich am meisten ausgeprägt bzw. ist mir das am meisten aufgefallen (ob es einen stört ist wie immer Geschmackssache).

Für mich sicher nicht eine der besten Arbeiten des legendären Shaw Brothers Regisseurs, aber seinen Fans empfehle ich den skurrilen Film trotzdem – nur schon wegen dem tollen Finale und weil eben etwas anders und skurril.

Infos:

O: Pik Lik Ching

HK 1985

R: Chang Cheh

D: Ricky Cheng Tien-Chi, Lui Fong, James Wong Jim, Dennis Brown, Wong Kwok-Fai

Laufzeit der HK VCD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 03.04.17

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung. Mir lag die HK VCD vor = Uncut, O-Ton (80% Chinesisch, 20% Englisch), keine UT. Gibt es scheinbar nur in den USA auf DVD, jedoch nur Englisch Dubbed. Eine O-Ton Fassung mit englischen Subs ist mir unbekannt.

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