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Sonntag, 6. Mai 2018

Laurin Review



Laurin

Story:

1901 in einem kleinen Hafendorf: eine Reihe von entführten und später totaufgefundenen Jungen sorgen in der Ortschaft für Angst und Schrecken. Auch die Mutter der kleinen Laurin (Dóra Szinetár) wird zum Opfer. Laurin, welche Träume und Visionen der Taten hat, beginnt zu ermitteln und bringt die Morde in Zusammenhang mit dem Pfarrersohn, der vor kurzem als Lehrer im Dorf einen Job gefunden hat. Doch mit dem Mitwissen an seinen Taten bringt sich Laurin selbst in grosse Gefahr…

Meine Meinung:

Dieser deutsch-ungarische Film stellt ein kleines Juwel dar - welches mich auch bei der 2. Sichtung überzeugen konnte = Kauf nicht bereut! Bei Laurin handelt es sich nicht um einen Horrorfilm. Genre wie Grusel, Fantasy, Krimi, Gothic, Fantastisches, Thriller, Drama etc. passen besser um den Film zu beschreiben als "Horror". Wenn ich ein Wort wählen müsste, dann würde ich sagen, dass Laurin ein (schauriges und sehr stimmungsvolles) Märchen ist.

Der Film schafft es eine spannende Geschichte zu erzählen (und dass der Lehrer der Täter ist, daraus wird kaum ein Geheimnis gemacht und ist jedem schnell klar) mit starken, unheimlichen und intensiven Bildern! Die Bildsprache und der übernatürliche Touch (die Traumvisionen der jungen Laurin) geben dem Film dann das gewisse Etwas, was ihn sehr reizvoll werden lässt.

Dazu kommen die starken Leistungen der Darsteller (vor allem: die Kinder und Laurin, der Lehrer und dessen Filmvater, welche ein unbehagliches Verhältnis zueinander führen, alle agieren sie glaubhaft und intensiv), die Glaubhaftigkeit der Inszenierung (das alte Deutschland kommt authentisch daher) und somit wird der Zuschauer exzellent und glaubhaft unterhalten.

Spannend ist das Ganze auch (z.B. als Laurin das Versteck des Lehrers findet oder das Ende) und nebst Lehrer-Schauspieler muss ich auch das Schauspiel der jungen Dóra Szinetár (war damals 13 Jahre alt) als Laurin loben - einfach hervorragend und ganz stark gespielt! Grosse Klasse! Trägt viel zur Glaubhaftigkeit des Filmes bei. Wer stimmungsvolle, leicht fantastische Filme mit goethischem Ambiente mag, kommt um den Film nicht herum.

Fazit: Für mich ein Geheimtipp, der mehr Aufmerksamkeit verdient hätte – was der Film durch die Vö durch Bildstörung nun auch bekommt. Würdige Fassung zu einem tollen Film!

Infos:

O: Laurin

Deutschland, Ungarn 1989

R: Robert Sigl

D: Dóra Szinetár, Brigitte Karner, Károly Eperjes, Hédi Temessy

Laufzeit der dt. Blu Ray: 82:26 Min.

Gesehen am: September 2012 / 2. Sichtung am: 25.02.18

Fassungen: Mir lag die dt. Blu Ray von Bildstörung vor = Schuber, Booklet (19 Seiten), restaurierte Fassung in einer hervorragenden Bildqualität, im O-Ton Deutsch. Dazu gibt es sehr viel exklusives Bonusmaterial auf einer Zusatzdisc (DVD). Film ist Uncut.

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