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Freitag, 2. Januar 2026

Hokuriku Proxy War Review

Japanuary 2026

Hokuriku Proxy War

Story:

Yakuza Kawada (Hiroki Matsukata) hat einen Disput mit seinem Boss, der sich nicht an Versprechen hält. Kawada holt sich diese mit Gewalt. Mr. Yasuhara schwört Rache und setzt ein Kopfgeld auf Kawada aus. Die Kanai Gruppe um Boss Kanai (Sonny Chiba) sieht das grosse Geld und Kanai schickt 50 Killer los, um sich Kawada zu schnappen…

Meine Meinung:

Hokuriku Proxy War ist ein weiterer Yakuza-Film von Kinji Fukasaku (Battle Royale 2, Crest of Betrayal, Virus). Das soll Kinji Fukasaku letzter Yakuza-Film gewesen sein, der sogar einen Mord inspiriert haben soll und/oder umgekehrt auf einem Mord beruhen soll. Es handelt sich natürlich um eine gängige Yakuza-Geschichte, wie Fans sie aus anderen Filmen von Kinji Fukasaku kennen. Am ehesten hat mich der Film an Battles Without Honour and Humanity erinnert, was die chaotische Kameraarbeit in den Actionszenen und z.T. die Musik angehen. Und dank dem verschneiten Setting kamen auch Tokyo Drifter Vibes auf.

Ich würde sagen, dass der Film etwas weniger ernst wirkt als andere Gangster-Filme des Regisseurs. Ob dies gewollt oder durch das Overacting ungewollt ist, sei Mal dahingestellt. Ich ging mit etwas falschen Erwartungen an den Film. Sonny Chiba, der eine kleine Nebenrolle spielt, erwartet ich in einer grossen Hauptrolle. Aber das ist nicht korrekt. Er bekommt nur wenig Szenen, keine Action-Szene spendiert und schade ist die Tatsache, dass er, nachdem seine Figur verhaftet wurde, auch nicht mehr vorkommt. Das passt allgemein zum offenen Ende, das mir nicht gefallen hat.

Sonny Chiba (Doberman Cop, The Golden Bat, Legend of the Eight Samurai) spielt einen Yakuza Boss und fällt vor allem durch seine extravaganten Kleidungstil auf. Die Hauptrolle spielt Hiroki Matsukata (Cops vs. Thugs, Battle of the Dragons, New Battles Without Honor and Humanity). Er macht das gut und mit all seiner Erfahrung. Er spielte in unzähligen Yakuza oder Ninja-Filmen mit. Dennoch fühlt der Zuschauer, dass er nie Angst um die von Hiroki Matsukata gespielte Figur haben muss. Er steht über allen und gerät nie ernsthaft in Gefahr. Das wirkt in der Tat zu cartoonhaft, um wirklich eine Spannung zu generieren. Dennoch ist überraschend für dramatische Szenen gesorgt, was die Frauenrollen angehen. Und diese funktionieren gut.

Fazit:  Wer das Yakuza Kino von Kinji Fukasaku mag, dürfte nicht enttäuscht werden!

Infos:

O: Hokuriku dairi sensô

Japan 1977

R: Kinji Fukasaku

D: Hiroki Matsukata, Sonny Chiba, Yumiko Nogawa, Mikio Narita, Yôko Takahashi, Takeo Chii, Tatsuo Endo

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 98 Min.

Gesehen am: Jan. 2026

Fassungen: Gesehen als UK-Blu-Ray von Radiance Films = auf 3000 Stück limitiert, Wendecover, Booklet, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität, diverse exklusive Extras (Interviews). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2025).

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