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Freitag, 2. Januar 2026

The Incorrigible Review

Japanuary 2026

The Incorrigible

Story:

Togo Konno (Ken Yamanouchi) ist ein schwieriger Jugendlicher. Deshalb wird er von seiner Mutter bei einem Bekannten, der in einer anderen Stadt lebt, abgeladen. Sie verlässt ihn danach. Bei dem Bekannten soll er zu etwas werden. Doch auch hier bringt sich Togo in Schwierigkeiten, als er aneckt und/oder sich verliebt…

Meine Meinung:

Im Grossen und Ganzen würde ich heute sagen, dass der Kauf dieser Edition (Seijun Suzuki the Early Years Vol. 1) ein Fehler war. Ich wurde erst 2017 auf Seijun Suzuki aufmerksam. Dank dem NIFFF. Das war ein tolles Jahr, seine besten Filme im Kino entdecken zu dürfen. Und dabei hätte ich es auch bleiben sollen. Die Frühwerke von Seijun Suzuki sind eigentlich, für meinen Geschmack, keine Must See oder Must Have Titel. Das ist auch der Grund, warum ich mich so schwertue, die Filme der Box, anzusehen. Und ich bekam die Box im Feb. 2018.

The Incorrigible ist zwar nach Teenage Yakuza der zweite bessere Titel aus der Box, aber dennoch nichts, was ich eigentlich in der Sammlung stehen haben müsste, um es mal neutral auszudrücken. Die Handlung von The Incorrigible spielt im Jahr 1910. Der Film ist ein Mix aus Drama und Coming of Age. Gangster- oder Yakuza-Settings sucht der Zuschauer fast vergebens. Ich mochte den Mix aus Drama und Coming of Age, auch wenn ich zuerst einen Gangster-Film erwartet hatte.

Der Film ist stark gespielt. Die Darsteller sind mir namentlich nicht bekannt. Lead Ken Yamanouchi spielte zwei Jahre später in Seijun Suzukis Born Under Crossed Stars mit. Das ist der letzte Film aus der Box, den ich mir noch ansehen muss. Ken Yamanouchi hatte seinen filmischen Höhepunkt in den 60ern. Masako Izumi, die die weibliche Rolle spielt, kenne ich u.a. aus dem Samuraifilm Haunted Samurai. Beide harmonieren gut in dem Film. Es knistert richtig und eigentlich wünscht man beiden ein Happy End. Aber das es anders kommt, war fast zu erwarten (was ich aber auch mochte).

Und was Asao Sano (Cops vs. Thugs) angeht, den sah man später noch in weiteren Filmen von Seijun Suzuki = Kagero-za, Fighting Elegy oder Detective Bureau 2-3: Go to Hell, Bastards!. Die Darsteller machen ihre Sache ordentlich, auch unter der Berücksichtigung ihres z.T. jungen Alters. Der Film ist optisch schön gefilmt und die Schwarzweissbilder sind stimmungsvoll. Die Settings wie auch die Kostüme wirken authentisch. Eine gewisse Naivität der Figuren und/oder Vorhersehbarkeit des Plots waren leicht schade, aber abgesehen davon hat der Film als Drama und Coming of Age Film bestens funktioniert.

Fazit: Kein Must See Titel, aber Fans von Seijun Suzuki können einen Blick riskieren!

Infos:

Japan 1963

R: Seijun Suzuki

D: Ken Yamanouchi, Masako Izumi, Midori Ashiro, Chiharu Kuri, Shinsuke Ashida

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 95 Min.

Gesehen am: Jan. 2026

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Arrow Video (Seijun Suzuki the Early Years Vol. 1) = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2026).

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