The Defensive Power of Aikido
Story:
Anfang des 20. Jahrhunderts:
Farmer Morihei Ueshib (Jirô Chiba) trainiert das Dorf in Sachen Martial Arts. Als er einen fliehenden Jungen bei sich versteckt, zieht er den Zorn eines Kämpfers (Sonny Chiba) auf sich. Doch Morihei Ueshib hat im Duell gegen den Karate-Kämpfer keine Chance. Zuerst gefrustet und dann motiviert nimmt es sich Morihei Ueshib zur Aufgabe, neue (Kampf)Techniken zu lernen, um sich verwirklichen zu können…
Meine Meinung:
The Defensive Power of Aikido ist ein auf historischen Grundlagen beruhender japanischer Film um Morihei Ueshib, der die japanische Kampfkunst Aikidō kreiert hat. Aikidō? Das ist die Kampfkunst, mit der Steven Seagal Alarmstufe: Rot, Zum Töten freigegeben oder Auf brennendem Eis Gangstern das Fürchten lernte. Toei weichte in dieser Mitte der 70er Jahre Produktion vom Exploitation-Schlag ab (wobei es dennoch die ein oder andere blutige Szene zu bestaunen gibt), um diesen Film zu realisieren.
Ich sah den Film in einer Sonny Chiba (Soul of Bruce Lee, Karate for Life, 13 Steps of Maki) Collection. Die Hauptfigur Morihei Ueshib wird jedoch nicht von Sonny Chiba, sondern von Jirô Chiba (The Street Fighter, Wolf Guy) verkörpert. Wie der Name schon verrät handelt es sich um Sonny Chibas jüngeren Bruder. Dass Sonny Chiba einen Bruder hat, der dazu auch noch im Filmgeschäft tätig war, wusste ich nicht. Und ich teile die Meinung von vielen anderen Zuschauern, wenn ich sage, dass Sonny Chiba die Hauptrolle hätte spielen sollen.
Jirō Chiba hat nämlich definitiv weniger Ausstrahlung und Charisma und auch in den Kampfszenen macht sein älterer Bruder eine bessere Figur. Da wäre andersrum besser gewesen. Sonny Chiba spielt fast eine Art Chow Yun-Fat à la The Killer. In seiner ersten Kampfszene verletzt er unabsichtlich eine Frau, um die er sich danach kümmert. Gegen Ende wird der Film besser. Zuvor gibt es, trotz der kurzen Laufzeit von nur knapp 82 Minuten, auch Längen und Uninteressantes zu sehen. Im letzten Viertel darf dann sogar noch Sister Street Fighter Star Etsuko Shihomi (Message from Space, The Executioner II: Karate Inferno) mitmischen. Cool.
Fazit: Solider Durchschnitt aber auch verschwendets Potenzial. Kein Kracher.
Infos:
O: Gekitotsu! Aikidô
Japan 1975
R: Shigehiro Ozawa
D: Jirô Chiba, Sonny Chiba, Etsuko Shihomi, Yōko Koizumi, Yoko Horikoshi, Ryūnosuke Kaneda, Akira Shioji, Takashi Noguchi
Laufzeit der US-Blu: Ca. 82 Min.
Gesehen am: Jan. 2026
Fassungen: Gesehen via US-Blu von Shout
Factory (Sonny Chiba Collection Vol. 2) = Uncut, sehr gute Bild- und
Tonqualität, O-Ton mit englischen Subs (1. offizielle Fassung in dieser Form?).
Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2025).

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen