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Samstag, 24. Februar 2024

Heroes Behind the Enemy Lines

Heroes Behind the Enemy Lines

Story:

Zwei Agenten aus China (Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Charlie Chin Chiang-Lin) begeben sich auf eine Undercover-Mission. Als «Ehepaar» dringen sie somit zum Feind vor, um diesen zu infiltrieren…

Meine Meinung:

Meine Erwartungen bezüglich des taiwanesischen Filmes Heroes Behind the Enemy Lines hielt ich gesenkt und klein. Ich habe gewusst, dass der Film relativ wenig Action haben wird. Wenn ich dies nicht gewusst hätte, wäre die Enttäuschung grösser ausgefallen. Aber auch so ist Heroes Behind the Enemy Lines doch zuweilen ein recht lahmer Film, der es am Ende nur knapp und mit zwei zugedrückten Augen in die Filmsammlung schafft. Regie führte der mir unbekannte James Liu Yi. Dieser hat fast ausnahmslos Dramen realisiert.

Seine Stärken lagen also nicht im Kung-Fu oder Actionfilm. Das sieht man dem Film, auch in den wenigen Action-Szenen, an, auch wenn mit Wang Yung-Sheng (The Mystery of Chess Boxing, Seven Men of Kung-Fu, Crazy Nuts of Kung Fu) kein schlechter Martial Arts Director an Bord war. Der Film spielt in einem meiner Meinung nach wenig interessanten Setting, wartet mit Klischees auf (Böse Japaner), uninteressantem Drama und zu vielen Dialogen und viel zu wenig Action. Richtige Highlights gibt es nicht.

Zudem wird in den Action-Szenen relativ wenig gekämpft. Es kommen mehr Schusswaffen und Effekte/Stunts zum Einsatz: das Finale mit dem Zug hatte charmante Miniatur-Bauten-Effekte, die etwas an Godzilla und Co. erinnerten. Die Shoot-Outs sind aber auch relativ lahm und harmlos in Szene gesetzt. Was die Stars angehen, kann der Film immerhin auf die beiden Mädels Judy Lee (Kung Fu - Die Karateteufel, Revengeful Swordswoman) und Polly Shang-Kuan Ling-Feng (The Ghostly Face, Little Hero) zurückgreifen. Nett, aber Potenzialverschwendung, da beide nicht wirklich sonderlich viel von ihrem Können zeigen dürfen. Und von Betty Pei Ti (Intimate Confessions of a Chinese Courtesan) als böser Japanerin hätte es auch mehr Szenen geben dürfen.

Fazit: Nur für Sammler des Genres und/oder der Stars (Polly Shang, Jude Lee…) interessant!

Infos:

O: Zhan Zi Ying Hao

Taiwan 1975

R: James Liu Yi

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Charlie Chin Chiang-Lin, Judy Lee, Wang Ching-Ping, Tien Yeh, Ko Hsiang-Ting, Betty Pei Ti

Laufzeit der taiwanesischen LD: Ca. 100 Min.

Gesehen am: 08.01.24

Fassungen: Mir lag die Laserdisc aus Taiwan vor = Wahrscheinlich Uncut, im O-Ton Mandarin mit chinesischen Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Alternativen: HK-VCD von Mei Ah (Mandarin mit chinesischen Subs). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2024).

Donnerstag, 22. Februar 2024

Das Geheimnis des Dr. Mirakel

Das Geheimnis des Dr. Mirakel

Story:

19. Jahrhundert in Paris:

Dr. Mirakel (Bela Lugosi) experimentiert mit Affenblut und braucht dazu Frauen zum Experimentieren, auch gegen ihren Willen…

Meine Meinung:

Meine erste Erfahrung mit Bela Lugosi. Der in Ungarn geborene Schauspieler, der in den USA durch Broadway-Bühnenschauspiel zu einem Horrorstar der 30er Jahre mutierte (durch Rollen in Filmen wie Dracula, The White Zombie, Die Insel der verlorenen Seelen, Das Zeichen des Vampirs, Frankensteins Sohn etc.), spielt in dieser auf einer Edgar Allan Poe basierten Handlung die Hauptrolle als Schurke und Mad-Scientist. Bela Lugosi sollte danach in weiteren Edgar Allan Poe Verfilmungen mitwirken (Der Rabe, The Black Cat).

Das Geheimnis des Dr. Mirakel basiert auf der Edgar Allan Poes Story Mord in der Rue Morgue. Der Plot erinnert dabei, abgesehen von den Mad-Scientist-Momenten, an King Kong. Es wurde auch ein echter Affe (teilweise) verwendet. Den Film bekam ich geschenkt, ansonsten hätte ich mir den Film wohl nie angesehen. Der ca. einstündige Film ist dabei ok und grundsolide, einmal gesehen zu werden. Es gibt hier und da stimmungsvolle Momente zu sehen, vor allem wenn die Kamera die Gemäuer, Nebenschwaden und Ansichten der Stadt während der Nacht zeigen.

Die Schauspielkünste von Sidney Fox, Bela Lugosi und Leon Ames (Tora! Tora! Tora!) sind gelungen. Schade, dass Sidney Fox später an einer Überdosis starb. Bela Lugosi hingegen konnte auch eine lange Grusel-Karriere zurückblicken. Der restliche Cast ist teilweise schwächer, da die Figuren von einem ziemlichen Overacting durchzogen sind. Auch der Humor ist dabei mehr störend als dienlich. Der Plot ist relativ spannungsarm, trotz der kurzen Laufzeit auch mit Längen versehen.

Fazit: Für mich persönlich kein Film für meine Sammlung, aber für eine einmalige Sichtung ok.

Infos:

O: Murders in the Rue Morgue

USA 1932

R: Robert Florey

D: Sidney Fox, Bela Lugosi, Leon Ames, Bert Roach, Betty Ross Clarke, Brandon Hurst

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 60:37 Min.

Gesehen am: 08.01.24

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Ostalgica vor = Deutsche Erstveröffentlichung im Schuber, mit Booklet, zwei CDs (Hörspiel) und einer Blu-Ray. Es liegt ein Bonusfilm vor = The Death Kiss in Englisch mit deutschen Untertiteln. Das Geheimnis des Dr. Mirakel kann in Deutsch oder Englisch mit zwei Untertitelspuren (Deutsch oder Englisch) gesehen werden. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut.