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Dienstag, 14. Januar 2025

Im Kloster der heissen Nonnen

Japanuary 2025

Im Kloster der heissen Nonnen

Story:

Runa (Runa Takamura) ist seit drei Jahren Nonne, nachdem ihre Freundin ihren Freund ausgespannt hat. Danach trat sie ins Kloster ein. Bevor sie sich nun auf eine Mission nach Afrika begibt, sucht sie ihre ehemalige Freundin und ihren Ex-Freund auf und gerät in ein Machtspiel aus falschen Versprechungen, Intrigen und Rache…

Meine Meinung:

Aka Cloistered Nun: Runa's Confession. Im Kloster der heissen Nonnen kaufte ich nur aufgrund des deutschen Trailers mit kultigem Sprecher. Leider war der Film enttäuschend. Ich ging aber auch z.T. mit falschen Erwartungen an die japanische Produktion von Nikkatsu von Regisseur Masaru Konuma, von dem ich schon einige kunstvolle und abwechslungsreiche Abenteuer in dem Genre sah (Flower & Snake, Female Prisoner: Caged!, Rope and Breasts), an die Sichtung heran. 

Leider hat mich Im Kloster der heissen Nonnen nicht sonderlich gefallen. Der Film ist mehr ein Genre-Mix aus Erotik, Komödie, Rachegeschichte und Intrigen (3er Beziehung). Der Film ist klar stellenweise zu lustig. Es wird nicht gefoltert, es gibt keine Horrorsequenzen und keine Effekte zu sehen. Die Nacktszenen sind weder erotisch noch wirklich schockierend. Abgeschwächt wird dies durch die Tatsache, dass fast alle Personen Dreck am Stecken haben und wenig sympathisch sind.

Die deutsche Synchronisation wertet den Film zusätzlich auf und einige optisch schöne, innovative und kunstvoll gefilmte Sequenzen kann ich dem Film nicht absprechen. Ich habe jedoch, fälschlicherweise aufgrund des deutschen Titels, einen Nunsploitation-Film erwartet. Der in einem Kloster spielt, mit Nonnen, Erotik und ggf. auch Folter- und SM-Sequenzen. Doch der Film spielt gar nicht in einem Kloster. In 2-3 Flashbacks sehen wir zwar den notgeilen Priester, wie er sich mehrfach an Runa vergreift, aber nie wirklich innerhalb des Klosters.

Und dabei haben gerade die Japaner einige tolle Filme in dem Setting gedreht, zum Beispiel den fantastischen und grossartigen School of the Holy Beast oder den in den westlichen Gefilden schier unbekannten Nuns That Bite, welch Geheimtipp und Genre-Mix, in dem sogar vor Kannibalismus nicht zurückgeschreckt wird. Mit Namen wie Aoi Nakajima (Village of Doom), Runa Takamura (Assault! Jack the Ripper), Nobutaka Masutomi (Female Market: Imprisonment), Shinsho Nakamaru (Debauchery), Yōko Azusa (Zoom Up: Rape Site) oder Kumi Taguchi (Wolf Guy) souverän besetzt, auch wenn die wirklich grossen Namen fehlen.

Fazit: Dieser Blindkauf hat sich leider nicht gelohnt!

Infos:

O: Shûdôjo Runa no kokuhaku

Japan 1976

R: Masaru Konuma

D: Runa Takamura, Aoi Nakajima, Kumi Taguchi, Shinshô Nakamaru, Yôko Azusa, Nobutaka Masutomi

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 73:49 Min.

Gesehen am: Jan. 2025

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Shamrock Media vor = Mediabook mit DVD, Blu-Ray und Booklet, Uncut, Deutsch/Japanisch mit Untertiteln, sehr gute Bild- und mittelmässige Tonqualität (Dialoge sind für meinen Geschmack zu leise abgemischt). Es gibt diverse Cover-Artworks. Meine Ausgabe ist auf 200 Stück limitiert (ich habe Nr. 6).

Montag, 13. Januar 2025

Samurai Wolf

Japanuary 2025

Samurai Wolf

Story:

Ronin Kiba, «der eiserne Wolf» (Isao Natsuyagi), erreicht ein Dorf. In dessen bittet ihn die blinde Lady Chise (Junko Miyazono) um Hilfe. Gangster (u.a. Tatsuo Endô) bedrohen den Ort und schrecken auch vor Mord nicht zurück. Kiba willigt ein. Das setzt die Bösewichte, die gegen Kiba keine Chance haben, unter Druck. In dem Killer Sanai (Ryôhei Uchida) werden sie fündig. Er soll Kiba töten…

Meine Meinung:

Der Trailer zu Samurai Wolf, einem japanischen Samurai- und Schwarzweissfilm aus dem Jahr 1966, sagte mir zu. Ich fand den Trailer und dessen Inhalt vielversprechend. Daher tätigte ich einen Blindkauf. Und dieser hat sich gelohnt. Der Film, der sehr ans Italo-Western Genre erinnert, kann ich Samurai-Fans bedenkenlos empfehlen. Den Film von Regisseur Hideo Gosha macht Lust auf mehr soll heissen, sich mehr mit Hideo Gosha zu befassen. Ich kenne tatsächlich keinen einzigen anderen Film von ihm…

Hinter Samurai Wolf stand kein grosses Filmstudio. Die Optik und Bilder, vor allem in Kombination mit dem Schwarzweiss-Verfahren, geben dem Film optisch eine stimmungsvolle, zuweilen sehr innovative und kreative Note. Einige der Schwertkampfszenen sind zudem fast tonlos und in Slow-Mo inszeniert. Extrem schick. Das deutete bereits der Trailer an und die Optik, wie auch die blutigen Schwertkampfszenen, haben mir sehr gefallen. Auch die Musik, die ebenso ans Italo-Western Genre erinnert.

Auch der Plot um einen Fremden, der in ein Dorf kommt, und dort zwischen die Fronten diverser Parteien gerät, ist zwar nicht sonderlich neu oder originell, aber es erfüllt seinen Zweck. Manchmal will ich gar nicht mehr, als so was. Wie z.B. im Eastern das klassische Schüler Meister Rache Setting. Perfekt. Es muss nicht immer was Neues sein?! Samurai Wolf wartet inhaltlich dennoch auch mit einigen Überraschungen auf, die aber etwas vorhersehbar sind. Dennoch gefallen sämtliche Figuren, egal auf welcher Seite sie stehen und die Dramatik funktioniert hier bestens und nervt nicht.

Fazit: Must See Titel für Samurai-Fans. Sehr gespannt auf die Fortsetzung…

Gefolgt von: Samurai Wolf II

Infos:

O: Kiba okaminosuke

Japan 1966

R: Hideo Gosha

D: Isao Natsuyagi, Junko Miyazono, Tatsuo Endô, Ryôhei Uchida

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 74 Min.

Gesehen am: Januar 2025

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray (Double Feature mit dem 2. Teil) von Eureka vor = Schuber, Wendecover, Booklet, Uncut, O-Ton, englische Subs, exklusive Extras, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2025).

Sonntag, 12. Januar 2025

Cobra 2

Japanuary 2025

Cobra 2

Story:

Polizist Cobra Kumera (Jiro Tamiya) rettet eine Geisel. Danach gibt es mehrfach Attentatsversuche auf ihn. Er beginnt in dem Fall, in dem es auch um Erpressung, Korruption und vergangene Geschichten geht (im ersten Film hat Cobra eine Frau erschossen, welche ihn töten wollte, und dessen Schwester will sich nun rächen), zu ermitteln und nimmt den Kampf gegen die Gangster auf…

Meine Meinung:

Bei Cobra 2 handelt es sich um einen japanischen Action-Gangster-Streifen aus dem Jahr 1976. Es handelt sich um eine Shochiku-Produktion. Andere Filmdatenbanken geben als Herstellungsland noch Hong Kong an. Dies konnte ich jedoch nicht weiter verifizieren und nehme an, dass dies eine falsche Info ist. Cobra 2 ist, wie es der Titel schon sagt, eine Fortsetzung. Den ersten Film (= Angry Cobra: Kill the Witness) kenne und habe ich nicht. Cobra 2 lag nun vier Jahre ungesehen rum. Ich gewann das VHS aus Holland bei einer Auktion.

Jetzt stellt sich die nicht unwichtige Frage, ob der Vorgänger gesehen werden sollte oder nicht. Schlecht wäre es selbstverständlich nicht, aber es ist nicht zwingend notwendig, um dem Plot im 2. Film zu folgen. Das wirklich relevante, dass Cobra eine Frau, die er liebte, erschoss, um nicht von ihr getötet zu werden, wird klar und verständlich in Rückblenden dargestellt. Simpel. Diese Szenen im 2. Teil (die rächende Schwester der toten Frau aus dem Vorgänger), erinnern leicht an James Bond und Co. Sie verfallen dem japanischen Super-Bullen. Die Darsteller sind solide, es gibt einige, wenige erotische Nacktszenen.

Die Action-Sequenzen sind abwechslungsreich. Es gibt Verfolgungsjagden, echte Stunts und Explosionen, Kämpfe mit Judo-Einlagen, hier und da einen blutigen Shoot-Out. Nichts Besonderes für heutige Verhältnisse (bis auf die echten Szenen mit Explosionen und Feuer, die nicht aus CGI bestehen), aber durch und durch ok, solide und abwechslungsreich. Der ganze Film lässt sich mit diesen Worten beschrieben. Langweilig wurde es kaum und der Film ist ok, aber dennoch zu wenig aussergewöhnlich, um in (meine) Filmsammlung integriert zu werden.

Infos:

O: Utareru mae-ni ute!

Japan 1976

R: Umetsugu Inoue

D: Jiro Tamiya, Tadao Nakamaru, Yôko Yamamoto, Kumi Taguchi, Keiko Matsuzaka, Janet Yata, Yoko Isono, Isao Tamagawa

Laufzeit der holländischen VHS: 90:35 Min.

Gesehen am: Jan. 2025

Fassungen: Mir lag das VHS aus Holland von Sunrise vor = solide Bild- und Tonqualität, Englischer Dub (schlecht) mit holländischen Subs. Wahrscheinlich Uncut. Andere Fassungen (vor allem Englisch freundliche) sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2025). Der Film lief in Deutschland im Kino (als Cobra - Entführung in Tokio).