Dieses Blog durchsuchen

Freitag, 17. Januar 2025

Virgin Witch

Virgin Witch

Story:

Zwei Schwestern (Ann Michelle, Vicki Michelle) versuchen sich in London als Fotomodelle und landen in einer abgelegenen Villa, um dort ihre Karriere zu lancieren. Dumm nur, dass die Gastgeberin (Patricia Haines) anderes im Sinn hat…

Meine Meinung:

Virgin Witch sah ich bisher nur einmal und das war im Januar 2013 gewesen. Dazumal als US-Blu-Ray. Diese deutsche Blu-Ray bekam ich geschenkt, so dass ich die US-Blu-Ray entsorgt habe. Bei dieser störten mich auch die fehlenden englischen Untertitel zum O-Ton. Leider ist auch die deutsche Blu-Ray in der Hinsicht nicht 100% optimal, mehr dazu unter Fassungen. Es handelt sich bei Virgin Witch um einen Anfang der 70er Jahre Produktion aus England.

Regie führte der mir unbekannte Ray Austin. Die Hauptfiguren werden von Schwestern gespielt. Ann Michelle und Vicki Michelle. Gemäss meinem alten Review würde ich sagen, dass mir der Film nach der 2. Sichtung besser gefallen hat. Vielleicht hatte ich dazumal falsche, übertriebene Vorstellungen. Habe ich damals Splatter und Effekte erwartet? Ich weiss es nicht mehr. Möglich. Doch so was gibt es in Virgin Witch nicht zu entdecken. Ich mochte die 70er Jahre Stimmung. Die Freizügigkeit. Und die Musik. Der Film und viele seiner Szenen wirkten hypnotisch.

Der Film und seine Atmosphäre haben etwas von einem Jean Rollin Film. Der französische Regisseur ist bekannt für seine wortkargen, stimmungsvollen Filme, die kaum Plot beinhalten und mehr einem Rausch ähneln, als einem «echten Spielfilm». So auch hier. Der Plot ist dünn, sehr dünn sogar. Als Zuschauer sollte man einfach die Bilder geniessen (inklusive vieler Nacktszenen, vor allem jene der beiden Schwestern) und sich «fallen lassen». Der Zuschauer tut gut daran, nicht viel Verlauf im Plot zu erwarten oder zu hinterfragen, warum die Figuren handeln, wie sie handeln. Von der Stimmung her waren nebst erotischen Szenen vor allem die Hexen-Rituale sehr stimmig und atmosphärisch.

Fazit: Nicht uninteressant!

Infos:

O: Virgin Witch

Grossbritannien 1972

R: Ray Austin

D: Ann Michelle, Vicki Michelle, Keith Buckley, Patricia Haines, James Chase, Paula Wright

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 88:34 Min.

Gesehen am: Juni 2013 / Neusichtung am: 24.11.24

Fassungen: Früher sah ich den Film als US-Blu-Ray. An dieser störte mich die Tatsache der fehlenden englischen Untertitel. Inzwischen bekam ich die deutsche Blu-Ray, welche es zu dem Zeitpunkt (Juni 2013) noch nicht gab, geschenkt und habe damit die US-Blu-Ray ersetzt. Die Blu-Ray ist in Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Die Vertonung (des O-Tones) fand ich allerdings schlecht und englische Subs gibt es auch nicht (Deutsche Subs). Die Dialoge waren sehr leise abgemischt, fand ich. Es handelt sich um ein Mediabook mit DVD, Blu-Ray und Booklet. Label: X-Rated. Deutsche Erstveröffentlichung.

Donnerstag, 16. Januar 2025

The Psychopath

The Psychopath

Story:

Ein unbekannter Täter tötet mehrere Frauen (u.a. Terry Lau Wai-Yue). Chen (Chen Ping) überlebt den Anschlag. Anthony (Anthony Lau) wurde Zeuge der Tat. Seine Freundin (Chan Wai-Ying) und er werden danach vom Killer, der weiterhin mordet, terrorisiert. Die Polizei (Ku Feng, Jamie Luk Kim-Ming) versucht, den Killer zu finden. Es gibt mehrere Verdächtige (u.a. Chan Shen)...

Meine Meinung:

The Psychopath ist ein kleiner Heiliger Gral in Sachen Shaw Brothers, da abgesehen vom Kino-Release unveröffentlicht. So à la Godfather's Fury mit Michael Chan Wai-Man oder Tiger Boy mit Jimmy Wang Yu (wobei ich in dem Fall nicht Mal weiss, ob der im Kino lief). Die Shaw Brothers haben nebst eigenständigen Kung Fu Filmen immer ausländische Trends studiert und ihren filmischen Ergüssen darauf ausgerichtet: auf James Bond folgte Asia-Pol, auf Godzilla The Mighty Peking Man, auf das sleazige WIP-Genre The Bamboo House of Dolls und auf das japanische Sub-Genre Tokusatsu The Super Inframan.

The Psychopath ist auch so ein Fall. Auf die Erfolge des Ital. Giallo-Genre drehten die Shaw Brothers mit The Psychopath ihren eigenen Giallo. Sicher nicht verkehrt, vor allem weil das Genre dazumal einfach populär war und sich so ein Film wohl schon allein durch gelungenes Marketing gut verkaufen liess. Das Filmplakat sieht auf jeden Fall wunderbar aus und der Film, der auf grössere Stars vor oder hinter der Kamera verzichtet, war sicherlich auch nicht allzu teuer. Ist The Psychopath jedoch der grosse, erhoffte Kracher? Das leider nein, was nicht heisst, dass der Film nicht lohnt oder schlecht ist.

Der Plot und mind. auch in einer Szene die Musik, erinnern sehr an die Ital. Vorbilder sprich Dario Argento, Goblin und Co. Wo der Film seiner Zeit voraus war, war die Täterschaft. Wer Aushangfotos zum Film und den Cast (in der Hong Kong Filmdatenbank) studiert, findet ggf. schon einen möglichen Hinweis zur Täterschaft. Ich lag mit meiner Vermutung richtig. Der Film ist zwar nicht unblutig, aber in der Hinsicht nicht immer sehr explizit und die Effekte, wie auch die Kung Fu Filme der Shaw Brothers aus der Zeit, simpel gehalten (etwas rote Farbe hier und da). Der Film ist schmuddelig. Es gibt mehr Nackt- als Mordszenen.

Chen Ping (Queen Hustler) spielt die weibliche Hauptrolle und das 2. Opfer, welches jedoch überlebt. Lau Wing (Human Lanterns) macht seine Sache sehr gut. Er bekommt auch zwei Kampf- bzw. Actionszenen ab. In einer macht er auf Bruce Willis (à la das Finale von Stirb langsam 2). Ku Feng (Misfire) spielt den ermittelnden Inspektor, der etwas Humor in den Film bringt und Chan Shen (Die 7 goldenen Vampire) spielt einen schmierigen Zuhälter und Pornodreher.

Fazit: Shaw Brothers Fans können definitiv einen Blick riskieren!

Infos:

O: Sik Yuk Sat Yan Wong

HK 1978

R: Ho Meng-Hua

D: Ku Feng, Anthony Lau, Chen Ping, Chan Wai-Ying, Lam Yeung-Yeung, Lau Nga-Ying, Terry Lau Wai-Yue, Chan Shen, Jamie Luk Kim-Ming

Laufzeit der Originalversion: 89:20 Min.

Gesehen am: 07.01.25

Fassungen: The Psychopath verschwand nach der Kinoauswertung in Hong Kong am 8. April 1978 von der Bildfläche. Im Gegensatz zu anderen Filmen der Shaw Brothers hat es der Film nicht auf VHS, LD, DVD, Blu-Ray oder die ZiiEagle Box geschafft. Der Film kann offiziell lizenziert werden, ist aber bis heute, Stand «unveröffentlicht». Daumen drücken, dass der von Arrow Video oder Shout Factory auf Blu-Ray erscheinen wird!

Mittwoch, 15. Januar 2025

13 Steps of Maki

Japanuary 2025

13 Steps of Maki

Story:

Maki (Etsuko Shihomi) ist die Anführerin einer Frauentruppe genannt 13 Steps. Mit dem Karate, welches sie von ihrem Vater (Sonny Chiba) gelernt hat, weiss sie sich zu wehren. Bis sie eines Tages im Knast landet. Dort erwartet sie Schikane und Folter. Sie muss überleben. Derweil geht es auch ihrer Gang und weiteren Gangs an den Kragen (unter Drogen setzen, sich prostituieren gehen etc.). Maki gelingt die Flucht und sie kennt nur ein Ziel: Rache!

Meine Meinung:

13 Steps of Maki ist zwar in der «The Sonny Chiba Collection, Volume 2» von Shout Factory enthalten, es handelt sich aber nicht wirklich um einen «Sonny Chiba Film». Das ist eine kleine Mogelpackung. Ja, Sonny Chiba (Swords of Vengeance, Karate for Life, Samurai Reincarnation) spielt im Film mit, aber er kommt nur in einer einzigen Szene vor. In einer kurzen Flashback-Szene, in welche er seine Tochter, gespielt von Sister Street Fighter Star Etsuko Shihomi (Soul of Bruce Lee, Message from Space, The Executioner II: Karate Inferno), Karate beibringt.

Fans, besonders jene von Sonny Chiba, sollten dies vorher wissen. Ansonsten sind falsche Erwartungen und Enttäuschungen vorprogrammiert. 13 Steps of Maki, was ich nicht wusste, basiert auf einem Comic. Bei dieser Toei-Produktion handelt es sich also um eine Comic-Verfilmung. Dazu passt dann auch das Overacting der Figuren wunderbar dazu. Der extrem kurzweilige Film (nur 78 Minuten Laufzeit) ist äussert unterhaltsam. Etsuko Shihomi gibt eine wunderbare Antiheldin und Rächerin ab.

Regisseur Makoto Naito, von dem ich scheinbar keinen einzigen anderen Film kenne, hat ganze Arbeit geleistet. Der Film bietet von Beginn an (nur schon der grandiose Vorspann macht Lust auf mehr) Unmengen an Schlägereien, blutigen Szenen, viel nackter Haut und Sleaze. Teilweise kommen klar WIP (Women in Prison) Motive zum Tragen. Fast jeder zieht hier blank, nur Etsuko Shihomi nicht. Sie bleibt sich treu und ihre Figur kann den Gefahren trotzen. Der Mix aus harter Frauengang-Action, Yakuza und WIP machen den Plot hübsch abwechslungsreich. Actionszenen dominieren das Geschehen.

Fazit: Pflichtprogramm für Exploitation-Fans!

Infos:

O: Wakai kizoku-tachi: 13-kaidan no Maki

Japan 1975

R: Makoto Naito

D: Etsuko Shihomi, Sonny Chiba, Misa Ohara, Hiroshi Kondô, Hiroshi Nawa

Laufzeit der US-Blu: Ca. 78 Min.

Gesehen am: Jan. 2025

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Shout Factory vor (= The Sonny Chiba Collection, Volume 2) = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine Extras. In dem Set sind mehrere Sonny Chiba Filme enthalten. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2025).