Dieses Blog durchsuchen

Montag, 23. Juni 2025

Diamond Fight

Diamond Fight

Story:

Diamanten werden gestohlen. Diverse Gangster und die Polizei (Norman Tsui, Michael Chan Wai-Man, Wang Kuan-Hsiung, Don Wong Tao, Phillip Ko Fei, Meng Fei) sind hinter diesen her…

Meine Meinung:

Diamond Fight, der in einigen Filmdatenbanken (aus Deutschland) nicht Mal gelistet wird, ist ein Anfang der 80er Jahre Actionfilm im modernen Setting von Regisseur Lee Tso-Nam (Lady Piranha, Chinese Kung Fu Against Godfather, Magic Warriors). Lee Tso-Nam hat viele verschiedene Filme gedreht und auch Diamond Fight lohnt sich. Der Plot ist zwar dünn und nur Mittel zum Zweck, dafür kann sich der Cast sehen lassen. Es sind sehr viele bekannte Namen dabei. Den Motiven der einzelnen Figuren zu folgen, war mir hingegen nicht möglich. Meine VHS lag nur synchronisiert vor (Kantonesisch ohne Untertitel). Schlimmer war die Tatsache, dass die Bildqualität sehr schlecht war. In nicht wenigen Momenten war, da so dunkel, nichts zu erkennen.

Der Film bietet Namen wie Norman Tsui (The Secret, The Web of Death), Michael Chan Wai-Man (Black List, Ghost Festival), Wang Kuan-Hsiung (Shaolin Heroes, The Green Jade Statuette), Don Wong Tao (Death Duel of Kung Fu, Wild Panther), Phillip Ko Fei (The Club, The Gold Connection), Meng Fei (Eagle Flying in September, The Invincible Kung Fu Trio) und Gordon Lius japanische Ehefrau aus Heroes of the East = Mizuno Yuka, die hier auch ihre Brüste präsentieren darf. Allgemein gibt es mehrere anrüchige und schmuddelige Nacktszenen als Füllszenen.

Obwohl Michael Chan Wai-Man nur bis kurz vor die 60. Minute zu sehen ist, muss ihm eine Hauptrolle nachgesagt werden. Bis dahin kommt er nebst Wang Kuan-Hsiung, die zweite grosse Hauptrolle, am meisten vor. Norman Tsui & Don Wong Tao sind in Nebenrollen zu sehen und der Auftritt von Phillip Ko ist nochmals geringer. Da Michael Chan Wai-Man, wenig überraschend, einen Killer spielt, beinhalten seine Szenen Action-, Kämpfe- und Mordversuche. Nach dem Ausscheiden von Michael Chan Wai-Man flacht der Film zunächst merklich ab, da deutlich weniger Action- und Kampfszenen. Doch vor dem Finale steigert sich der Film in dieser Hinsicht wieder. Die Action, choreographiert von Blacky Ko Shou-Liang, kann sich sehen lassen.

Fazit: Kurzweilig, actionreich und stark besetzt. Für Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Bo sha

Taiwan 1981

R: Lee Tso-Nam

D: Norman Tsui, Michael Chan Wai-Man, Wang Kuan-Hsiung, Don Wong Tao, Phillip Ko Fei, Meng Fei, Mizuno Yuka

Laufzeit der US-VHS: 96:01 Min.

Gesehen am: 28.03.25

Fassungen: Mir lag das US-VHS von Rainbow Audio & Video vor = Statt Originalton Mandarin liegt der Film in Kantonesisch vor (ohne Untertitel), Vollbild. Leider war ausgerechnet die Bildqualität in mehreren Sequenzen, die auch Actionszenen bieten, so dunkel, dass nichts zu erkennen. Das war schon schade und schlimmer als das Vollbild, die fehlenden Untertitel oder den Kanto Track. Das VHS aus Südkorea ist leider nicht in Mandarin, sondern Englisch Dubbed. Englisch Dubbed sind auch VHS-Fassungen aus Griechenland und Skandinavien (Dänemark). Das VHS aus Spanien ist Dubbed in Spanisch. Es gibt keine DVD, keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: März 2025).

Sonntag, 22. Juni 2025

Green River Rising

Green River Rising

Inhalt:

"Welcome to Green River…

After three years’ hard time, minding no one’s business but his own, Ray Klein wins his parole and chances his hand at a romance with prison psychiatrist Juliette Devlin. That same day, tribal war erupts and the prison - and ist infirmary - falls into the hands of ist inmates.

Klein must choose either to claim his freedom and leave the ones he cares for to die, or risk everything and fight…

HELL BEGINS NOW…"

Meine Meinung:

Green River Rising bekam ich vom gleichen Kumpel geliehen, der mir bereits Der Fall Undine geliehen hat.  Diese habe ich mir nun bis am Ende aufgehoben. Es handelt sich um eine Prison-Novel. Solche kenne ich nicht und kann daher auch keine Vergleiche liefern. Es ist auch der erste Roman den ich von Tim Willocks gelesen habe. Letzterer ist nicht nur ein Autor, sondern auch Arzt. Das habe ich jedoch erst nach dem Lesen des Romans erfahren. Ob er eigene Ansichten und/oder Fantasien von Patienten im Roman integrierte? Gut möglich!

Green River Rising erinnert vom Macho- und Testosteron-Gehalt an die unterhaltsamen aber auch «stupiden» US-Actionfilme der 80er Jahre (Arnold Schwarzenegger, Chuck Norris, Sylvester Stallone). Ray Klein, der Held, gegen welche die Bösewichte keine Chance haben, ihn fürchten und zugleich (heimlich) auch ehren und am Ende bekommt er, selbstverständlich, auch das Mädchen. Ray Klein, der Karate kämpfende und beherrschende «Shotokan Warrior». Das war hier und da auch etwas übertrieben, aber passte halt wirklich auch gut zum Setting.

Ich hatte fast mehr Freude an den Nebenfiguren. Egal ob es die Angestellten des Gefängnisses, Opfer oder andere Kleinkriminelle oder Psycho- und Soziopathen sind. Das Einbringen eines Cross-Dressers mag auf den ersten Blick heutigen Massstäben gelten, jedoch stammt der Roman schon aus dem Jahr 1994 als das (Gender) noch kaum ein Thema war. Genau so gut hätte man stattdessen einen heterosexuellen Mann nehmen können. Dass Männer im Knast anderen Männern als «Ersatzbefriedigung» dienen «müssen», ist ja wahrlich kein Geheimnis.

Der Haupt-Bösewicht (mit dem Namen Nev Agry) verschwindet leider im Verlauf des Plots über lange Strecken und taucht erst im Finale wieder auf. Das Finale selbst fand ich dann auch leicht unspektakulär und auf der ein oder anderen Seite auch unrealistisch (als sich Ray Klein nochmal in Gefahr begibt, dazu noch aus freien Stücken). Da bekommen andere Bösewichte mehr Szenen ab (Grauerholz) und bleiben definitiv mehr im Gedächtnis. Einzelne Momente haben mich zudem an den Chuck Norris Film Hero and the Terror erinnert. Da gibt es auch einen psychopathischen Hünen. So auch hier, der sogar als eine Art «Gott» beschrieben wird.

Der Inhalt besteht schlussendlich aus obligatorischen 08/15-Klischees, die von dieser Lektüre erwartet werden darf: viel Sex, viel Gewalt und vulgäre Sprache und paar eklige Details. Bis der Aufstand beginnt (da fühlte ich mich auch hier und da etwas an Natural Born Killers erinnert) dauert es hingegen relativ lange und ich empfand diese Momente fast spannender als die Gewaltexzesse danach. Für mich als Edward Lee Fan waren die Exzesse in Green River Rising im Vergleich doch relativ harmlos. Mainstream-Leser dürften aber definitiv «angewidert» werden.

Fazit: Solide Lektüre. Wer Knast-Settings mag und sich an 08/15 Figuren nicht stört, wird mit Green River Rising eine unterhaltsame Geschichte vorfinden.

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja (als Die Gefangenen von Green River)

Sprache: Englisch

Verlag: Vintage Books London

Anzahl Seiten: 417

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Tim Willocks

Erschienen: 2014

Samstag, 21. Juni 2025

Last Days of the Boss

Last Days of the Boss

Story:

Shuichi Nozaki (Bunta Sugawara) plant einen Yakuza Boss zu töten, mit dem er eine offene Rechnung zu begleichen hat. Dies zum Missfallen seines und anderer Clans, die sich währenddessen chaotischen und feindseligen Situationen ausgesetzt sehen…

Meine Meinung:

Last Days of the Boss ist der dritte und letzte Teil von Kinji Fukasakus (Crest of Betrayal, Message from Space, The Green Slime) New Battles Without Honor and Humanity Reihe und der Film der Reihe, der die grösste Anzahl von Actionszenen bietet. Dafür war der Plot nach meiner Meinung nach am schwächsten. Was Actionszenen angehen, gibt der Film vor allem am Anfang mächtig Gas, ehe sich nach und nach der Plot und die Figuren entwickeln und vorgestellt werden.

Der Doku-Stil kommt dem Film, wie in den Filmen zuvor oder der Original-Reihe Battles Without Honour and Humanity, erneut gutzustehen. Kinji Fukasaku versteht sein Handwerk wie kein anderer, wenn es darum geht, blutige und chaotische Action-Szenen zu generieren. Meist wird mit Schusswaffen oder Stichwaffen verletzt und getötet. Bunta Sugawara ist erneut die Hauptfigur und der Antiheld der Stunde. Er macht eine tolle Figur und spielt die Hauptfigur, die den Yakuza Clans Kopfzerbrechen bereitet.

Ein nicht unwichtiger Sub-Plot beinhaltet Chieko Matsubara. Den Star aus der Outlaw: Gangster VIP-Reihe und/oder Tokyo Drifter. Aber ausgerechnet dieser Sub-Plot fand ich erschreckend unspektakulär. Chieko Matsubara spielt im Film die Schwester von Bunta Sugawara und dessen Ehemann steht vor der Entscheidung, Bunta Sugawara zu töten oder nicht was für innere Konflikte in den Beziehungen führt. Der Film hätte aber genau so gut ohne diese Szenen funktioniert. Der Sub-Plot war eigentlich unnötig, auch wenn versucht wird, damit etwas Dramatik in den Plot zu packen. Die Musik war das bekannte Theme und stark.

Fazit: Actionreicher Abschluss einer sehenswerten Yakuza-Trilogie!

Infos:

O: Shin jingi naki tatakai: Kumicho saigo no hi

Japan 1976

R: Kinji Fukasaku

D: Bunta Sugawara, Isao Bitô, Takeo Chii, Takuya Fujioka, Seizo Fukumoto, Eiji Gô, Takuzo Kawatani, Chieko Matsubara

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 24.03.25

Fassungen: Gesehen via New Battles Without Honor and Humanity: The Complete Trilogy US-Blu-Ray von Arrow Video = alle drei Teile in einer Box, Booklet, Wendecover, O-Ton, englische Subs, Uncut, leider eine viel zu dunkle Bildqualität, was an der Restauration liegt. Egal in welchen Modus ich den TV einstelle, das Bild war mir praktisch die ganze Zeit über zu dunkel, was sehr genervt hat. Das Interview mit dem Drehbuchautor (als Bonus auf der Disc) war hingegen informativ. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2025).