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Samstag, 7. Juli 2018

Love and Bullets Review

NIFFF 2018 Spezial
Love and Bullets

Story:

Nach einem Attentat auf Mafia Boss Don Vincenzo (Carlo Buccirosso), welches er überlebt, hegen er und seine Ehefrau Donna Maria (Claudia Gerini) einen Plan aus: man lässt verkünden, dass Don Vincenzo gestorben ist um danach ein neues Leben in Ruhe beginnen zu können. Nur drei Personen aus dem Umfeld, darunter die Bodyguards und Killer von Don Vincenzo, wissen Bescheid. Doch als im Spital Krankenschwester Fatima (Serena Rossi) den lebendigen Don Vincenzo sieht, schickt dieser seine Killer Ciro und Rosari (Giampaolo Morelli, Raiz) los, um die Zeugin zu töten. Das Problem: Es handelt sich um Ciros grosse Jugendliebe – er führt den Auftrag nicht durch, sondern flüchtet mit Fatima…

Meine Meinung:

Die Vorfreude auf Love and Bullets war zwar nicht riesig, aber trotzdem war ich gespannt auf den Streifen. Bei Love and Bullets handelt es sich um ein satirisches Mafia-Musical, welches die ganzen bekannten TV-Serien à la Gomorrha und Co. aufs Korn nimmt. Der Film soll gerade in Italien sehr gut angekommen sein was sich a) in hohen Besucherzahlen in den Kinos zeigt und b), soll der Film in Italien diverse Filmpreise gewonnen haben (Stand 07.07.18 = 28x nominiert, 18x Preis gewonnen).

Die Macher waren mit einem Horrorfilm am NIFFF bereits einmal vertreten gewesen – mit ihrem Film Paura 3D. Dieser war jedoch nur durchschnittlich, so dass man heute eine definitive Weiterentwicklung der Regisseure Antonio Manetti und Marco Manetti feststellen kann. Was andere Filme von ihnen angeht, so sieht man, dass Musik und Tanz oft ein von ihnen gewähltes Thema sind.

Love and Bullets war besser als erwartet und relativ spassig und unterhaltsam. Trotz der langen Laufzeit entstehen nur kurz vor dem Ende paar Längen, da die Handlung scheinbar nie enden will (kam ich mir fast vor wie in einem südkoreanischen Film). Ansonsten wird die Story mit gutem Humor, originellen und sympathischen Figuren, Action (Shoot-Outs auch hübsch blutig), Sozialkritik (bei der Mafia gibt es keine Gewinner), Liebesgeschichte und Musical-Szenen angerichtet.

Und der Mix funktioniert – die Musikszenen machen Spass und lockern das Gezeigte auf. Ich denke, auch daher bietet der Film nur wenig Längen trotz der langen Laufzeit. Die Darsteller machen alle einen fantastischen Job. In den Szenen als Schauspieler, als Tänzer oder Sänger.

Einziges Manko nebst paar Längen am Ende: da scheinbar nicht so viel Budget vorhanden war (oder zu wenig Kompetenz der Macher), sahen zwei grössere Actionszenen (zwei Explosionen) sehr schlecht getrickst aus. Sehr billige digitale Effekte. Diese unschönen Bilder fallen zwar nur gering ins Gewicht, aber passten gar nicht zum Rest des Filmes, der sonst sauber, aufwändig und schön gefilmt wurde/aussieht.

Fazit: Für Musical-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Ammore e malavita

Italien 2017

R: Antonio Manetti, Marco Manetti

D: Claudia Gerini, Ronnie Marmo, Carlo Buccirosso, Serena Rossi, Giampaolo Morelli, Mario Rivelli

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 133 Min.

Gesehen am: 06.07.18 (NIFFF)

Fassungen: Film am NIFFF 2018 gesehen im O-Ton mit englischen/franz. UT. Eine (deutsch oder englisch synchronisierte oder untertitelte) DVD / Blu Ray ist noch nicht angekündigt (Stand: Juli 2018). Bisher ist der Film nur in Italien auf DVD / Blu Ray zu bekommen (nix Englisch).

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