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Mittwoch, 12. Januar 2022

Urotsukidōji 2 Review

 
Japanuary 2022

 

 

Urotsukidōji 2 (= OVA 4 + 5)

Story:

Münchhausen Junior, der von seinem Nazi-Vater Münchhausen während des 2. Weltkrieges die schwarze Magie lehrte und so Macht über Dämonen enthält, plant in der Gegenwart Kyo-O zu erwecken, um der Herrscher über die drei Welten zu werden und um mit Kyo-O Chojin zu vernichten. Um Nagumo (bzw. Chojin) zu brechen, benützt Münchhausen Junior den Dämon Kohoki und Nagumos Jugendfreund Takeaki…

Meine Meinung:

Die Episoden 4 + 5 wurden in diversen Ländern, u.a. den USA oder eben auch Deutschland, zu einem Film zusammengeschnitten. Mit Teil eins kann die Fortsetzung leider nicht mehr ganz mithalten. Dennoch kann man seinen «Spass» damit haben. Es sind aber Abstriche zu machen. Der Hentai-Klassiker baut auf Figuren aus dem Vorgänger auf.

Die Vorgeschichte wird jedoch in Nazi-Deutschland erzählt mit dem Klischee der bösen Deutschen und Chojins neuem Feind: Münchhausen bzw. dessen Sohn Münchhausen Junior. Der Vater, eine Art Mad Scientist, wäre mir jedoch optisch lieber gewesen. Herrlich amüsant-irre Darstellung und Animation.  Allgemein ist der Film schön animiert. Da gibt es nichts zu meckern.

Im Vergleich zu Teil eins ist die Fortsetzung aber leider deutlich weniger episch ausgefallen. Dass Münchhausen Junior und sein Helfer, Dämon Kohoki, die Welt zerstören könnten, wird kaum als echte Bedrohung für den Zuschauer wahrgenommen und eine richtige Endzeit-Stimmung will sich nicht so recht aufbauen.

Dazu kommt, dass es auch deutlich weniger Gewalt, Splatter, und Monster/Dämonen zu sehen gibt. Und somit natürlich auch weniger Dämonen-Verwandlungen. Da konnte der Vorgänger aus dem vollen schöpfen und punkten. Es ist an sich etwas schade, dass es quasi nur zwei richtige Bösewichte gibt. Dazu kommt, dass die Hauptfiguren (Nagumo und seine Freundin Akemi) arg in den Hintergrund geraten.

Dasselbe gilt für Amao, der erst im Finale so richtig mitmischen darf. Davor geht es vor allem um Megumi (die gute Dämonen-Frau) und Nagumos Jugendfreund Takeaki, der als Dämon missbraucht wird, um Chojin zu vernichten. Und vor allem um die Liebesgeschichte zwischen Takeaki und Megumi, wobei in der Hinsicht auch Klischees und vorhersehbare Szenen aufwarten (Dämon Kohoki liebt Megumi auch).

Das war mir fast etwas zu viel Gefühlsduselei in einem Erwachsenen Anime. Und Münchhausen Junior ist in den Action-Szenen relativ schwach, da er immer nur rumfliegt und alles mit schwarzer Magie erledigt. Dennoch kann die Fortsetzung gut angesehen werden. Man darf einfach nicht mehr die epische Grösse und Qualität des Vorgängers erwarten, dann klappt es mit dem Unterhaltungswert ganz gut, sofern man sich an den Sex-Szenen nicht stört.

Fazit: Schwächer als der Vorgänger, aber noch gut und sehenswert!

Gefolgt von: Urotsukidōji 3

Infos:

O: Shin chôjin densetsu Urotsukidôji: Mataiden

Japan 1993

R:     Hideki Takayama

D: -

Laufzeit der deutschen DVD: 88:13 Min.

Neusichtung am: Jan. 2022

Fassungen: Siehe Teil eins. Es fand eine digitale Zensur statt, um Geschlechtsteile unkenntlich zu machen. Die Hell on Earth-Box US-Box soll diesbezüglich die bessere Wahl sein da a) eine bessere Bildqualität und b), die zensierten Szenen nachgezeichnet wurden und somit unzensiert zu sehen sind. Ob dort auch jap. Ton vorliegt, ist mir hingegen nicht bekannt.  

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