Adresse: Trillengässlein 2, 4051 Basel
Nach ca. vier Stunden Schlaf erwachte ich bereits um 04.00 Uhr nachts und nahm einen unangenehmen Geruch war. Er roch nach Erbrochenem und unverdauter Nahrung. Ich roch dies bis ins Schlafzimmer und tatsächlich: eine der Katzen, ich nehme an Filet, hat im Wohnzimmer, so wie es aussah, das ganze Abendessen erbrochen. Es ist erstaunlich, dass ich nicht aufwachte und das nicht gehört habe. Der Grund ist der, dass das reguläre Katzenfutter sich zu Ende neigt und er gestern Abend anderes Katzenfutter, welches er seit einem Jahr oder länger, nicht mehr bekam, bekam. Katzen reagieren, gerade im hohen Alter und bei plötzlichem Futterwechsel, mit solchen Symptomen. Also kein Notfall. Ich bestellte dann noch gleich nachts Katzenstreu und Katzenfutter, welches am Freitagmittag geliefert werden sollte. Das heisst aber auch definitiv, dass ich nun für die Abendessen am Samstag und Sonntag mein Sparkonto plündern gehen muss.
Nach dem ich sauber gemacht habe, lag ich sicher zwei Stunden wach und fand keinen Schlaf. Gegen 06.00 oder 07.00 Uhr nahm es mich jedoch noch einmal und ich schlief bis ca. 10.30 Uhr. So lange schlief ich während dem ganzen Urlaub nie. Heute war einer der Tage, wo ich müde, antriebslos und kaum in die Gänge kam. Zu schreiben gab es nichts. Den Bericht vom gestrigen Restaurant-Besuch schrieb ich bereits gestern Abend. Heute hiess das Ziel meiner Begierde Basel. Ich sah mir für den Horroktober einen Film an (The Night Caller). Das Wetter draussen schien schön, aber eher kalt. Der Abwart war zwar da (wie immer am Donnerstag), verursachte aber diesmal kaum störenden Lärm. Als ich die Speisekarte für das heutige Restaurant ansah, plante ich, das gleiche zu bestellen wie letztes Jahr. Letztes Jahr konnte mich das Restaurant Schnabel positiv überraschen, so dass ich mich freute. Ich ass zwei Toast mit Honig und am frühen Nachmittag (zwischen 14.00-15.00 Uhr), bevor ich nach Basel fuhr, ging ich noch einkaufen (Abfallsäcke, ein Twix, ein Torino Schokoladenriegel, ein Schokoladenriegel) und hob das restliche Bargeld vom Konto ab (240 CHF = jetzt habe ich nur noch ca. 3-4 CHF auf dem Konto).
Die drei Schokoladenriegel ass ich gleich alle. Das sollte
sich als möglicher Fehler herausstellen. Später mehr dazu. In Bern nahm ich den
Zug Richtung Basel und kam dort um 16.30 Uhr an. Der Kumpel aus Basel
informierte mich, dass er es doch nicht auf 16.30 Uhr schafft, sondern erst gegen
17.00 Uhr Feierabend machen kann. Wir machten ab, uns in einem Starbucks nahe
dem Restaurant zu treffen. Ich sah mir etwas die Gegend an und lief ca. 45
Minuten herum, ehe ich das Starbucks erreichte. Ich schlief heute lange, tat
nicht viel, bewegte mich wenig, hatte kaum Hunger und dann machte ich im Starbucks
den vielleicht nächsten Fehler. Nebst einem Café Latte nahm ich noch ein
Halloween-Dessert. Zwar nichts Grosses, aber dennoch etwas, was ich nicht Mal eine
Stunde vor dem Restaurantbesuch essen würde. Wir sahen uns lange nicht (ich denke
seit Januar nicht mehr), so dass es viel zu erzählen gab. Das wir beide
vielleicht 2027 Japan ansteuern, zu unterschiedlichen Ferienzeiten, war ein
amüsanter Zufall, der Gesprächsstoff bot. Um 17.45 Uhr steuerten wir dann das
Restaurant an. Das Restaurant Schnabel. Wir fanden diesmal im vorderen Teil des
Restaurants Platz, wo schon diverse Gäste am Essen oder Warten waren. Das
Restaurant hat Charme, ist aber auch laut, eng (ich schlug mich mehrfach
unabsichtlich am Stuhl neben mir) und die Sitzfläche, ein steinharter, nicht
gerade sehr stabil wirkender Stuhl, war sehr hart. Ich denke zudem, dass eine sehr adipöse Person dem Stuhl nicht stand gehalten hätte (und Platz wäre sowieso zu wenig vorhanden gewesen). Es gab kein Sitzkissen. Da ich
schon wusste, was ich bestellen würde, dauerte es nicht lange, bis wir unsere
Bestellungen aufgegeben hatten. Ich nahm als…
…Vorspeise
WILD – SALAT
Mit
Hirschgeschnetzeltem, Speck und Eierschwämmli auf gemischtem Blattsalat
18.90 CHF
…als Hauptgang
REHRÜCKEN – TOURNEDOS
An Eierschwämmlisauce
mit Spätzle,
Rotkraut, Rosenkohl,
Marroni, Apfel mit
Preiselbeeren und
Feigen
59.90 CHF
…als Dessert
PISTACHE – CRÈME
BRÛLÉE mit Haselnuss Glace
14.90 CHF
Ich überlegte kurz, ob ich statt dem Salat eine
Kürbiscremesuppe nehmen sollte. Ich hatte den Salat als üppig in Erinnerung und
aktuell hatte ich eigentlich kaum Hunger, wohl der Tatsache geschuldet, dass
ich zwischen 14.00-15.00 Uhr drei Schokoladenriegel ass, mich kaum bewegte,
spät aufstand und zwischen 17.00-18.00 Uhr noch im Starbucks ein Dessert verzehrte. Der
Salat machte, als er gebracht wurde, jedoch nicht einen sonderbar grossen Eindruck.
Es gab aber deutlich mehr Fleisch als erwartet und Mal was Anderes als eine Kürbiscremesuppe
zu nehmen, hat sich geschmacklich gelohnt. Der Mix aus kaltem Salat aber warmem
Hirschgeschnetzeltem war schon ein sehr intensives Erlebnis. Andere Beilagen (wie
Speck) waren ebenso sehr fein. Ich genoss den Salat. Der Kumpel hingegen ging
leer aus, da nur eine Hauptspeise bestellt. Dann wurde der Hauptgang gebracht.
Das sah alles wunderbar aus. Dennoch konnte die positive Resonanz aus letztem Jahr
nicht beibehalten werden. Die Portion war mir zu gross. Ich brauchte sehr
lange, bis ich das Essen beendet hatte. Ich nahm mir aber auch bewusst Zeit. Es
gab vier Feigen auf dem Teller. Ich mag Feigen nicht. Diese und eine weitere Beilage,
ich weiss nicht, was es war, liess ich stehen. 2-3x hatte das Essen einen ganz
komischen Geschmack an sich. Ich weiss nicht, ob das vielleicht von den Feigen
kam (die zuvor mit anderen Beilagen in Kontakt standen). Es war undefinierbar.
Ich hätte gerne, besonders für die Portion, mehr Sauce gehabt. Die Mehrheit der
Marroni war leider fast steinhart und daher nicht sonderlich geniessbar. Ein
Stück Fleisch hatte einen sehr komischen, strengen und wenig appetitlichen
Geschmack inklusive ggf. Fettstränge in sich. 90% des Fleisches war jedoch sehr
fein und zart. Das Rotkraut, welches zusammen mit den Spätzli separat serviert wurde, war leider recht trocken und auch geschmacklich nichts Besonderes. Daher war ich im Vergleich zu letztem Jahr leicht enttäuscht
und bei dem Preis (59.90 CHF) hätte man ein hervorragendes Erlebnis erwarten
dürfen. Das Beste war die Marroni-Creme auf dem Teller (da gab es vier
Portionen). Obwohl ich total voll war, als der Hauptgang endlich beendet war, konnte
ich nicht anders als das Dessert trotzdem noch zu bestellen. Die Pistache crème
brûlée war grösser, als ich sie in Erinnerung hatte. Sie war super fein und wie
die Vorspeise ein absoluter Genuss. Aber auch hier brauchte ich verhältnismässig
lange, bis ich zu Ende gegessen hatte. Eigentlich war ich schon zu voll. Danach
etwas frische Luft (inzwischen war es im Restaurant sehr warm, noch enger fühlend und sehr laut geworden) zu tanken und sich zu bewegen (ich bestand darauf, zum
Bahnhof zu laufen) tat sehr gut. Am Bahnhof angekommen, hatten wir beide kurze
Zeit danach gleich unsere Züge, so dass ich am Ende um ca. 22.15 Uhr Zuhause war. Ich
las Edward Lees Coven weiter und startete abends, statt den Beriecht zu
schreiben, eine neue Serie: die neuste Staffel von Fauda. Da sah ich mir
zwischen 22.00-00.00 Uhr noch zwei Folgen an und dann hiess es, Schlafenszeit. Das
Restaurant Schnabel bot zwar neutral gesehen noch immer sehr gute Küche an
(teilweise auch mehr), dennoch wird es für nächstes Jahr von der Liste
gestrichen. Der Kumpel, der kein Wild nahm, war von seinem Hauptgang nicht
überzeugt.
Fazit:
Hervorragend
Sehr gut
Gut
Enttäuschend






























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