Dieses Blog durchsuchen

Donnerstag, 19. Oktober 2023

Night of the Living Dead


Horroktober 2023

Night of the Living Dead

Story:

Diverse Überlebende (Patricia Tallman, Tony Todd, Tom Towles, William Butler, Katie Finneran) verschanzen sich in einem Haus und kämpfen ums Überleben, als Horden von Zombies auftauchen…

Meine Meinung:

Night of the Living Dead ist in meinen Augen nach wie vor ein sehr gutes Horror-Remake zu George A. Romeros Zombieklassiker mit dem gleichnamigen Titel aus dem Jahr 1968, der wohl die berühmteste Zombie-Reihe der Welt lostrat (Dawn of the Dead, Day of the Dead). Neu ist, dass hier auch auf Effekte und eine starke Frauenrolle wert gelegt wird. Anders als im Original wandelt sich Barbara hier von der ängstlichen, hysterischen Frau zur knallharten Überlebungskünstlerin.  

Ansonsten handelt es sich, mehr oder weniger, um denselben Plot wie im Original. Regie führte Effekte-Techniker Tom Savini (From Dusk Till Dawn, Land of the Dead, Deathdream), der in den 80ern wohl seine besten Arbeiten ablieferte (Friday the 13th: The Final Chapter, Maniac, Freitag der 13., The Texas Chainsaw Massacre 2). Und als Regisseur war es selbstverständlich, dass Tom Savini auch die Effekte für das besprochene Remake erstellte. Eine kleine Schande, dass einige der besten Szenen der Zensur zum Opfer gefallen sind.

Die Zombie-Make-Up Masken sind superb. Der eine Zombie (mit der Naht, erfolgt durch die Autopsie) erinnert dabei an den Italo-Film Let Sleeping Corpses Lie. Das Grauen wird, wie im Original, quälerisch langsam deutlich. Und stellt auch die Menschen untereinander als potenzielle Gegner dar. Sei es den von Anfang an unsympathischen Choleriker Cooper oder die schiesswütigen Rednecks am Ende. Der Grundidee von George A. Romero wird damit Früchte getragen. Was den Cast angeht, ist ein grosser, späterer Horrorstar dabei: Tony Todd (Candyman's Fluch). Und in einer kleinen Rolle ist Bill Moseley (House of 1000 Corpses) zu sehen.

Der Film fängt ohne lange Einleitung an und der Film bleibt fesselnd, actionreich und spannend. Die Effekte sind soll anzusehen und auch der Cast macht seine Sache sehr gut. Wer jedoch das Original kennt, wird in dem Remake wenig neue Überraschungen vorfinden. Dem sollte sich der Zuschauer bewusst sein. Da gibt es sicher jene, die finden das gut und hätten Neuerungen kritisch betrachtet und umgekehrt. Man kann es nie allen recht machen. Apropos Remake: Angeblich sollte Tom Savini auch ein Remake zu Umberto Lenzis Film Nightmare City verwirklichen – doch in den letzten Jahren gab es dazu keine News mehr. Wohl ein Projekt, welches nie das Licht der Welt erblicken wird…

Fazit: Wer gerne klassisches Zombie-Kino mag, sprich die langsamen Fleischfresser, macht mit Tom Savinis Remake nichts falsch – im Gegenteil, es lohnt sich!

Infos:

O: Night of the Living Dead

USA 1990

R: Tom Savini

D: Patricia Tallman, Tony Todd, Tom Towles, William Butler, Katie Finneran

Laufzeit der US-DVD: 88:11 Min.

Neusichtung am: Okt. 2023 / Sichtung der UHD: 14.06.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Columbia Pictures vor = zensierte US-R-Rated Kinofassung (eine echte Uncut gibt es nicht), solide Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs vorhanden. Für die US-Freigabe wurden vor dem Kinostart mehrere blutige Kopfschüsse bei Zombies zensiert und/oder durch unblutige Einstellungen ausgetauscht. Auch die Szene mit dem Schürhaken im Zombiekopf wäre ursprünglich grafischer ausgefallen. In Deutschland auch nur in dieser Version zu haben. Gibt es auch auf Blu-Ray von Nameless Media. Der Film ist bzw. war (?) in Deutschland lächerlicherweise sogar Mal verboten, wenn ich nicht irre. Nachtrag Juni 2026: Meine Gebete wurden erhört: Night of the Living Dead wurde 2025 erstmals offiziell in der völlig unzensierten Version veröffentlicht. Der Film, der dazumal (1990) für seine US-Kinofreigabe in Gewaltszenen zensiert wurde, gibt es nun schick restauriert auf Blu-Ray und UHD. Mir lag die deutsche Steelbook Fassung von Sony / Plaion Pictures vor. Ich sah mir die UHD an = Englischer O-Ton mit englischen Subs, Uncut, neues Master. Das Master beginnt in s/w und wird im ersten Viertel farbig. Die ehemals zensierten Szenen erstrahlen in einer hervorragenden Qualität. Von den zwei Tonspuren sah ich mir die DD 5.1 Tonspur an. Die war ein Genuss. Den deutschen Ton gibt es nur für die zensierte Kinofassung. Der Film hat die Neusichtung bestanden. Sehr solider Zombiehorror mit tollem Cast (Tony Todd, Patricia Tallman, Bill Moseley). Trotz Regie und Effekten von Tom Savini, ist der Film eigentlich relativ harmlos gehalten, was das frühere Verbot in Deutschland (oder die US-Kinozensur) noch lächerlicher erscheinen lässt. Das Verbot wurde 2018 bzw. 2020 aufgehoben. Horrorfans sollen sich den Film in dieser Form nicht entgehen lassen. 

Mittwoch, 18. Oktober 2023

Update

Zu Ehren von Mang Hoi, der am 09.10.23 verstarb, gab es eine Neusichtung und damit ein neues Review zu:


- Buddha Killer



RIP





Buddha Killer

Buddha Killer

Story:

Hsiao Hai (Mang Hoi) gerät in die Fronten eines tödlichen Bruder-Streites zwischen San Lu (Chin Yuet-Sang) und dem tyrannischen Prinzen (Hwang Jang-Lee) und seinen Untergebenen (Hou Po-Wie, Lung Fei). Dann sind da noch die Rebellen (u.a. Fang Fang), die dem Prinzen nach dem Leben trachten…

Meine Meinung:

Aka The Buddha Assassinator. Buddha Killer erfuhr durch den Todesfall von Star Mang Hoi (Die Schlitzaugen mit dem Superschlag) eine Neusichtung. Ich sah Buddha Killer bisher nur einmal und die Sichtung ist 13 Jahre her. Ich hatte den Film als Kracher abgespeichert. Mehr wusste ich nicht mehr. Mang Hoi war als Regisseur (The Blonde Fury), Darsteller (Encounters of the Spooky Kind 2, Police Assassins, Kidnap in Rome) und Action-Choreograph (Framed) oder Action Director (The Ring of Death, Royal Warriors, She Shoots Straight) tätig. Letzteres oft zusammen mit Corey Yuen (Above the Law), der hier auch im Vorspann als Kämpfer zu sehen ist.

Hauptrollen wie jene in Buddha Killer oder Sturmstaffel der Hölle waren selten. Buddha Killer ist dabei, wie schon Sturmstaffel der Hölle, ein Kracher. Mang Hoi mimt erneut den Helden und Hwang Jang-Lee (Game of Death II) den Bösewicht. Fans der beiden kommen voll auf ihre Kosten. Lung Fei (Eunuch of the Western Palace) gefällt als rechte Hand von Hwang Jang-Lee. Der Plot ist ok und Mittel zum Zweck. In der 1. Hälfte gibt es verhältnismässig wenig Kung Fu zu sehen. Die Szenen nehmen aber im Verlauf der Story mehr und mehr zu.

Die Choreographie von Corey Yuen ist hervorragend und braucht sich nicht hinter Kollegen wie Yuen Woo-Ping (Last Hurrah for Chivalry) oder Liu Chia-Liang (The Eight Diagram Pole Fighter) verstecken. Die Kämpfe und Trainingsszenen, egal mit oder ohne Waffen, zu zweit oder Solo-Übungen, sind spektakulär und abwechslungsreich in Szene gesetzt. Wer Old-School Kung-Fu Filme im klassischen Setting mag, wird Buddha Killer mit Sicherheit etwas abgewinnen können. Dabei ist der Ton des Filmes wechselhaft, auch wenn der Film weniger böse ist, als andere Filme dieser Art. Besonders Hwang Jang-Lee als Prinz agiert lange Zeit relativ harmlos und gnädig, bevor er im Finale in den Killer-Modus wechselt.

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Fo Zhang Huang Ye

HK 1980

R: Tung Chin-Hu

D: Hwang Jang-Lee, Mang Hoi, Lung Fei, Chin Yuet-Sang, Fang Fang, Corey Yuen, Hou Po-Wei

Laufzeit der deutschen DVD: 84:22 Min.

Gesehen am: Feb. 2010 / Neusichtung am: 15.10.23

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Mr. Banker Films / Sunfilm vor (= Eastern Edition Vol. 7) = Deutsch/Englisch/Mandarin/Kantonesisch mit deutschen Subs, sehr gute Bildqualität, 2,35:1 (Anamorph). Die deutsche Synchronisation ist dabei sehr gelungen. Leider ist die Fassung minimal zensiert (zwei Gewaltszenen, paar Sekunden). Das Cover-Artwork der DVD ist auch billig, da die Bilder des Covers nichts mit dem Film zu tun haben. Das Originalplakat ist unten abgebildet. Den 2. Film im Set ist die China-Festland-Produktion Der Zauberzopf der Shaolin. Uncut wäre die Fassung der Maritim Pictures (Hwang Jang Lee Superstar Box) DVD, in welcher der Film aber nur in Deutsch vorliegt (ehemals zensierte Szenen sollen eine schlechte Qualität haben). Die DVDs von Megamax Movies haben die Uncut-Fassung nur als Bonus und in Vollbild = unbrauchbar) an Bord. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: 15.10.23).