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Sonntag, 8. Juli 2018

Hanagatami Review

NIFFF 2018 Spezial



Hanagatami

Story:

Der Film zeigt das Leben von japanischen Schülern und Dritten in ihrer Schul- und Privatzeit, welches mit Veränderungen verbunden ist – intern und persönlich (Pubertät, erste Liebe, neue Freunde, tödliche Krankheit…) sowie extern (Krieg zwischen USA und Japan), wobei der Krieg alles verändert…

Meine Meinung:

Hanagatami bin ich spontan schauen gegangen (am NIFFF) – ich hatte Zeit und las von einem optisch wunderschönen Film vom Hausu Regisseur Nobuhiko Ôbayashi – und da Hausu ein sehr sonderbarer, abgedrehter Film ist, im positiven Sinne, wollte ich mir diesen fast dreistündigen Film im Kino auf der grossen Leinwand nicht entgehen lassen.

Regisseur Nobuhiko Ôbayashi, der den Stoff schon vor 40 Jahren verfilmen wollte, hat sich mit Hanagatami einen Lebenstraum erfüllt – und damit auch den Tod geschlagen – vorerst. Nobuhiko Ôbayashi erhielt die Diagnose Lungenkrebs, Prognose der Ärzte: noch vier Monate. Nobuhiko Ôbayashi hat diese vier Monate überlebt und den Film zu Ende gedreht – und sich gestern sogar via Videobotschaft an NIFFF Publikum gewandt (wobei: wurde sicher zuvor aufgenommen). Der Film ist nicht uninteressant aber ich weiss nicht so recht, was ich davon halten soll. Muss das Gesehene erst Mal über mich sacken lassen…

Der Film ist kein zweiter Hausu. Das auf jeden Fall nicht. Der Film ist ein Mix aus Arthouse-Kino, Drama, Antikriegsfilm, Sozialdrama und Coming of Age (bei den vielen homoerotischen Szenen/Andeutungen würden Chang Cheh und John Woo vor Neid erblassen). Dazu kommen viel symbolträchtige Inhalte, Traditionen und Pathos. Und eben fast drei Stunden Laufzeit. Das braucht Sitzfleisch.

Nicht alles immer verständlich, aber muss es auch nicht sein. Die Botschaft von Regisseur ist klar: ein Verarbeiten des 2. Weltkrieges. Ein hoffen, dass es nie wieder zu einem Weltkrieg oder Atombombenabwurf kommen wird. Der Film ist optisch interessant und phasenweise bewusst kitschig / billig aber wunderschön in Szene gesetzt. Die Darsteller, mir alle unbekannt, machen einen grossartigen Job. Honoka Yahagi als todkranke Mina war eine Wucht – ihre Ressourcen als Model und Tänzerin konnte sie perfekt in die Story miteinbringen. Ausserdem wurde sie oft wunderschön in Szene gesetzt wie es eben nur ein Nobuhiko Ôbayashi tun kann.

Fazit: Für Fans von Nobuhiko Ôbayashi zu empfehlen!

Infos:

O: Hanagatami

Japan 2017

R: Nobuhiko Ôbayashi

D: Shunsuke Kubozuka, Shinnosuke Mitsushima, Keishi Nagatsuka, Tokio Emoto, Honoka Yahagi

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 169 Min.

Gesehen am: 07.07.18 am NIFFF

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2018 im Kino im O-Ton mit englischen/franz. Subs. Es gibt noch keine DVD / Blu Ray (Stand: Juli 2018).

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