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Dienstag, 27. Januar 2026

Tough Duel

Tough Duel

Story:

China in den 30ern:

Ein Undercover-Cop (Tien Peng) nimmt den Kampf gegen eine Diebesbande (u.a. Shan Mao, Lung Fei, Chen Hung-Lieh) auf…

Meine Meinung:

Hsiung Ting-Wu, der kurz im Shaw Brothers Universum schnupperte (vor allem als Assistant Director in Filmen von Chang Cheh), drehte Angang der 70er Jahre diesen soliden Basher. Der Plot scheint zunächst simpel und mehr in die 08/15 Fraktion zu verfallen. Doch mit der Bruderschaft des Helden und Bösewichts, die vom selben Meister ausgebildet wurden, kommen noch so was die sehr früher «Heroic Bloodshed» Motive à la Chang Cheh/John Woo in den Film.

Abgesehen von diesem Detail ist der Inhalt definitiv klischeehaft. Es gibt auch hier und da Längen und eine kitschige Love-Story. Die Settings mit dem Zug waren hingegen eine willkommene Abwechslung. Auch das finale Duell in der Einöde, welches an einen Italo-Western oder japanischen Samurai-Film erinnert hat, war schön anzusehen. Apropos Italo-Western: hier und da ist die Musik aus dem Klassiker Spiel mir das Lied vom Tod zu hören. Cool.

Der Star des Filmes wird von Tien Peng (Heroes in the Late Ming Dynasty, Imperial Sword, Assassin) gespielt. Er macht dies solide und soll in den 70ern ein grosser und bekannter Name in Taiwan gewesen sein. Er spielte dementsprechend in vielen solchen Filmen mit. Etwas mehr Freude hatte ich, wie so oft in diesen Filmen, an den Bösewichten. Weil da stechen drei Namen heraus und diese als fiese Gangster und Endgegner zu sehen, macht einfach viel Spass.

Chen Hung-Lieh (A Brave Girl-Boxer in Shanghai, Na Cha and the Seven Devils, The Masks), Lung Fei (The Cavalier, Tiger, Tai Chi Shadow Boxing) und Shan Mao (The Death Player, Wang-Yu kennt kein Erbarmen, Shaolin Temple) spielen die Bösewichte und sie überzeugen in all ihren Szenen. Im Finale wird der Film überraschend hart, was Pluspunkte gibt. Es wird mit Messern gekämpft und die Knochenbrüche haben mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Fazit: Solider Film. Basher-Fans können einen Blick riskieren.

Infos:

O: Ying Peng Ying

Taiwan 1972

R: Hsiung Ting-Wu

D: Tien Peng, Shan Mao, Lung Fei, Chen Hung-Lieh, Wong Ching-Chun, Kang Kai

Laufzeit der holländischen Betamax: 83:38 Min.

Gesehen am: 26.01.26

Fassungen: Mir lag die holländische Betamax von Phoenix Home Video vor = Uncut, Mandarin O-Ton mit holländischen Subs, gute Bildqualität und vor allem in Widescreen. Die Info, dass die holländische Fassung in Kantonesisch sei (ofdb Eintrag), ist falsch. Eine Deutsche, eine DVD- oder Blu-Ray Version (Stand: Jan. 2026) sind mir nicht bekannt.

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