Hellraiser: Inferno
Story:
Cop Joseph (Craig Sheffer) und dessen Partner Tony (Nicholas Turturro) finden an einem Tatort eine Leiche, die durch Ketten zerfetzt und zerstückelt wurde, einen Kinderfinger und eine sonderbare, goldene Puzzlebox. Joseph nimmt letzte nach Hause. Ein fataler Fehler…
Meine Meinung:
Hellraiser: Inferno hat die Neusichtung, wie ich erwartet habe, nicht bestanden. Und ich bin mir sicher, dass das auch für die Teile 6-8 gelten wird, wenn diese später nach und nach an die Reihe kommen. Hellraiser: Inferno bedeutete im Jahr 2000 den Wendepunkt für die Reihe. Ab jetzt würden die Fortsetzungen nur noch auf VHS, DVD und Blu-Ray erscheinen, während die vorherigen Filme alle fürs Kino gedreht wurden. Ein Riesenunterschied. Dimension Films machte damit (plus diversen Children of the Corn sowie Pumpkinhead Fortsetzungen) schnell viel Kohle. Somit mögen diese Schnellschüsse sogar vielleicht erfolgreich gewesen sein.
Auf dem Regiestuhl nahm Scott Derrickson Platz, der bisher vor allem im Horror-Genre Zuhause war und dessen Sinister ich zumindest als toll, gruselig und stimmungsvoll in Erinnerung habe. Die Hauptrolle übernahm Craig Sheffer, den Horrorfans noch aus Clive Barkers Cabal - Die Brut der Nacht kennen dürften. Mich hat Craig Sheffer im Film irritiert. Zum einen spielt er keinen sympathischen Zeitgenossen, was erst Mal egal ist, aber auf der anderen Seite sah er optisch dem Angel-Darsteller (auf der Serie Buffy - Im Bann der Dämonen) ähnlich, was mich einfach die ganze Zeit über irgendwie störte und eben irritierte. Der nächste bekannte Name ist Doug Bradley (Proteus), der einmal mehr in die Rolle von Pinhead schlüpft.
Doug Bradley als Pinhead hin oder her, mit Hellraiser hat das ganze so gut wie nichts mehr zu tun. Die Optik wirkte billig (und die Bildqualität für einen Film aus dem Jahr 2000 wirklich auch alles andere als gut) und Zenobiten und Pinhead sind vielleicht 2-3x zu sehen. Kurz am Anfang und dann vor allem im Finale wieder. Der Film wirkt mehr wie ein Low-Budget Mystery-Thriller fürs Fernsehen gedreht, voller unsympathischer Figuren und unpassender, wenig stimmungsvoller Musik und Klängen, so dass auch die wenigen Horrorparts, die man wie auch Effekteszenen an einer Hand abzählen kann, wenig zu überzeugen wissen. Billig, uninteressant, wenig fesselnd und im Verlauf auch mit Längen versehen. Das Interesse an dem Film war nach gut einer halben Stunde, in der ich mich auf den Film einlassen wollte, verflogen.
Fazit: Zeitverschwendung!
Gefolgt von: Hellraiser: Hellseeker
Infos:
O: Hellraiser: Inferno
USA 2000
R: Scott Derrickson
D: Craig Sheffer, Nicholas Turturro, James Remar, Doug Bradley, Nicholas Sadler, Noelle Evans
Laufzeit der deutschen DVD: 95:26 Min.
Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Okt. 2026
Fassungen: Gesehen via deutsche DVD von Kinowelt = Uncut, mässige
(zu dunkel, zu unscharf) Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit deutschen
Untertiteln. Gibt es von Studiocanal auch auf Blu-Ray.

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