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Freitag, 3. Januar 2020

Nuns That Bite Review

Japanuary 2020
Nuns That Bite

Story:

Omino flüchtet nach einer Vergewaltigung von ihren Peinigern. Doch diese machen sich auf die Suche nach Omino, welche sich in ein kleines Frauenkloster flüchtet. Dieses versteckt ein schreckliches Geheimnis: nebst sexuellen Riten und Drogen-Räuschen lassen die Nonnen ihren kannibalistischen Trieben freien Lauf, welcher gegen das männliche Geschlecht gerichtet sind…

Meine Meinung:

Film von Yûji Makiguchi, dem Regisseur von Oxen Split Torturing und schräger Mix aus Nunsploitation und kannibalistischem Backwood-Genre. Dazu: klassisches Setting, Männer, die praktisch alle als Vergewaltiger, Opfer oder männliche Geishas dargestellt werden und eine Kannibalen-Sippe von Frauen im Kloster, die Männer hassen. Zeitvertrieb: Männer essen, die zuvor getötet und von der männlichen Geisha zerteilt wurden, seltsames Abhalten von Riten, sexuelle Ausschweifungen, Drogenkonsum, das Spielen mit Tieren (möglicherweise starben eine echte Katze und danach Schlangen für den Film) und, und, und.

Das ganze ist, für die damalige Zeit, schön gefilmt (Toei-Produktion halt) und Yûji Makiguchi ist im Filmgeschäft im sonderbaren Film auch kein Unbekannter. So gehen Filme wie Oxen Split Torturing, Virgin Breaker Yuki II: Western Licensed District, Decapitation of an Evil Woman (landet auf Wunschliste – jap. DVD hat ein wunderschönes Cover) oder Bizarre Crimes of Post-War Japan auf dessen Konto.

Der Mix aus Erotik, Sex, Ausschweifungen und Horror (am Ende gibs fast eine typische «Schock-Szene» à la Jason der aus dem See springt und den Lead aus dem Boot ins Verderben zieht) funktioniert, trotz sonderbaren Szenen, sehr gut. Man fühlt sich teilweise sehr ans US-Backwood-Horror-Genre erinnert, auch wenn der Film gegen Ende einige sehr phantastische und abgefahrene Szenen bietet (Rituale, Höllen-Traum/Vision-Szene etc.) und im ersten Viertel fühlte ich mich gar an De Sade erinnert (Justine oder vom Missgeschick der Tugend), da Omino, wie Justine in De Sades Geschichte, einfach nur Pech hat. Wieder und immer wieder.

Fehlende englische Subs waren wenig schlimm. Der Story kann man durch Folgen der Bilder gut folgen. Das Ende gibt sogar Hintergründe und Motive wieder, warum die Frauen Männer hassen. Gut erklärt. Nuns That Bite ist zwar per se kein Splatter-Film, aber es gibt doch 2-3 Szenen, die man durchaus als Splattereffekte bezeichnen kann. Unblutig ist der Film auf jeden Fall nicht. Bisschen nackte Haut, Sex, Skurriles (Muttermilch) und Erotik (Lesben) sind auch zu sehen, so dass der Film der perfekte (S)Exploitation Streifen ist!

Nicht so derb wie Oxen Split Torturing, aber eine kleine, unbekannte Perle aus Japan, die lange Zeit unentdeckt war (nach Kinoauswertung soll Film weder auf VHS, Beta noch LD erschienen sein - erst das DVD-Zeitalter liess den Film wieder auferstehen!).

Fazit: Für Fans von jap. (S)Exploitation-Filmen zu empfehlen!

Infos:

O: Onna gokumon-chô: Hikisakareta nisô

Japan 1977

R: Yûji Makiguchi

D: Haruka Tajima, Hiromi Maya, Kaori Serita, Hiroko Fuji

Laufzeit der jap. DVD: 68:56 Min.

Gesehen am: Jan. 2020

Fassungen: Mir lag die DVD aus Japan von Toei vor = Uncut, erstklassige Bild- und Tonqualität, O-Ton, keine Subs. Es gibt keine O-Ton Fassung mit englischen oder deutschen Subs. Ausserhalb Japans scheint der Film nie veröffentlicht worden zu sein (Stand: Jan. 2020).

Donnerstag, 2. Januar 2020

Godzilla Raids Again Review

Japanuary 2020
Godzilla Raids Again

Story:

Zwei Piloten entdecken auf einer Insel Godzilla und ein 2. Monster (Anguirus, einen Dinosaurier aus vergangenen Zeiten). Auf dem Festland geben die beiden Piloten Rapport ab und das Militär versucht verzweifelt, sich gegen Godzillas Attacken zu verteidigen und vorzubereiten – doch dieser kommt diesmal nicht allein, sondern bekämpft auf dem Festland Anguirus

Meine Meinung:

Godzilla Raids Again ist die erste Fortsetzung von Godzilla, welche bis dato (2020) auf über (!!!) 20 Fortsetzungen kam. Für eine Film-Reihe eine fantastische Quote. Ich denke, ähnlich erfolgreich waren nur die James Bond und Zatoichi Filmreihen. Andere kommen mir, zumindest spontan, nicht in den Sinn.

Godzilla Raids Again hat die Zweitsichtung erfolgreich bestanden. Die Fortsetzung hat mir, wie das Original, sehr gut gefallen. Die Story wird gut erzählt und dabei nicht vernachlässigt. Analog zum Tierhorror-Genre lässt man sich Zeit, Godzilla und Anguirus früh zu zeigen, um eine Art Spannung zu generieren.

Gut fand ich die Tatsache, dass hier noch keine Kinder-Figuren und Humor vorherrschen. Der Film ist ernst, düster und sehr stimmungsvoll. Die Kamera fängt stimmig schöne Bilder ein, dessen Intensität durch die Schwarzweis-Bilder verstärkt wird.

Die Effekte waren genau nach meinem Geschmack und klasse. Godzilla wirkt böse und unheimlich. Monster Anguirus darf mittun und somit gibt es nebst Militär Vs. Godzilla auch Monster-Kämpfe zu sehen. Das dabei die Stadt leidet und es zu Zerstörungen kommt, ist die logische Konsequenz (deshalb liebt man die Filme auch).

Die Figuren sind okay, aber nicht speziell erwähnenswert aber auch nicht nervend. Die Story bietet den Figuren eine Art Liebesgeschichte und viel Pathos, vor allem im spannenden, langen, gut getricksten und effektiven Finale, welches im Schnee und Eis spielt (Militär Vs. Godzilla) – immer ein tolles Setting im japanischen Kino (zuletzt in Liverleaf).

Wenn ich Godzilla Raids Again mit Godzilla Against Mechagodzilla (2002) vergleiche, den ich erst vor kurzem sah, dann gefällt mir der altmodische Film (und die Effekte) deutlich besser! Mehr Charme und somit jedem Godzilla-Fan uneingeschränkt zu empfehlen!


Infos:

O: Gojira no gyakushû

Japan 1955

R: Motoyoshi Oda

D: Hiroshi Koizumi, Setsuko Wakayama, Minoru Chiaki, Takashi Shimura, Masao Shimizu

Laufzeit der US-DVD: 81:36 Min.

Gesehen am: Mai 2007 / Review überarbeitet: Jan. 2020

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Classic Media/Toho/Sony vor = 2 Fassungen (darunter die zensierte US und die Uncut), sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs. Gäbe es in D von Splendid auf Blu-Ray.

Mittwoch, 1. Januar 2020

Moon Over Tao Review

Japanuary 2020
Moon Over Tao

Story:

Eine Gruppe von drei Personen, darunter u.a. ein Samurai und eine junge Frau, bekommen es nebst feindlichen Clans mit einem ausserirdischen Wesen zu tun, welches, nachdem es einen Menschen isst, wächst und an Grösse gewinnt…

Meine Meinung:

Die letzte Sichtung von Moon Over Tao ist sehr lange her. Ich hatte einen anderen Inhalt in Erinnerung (den von Sakuya), was dann doch für einige Enttäuschungen sorgte in Sachen Effekte oder der Tatsache, dass die junge Frau in Moon Over Tao gar nicht kämpft (sondern nur der Samurai, Mönch, Bösewicht und die drei ausserirdischen Frauen).

Moon Over Tao hat auch Längen und das Budget, welches sehr klein war, sieht man dem Film auch jederzeit an. Vor allem zu Beginn und im Mittelteil. Hier und da gibt’s einen guten Effekt zu sehen, hier und da eine Blutfontäne, wenn der Samurai seine Arbeit verrichtet. Trotzdem lohnt es sich, trotz Längen und billiger Optik, das Ende abzuwarten.

Die Darsteller sind okay aber leider nur wenig charismatisch. Aus der Masse stehen nur der Bösewicht und Sayaka Yoshino (die junge Frau) hervor. Warum auf das Finale warten? In diesem erwacht ein Killer-Alien, welches zuerst als Baby Schaden anrichtet (Folge: Splatter) und danach mutiert und auch als grosses, fieses Killer-Alien für viel amüsanten, charmanten Splatter sorgen darf.

Und dafür dürfte auch das meiste Budget drauf gegangen sein – in Weitaufnahmen kommen leider nur billige CGI Effekte zum Einsatz. Sieht man das Alien oder Körperteile davon nah – dann wird auf handgemachte, mechanische Effekte gesetzt = genau nach meinem Geschmack! Diese Sci-Fi Elemente bringen etwas Schwung ins klassische Setting (Film wirkt wie ein Wald-und-Wiesen Kung Fu Film, was Bilder & Drehorte angehen).

Fazit: Dank den Effekten im Finale bleibt der von Bandai produzierte und vom Zeiram Regisseur stammende Film knapp in der Sammlung – wie gesagt, ich ging auch mit falschen Filminhalt-Erwartungen an Moon Over Tao

Infos:

O: Tao no tsuki

Japan 1997

R: Keita Amemiya

D: Toshiyuki Nagashima, Hiroshi Abe, Yûko Moriyama, Takashi Ebata, Naomi Enami

Laufzeit der US-DVD: Ca. 96 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: Jan. 2020

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Tokyo Shock vor = Gute Bild- und Tonqualität, nicht anamorph, O-Ton, englische Subs. Gibt es von I-On New Media in D auf DVD (sogar anamorph). Eine Blu-Ray scheint es nicht zu geben (Stand: Jan. 2020).