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Sonntag, 3. September 2023

Fearless Match

Fearless Match

Story:

Polizist Chu (Danny Lee) ist für die Rookies Fu und Fat (Fan Siu-Wong und Yang Chung-Hsien) zuständig. Diese legen sich mit Triaden (u.a. Ricky Yi Fan-Wai) an…

Meine Meinung:

Fearless Match lag seit fünf Jahren ungesehen rum. Ich bin nun dran, den Berg von fast 800 ungesehenen Titeln leicht zu reduzieren. Der Berg wird vom Kino aus Asien, vor allem aus Hong Kong und Taiwan und VHS-Fassungen, dominiert. Fearless Match ist grundsolide, aber zu wenig aus der Masse herausragend, um in die Sammlung aufgenommen zu werden. Das ist natürlich Geschmackssache. Aber irgendwo muss ich auch Grenzen ziehen und strenger werden.

Fearless Match ist ein moderner Film aus Hong Kong. Polizei- und Triaden-Setting. Der Film, dessen Plot zunächst wie frühere Kung Fu Filme episodenhaft wirkt, braucht gut 33 Minuten, bis die eigentliche Geschichte langsam ins Rollen gerät. Da gibt es diverse Sub-Plots, in denen Fu und Fat vorgestellt werden, die Karriereleiter hochklettern und/oder sich an einem Taekwondo-Turnier versuchen – und in diesem gegen ihren fiesen Gweilo Vorgesetzen (nur Big Tony genannt = Darsteller unbekannt) kämpfen. Tut nichts zur Handlung, aber nette Action.

Erst danach nimmt der Plot langsam Fahrt auf. Zwar gibt es immer Mal wieder etwas Action – Prügeleien, Shoot-Outs oder Gruppen-Kampfszenen etc., aber nichts, was vom Hocker haut. Das gilt auch für den Cast. Danny Lee (Love to Kill) hat einfach zu viele solche Rollen gespielt. Dasselbe gilt für Shing Fui-On (Running Mate), auch wenn er hier quasi «den guten und besinnlichen Triaden-Boss» spielt. Der eigentliche Bösewicht ist Ricky Yi Fan-Wai. Vom jungen Cop-Duo darf Story of Ricky Star Fan Siu-Wong paar Kampfdemonstrationen präsentieren. Dennoch wirkt das nicht wirklich speziell fesselnd, was der Zuschauer in Herman Yaus (Cop Image) Film zu sehen bekommt. Andere Stars waren mir da deutlich sympathischer und hatten mehr Charisma.

Fazit: Grundsolide, aber nichts Spezielles! Fans aus HK können einen Blick riskieren…

Infos:

O: Co Saang Zi Duk

HK 1994

R: Herman Yau

D: Danny Lee, Fan Siu-Wong, Yang Chung-Hsien, Ricky Yi Fan-Wai, Shing Fui-On, Parkman Wong Pak-Man, Yip Ting

Laufzeit der HK-DVD: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 06.08.23

Fassungen: Mir lag die Code Free DVD aus Hong Kong von City Connection vor = O-Ton, englische Subs, solide Bildqualität, statt Widescreen nur Vollbild (jedoch wenig störend in den Actionszenen). Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Aug. 2023). LD und VCD haben ein besseres Bildformat, dafür keine englischen Subs.

Samstag, 2. September 2023

The Prince of Temple Street

The Prince of Temple Street

Story:

Twelve (Andy Lau) ist der junge Triaden-Boss der Tempel Street. Als sich eine religiöse und missionierende Glaubensgemeinschaft um Teresa (Joey Wong) dort niederlässt, sorgt das zunächst für diverse Spannungen, ehe sich Twelve in Teresa verliebt. Die Harmonie wird durch einen anderen Triaden (Chin Ho) gestört, der die Macht an sich reissen und Twelve zur Hölle schicken will…

Meine Meinung:

The Prince of Temple Street lag vier Jahre ungesehen rum und wurde nun nach der Sichtung gleich nach Deutschland verkauft. Der Film hat mir nicht gefallen, trotz paar schönen Bildern aus Hong Kongs Nachtleben, ein bis zwei soliden Actionszenen und einem Cast bestehend aus Andy Lau (Magic Crystal), Joey Wong (A Chinese Ghost Story) oder Ng Man-Tat (Rape and Die). Die Chemie und Harmonie im Film passen nicht zusammen. Der Mix aus Triaden-Film, Komödie, Romanze, Drama und Action passt in Jeffrey Chiangs Film nicht gut zusammen. Es überrascht nicht, dass Regisseur Jeffrey Chiang keine grosse Karriere genoss.

Viele Stars sind nur am Anfang zu sehen (die Runde mit dem Baby), mehr als Cameo-Auftritte: Kenneth Tsang Kong (The Virgin Sword), Amy Yip (Lethal Contact), Kent Cheng (The Accident) oder Ray Lui (Hunting List). In einer Nebenrolle ist Frankie Chan (Full Contact) und als Bösewicht Chin Ho (The Last Blood) zusehen. Letzterer überzeugt am meisten von den Figuren.  Andy Laus Schauspiel war übertrieben, wenig glaubhaft und er oft auch nicht sympathisch. Joey Wong nimmt man die Sektentante zu keiner Sekunde ab und Ng Man-Tat in Kombination mit Deanie Ip Tak-Han, die er immer nur "Bitch" nennt (gemäss den englischen Subs), nervt.

Viele Szenen sind für den Verlauf des Plots nicht relevant und es gibt viel zu wenig echtes Drama und Action, um zu überzeugen. In einzelnen Szenen kommt so was wie Stimmung und Spannung auf, aber viel zu selten. Die viel zu wenigen Actionszenen sind solide, aber mehr auch nicht und vor allem aufgrund der Dunkelheit und der miesen Qualität der DVD kaum zu erkennen. Das kurze Finale war die beste Action-Szene im Film. Aber leider auch sehr schnell vorbei. Ansonsten ist der Film vor allem nervend, lahm und fremdschämend.

Fazit: Nicht wirklich zu empfehlen!

Infos:

O: Miu Gaai Sap Yee Siu

HK 1992

R: Jeffrey Chiang

D: Andy Lau, Ng Man-Tat, Joey Wong, Chin Ho, Frankie Chan, Deanie Ip Tak-Han, Kenneth Tsang Kong, Amy Yip, Kent Cheng, Ray Lui

Laufzeit der HK-DVD: Ca. 94 Min.

Gesehen am: 05.08.23

Fassungen: Mir lag die Code Free DVD aus Südkorea von Dadl Media vor = O-Ton, englische Subs, wohl Uncut, nicht anamorph und schlechte bis durchschnittliche Bildqualität. Es scheint keine Blu-Ray zu geben (Stand: Aug. 2023). Es gibt auch keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2023).

Freitag, 1. September 2023

Kwan-Fu – Das Schwert des Todes

Kwan-Fu – Das Schwert des Todes

Story:

Die Tang Familie (u.a. Charlie Chin Chiang-Lin, Tien Feng, Chiu Tak-Ming, Ingrid Hu Yin-Yin) nimmt den Kampf gegen Japaner Okada, der mit Verbündeten (Eddy Ko, Kim Yeong-In) ein Dorf nach dem anderen, mittels auch mit Gewalt und Mord, in seinen Besitz bringt, auf…

Meine Meinung:

Bei Kwan-Fu – Das Schwert des Todes aka The Invasion handelt es sich um einen Anfang der 70er Jahre Basher, der mir deutlich besser gefiel, als erwartet. Dies lag sicherlich auch an der Fassung (35mm Print = Widescreen, erstklassige deutsche Synchronisation, die den Film zusätzlich aufwertet), die Vorteile parat hält. Der Film vom Regiegespann Suen Ga-Man und Sul Tai-ho überzeugte mich durch eine gradlinige, unkomplizierte, actionreiche und unterhaltsame Story.

Die Tatsache, dass auch mit südkoreanischem Cast und vor Ort in Südkorea gedreht wurde, tat der Produktion sichtlich gut. Die Naturaufnahmen sind der Wahnsinn und geben dem Film eine ganz spezielle Note und Stimmung. Besonders wenn im letzten Viertel dann noch Schnee dazu kommt, wird es richtig cool. So was mag ich im Eastern-Genre. Desweitern ist der Film auch inhaltlich interessanter. Ich dachte zuerst, es geht per se um «böse Japaner» gegen «gute Chinesen». Zudem gibt es Seven Samurai Vibes.

Doch mit Okada (Haupt-Bösewicht) und seiner rechten Hand (gespielt vom Koreaner Kim Yeong-In) sind eigentlich nur zwei Japaner als Hauptfiguren zu sehen. Daneben gibt es noch andere ausländische Feinde, u.a. die Kosaken zu sehen, welche Okada auf den Feldzügen und Überfällen begleiten. Diese Schurken erinnern (Optisch) an jene Bösewichte, welche Jimmy Wang Yu in Die Todeskarawane der Shaolin bekämpft. Vor allem Eddy Ko (Chinese Kung Fu Against Godfather) hat mir als Bösewicht in der Hinsicht sehr gut gefallen, zumal er a) stark spielt und b) auch viel zu sehen ist.

Daneben stellt für mich nur Tien Feng (The Savior) den 2. bekannten Namen dar. Der Rest ist mir unbekannt, aber macht seine Sache sehr gut, egal ob Charlie Chin Chiang-Lin (On the Run) als Held, Ingrid Hu Yin-Yin (Kung Fu Gang Busters) als Frau oder ein sehr junger (wohl minderjähriger) Chiu Tak-Ming, der im Film die besten Kampfszenen zeigen darf. Unverständlich, dass dies seine einzige Filmrolle gewesen sein soll. Nebst dem souverän agierenden Cast, dem unterhaltsamen Plot und den schönen Landschaften sind es die Actionszenen, die punkten.

Die Action-Szenen bestehen aus, und davon war ich sehr überrascht, recht brutalen und vor allem blutigen Action-Szenen. Seien es Kämpfe ohne Waffen oder mit Waffen. Blut wird gespuckt, es gibt diverse (auch grössere) Wunden zu sehen und der ein oder andere Kämpfer verliert auch schon Mal ein Körperteil: es geht brutal, hart und blutig zu und her! Mit viel Wucht und tollen Kameraeinstellungen. Und das schon von Anfang an. Beim 1. Überfall werden keine Gefangene gemacht und die Bösewichte sind hübsch fies und böse, wie es sich für diese Art Film gehört.

Fazit: Für Fans von klassischen Kung Fu Filmen bedenkenlos zu empfehlen!

Infos:

O: Long Xiong Hu Di

HK 1972

R: Suen Ga-Man, Sul Tai-ho

D: Charlie Chin Chiang-Lin, Tien Feng, Chiu Tak-Ming, Eddy Ko, Kim Yeong-In, Ingrid Hu Yin-Yin

Laufzeit der deutschen DVD: 84:09 Min.

Gesehen am: 05.08.23

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Schröder Media vor = Asia Line Vol. 16, Wendecover, Deutsch/Mandarin mit englischen Subs, 35mm Print (ehemals zensierte Szenen haben eine schlechtere Qualität), charmanter Print und mehrheitlich sehr gute Bild- und Tonqualität. Die deutsche Synchronisation ist erstklassig und wertet den Film zusätzlich auf. Als Bonusfilm ist Kwan Fu - Die Bande der Tigerkralle = Deutsch, Widescreen, aber im Gegensatz zum spanischen Print noch immer um mehr als eine Minute zensiert (davon vier Sekunden Gewalt, Rest Handlung/Dialoge). Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Aug. 2023).