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Montag, 21. Oktober 2024

Wild Nr. 8 (Zurflüh's Bahnhöfli)

Adresse: Alte Bernstrasse 125, 3613 Steffisburg

Auf Wild Nr. 8 habe ich mich gefreut. Das Restaurant habe ich auch 2023 besucht (siehe Bericht) und es war eines der besten Wild-Erlebnisse des Jahres 2023. Leider hat mir meine Begleitung für den Abend abgesagt (kein Geld, muss sich erholen) und weil ich praktisch mein ganzes Umfeld, welches ich jetzt über Wochen täglich sehe (aufgrund meiner vielen Wild-Restaurant-Besuche), war ich nicht in der Lage, einen Ersatz zu finden. Und die Begleitung sagte ab, wir haben nicht verschoben. Da ich das Essen letztes Jahr im Zurflüh's Bahnhöfli als Traum und Genuss wahrnahm, entschloss ich mich, auch wenn ich das doof finde, allein zu gehen. Ich kam mir aber schon, muss ich sagen, komisch vor.

Ich rief im Restaurant an und informierte, dass ich allein komme statt zu zweit und fragte nach einem etwas versteckten und diskreten Sitzplatz, damit ich nicht so «ausgestellt» sein würde. Meinem Wunsch wurde entsprochen. Am Vormittag und Mittag hatte ich fast etwas Stress: eine Zahlung, die durch Dritte getätigt werden muss (3. VHS-Bestellung von meinem China-Dealer), war noch offen, ich guckte mir zwei Filme an (= Reviews schreiben), ich wusste, ich musste noch Geld abheben gehen und einkaufen (1-2 Kleinigkeiten), es kam noch ein Paket an («Guts Trilogy») und dann quälte mich ab dem Vormittag der Sadist von Abwart-Abschaum mit diversen lärmenden Geräten, obwohl heute Freitag ist und sie das normalerweise am Donnerstag erledigen. Das kam daher unerwartet und nervte. Da fing mein Hals an, sich plötzlich bemerkbar zu machen. Steckte ich mich bei meinem Götti an, dessen Ehefrau krank ist (Wild Nr. 6)? Oder war das aufgrund des Stresses psychosomatisch? Oder trank ich aktuell einfach zu wenig und hatte einen gereizten Hals? Ich weiss es nicht. Wohl Letzteres. Zu dem Zeitpunkt, als ich diese Zeilen schrieb, war mein Hals wieder i.O.

Das Wetter war heute wieder schön. Sonnig, aber nicht speziell warm. Ich ging etwas früher (da noch auf die Post und einkaufen wollend) und das stellte such als positiv heraus, da es in Bern (Hauptbahnhof) durch Störungen (Zug)Ausfälle und Verspätungen gab. Mein Zug nach Thun hatte ca. 20 Minuten Verspätung. Da ich aber früher ging, stellte sich das nicht als negativ heraus. Im Sonnenschein, aber mit teilweise langem Warten und Stillstand, kam ich nach 17.00 Uhr in Thun an. Ich war dann ca. 17.30 Uhr in Steffisburg, wo sich das Restaurant befindet. Ich las vor Ort nach etwas, ehe ich das Restaurant ca. 17.40/17.45 Uhr betrat. Es hat mehrere Eingänge, was mich durcheinanderbrachte. Aber die Angestellte, mit welcher ich zuvor telefonierte, führte mich an meinen Platz und informierte mich, dass die Angestellten noch gerade selbst am Essen sind. Kurz vor 18.00 Uhr habe ich dann bestellt. Ich wusste, dass ich genau das nehmen würde, was ich dort letztes Jahr bestellt habe. Die Wild-Karte war identisch. Dazu gab es auch denselben «Gruss aus der Küche» (Randen, Lachs…) und zur Vorspeise gab es sogar noch einen kleinen Salat. An den konnte ich mich letztes Jahr nicht erinnern. Das Brot und vor allem die hausgemachte Butter waren schon ein Genuss.

 

Mein Menü bestand aus:

 

 

Vorspeise

Rehcarpaccio an rassiger Senfrahmsauce, Süsssaures vom Herbst, Nüsslerbouquet

29.00 CHF

 

Hauptgang

Rehrücken im Speckmantel

Herbstgarniture, Spätzli

59.00 CHF

 

Dessert

Gebrannte Crème mit Rahm

12.50 CHF

 

  

Und wie bereits letztes Mal war das Essen vom Geschmack und der Qualität her ein absoluter Genuss und Traum. Absolut perfekt. Es war schön, nach mehreren Restaurant-Besuchen, die «sehr gut» abgeschlossen haben, jetzt Mal wieder «hervorragende Küche» zu kosten. Die Portionen waren auch nicht zu gross, so dass ich, obwohl ich allein war und daher nur am Essen war, nicht mit dem Essen kämpfen musste. Die Gänge wurden, auch auf Anfrage, schnell nacheinander serviert. Auch weil ich früh bestellte, bekam ich früh die Menüs. Der Raum, in welchem ich sass, war kaum voll, als ich fertig war. Und das war mir recht. Ich muss sagen, dass ich mich schon etwas komisch und sonderbar fühlte, allein, dazu noch in einem solch vornehmen Restaurant und es war immerhin Freitagabend, vor Ort zu sein. Daher ass ich sicher auch schneller, weil ich nicht allzu lange diese Spannung fühlen wollte. Das ist auch leicht schade, schmälert aber nicht die Qualität des Essens. So war ich nach ca. 60 Minuten wieder draussen und auf dem Heimweg. Ich konnte vor und zwischen den Gängen lesen (Die Eroberung Amerikas) und schaute mir abends noch einen Film an (The Prince of Dragon King). Und ich freue mich schon auf nächstes Jahr, wieder im Zurflüh's Bahnhöfli essen zu gehen. Diesmal dann wieder mit Begleitung…

 

 

Fazit:



Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend



















Sonntag, 20. Oktober 2024

The Taint


Horroktober 2024

The Taint

Story:

Durch vergiftetes Trinkwasser mutieren Männer zu Frauen hassenden Monstern und Triebtätern. Phil O'Ginny (Drew Bolduc) und Misandra (Colleen Walsh) versuchen zu überleben…

Meine Meinung:

Um Troma wurde es in den letzten Jahren still. 2011 haben sie zusammen mit einer anderen Produktionsfirma The Taint realisiert. Ich wurde indirekt durch einen Kollegen auf den Film aufmerksam, der mir die DVD aus einem Blu-Ray/DVD-Set schenkte. Ansonsten wäre ich auf den Film gar nie aufmerksam geworden. Der Film hat seine positiven Momente, aber alles in allem ist The Taint kein Film für meine Sammlung.

Dabei beginnt der Film voller Elan und Motivation seitens der Macher und den Effekte-Spezialisten. So gibt es bereits in den ersten 15 Minuten so viele Ekel-Szenen zu sehen, dass der Zuschauer sofort weiss, dass er sich in einem Troma-Film befindet. Zu diesen typischen Troma-Inhalten zählen nackte Tatsachen, Erbrochenes, Urin, Sperma, Stuhlgang, Splatter und verrückte Männer, die sich wie "Rednecks" aus einem Edward Lee Roman verhalten (z.B. The Bighead).

Nach einem starken Start flacht der Film, der nur ca. 70 Minuten läuft, jedoch ab. Der Plot ist hohl, der Film hat trotz seiner kurzen Laufzeit auch Längen und dass die einzige weibliche Hauptfigur am Ende nicht überlebt fand ich doof. So richtig Punkte gekostet hat aber das Ende selbst, was mir nicht gefallen hat. Die ewigen Flashbacks haben immer wieder Längen in den Plot gefressen und es gab mir viel zu viele Gummi-Schwänze.

Die handgemachten Effekte warne cool und einige Hommagen (an Freddy Krüger oder Leatherface) fand ich cool wie auch den Soundtrack im Retro-Stil. Als ich mir den Film anschaute, wusste ich im Übrigen noch nicht, ob es sich bei The Taint um einen richtigen Troma-Film oder einen aufgekauft und nur vertriebenen Titel à la The Stendhal Syndrome oder Rabid Grannies handelt. Den Film kann man gut einmal schauen, es gibt einige abgefahrene und aberwitzige Ideen.

Fazit:  Geschmackssache. Für mich persönlich nichts für die Sammlung, aber für einen langweiligen Abend unterhaltsam und spassig.

Infos:

O: The Taint

USA 2011

R: Dan Nelson, Drew Bolduc

D: Drew Bolduc, Colleen Walsh, Cody Crenshaw, Kenneth Hall, Gabriella Herzberg, Richard Spencer

Laufzeit der US-DVD: Ca. 70 Min.

Gesehen am: Okt. 2024

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Troma vor = Geschenk eines Kollegen, der das US-Set gekauft hat. In dieser sind eine Blu-Ray und eine DVD vom Film enthalten. Er schenkte mir die DVD. Der Film ist Uncut und hat eine sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt auch englische Subs. Die Blu-Ray wäre eine Region-All Disc. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2024).

Samstag, 19. Oktober 2024

Wild Nr. 7 (Restaurant & Hotel Schlossberg)

Adresse: Schlossberg 2, 3600 Thun

Am heutigen Tag standen viele Verrichtungen an. Ich versuchte den ganzen Tag, einen Ersatz für meine Begleitung für am morgigen Tag (Wild Nr. 8) zu finden. Bisher erfolglos. Es sieht so aus, als ob ich morgen allein «essen gehen muss». Meine Begleitung hat abgesagt. Schade. Ich wurde nachts von einer Mücke geplagt und schlief durchzogen, so dass ich morgens recht müde war. Ein früherer Dealer aus China meldete sich zurück und nun kaufte ich ihm noch ein drittes VHS ab – jedoch fraglich, ob das Zeug jemals hier landen wird. Das ist dann aber eine längere Geschichte für ein späteres «Neukauf-Update». Kurz vor dem Mittag, ich zockte noch Broforce, ging es dann ins Kino.

Ich ging zusammen mit meinem Vater und dessen Freundin, ich lud sie ein, im Kino die 4. und voraussichtlich letzte Staffel der Serie Tschugger schauen. Mein Vater wuchs im Wallis auf und schon die ersten drei Staffeln waren amüsant. Die 4. Staffel soll ab November im Free-TV gezeigt werden und nun wird die komplette Staffel am Stück (fünf Episoden = 147 Minuten Laufzeit) im Kino gezeigt. Da ich jeden Abend mit Restaurant-Besuchen blockiert bin war es praktisch, dass es in der Stadt Bern auch eine 12.15 Uhr Vorstellung gab. So konnten wir die Serie im Kino geniessen, ehe es mich am späteren Nachmittag nach Thun zog. Richtung Wild Nr. 7.

Für Wild Nr. 7 ging ich in Thun im Restaurant & Hotel Schlossberg. Da war im Anfang Januar schon Mal essen (siehe Bericht) und es war fantastisch. Mir war klar, dass ich das Restaurant zur Wild-Season testen würde. Ich ging sogar mit der gleichen Kollegin, die in Thun wohnt. Ich sah sie seit Anfang Januar auch nicht mehr, so gab es viel Gesprächsstoff. Ursprünglich wollten wie am Samstag essen gehen. Als ich im Juli reservieren wollte, war der Samstag für Mitte Oktober jedoch schon ausgebucht!!! Also gingen wir am Donnerstag. Ich konnte noch was schieben. Das hat meine Erwartungen jedoch erhöht.

Im Gegensatz zu Anfang Januar hatten wir nun einen Fensterplatz. Mein Name stand auf der Liste ganz oben. Ich war wohl die erste Person, die für den heutigen Tag reserviert hatte. Bevor ich das Restaurant aufsuchte, ging ich noch einkaufen (Toast und Kaffeerahm). Wie schon in den letzten Tagen, ass ich den ganzen Tag nichts. Ich hatte zuletzt am Vorabend im Restaurant gegessen. Obwohl ich zwischendurch recht Hunger bekam, verschwand das Gefühl auch immer wieder. Ich habe die Karte schon zuvor studiert und nebst schönen Gesprächen mit der Kollegin freute ich mich auf folgendes:

 

Vorspeise:

Kürbissuppe mit Greyerzer Toast mit rassigem Hirsch Tatar

18.00 CHF

 

Hauptgang:

Wildschweinfilet im Emmentaler Landrauchschinken an kräftigem Glühweinjus Rotkraut, Rosenkohl, Karotte und Mascarpone-Spätzli

36.00 CHF

 

Dessert:

Marroni-Soufflé-Glace mit glasierten Marroni

12.00 CHF

&

Dunkles Schokoladenmousse im Glas mit Schokoladenbrownie

12.00 CHF

 

  

Die Erwartungen waren hoch. Die Qualität war sehr gut, aber das Niveau vom Januar-Besuch konnte nicht gehalten werden. Was die Vorspeise angeht waren die Kürbissuppe und der Greyerzer Toast hervorragend. Ich nahm das Menü mit Hirsch Tatar und probierte etwas Neues, mir Fremdes. Und ich kann sagen, dass Tatar nicht meins ist. Es wurde in der Suppe serviert. Für mich hatte es eine komische Konsistenz, keinen Geschmack und wirkte fad. Erstes und letztes Mal, dass ich Tatar bestellt habe. Beim Hauptgang hätte ich das Fleisch, immerhin war es ein Filet, zarter erwartet und es gab etwas zu wenig Sauce. Die Beilagen empfand ich z.T. weniger geschmacksintensiv als in anderen Restaurants, wo ich Wild ass. Alles in allem war es aber noch immer sehr gut und empfehlenswert, einfach nicht in der Kategorie «hervorragend». Die Desserts, die Kollegin nahm keine, bestellte ich beide für mich. Da waren die Desserts vom Januar massiv besser. Speziell das Marroni-Soufflé-Glace war mässig. War mehr ein gefrorenes Vermicelles als etwas Anderes. Das Schokoladenbrownie vom 2. Dessert war super trocken. Der Schokoladenmousse hingegen war fein. Die Kollegin nahm, was mich überraschte, auch ein Menü mit Fleisch. Sie nahm das Cordon bleu, welches ihr aber zu viel war. Sie packte es für Zuhause ein. 

 

 

Fazit:

 

 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend