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Mittwoch, 22. Oktober 2025

Todesmarsch

Todesmarsch

Inhalt:

«Die düstere Utopie des Horror-Kings über einen amerikanischen Militärstaat: Jedes Jahr am 1. Mai brechen einhundert 17-jährige Amerikaner zum Todesmarsch auf. Für neunundneunzig von ihnen gilt das wörtlich - sie werden nicht überleben. Der Sieger dagegen bekommt alles, was er sich wünscht…»

Meine Meinung:

The Long Walk, so der Originaltitel dieser Stephen King Geschichte, sah ich mir vor einigen Wochen im Kino an. Spielfilm = die Roman-Verfilmung. Den Roman selbst kannte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Den Film fand ich okay. Durchschnittlich. Für eine einmalige Sichtung geeignet, aber im Grossen und Ganzen nichts Spezielles. Mein Kumpel hingegen schwört auf den Roman und als ich gelesen habe, dass dem Film auch Veränderungen widerfahren sind (z.B. das Ende), war ich sehr neugierig darauf, zu erfahren, wie sich Film und Roman unterscheiden werden. Ich wollte vergleichen und kaufte mir den Roman.

Ich fand den Roman klar besser. Ich empfand den Roman als derber. Es wird sich für die Figuren mehr Zeit genommen. Das Leiden kommt intensiver zur Geltung. Der Verfall und das Leiden wird dem Leser nähergebracht und fühlt sich echter an, als im Film. Zudem mochte ich es, dass die Figuren im Roman mehr bereuen als im Film. Sie haben mehr Tiefe und bereuen, am Marsch teilgenommen zu haben. Zudem wird auch mehr auf animalische Triebe eingegangen, welche auch in dieser Nahtoderfahrung entsteht. Die pure Lust (auf nacktes Fleisch, Frauen, Nähe, Körper). Primitive Urinstinkte lodern auf. Das wird im Roman ja auch bildlich und inhaltlich dargestellt (die eine Zuschauern, welche sich auf dem Auto räkelt und sich anbietet oder die Erinnerungen der Hauptfigur an seine Freundin Jan).

Daneben hat mir auch das Ende im Roman besser gefallen. Es ist düsterer und böser. Und das entspricht meinem Geschmack. Ich fühlte mich beim Ende sofort an den französischen Film 5150 Elm’s Way und dessen Ende erinnert. In diesem flieht der Entführte nicht, sondern will in seinem Irrsein und nachdem er den Verstand verloren hat, freiwillig weiterspielen. So ähnlich ist es im Todesmarsch. Das Ende gefiel mir daher. Wie das Ende im Film verändert wurde, ist nachträglich reflektiert schade, aber halt kommerzieller und entspricht mehr dem Mainstream. Dass auch eine andere Figur gewinnt und dessen Hautfarbe noch verändert wurde, entspricht zusätzlich dem heutigen Zeitgeist. 

Das sah ich schon in anderen neuen Stephen King Serien. So die Figur Holly aus dem neuern King-Universum betreffend. In der Mr. Mercedes Serie (drei Staffeln) ist sie weiss, in der Serie The Outsider hingegen war sie schwarz. Das ist dann schon irgendwie schräg und unlogisch und vor allem eigentlich auch unnötig und verwirrend. Für den Plot in Todesmarsch spielt die Hautfarbe jedoch keine grössere Rolle. Es ist, sowohl im Film wie auch im Roman nicht klar, in welchem Jahr diese düstere Utopie handelt. Das, was im Film dem Roman am nächsten kommt, war die Darstellung von Barkovitch. Das haben die Produzenten im Film sehr authentisch hinbekommen.

Fazit: Für King Fans Pflichtlektüre!

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 374

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Stephen King (als Richard Bachman)

Erschienen: 12. Auflage (10/2013), ursprünglich 1979

The Long Walk Review

The Long Walk

Story:

Eine Gruppe von jungen Männern (u.a. Cooper Hoffman, David Jonsson, Ben Wang, Charlie Plummer, Tut Nyuot) nimmt am «Long Walk» Teil. Es gibt diverse Regeln. Die wichtigste ist: laufen oder sterben! Begleitet werden sie vom Major (Mark Hamill) und seiner Truppe. Nur dem letzten Überlebenden ist ein Preisgeld und die Erfüllung eines Wunsches sicher…

Meine Meinung:

Auf The Long Walk wurde ich vor paar Wochen aufmerksam. Zuerst schrieb mir ein Kumpel dazu und später sah ich den Trailer im Kino: und der Trailer sah vielversprechend aus = Kinobesuch beschlossene Sache. Es handelt sich bei The Long Walk um eine Stephen King Roman Verfilmung. Es ist, wie schon bei Running Man, eine Geschichte, die Stephen King unter seinem Pseudonym Richard Bachman geschrieben hat. Ich kenne den Roman nicht.

Nach dem Kinobesuch muss ich sagen, dass der Film nicht ganz das halten kann, was der Trailer in mir ausgelöst hat. The Long Walk ist absolut solide und gut schaubar, aber im Grossen und Ganzen absolut nichts Besonders oder Spezielles. Es kommen in der Tat typische Stephen King Vibes auf, aber der Inhalt war halt auch sehr dünn, bleibt ohne Erklärungen und der Verlauf ist auf Dauer sehr repetitiv. Der Film ist technisch gut gemacht, er geht schnell zur Sache und die Darsteller machten ihre Sache mehr als ordentlich. Der Cast ist mir bis auf Mark Hamill unbekannt.

Ihn kenne ich aus Filmen wie Midnight Ride, The Guyver, Sleepwalkers oder Body Bags. Die Mehrheit dürfte ihn aus der Original Star Wars-Reihe kennen, wo er die Hauptrolle spielte (als Luke Skywalker). Er spielt hier den Major. Ich habe gelesen, dass seine Figur im Roman eindrücklicher sein soll. Allgemein habe ich gelesen, dass es für den Film doch viele Änderungen gab. Auch sollen sich die Figuren im Roman z.T. anders verhalten Es scheint für den Film diverses verändert worden zu sein. Ob das auch für das Ende gilt, weiss ich nicht. Ich habe extra nicht mehr dazu gelesen, da ich mir den Roman holen werde. Ich werde gespannt sein, wie sich dieser vom Film unterscheiden wird.

Fazit: Stephen King Fans können einen Blick riskieren. Was mich angeht, wird es beim Kinobesuch bleiben. Kein Kauf und kein Film für meine (Film)Sammlung.

Infos:

O: The Long Walk

USA 2025

R: Francis Lawrence

D: Cooper Hoffman, David Jonsson, Ben Wang, Charlie Plummer, Tut Nyuot, Mark Hamill

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 108 Min.

Gesehen am: 11.09.25

Fassungen: Im Kino gesehen (Englisch mit Untertiteln, Uncut). Eine deutsche DVD, Blu-Ray und UHD sind noch nicht angekündigt (Stand: Sept. 2025).

Dienstag, 21. Oktober 2025

Neukauf

 



Furious Swords and Fantastic Warriors

Dieses Blu-Ray Set aus England von Eureka trägt den Zusatztitel "The Heroic Cinema Of Chang Cheh". Es handelt sich um eine 5-Disc-Limited Edition mit Box, Booklet und folgenden Filmen: Men from the Monastery, Shaolin Martial Arts, King Eagle, Iron Bodyguard, Fantastic Magic Baby, The Weird Man, Trail of the Broken Blade, Wandering Swordsman, Trilogy of Swordsmanship sowie New Shaolin Boxers. Alte DVD-Ausgaben habe ich mehrheitlich verkauft. Am meisten freue ich mich auf die Neusichtung von Fantastic Magic Baby, den ich bisher nur als VCD sah. Zudem froh, denn solche Boxen sparen im Regal Platz.


Die Pest - Geschichte des Schwarzen Todes

Dieses Sachbuch über die Pest kaufte ich, nachdem Glennkill, Garou sowie Bullinger - Eine Familiensaga zu Ende gelesen hatte. Ich mochte das Artwork und fand den Inhalt interessant. Ich habe Die Pest - Geschichte des Schwarzen Todes schon zu Ende gelesen, den Titel aber vergessen, als Neukauf vorzustellen. Das hole ich nun nach. Für die Buchbesprechung hier klicken.


Todesmarsch

Roman von Stephen King. Ich sah mir den Film im Kino an (Review folgt) und der Roman wurde mir gleichzeitig vom Kumpel sehr an Herz gelegt. Ich war gespannt darauf, den Roman mit dem Film zu vergleichen. Die Buchbesprechung folgt ebenfalls demnächst (das Film-Review werde ich vorziehen und beide zur gleichen Zeit On stellen).


Der Outsider

Vor paar Wochen sah ich mir die Serie The Outsider an. Basierend auf einem Roman von Stephen King. Die Serie wurde mir von meiner Schwester empfohlen. Den Roman mit einer stolzen Seitenanzahl von ca. 700 habe ich vor fünf Tagen begonnen und bin schon fast durch. So gut gefällt mir der Roman und ich finde es, wie schon bei Todesmarsch, sehr spannend, den Roman mit der filmischen Serie und umgekehrt zu vergleichen. Zudem finde ich es cool, hier Holly aus «Mr. Mercedes» (wird mein nächster Kauf eines Stephen King Romans) wiederzusehen!