Dieses Blog durchsuchen

Freitag, 10. Februar 2017

Ultracop 2000 Review

Ultracop 2000

Story:

Zwei HK Cops (u.a. Yukari Ôshima, Philip Ko) versuchen einen Gangsterboss (Melvin Wong) zu verhaften. Gestört wird der Vorgang von zwei Aliens, die auf der Erde landen. Einer ist böse (Gabriel Romulo) und wird von einem guten Alien gejagt. Alle drei Parteien geraten sich in die Fronten...

Meine Meinung:

Ultracop 2000 stellt eine leicht trashige aber auch so gewollte Low-Budget Produktion und Zusammenarbeit aus Hong Kong und den Philippinen dar. Bei dem Film von und mit Philip Ko (jedoch spielt er zur Abwechslung Mal keinen Bösewicht) hat man sich dabei stark am Dolph Lundgren Klassiker Dark Angel orientiert.

Mir hat der Film trotz der kleinen Budgets und den in meinen Augen sehr charmanten Effekten die daraus resultieren, gut gefallen. Vor allem gegen Ende dreht der Film auf und es gibt viele coole Action.

Der Film ist von der Machart der Kostüme, Effekte und Action her erinnernd an Kos sehr kurzweiligen und videospielähnlichen Techno Warriors. Wer letzteren Film kennt weiss in etwas was in hier erwartet, nur eben mit der Tatsache, dass der Film nicht ganz so ausgeflippt und fantasievoll ist und sich zudem mehr an einem US Film orientiert wie bereits weiter oben erwähnt.

Mir hat der Film Gefallen. Die Action und Fantasy Szenen fand ich am besten, auch wenn die Choreographie nie so gut ist wie sie es zu besten HK Actionfilmzeiten war. Das gleiche gilt für den Einsatz der Kameraarbeit in den Kampfszenen. Im Vergleich zum B-Actionfilm aus den USA (gerade wenn es ums Kämpfen geht) ist Ultracop 2000 dann aber doch eine Nummer besser.

Vor allem ab Mitte des Filmes und im letzten Viertel gibt es sehr viel Action zu sehen. Philip Ko zeigt wenig von seinem Können, dafür zeigt Yukari Ôshima viel. Fans von ihr werden voll auf ihre Kosten kommen. Melvin Wong, der gekonnt Bösewichte spielen kann (Tage des Terrors sei als sehr pos. Beispiel erwähnt), tut dies hier in einer Nebenrolle. Und die westlichen bzw. philippinischen Stars kennt man teilweise auch aus anderen Genre-Werken um diese Zeit (Monsour Del Rosario, z.B. in Tough Beauty and the Sloppy Slop).

Und was im HK Kino nicht fehlen darf und was den Film vor seinem Vorbild Dark Angel unterscheidet ist folgendes: derber HK Humor und Klamauk, politisch schön unkorrekt! Hier vor allem AIDS und Schwulenwitze, denn der böse Alien wird durch einen ehemaligen Aidskranken, schwulen Typ bekämpft (das Alien reagiert mit Angst auf diesen) - muss man fast gesehen haben um es zu glauben!

Für HK Filmfans mit Faible für Trash, Low-Budget, exotischem philippinischen Flair und bösem HK Humor / HK Humor sicherlich kurzweilig und amüsant! Alle anderen werden schnell die Kiste ausschalten...

Infos:

O: Yu zhou zu ji

HK, Philippinen 1995 (1992 laut anderen Filmdatenbanken)

R: Philip Ko

D: Yukari Ôshima, Philip Ko, Ricky Davao, Philip Ko, Melvin Wong, Monsour Del Rosario, Gabriel Romulo, Bernardo Bernardo

Laufzeit der HK VCD: 85:04 Min.

Gesehen am: 07.09.16

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung und/oder DVD im O-Ton zu geben (Stand: Sept. 2016). Mir lag die HK VCD vor = Uncut, solide bis durchschnittliche Bildqualität, O-Ton und englische UT an Bord.

Matango - Attack of the Mushroom People Review

Matango - Attack of the Mushroom People

Story:

Schiffbrüchige finden auf einer Insel seltsame Pilze, welche nach ihrem Verzehr unerwartete Wirkungen auf die Schiffbrüchigen haben - sie mutieren zu Pilzmenschen...

Meine Meinung:

Ishirô Honda, Regisseur und Urvater des ersten Original Godzilla, hat mit Attack of the Mushroom People einen sehr soliden, charmanten und vor allem sehr stimmungsvollen Film geschaffen.

Der Film ist etwas anders als Godzilla und Co., da es hier keine Riesenmonster/Geschöpfe sind, die Angst und Schrecken verbreiten. Es gibt in dem Sinne auch keine Monsterkämpfe, nicht verschiedene Kreaturen und keine Städte, die zerstört werden. Dem sollte man sich bewusst sein. Ich ging hier und da auch mit zu grossen und falschen Erwartungen an den Film - denn die Szenen mit den mutierten Pilzmenschen beschränkt sich in der Tat nur auf wenige Szenen am Ende.

Man muss also Zeit in Kauf nehmen und wenn man zu viel erwartet wird man etwas enttäuscht werden. Ich bin mir aber sicher, dass mir der Film schon beim 2x Schauen besser Gefallen wird da keine falschen Erwartungen meinerseits. Die Darsteller sind gut und solide, aber eigentlich nicht die Stars des Filmes. Das Inselsetting kommt dem Film gut gute. Wirkt exotisch, und trotzdem baut der Film eine unheimliche Stimmung auf, die dem Film sehr gut tut. Stimmung und Effekte (sehr charmante Effekte wie man den aus Toho Produktionen aus dieser Zeit nicht anders kennt, für mich kein Trash sondern Effektkunst) sind die Highlights des handwerklich sehr solide inszenierten Filmes und Fans des japanischen Monsterfilmes (auch wenn hier nur am Rande und in "abgeschwächter Form") können daher bedenkenlos zugreifen!

Infos:

O: Matango

Japan 1963

R: Ishirô Honda

D: Akira Kubo, Kumi Mizuno, Hiroshi Koizumi, Kenji Sahara

Laufzeit der US DVD: 89:20 Min.

Gesehen am: 01.09.16

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2016). Mir lag die seltene und teure US DVD von Tokyo Shock vor = Uncut, O-Ton, englische UT, erstklassige Bildqualität (Toho Master). Dazu gibt es viel Bonusmaterial (Interviews, Audiokommentar, alles mit englischen UT).

The Yellow Sea Review

The Yellow Sea

Story:

Gu-Nam har Spielschulden. Er lebt in einer armen Grenzregion (China, Nordkorea, Russland). Er braucht Geld um die Ausreise seiner Frau nach Südkorea zu ermöglichen. Von dieser hat er jedoch seit Monaten nichts gehört. Da Schulden nimmt er einen Auftrag an: er soll in Südkorea einen Mord begehen, dafür sind die Schulden nichtig. Er willigt ein, mit dem Hintergedanken, auch gleich nach seiner Frau zu suchen. Doch als er den Mord durchführen will kommt ihm jemand zuvor...

Meine Meinung:

Nach dem vielversprechenden The Chaser legte Regisseur Na Hong-jin vor sechs Jahren nach und präsentierte mit den gleichen zwei Stars aus seinem Vorgänger diesen düsteren, grimmigen und brutalen Thriller.

Doch leider konnte er nicht an die Qualitäten seines Vorgängers anschliessen. Auch im direkten Vergleich mit anderen Thrillern aus Südkorea (z.B. I Saw the Devil) kann der Film nicht mithalten. Schlecht ist The Yellow Sea trotzdem nicht geworden, da gibt es aus Südkorea klar schlechtere und lahmere Filme.

Man merkt aber auch, dass der Regisseur zu viel gewollt hat und er schien, dass auch selbst gemerkt zu haben. Denn seine Langfassung hat er selbst gekürzt da einfach zu lang und unstimmig. So entstand der 140minütige Director's Cut, der hier und da trotzdem noch etwas zu Lange geraten ist.

Was man dem Film zugutehalten muss ist die Tatsache von wenigen Lägen bei einer stolzen Laufzeit von 140 Minuten, guten Leistungen der Darsteller und einer absolut düsteren, hoffnungslosen und pessimistischen Stimmung, welche sich durch den ganzen Film zieht. So gibt es auch keine Identifikationsfigur / Sympathieträger (was mich jedoch störte) und ein böses Ende (vor allem wenn es richtig interpretiert wird ist es auch wirklich böse und gefällt). Blut fehlt im Film auch nicht - es geht brutal und blutig zu und her.

Leider überwiegen die Schwächen: keine Sympathiefigur, Nebenfiguren sehr blass, Story Abläufe teilweise arg unglaubwürdig (Flucht gelingt immer wieder, der Gesuchte fällt nie auf etc.) und die vielen blutigen Messerszenen ermüden sich ziemlich schnell und der Plot mit der Frau hätte man auch eindämmen können (weglassen nicht, sonst hätte das böse Ende nicht funktioniert). Dazu eben doch auch paar Längen.

Jedoch kann man sich den Film gut schauen, technisch einwandfrei, nihilistische Grundstimmung, viel Blut gibt es zu sehen. Vielleicht wird mir der Film beim 2x Schauen gar etwas besser gefallen. Vielleicht habe ich wegen dem tollen The Chaser einfach auch zu viel erwartet, wer weiss...

Fans des koreanischen Kinos können auf jeden Fall einen Blick riskieren und ebenso darf man sich auf den neuen Film von Na Hong-jin freuen: The Wailing (2016), Mix aus Mystery, Horror, Seuchenfilm und Drama in einer kleinen Ortschaft spielend! Hört sich zumindest vielversprechend an! Erscheint voraussichtlich am 4. Okt. 2016 in den USA auf DVD / Blu Ray von Well Go USA!

Infos:

O: Hwanghae

Südkorea 2010

R: Na Hong-jin

D: Kim Yun-seok, Ha Jung-woo, Cho Seong-Ha, Lee Chul-Min

Laufzeit der UK DVD: 140:01 Min.

Gesehen am: 01.09.16

Fassungen: UK DVD = ungekürzte Fassung. Die deutsche Fassung ist zensiert und nicht zu empfehlen. Bei der UK DVD handelt es sich um eine Doppel DVD, was von aussen her nicht ersichtlich ist. Auch findet sich keine Laufzeitangabe auf dem Cover. Zur DVD = eben Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton mit englischen UT. Die UK Fassung entspricht dem vom Regisseur selbst erstellen Director's Cut. In Korea gibt es noch eine Fassung welche länger ist, aber welche zu umständlich und lang gilt. Daher hat der Regisseur auch selbst Hand angelegt und Unnötiges entfernt. Die deutsche Fassung basieret auf der US Fassung, die zwar auf dem DC basiert, aber für die US R Rating Freigabe in Sachen Gewalt und Sex zensiert wurde.