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Freitag, 13. Juli 2018

NIFFF Bericht Tag 7

Heute besuchte mich mein Kumpel aus Zürich – gemeinsam guckten wir zwei Filme – Operation Red Sea und Under the Silver Lake – beide viel besser als erwartet und auf der Wunschliste landend! Pig war durchschnittlich, One Cut of the Dead besser als erwartet und Terrified habe ich leider verpasst – nach 30 Minuten im Kino warten, ohne dass der Film startet und ohne (englischsprachige) Info, warum und wie lange sich der Film weiterhin verzögern wird, habe ich das Kino verlassen. Hatte ich keine Geduld mehr. Schade, denn der Film hätte mich noch interessiert. Allgemein hatte ich zwischen den Filmen nahezu keine Pausen, da viele Verspätungen…

David Cronenberg hatte Konferenz (nur deshalb waren so wenig Leute in Operation Red Sea), dort bildeten sich Schlangen und jeder Fan erhielt ein Autogramm. Sympathisch, als wir Cronenberg auch im Kino in der Under the Silver Lake Vorstellung gesehen haben. Was ich hörte, guckte er sich danach auch noch Mandy an.

Die Kinos waren zum Teil sehr heiss. Am Freitag soll es noch wärmer werden!

Sonst:

Das erste Mal seit sechs Tagen was Richtiges gegessen im Restaurant (Pferd auf heissem Stein), vom Kollegen in Zürich paar Filme bekommen und weitere Einkäufe im Internet getätigt. Sparmonat Juli war nichts…

Donnerstag, 12. Juli 2018

Update

Neuer NIFFF Bericht inklusive Foto von David Cronenberg und neue NIFFF Reviews

 

- Neuer NIFFF Bericht plus Foto David Cronenberg 


- The War Dogs

- Satan's Slaves (NIFFF 2018 Spezial) 

- Liverleaf (NIFFF 2018 Spezial)

Liverleaf Review

 
 
NIFFF 2018
Liverleaf

Story:

Nozaki (Anna Yamada), neu an der High-School, wird von den anderen Schülerinnen ausgeschlossen, verspottet und gemobbt. Das Mobbing geht so weit, bis Grenzen überschritten werden und Nozaki zum Racheplan übergeht…

Meine Meinung:

In den letzten Monaten habe ich selten einen Film gesehen, der so hassenswerte Figuren und Aktionen innehatte, wie der japanische Mobbing-Rache Film Liverleaf. Dazu zynische, verachtenswerte und derbe Kommentare, die genauso hart treffen wie die Gewalt im Film und die teilweise wie ein Schlag in die Magengrube wirken.

Da bleib dem Publikum mehr als nur einmal die Spucke weg. Und selten hiess man eine Selbstjustiz in einem Film gut bzw. fand diese nachvollziehbar, wenn nicht hier. Doch es gibt inhaltlich und zu den Figuren und der Story einige (derbe) Überraschungen, die an dieser Stelle noch verraten werden. Solches Kino kann nur aus Japan kommen.

Negativ ist, dass der Film einige unschöne und billige CGI Effekte bietet. Dies ist im japanischen Kino der Moderne jedoch als normal anzusehen. Es kommen auch nicht digitale Bluteffekte vor und die anderen schlechten CGI sind die Szenen, in denen die Opfer brennend zu sehen sind – sehr unschön, aber scheint in Japan niemand zu stören und Stuntmänner einzusetzen, wäre wohl aufwändiger, teurer und gefährlicher gewesen. Der Film ist recht blutig, wenn zum Teil nicht immer explizit oder man nur das Resultat und/oder Blut spritzen sieht. Der Gewaltlevel an sich (psychisch wie physisch) ist jedoch enorm hoch.

Auf jeden Fall ist der Film stark gespielt, wenn auch teilweise krasses Overacting vorhanden ist. Wobei viele Szenen übertrieben sind. Optisch ansprechend war die Kleinstadtstimmung. Jeder kennt jeden. Das mag ich. Abgelegenes Dorf und die Hauptgeschichte spielt im tiefsten Winter – es gibt also viel Schnee und weisse Bilder zu sehen – und das haben die Japaner einfach drauf, vor allem wenn sich die weisse Landschaft dann mehr als nur einmal rot färbt…

Fazit: Wer sich an paar schlechten CGI Effekten nicht stört und mit dem japanischen Kino vertraut ist (und es mag), sollte sich diese Manga Verfilmung nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Misumisô

Japan 2018

R: Eisuke Naitô

D: Anna Yamada, Hiroya Shimizu, Rinka Ôtani

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 114 Min.

Gesehen am: 11.07.18 am NIFFF

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2018 im O-Ton mit eng. Subs. Es gibt noch keine DVD / Blu Ray (Stand: Juli 2018). Nachtrag 01.06.19: Müsste in D raus sein vom Label extreme (als Mediabook). Dürfte Uncut sein, soll aber keine Subs zum O-Ton Japanisch bieten = unbrauchbar. Discs aus Japan und Taiwan haben ebenso keine (englischen) Subs. Nachtrag August 2024: Das US-Label SRS Cinema hat den Film nun auf Blu-Ray veröffentlicht. Uncut, in Japanisch und mit englischen Subs. Es gibt ein Poster und exklusive Extras. Die Bild- und Tonqualität ist sehr gut. Es folgte nun eine 2. Sichtung. Ich nehme diese Verfilmung eines japanischen Mangas als böse, derb und satirisch wahr. Schnee und Blut sind optisch immer toll. Bully the Bullies Inhalte ebenso. Nur die CGI-Feuer-Szenen waren nach wie vor mies. Schade, dass Regisseur Eisuke Naitô qualitativ mit seinem neusten Werk Toxic Daughter nicht an Liverleaf anknüpfen konnte.