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Samstag, 2. November 2024

The Web of Death

 

The Web of Death

Story:

Liu Shen (Lo Lieh) ist hinter einer Waffe her, welche ihn in der Martial Arts Welt unbesiegbar machen würde. Diese ist versteckt. Durch List gelingt es ihm, deren Aufenthaltsort zu bestimmen. Durch weitere Intrigen beginnt er, diverse Clans und deren Mitglieder (Yueh Hua, Lily Li, Ching Li, Ku Feng, Wang Chung) gegeneinander aufzuhetzen.

Meine Meinung:

The Web of Death war der 2. Film mit Lily Li (Relentless Broken Blade, Police Force, Shadow Girl), den ich auserwählt habe, ihr zu Ehren (sie starb am 27.10.24 an Lungenkrebs) anzuschauen. Ich sah den Film sehr lange nicht mehr (Juli 2009). Im Vergleich mit meinem alten Review, gefiel mir der Film früher besser. The Web of Death, eine Shaw Brothers Produktion aus dem Jahr 1976 von Chu Yuan (Intimate Confessions of a Chinese Courtesan, The Convict Killer), liess mich jetzt mit gemischten Gefühlen zurück. Ich war sogar leicht enttäuscht.

Stark waren die abwechslungsreichen, bunten, stimmungsvollen und fantasievollen Kostüme, Waffen und Settings. Auch die Waffe, nach welcher im Film alle suchen, die Five Venom Spider, ist amüsant und deren Wirkung innovativ, vielleicht leicht «trashig» aber sehr fantasievoll und vor allem tödlich. Leider wird damit zu wenig Zeit «verschwendet». Zudem gab es für meinen Geschmack auch zu wenig Kampf- und Actionszenen. Und jene die gezeigt wurden, waren nichts Besonderes. Lo Lieh (On the Run, The Dynamite Shaolin Heroes, The Revenge of the Shaolin Kid), selbstverständlich als Bösewicht, war solide wie auch Lily Li, die im Film eine eifersüchtige und schmollende Kämpferin spielt. Toll, sie so zu sehen.

Der Plot (Drehbuch Ni Kuang) bietet zu viele Längen, zu wenig Action, zu viel Naivität die Figuren betreffend. Die Love-Story war auch eher störend, als aufwertend. Lo Lieh gelingt es zu einfach, die diversen Parteien (Ku Feng, Yueh Hua, Lily Li, Wang Chung) gegeneinander auszuspielen und aufzuhetzen. Yueh Hua (Come Drink with Me, The Drunken Swordsman, Bruce Tuan – 7 Promise) war ok. Aber er hat auch schon mehr überzeugt. Ku Feng (Legacy of Rage) kommt nur im Finale vor und Wang Chung (Cops and Robbers) wird schnell ausser Gefecht gesetzt. In Mini-Auftritten sind noch Yuen Wah (Mr. Vampire) und der auch vor kurzem verstorbene Norman Tsui (City War) zu sehen.

Fazit: Mittelmass. Es gibt bessere, aber auch schlechtere Shaw Brothers Produktionen.

Infos:

O: Wu Du Tian Luo

HK 1976

R: Chu Yuan

D: Lo Lieh, Ching Li, Yueh Hua, Lily Li, Ku Feng, Wang Hsieh, Angela Yu Chien, Wang Chung, Chan Shen, Norman Tsui, Yuen Wah, Corey Yuen

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 91 Min.

Gesehen am: Juli 2009 / Neusichtung am: 30.10.24

Fassungen: Im Juli 2009 erfolgte die 1. Sichtung via deutsche DVD (Titel: Im Todesnetz der gelben Spinne), welche in der Zwischenzeit nach Leeds verkauft wurde. Nun lag mir die US-Blu-Ray von Shout Factory für eine 2. Sichtung vor. Der Film befindet sich in deren Shaw Brothers Classics Vol. Three Box. Es sind weitere Filme in der Box enthalten. Zu The Web of Death = Uncut, O-Ton, neue englische Subs, Audiokommentar, Celestial Trailer und Original-Trailer als Bonus. Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend.  

One Foot Crane

 

One Foot Crane

Story:

Fong Lin-I (Lily Li Li-Li) wird als Kind Zeuge, wie ihre Eltern getötet wurden. Viele Jahre später sinnt Fong Lin-I auf Rache an den Tätern (u.a. Lo Lieh, Tsai Hung)…

Meine Meinung:

One Foot Crane ist eine taiwanesische Produktion aus dem Jahr 1979. Ein Wald-und-Weisen Kung Fu Film. Ich sah den Film seit März 2014 nicht mehr. Damals sah ich den Film nur in Englisch. Jetzt, zehn Jahre später (am 27.10.24), starb Shaw Brothers-Star Lily Li an Lungenkrebs. Ihr zu Ehren folgte nun eine 2. Sichtung, diesmal jedoch mit einer Mandarin-Ausgabe auf Videokassette aus Südkorea. Lily Li, die in unzähligen sehenswerten Filmen wie Curse of Evil, Dreadnought, What Price Honesty?, The Loot, Daggers 8, The Challenger, Executioners from Shaolin, Meister aller Klassen oder Black Magic 2 mitwirkte, spielt in One Foot Crane die rächende Heldin und Hauptrolle.

One Foot Crane vom The Green Dragon Inn-Regisseur Wu Min-Hsiung erzählt eine simple Rache-Story. Das ist mir manchmal lieber, als unnötig komplizierte und konfuse Geschichten zu erzählen. Der Film verzichtet dabei, und das war auch ein kluger Schachzug, auf jeglichen Humor und Klamauk. Die Musik ist relativ unauffällig. Da wäre ein geklauter Italo-Western Soundtrack sehr passend gewesen. Aber man kann nicht alles haben. Der Film bietet kaum Längen und der Plot schreitet zielstrebig auf sein Ende zu.

Die von Lily Li gespielte Figur wurde als Kind Zeuge, wir ihre Eltern getötet wurden. Als Erwachsene nimmt sie Rache. Mehr gibt es zum Plot nicht zu sagen. Am Ende wird Lily Li noch von zwei Männern unterstützt. Ich nehme an, dass mind. einer davon eine Art Agent oder Polizist spielt, da er vor der letzten Szene verhindert, dass Lily Li den Hauptbösewicht tötet. Ich nehme an, um den Bösewicht zu verhaften und somit für Gerechtigkeit zu sorgen. Da ich den Film jedoch nur in Mandarin mit koreanischen Untertiteln sah, kann ich dies nicht verifizieren. Aber eigentlich ist das auch nicht wirklich wichtig.

Lily Li macht als rächende Kämpferin, die mit dem Kranich-Kampfstil arbeitet, eine tolle Figur. Die Kampfszenen sind sehenswert und bodenständig choreographiert. Obwohl das VHS im Vollbild und zusätzlich gezoomt ist (Originalbildformat wäre 2.35:1), sind viele der Kampfszenen davon nicht unbedingt negativ betroffen. Lily Li bekommt es im Film unter anderem mit den Bösewichten Lo Lieh (I Will Finally Knock You Down, Dad!, Police Story 3 Super Cop, Zodiac Fighters) und Tsai Hung zu tun. Letzterer spielt den Hauptbösewicht und den sah ich in den letzten Wochen in anderen Eastern gleich mehrfach (Eight Strikes of a Wild Cat, Blooded Treasury Fight, The Beauty Escort). Er überzeugt auch hier als Bösewicht. Im Finale kämpfen sie zu dritt gegen ihn, um überhaupt eine Chance zu haben. Cool.

Fazit: Für Fans von Lily Li und Old School Kung Fu Streifen zu empfehlen!

Infos:

O: Du Jiao Hao

Taiwan 1979

R: Wu Min-Hsiung

D: Lily Li Li-Li, Lo Lieh, Sze-Ma Lung, Tsai Hung, Wei Tzu-Yun, Miao Tian, Ko Yu-Min

Laufzeit der VHS aus Südkorea: 84:43 Min.

Gesehen am: März 2014 / Neusichtung am: 29.10.14

Fassungen: Mir lag für im März 2014 die US-DVD von Ground Zero vor = Kopie der VHS aus Südkorea, jedoch Englisch Dubbed. Für eine 2. Sichtung lag mir nun das offizielle VHS aus Südkorea von Samwon Production vor = O-Ton mit koreanischen Subs. Leider wurde zum Vollbild zusätzlich gezoomt, um feste englische und chinesische Subs aus dem Bild zu stossen. Schade. Aber immerhin im O-Ton. Dies war auch Grund des Kaufes. Die Bild- und Tonqualität sind solide. Eine O-Ton Fassung mit englischen Subs, eine Blu-Ray und/oder eine deutsche Fassung sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2024).

Freitag, 1. November 2024

Wild Nr. 13 (Alter Tobelhof)

Adresse: Tobelhofstrasse 236, 8044 Zürich

Wie bereits im letzten Jahr (siehe Bericht) zog es mich für Wild nach Zürich. Ins Restaurant Alter Tobelhof. Das war letztes Jahr hervorragend. Die Speisekarte war identisch und so freute ich mich sehr, dort auch dieses Jahr Wild geniessen zu dürfen. Zuerst hatten wir auf 19.00 Uhr reserviert, da meine Kollegin bis ca. 17.00 Uhr arbeiten sollte (studiert in Zürich). Doch dann bekam sie am Nachmittag Zeit für das Selbststudium und wir haben die Reservation auf 18.30 Uhr geändert und um 17.00 Uhr in Zürich Hauptbahnhof abgemacht. Ich guckte mir am Vormittag noch einen Film an (Red to Kill) und musste vom Vortag schreiben (Film-Review und Wild-Bericht), so dass ich noch fast in Stress kam. Auch Katzenkisten neu füllen und rasieren waren noch angesagt.  

In Bern war ausserordentlich schönes Wetter. Durch Föhn sollte es wärmer werden. Ich musste meine Sonnenbrille definitiv einpacken und machte mich am Nachmittag auf den Weg nach Zürich. Ich nahm einen 1h20 Minuten Direktzug. Es gäbe schnellere, dafür auch total überfüllte, Verbindungen. Mit meiner langsamen Verbindung hatte ich im Zug meine Ruhe. Ich kam kurz vor 17.00 Uhr in Zürich an. Hier war es bewölkt. Keine Sonne. Am Bahnhof bekam ich dann noch ein Geburi-Geschenk, was mich freute. Und obwohl mich die Kollegin nicht einladen wollte (weil das Resti sehr teuer ist), was ich völlig akzeptiere, lag im Geburi-Kärtchen auch noch ein Geldbetrag (50 CHF) nebst dem Katzengeschenk und der schönen Katzen-Karte. So lieb.

Wir waren dann schon ca. 18.00 Uhr vor Ort und haben uns noch die Umgebung angesehen. Das Restaurant ist etwas abgelegen, aber mit dem ÖV gut zu erreichen. Das Restaurant ist denkmalgeschützt und angeblich gibt es das Resti seit 1315. Zur Geschichte kann auf der Homepage des Restaurants nachgelesen werden. Als wir ca. 18.20 Uhr das Restaurant betraten, durften wir auswählen, wo wir sitzen wollten. Wir entschieden uns für einen anderen Raum als letztes Mal. Als wir bestellten, war der Raum noch praktisch leer. Das sollte sich mit später ankommenden, grossen Gruppen und leider einem unangenehm riechenden Hund, ändern. Da ich schon wusste, was ich nehmen würde (das gleiche wie letztes Jahr) bestellten wir schnell. Ich nahm:

 

Als Vorspeise:

Kürbis-Crème-Suppe

Mit gerösteten Kernen und Öl

14.00 CHF

 

Als Hauptgang:

Rehrücken vom Schweizer Reh ZH/

Rosa gebratener Rehrücken mit sautierten Pilzen, Trauben und unserer bekannten Wildrahmsauce Dazu Rotkraut, Rosenkohl, glasierte Marroni, Preiselbeer-Birne und hausgemachte Spätzli

64.00 CHF

 

Als Dessert:

Brännti Crème nach Uromas Rezept

Mit karamellisierten Nüssen und Rahm

11.00 CHF

  

Das Essen wurde sehr schnell gebracht, mit Ausnahme des Desserts. Da hatten sie gerade viel zu tun, da besagte Gruppierungen kamen und es viele Bestellungen zeitgleich gab. Das Essen war, wie letztes Jahr, ein Genuss. Nur die Kürbis-Crème-Suppe hatte ich letztes Jahr irgendwie besser in Erinnerung. Die fiel leicht ab. Die wirkte irgendwie nicht cremig genug. Ich denke, 2025 werde ich eine andere Vorspeise wählen = Hirschcarpaccio Mit gerösteten Baumnüssen, mariniertem Rotkabis und Sbrinz. Das wog ich auch gestern Abend ab, da mich das Hirschcarpaccio auch interessiert hätte. An meinem Hauptgang und am Dessert gab es hingegen gar nichts auszusetzen: Purer Genuss! Und Kollegin, sie nahm ein fleischloses Menü (und beklagte etwas zu wenig Sauce), probierte ein Stück von meinem Rehrücken und empfand dieses auch als sehr gut. Nach einem schönen Abend ging es via Zug zurück nach Bern und kurz vor 00.00 Uhr erreichte ich mein Zuhause.

 

 

Fazit:


 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend