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Montag, 22. September 2025

Struggle for a Vengeance Review

Struggle for a Vengeance

Story:

Chi Hsiao-Lan (Li Hsuan) liebt Chien Shih Jen (David Tang Wei) und umgekehrt. Beide stammen von verfeindeten Familien. Szu-Ma Hsiao (Wan Chung-Shan) begehrt Li Hsuan selbst und fällt zusammen mit externen Bösewichten einen Plot, um seine Feinde zu vernichten…

Meine Meinung:

Struggle for a Vengeance ist ein Anfang der 70er Jahre Basher, wie es sie zu vielen gab (oder noch geben sollte). Wie schon bei Golden-Headed Eagle kam der Film aufgrund Li Hsuan in die Auswahl, da sie mich in The Avenger überzeugte und ich plante, mehr mit ihr zu sichten. Struggle for a Vengeance hat mir nicht nur gut gefallen, sondern ich empfand den Film als Kracher. Struggle for a Vengeance war besser als erwartet. Ich wurde durch und durch positiv überrascht.

Die Produktion aus Taiwan von Chang Mei-Chun (The Phoenix und ungesehen liegt mir noch Imperial Lady Mi vor) bietet kaum Plot. Die Motive erinnern dabei an Filme mit Wang Yu (z.B. The Chinese Boxer). Der Film ist total unterhaltsam und es gibt sicherlich alle fünf Minuten eine Kampfszene zu sehen. Obwohl das Vollbild an dieser Stelle leider störender als üblich war, gefällt der Film. Sehr sogar. Struggle for a Vengeance ist wahrscheinlich einer der besten und vor allem blutigsten Basher, die ich je gesehen habe. Der Wahnsinn! Staunt man im Verlauf des Filmes immer wieder, so ist es das schier unendlich lange und harte Finale, welches zu überzeugen und begeistern weiss.

Wan Chung-Shan (Intimate Confessions of a Chinese Courtesan, A City Called Dragon) überzeugt als kaum zu besiegender Killer (wobei es nicht ganz klar ist, warum er auf einmal unbesiegbar scheint da er es zuvor nicht war) und im Gegensatz zu Golden-Headed Eagle sah man hier deutlich mehr von Li Hsuan. Sie spielt eine der wichtigen Hauptrollen im Film (und praktisch die einzige Frauenrolle). Sie kann viel zeigen und ihre Rolle bringt durch die Love-Story zu David Tang Wei (The Flying Dragon, The Silver Spear) auch eine Spur Dramatik und Gefühl in den ansonsten ultrabrutalen Film.

Fazit: Einer der besten und blutigsten Basher! Fans uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Tie zhang chuan chang tui

Taiwan 1971

R: Chang Mei-Chun

D: Li Hsuan, David Tang Wei, Wan Chung-Shan, Yi Yuan, Li Yimin, Ko Hsiang-Ting, Tsui Fu-Sheng, Wu Tong-Chiao, Shih Feng, Shih Feng

Laufzeit der US-VHS: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 26.06.25

Fassungen: Beim Kumpel als US-VHS von Tai Seng gesehen. Leider nur in Kantonesisch (statt O-Ton Mandarin) und in Vollbild statt 2,35:1 (Vollbild war diesmal sehr störend). Dafür war die Bildqualität gut, der Film Uncut und es gab englische Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2025).

Sonntag, 21. September 2025

Neukauf

 



The Cat

Vor mehreren Monaten wurde bekannt, dass The Cat von 88 Films erscheinen wird. Ich habe via Ebay vorbestellt, nachdem ich Geld eingenommen habe (ich habe eine VHS für 195 CHF verkauft plus das A Better Tomorrow 1-3 Lederbuch aus Südkorea). Ich mag den Film. Als bekannt wurde, dass eine Blu-Ray kommt, habe ich meine alte HK-DVD in die USA verkauft. Der Film ist toll (siehe Review) und ich freue mich, den in einer würdigen Qualität aufzufrischen. Als das Set draussen war dann der Schock: der Film ist zensiert! Tiergewalt. Typische UK-Zensur. Doch dann das: die Blu-Ray ist Region A und B. Wer seinen Blu-Ray Player umstellen kann (auf Region A), bekommt die Uncut Fassung spendiert. Wer hingegen die Region B Variante schaut, guckt in die Röhre. Dass das technisch möglich ist, wusste ich nicht. Dass das Label solche Infos nicht kommuniziert, ist ebenso schräg. 88 Films tat dies bereits bei früheren Veröffentlichungen (u.a. Magic Cop). Das Set kommt mit Booklet, Schuber und exklusiven Extras daher (und natürlich einer neuen Restauration). O-Ton und englische Subs sind ebenso vorhanden wie ein Wendecover. Die interessanteren Extras sind das Interview mit Gordon Chan (wo er leider verrät, dass mehrere Katzen bei den Dreharbeiten verstorben sind) und die alternative japanische Fassung zum Film (untertitelt). Cool.


Von meinem Kumpel aus Zürich bekam ich folgende Filme geschenkt, da ich ihm gratis eine holländische Betamax geschickt habe, welche er kopiert hat (für ein eigenes Film-Projekt):


Murphy’s War

Indonesian Fan Project des indonesischen Filmes Jaringan Terlarang II. Die Fassung ist Englisch. Den Dub hat der Kumpel über eine südafrikanische VHS gefunden. Moderner Action-Film. Gangster entführen die Schwester des Helden, während dieser und seit Partner in einer Undercover Aktion die Gangster-Bande zu verhaften versuchen. Datenbanken geben unterschiedliche Titel und Jahrgänge an.


Jaringan Antar Benua

Indonesian Fan Project des indonesischen Filmes Jaringan Antar Benua (aus dem Jahr 1978). Die Fassung ist in Indonesisch mit englischen Untertiteln. Es handelt sich um einen Gangster-Film, der im Drogen-Geschäft spielt. Der Film wurde in Indonesien, Amsterdam und sogar der Schweiz gedreht. Da bin ich ja Mal gespannt.


Karate sabuk hitam

Aka Black Belt Karate (siehe Review). Diesen Kung Fu Film aus Indonesien liegt mir schon als US-DVD Dubbed in Mandarin vor. Der O-Ton wäre aber Indonesisch. Diese VCD dürfte im O-Ton sein. Mehr Infos (Bildformat, Uncut, Subs) habe ich noch nicht überprüft. Der Kung Fu Film wartet mit Lo Lieh und Billy Chong auf. Den werde ich in dieser Form just for Fun auch noch ansehen, auch wenn die Discs der indonesischen VCD relativ gebraucht und verkratzt aussehen.



Samstag, 20. September 2025

Golden-Headed Eagle Review

Golden-Headed Eagle

Story:

Master of Wu Yue Hall (Wu Min-Hsiung) ist in Wahrheit ein Mörder. Seine «Tochter» Fang-Fang (Li Hsuan) hat er als Baby entführt und sich danach als ihr Vater ausgegeben. Die Eltern hat er getötet. Fang-Fang trifft später auf Hero Sung (Chiang Ming), der ihr das Leben rettet. Dieser macht sich auf, eine Kampfschule zu besuchen. Er hat Beziehungen zu dessen Meister. Dieser will Hero Sung mit seiner Tochter (Feng Chun-Ping oder Yoon Da-Mi) verheiraten, was anderen Schülern (= Bösewichte, die ein doppeltes Spiel spielen, u.a. gespielt von Lee Dae-Yeop) nicht passt. Sie gieren selbst nach dem Mädel und hängen Hero Sung danach mehrere Straftaten an…

Meine Meinung:

Als ich The Avenger sah fiel mir Li Hsuan positiv auf. Als ich Ende Juni einen gestandenen Kung Fu und Eastern Kollegen traf, schickte ich ihm zuvor mehrere Filmtitel von Schwertkampffilmen, in denen Li Hsuan mitspielt. Ich wollte mir mehr Filme von ihr ansehen. Es waren Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre Titel, welche ich recherchierte. So kam ich in den Genuss des taiwanesischen aber in Südkorea gedrehten Golden-Headed Eagle (aka Golden Owl) von Li Kuan-Chang, dessen The Knife of Devil's Roaring and Soul Missing mir noch ungesehen vorliegt. Die hkmdb listet zudem auch einen südkoreanischen Regisseur. Ob es eine eigene, veränderte/alternative südkoreanische Fassung gibt, ist mir nicht bekannt.

Der Film ist sehr solide und ist Fans solcher klassischen Schwertkampffilmen der 60er und 70er Jahre zu empfehlen. Der Film erzählt einen Plot, wie sie Fans des Genres schon kennen. Es werden noch diverse Twists aus dem Hut gezaubert. Auch solche kennt der Fan. Einige Dinge werden nicht erklärt, was aber, denke ich, nicht wirklich schlimm ist. Der Film legt mit viel Action los und führt nach und nach die vielen Figuren ein, wobei einige dann auch verschwinden, ehe sie kurz vor dem Finale wieder auftauchen. Chiang Ming (Tsu Hong Wu) war als Held ok, aber ich hätte lieber mehr von Li Hsuan als von ihm gesehen. Sie war mir charismatischer als er.

Im Mittelteil gibt es nach einem starken Beginn einen kleinen Hänger und die Naivität der einzelnen Figuren war etwas fragwürdig und unglaubwürdig, aber auch das kennt der Fan solcher Filme. Das ist nicht Neues. Wo der Film punktet ist sein blutiges Finale. Allgemein ist der Film in seinen Schwertkämpfen nicht gerade harmlos. Es gibt eine Menge an Blutspucken und Gewalt in den Kampfszenen. Als Bösewichte überzeugen Im Hae-Rim (Devil Spider), Lee Dae-Yeop sowie Wu Min-Hsiung (Heroes in the Late Ming Dynasty).  Und dank dem Südkorea-Setting hebt sich der Film von den Kollegen aus Hong Kong oder den in Taiwan gedrehten Kollegen ab.

Fazit: Solider Schwertkampffilm aus Taiwan!

Infos:

O: Gam tau ying

Taiwan 1969, 1970 (je nach Quelle)

R: Li Kuan-Chang, An Hyeon-Cheol

D: Wu Min-Hsiung, Li Hsuan, Chiang Ming, Feng Chun-Ping, Yoon Da-Mi, Choe Seong-Ho, Lee Dae-Yeop, Im Hae-Rim

Laufzeit der US-VHS: Ca. 78 Min.

Gesehen am: 26.06.25

Fassungen: Ich sah den Film beim Kumpel. Ihm lag der Film als US-VHS von Tai Seng vor (unter dem Titel Golden Owl). Vollbild, keine Subs, Canto statt in Mandarin. Daher sahen wir uns eine DVD-R Fassung an. Dort ist der Film mehrheitlich in Mandarin (einzelne Szenen aus einem unzensierten Kanto Print hinzugefügt) und es wurden englischen Subs erstellt. Quellen dazu waren eine VoD Widescreen Version (in Canto) und Vollbild aber Mandarin Version von FLK-Cinema (ich hatte zuerst eine VCD vermutet, da ca. fünf Minuten vom Film beide Tonspuren gleichzeitig erklingen, also Mandarin und Kantonesisch). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2025).