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Samstag, 22. Januar 2022

Lone Wolf & Cub Teil 3 – Der Wind des Todes Review

 
Japanuary 2022

Lone Wolf & Cub Teil 3 – Der Wind des Todes

Story:

Ittô Ogami (Tomisaburô Wakayama) rettet eine in Not geratene Prostituierte und zieht damit die Aufmerksamkeit des ortsansässigen Clans auf sich. Diese bezahlen Ittô Ogami schliesslich für einen Mord an dem grausamen Gouverneur der Ortschaft. Dieser schickt seine linke und rechte Hand (einer davon mit Schusswaffen bewaffnet), seine ganze Armee plus einen ehemaligen Samurai gegen Ittô Ogami in den Kampf…

Meine Meinung:

Der dritte Teil der sechsteiligen Lone Wolf & Cub Reihe ist nach wie vor ein toller, sehenswerter Film und eine starke Fortsetzung geworden, auch wenn das sehr hohe Niveau der beiden Vorgänger (Das Schwert der Rache und Am Totenfluss) nicht gehalten werden kann. Die Hauptgründe sind simpel: weniger Action und weniger Blut. Vor allem in den ersten 50 Minuten fällt dies auf. Da boten die Vorgänger einfach reichlich mehr davon = besser.

Abgesehen von diesem Detail lohnt die Fortsetzung noch immer. Der Plot ist quasi in zwei Hälften aufgeteilt und erinnert dabei vor allem in der ersten Hälfte stark die damaligen Zatoichi-Filme aus Japan. Diese Hälfte ist auch ruhig, aber dennoch interessant. Dass Ittô Ogami am Ende gegen den Samurai, den er zu Beginn trifft, antreten wird, ist von Beginn an sonnenklar. Das Schauspiel ist, einmal mehr, stark.

Vor allem die weiblichen Figuren und Tomisaburô Wakayama (Samurai Reincarnation, Ling Fung - Das glorreiche Schwert) agieren toll wie auch der Samurai. Teilweise kommt fast eine surrealistische Atmosphäre auf, da solch ruhige Momente im Wechsel mit blutigen Schwertkampf-Szenen. Ich fühlte mich mehr als nur einmal ans Italo-Western Genre erinnert inklusive Hommage an Django (im Finale). So kommen auch Schusswaffen als Waffen vor.

Die Musik gefällt, wenn sie denn einmal zu hören ist. Die Kameraführung ist, wie beim damaligen Kino aus Japan, ein optischer Genuss. Nach dem blutigen und Bodycount haltigen Finale gibt es noch das intensive, spannende und einfühlsame Duell zwischen zwei Personen, die sich gegenseitig respektieren und dem Zuschauer Kultur und Geschichte wiedergeben, indem ein Seppuku gezeigt wird. Auch die kurzen Duelle vor dem Finale (Ittô Ogami Vs. linke und rechte Hand des Bösewichts) waren sehenswert und gehören zu den besten Szenen des Filmes.

Fazit: Starke Fortsetzung und Fans der Reihe uneingeschränkt zu empfehlen! 

Gefolgt von: Lone Wolf & Cub Teil 4 - Die tätowierte Killerin

Infos:

O: Kozure Ôkami: Shinikazeni mukau ubaguruma

Japan 1972

R: Kenji Misumi

D: Tomisaburô Wakayama, Gô Katô, Yuko Hamada, Isao Yamagata, Michitaro Mizushima, Ichirô Nakaya, Akihiro Tomikawa, Sayoko Kato

Laufzeit der deutschen DVD: 89:01 Min.

Neusichtung am: Jan. 2022

Fassungen: Siehe Teil eins!

Freitag, 21. Januar 2022

Midori - The Camellia Girl Review

 
Japanuary 2022

Midori - The Camellia Girl

Story:

Midori (Lisa Nakamura/Rita Nakamura) gerät an eine Freak-Zirkus-Gruppe und muss dort viel einstecken. Gern wird sie zum Opfer ausgewählt, bis eines Tages eine mysteriöse Gestalt die Hierarchie der Truppe auf den Kopf stellt und sich Midori annimmt und sie beschützt…

Meine Meinung:

Midori war 2021 einer der besten Filme und Animes, welchen ich sah. Beeindruckend sehenswert & beeindruckend pervers & beeindruckend faszinierend. Umso enttäuschender fällt diese Realverfilmung aus dem Jahr 2016 aus. Dass man einer solchen Vorlage nicht gerecht wird, war mir durchaus bewusst. Dass der Film jedoch so unspektakulär und vor allem harmlos ausfällt, hätte ich dennoch nicht erwartet.

Es fängt schon beim Cast von No-Names an: Lisa Nakamura?*  Über sie finde ich nichts. Pseudonym? Regie führte eine Frau und diese ist nur unter einem Künstlernamen (?) gelistet: Torico. So viel ich weiss ist sie eigentlich eine Fashion Designerin. Das sieht man dem Film und den Settings und bunten Kostümen auch an (nicht Mal negativ gemeint). Aber einen Film und vor allem bei der Vorlage für Werbung für ihre Kleider zu benutzen, finde ich schwach und fehl am Platz. *Nachtrag: sie scheint Rika Nakamura zu heissen und wurde in anderen Datenbanken falsch gelistet…

Für ein Werk wie Midori hätte es einen erfahrenen Mann oder Frau hinter der Kamera gebraucht, keine unbekannten No-Names, die erste Schnupperversuche als Regisseur unternehmen. Das kommt nie gut. Der Film wirkte auf mich vom Inhalt her nicht gradlinig, wirr und zerstückelt. Es fehlt viel aus dem Anime. Damit meine ich nicht Mal den fast kompletten Verzicht aus Gewalt und Sex.

Aber auch der Verzicht auf jegliche sichtbare Gewalt war schade. Das macht diverse Handlungen oder Interpretationen aus dem Anime zunichte. Auch das Aussehen wurde teilweise verändert. So ist Masamitsu im Film kein Zwerg mehr wie noch im Anime. Auch das ist schade. Optisch bietet der Film hier und da schöne Momente (Settings, Kostüme, Zeichentrick-Animationen) und auch die Musik passt. Damit wirkt der Film aber durch die Harmlosigkeit mehr wie ein Film für Cosplay Fans, als die Botschaft und Stimmung des Animes /bzw. des Mangas auf die Leinwand zu bringen. Schade, Chance verpasst!

Fazit: Lohnt sich nicht! Besser beim Anime bleiben!

Infos:

O: Shôjo tsubaki

Japan 2016

R: Torico

D: Lisa Nakamura (imdb, ofdb), Rita Nakamura (LB), Takeru Satoh, Shunsuke Kazama, Misaki Morino, Daichi Saeki, Motoki Fukami

Laufzeit der US-Bootleg-Blu-Ray: 89:50 Min.

Gesehen am: Jan. 2022

Fassungen: Siehe das Review zum 1992er Midori Anime! Zum Realfilm: Uncut, jap. O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Legale Alternativen: HK-Disc oder die Disc aus Deutschland (soll Ende Jan. von Midori Impuls erscheinen).

Donnerstag, 20. Januar 2022

What’s Michael? 2 Review

 Japanuary 2022

What’s Michael? 2

Inhalt inklusive meiner Meinung:

What’s Michael? war damals eine nette Geste und Geschenk eines Kollegen. Ich hörte zuvor nie etwas von der Anime-Serie What’s Michael?. Was es davon alles gibt (Comic? Serie? Filme? Zusammenstellung?) ist mir nicht bekannt. What’s Michael? 2 bleibt seinem Vorgänger treu: es wird in dem Sinn keine langfädige Handlung präsentiert. Nachtrag: es handelt sich bei beiden Animes um die Original video animation Filme. Daneben gäbe es noch das Original-Comic und eine TV Serie.

What’s Michael? 2 ist ein Anime und dauert ca. 45 Minuten. Es sind erneut Kurzgeschichten zu sehen, die meist Michael und Co. (= Menschen oder andere Tiere) beinhalten. Die Kurzgeschichten sind unzusammenhängend. Am Zeichentrick- und Animationsstil hat sich nichts geändert. Auch Musik und Tanz, Eigenschaften welche im Vorgänger breit ausgewalzt wurden, kommen in kleinerer Ausbeutung wieder vor.

Wem Teil eins gefallen hat und/oder Katzen mag, kann sich bedenkenlos an What’s Michael? 2 wagen. Man sollte die Erwartungen jedoch etwas zurückschrauben. Die Laufzeit ist kürzer, dafür sind die Sketches länger. Bedeutet: es gibt Anzahl mässig weniger Episoden und somit auch weniger Abwechslung. Im Vorgänger gab es mehr Innovation und What the Fuck Momente (Godzilla Hommage oder der Sänger z.B.).

Ausserdem mochte ich zwei Episoden im letzten Viertel nicht: in diesen agieren die Katzen wie Menschen, können sprechen und sind in diversen Sportarten (Baseball oder Wrestling) zu sehen. Das fand ich fiktiv und doof. Nur der Gag beim Wrestling, als die Katze immer auf den Pfoten landet, fand ich niedlich und amüsant! Als Ausnahme. Und natürlich ist dies Geschmackssache…

Fazit: Für Fans des ersten OVA, des Manga oder Katzen allgemein zu empfehlen! Alle anderen fassen sich erst Mal an den Kopf…

Infos:

O: ホワッツ マイケル?2

Japan 1988

R: Yoriyasu Kogawa

D: -

Laufzeit der jap. LD: Ca. 45 Min.

Gesehen am: Jan. 2022

Fassungen: Mir lag die jap. LD von Kitty Video vor = Gute Qualität, nur jap. Ton, keine Subs, Uncut. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2022).