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Dienstag, 10. Oktober 2023

The Exorcist: Believer

Horroktober 2023 

The Exorcist: Believer

Story:

Zwei Mädchen (Lidya Jewett & Olivia O'Neill) verschwinden für drei Tage im Wald. Als die gefunden werden, nehmen die Angehörigen (u.a. Leslie Odom Jr.) Veränderungen an ihren wahr. Was ist passiert?

Meine Meinung:

Der erste Trailer zum neuen «Exorzist» The Exorcist: Believer sah nicht übel aus. Grund genug für einen Kinobesuch im Horroktober. Doch leider lohnt sich der Film von David Gordon Green (Halloween, Halloween Kills, Halloween Ends) absolut nicht und der Film ist allgemein in allen Belangen kein guter Film. Von Vergleichen zum Original und Klassiker Der Exorzist sprechen wir an der Stelle gar nicht…

Den Film kann man quasi als Fortsetzung zum Original verstehen, auch wenn der Film unendlich viele Jahre später spielt. Aus dem ersten Teil kehren in lächerlichen, deplatziert wirkenden und unnötigen Rollen Ellen Burstyn und am Ende sogar Linda Blair zurück. Der Film ist zu keiner Sekunde wirklich spannend. Stimmungsvoll und gruselig ist der Film zu keiner Sekunde. Teilweise sogar unfreiwillig komisch. Es kommen auch phasenweise Halloween-Vibes auf und der Versuch, diese Stimmung zu generieren, ging in die Hose.

Einige der CGI-Effekte wirken billig (vor allem im Finale oder die Erdbeben Szenen zu Beginn). Schlimm waren bis auf Leslie Odom Jr. und die zwei Mädels sämtliche Figuren: 08/15 Figuren, stark nervend, kaum charakterisiert, peinlich gespielt, zum Fremdschämen. Dazu kommen viel politische Korrektheit und Woke-Elemente, die teilweise peinlich aufgesetzt wirken (Verzehr von Schweinefleisch, Patriarch). Teilweise hat man mehr das Gefühl, einen Werbefilm der christlichen Kirche zu sehen (inklusive viel Abtreibungskritik).

Der Film bietet allgemein viel zu wenig Grusel und Horrorelemente. Die besessenen Mädels geraten phasenweise stark in den Hintergrund. Es gibt zu viele Längen und lahme Szenen und die nervenden Figuren und wie sie miteinander interagieren (alles so oberflächlich und peinlich dargestellt) werden in den Mittelpunkt gestellt. Das Finale ist unfreiwillig komisch, zum Fremdschämen und Kopfschütteln. Fast schon eine Art Satire. Kurz gesagt: Einfach schlecht!

Gore-Effekte gibt es praktisch nicht, die einzig nennenswerte Szene ist so schlecht gefilmt & geschnitten, dass kaum was zu sehen. Das Make-Up der Dämonen-Mädels ist ok. Allgemein ist der Film viel zu harmlos, zahm und sehr konservativ – da bot der Klassiker aus den 70ern viel mehr Szenen, die schocken könnten. Passt zur heutigen Woke-Kultur, der David Gordon Green voll zu verfallen sein scheint.

Fazit: Lohnt sich nicht! Besser Seytan schauen!

Infos:

O: The Exorcist: Believer

USA 2023

R: David Gordon Green

D: Lidya Jewett, Olivia O'Neill, Leslie Odom Jr., Ellen Burstyn, Linda Blair

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 111 Min.

Gesehen am: 07.10.23

Fassungen: Im regulären (IMAX-)Kino gesehen im O-Ton mit deutschen Subs, Uncut. Eine deutsche DVD/Blu-Ray oder UHD sind noch nicht angekündigt (Stand: Okt. 2023).

Montag, 9. Oktober 2023

Sleep



Horroktober 2023 / ZFF 2023

Sleep

Story:

Die schwangere Ehefrau Soo-jin (Jung Yu-mi) bemerkt, dass ihr Ehemann Hyun-su (Lee Sun-kyun) nachts Episoden hat, in denen er schlafwandelt – mit negativen Folgen…

Meine Meinung:

Sleep ist das Regiedebüt von Jason Yu, der nebst ZFF auch in Cannes (2023) gelaufen ist. Der Film ist, für ein Debüt, gelungen. Ich bin immer skeptisch, was das Kino aus Südkorea angeht, aber Sleep war in der Tat von Anfang an fesselnd, unterhaltsam und einfach solide. Zudem krankt der Film nicht an zu dramatischen Momenten oder einer zu langen Laufzeit, was ich willkommen fand.

Der Plot ist an sich ok, aber auf der anderen Seite auch nichts Neues im Horrorgenre und spielt mit der Frage, ob das, was z.B. Soo-jjin zu wissen meint, tatsächlich wahr ist oder nicht. Quasi Horror Vs. Krankheit. Daher hat mich der Film hier und da an Save the Green Planet erinnert. Über das Ende kann man dann denken, was man will. Fakt ist aber, dass der Film mit dem Drehbuch von Anfang an bis zum Ende durchgehend zu unterhalten vermag. Eheprobleme, Rollenwechsel und Schwangerschaft werden originell in den Plot integriert.

Der Film, der in mehrere Kapitel unterteilt ist, ist zudem toll gefilmt und stark gespielt. Jung Yu-mi und Lee Sun-kyun sind zwei im südkoreanischen Kino gesetzt Darsteller und weisen auf eine Vielzahl an Rollen auf: Parasite, Dr. Brain, A Bittersweet Life oder Train to Busan. Auf jeden Fall harmonieren sie als verheiratetes Paar, in welchem sie zudem schwanger ist, perfekt miteinander und das Schauspiel war mehr als gelungen. Bei Sleep handelt es sich um eine Horrorkomödie und ich fand, es gab mehr zu lachen, als zu gruseln. In beiden Momenten überzeugt unser Ehepaar.

Erschrocken bin ich nie. Einige der Zuschauer hat es aber dank einigen Jump-Scares in den Sitzen geschüttelt. Hier und da gelingt es dem Film, eine spannende, stimmungsvolle Atmosphäre zu generieren. Die Kameraarbeit und das Sound-Design sind dabei sehr gelungen. Es wird gekonnt, aber für erfahrene Horrorfilmfans zu oft auch vorhersehbar mit den Erwartungen der Zuschauer gespielt. Der Mix aus Moderne und Tradition/Aberglaube (z.B. Einsatz einer Schamanin) ist ein immer gern gesehenes Sujet im modernen Kino aus Südkorea (siehe z.B. The Wailing).

Fazit: Sleep kann man sich gut ansehen. Für Fans des südkoreanischen Kinos zu empfehlen!

Infos:

O: Jam

Südkorea 2023

R: Jason Yu

D: Jung Yu-mi, Lee Sun-kyun, Kim Geum-soon, Lee Dong-chan, Kim Nam-woo, Seo Yi-sook

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 95 Min.

Gesehen am: ZFF 2023

Fassungen: Am ZFF 2023 gesehen = Uncut, O-Ton, englische Subs. Der Film hatte erst vor einem Monat in Südkorea seinen regulären Kinostart = es wird noch dauern, bis es davon eine DVD/Blu-Ray/UHD (mit englischen Subs) geben wird. Aktuell ist noch keine Disc angekündigt (Stand: Okt. 2023). 

Sonntag, 8. Oktober 2023

Hatchet

Horroktober 2023
Hatchet

Story:

Bei der Haunted Swamp Tour werden die Teilnehmer (u.a. Joel Moore, Tamara Feldman, Deon Richmond) Opfer der entstellten Missgeburt Victor Crowley (Kane Hodder)…

Meine Meinung:

Ich bin älter geworden und diese Art Film sagt mir heuer gar nicht mehr zu. 80er Jahre Slasher wie Halloween, Freitag der 13., My Bloody Valentine und Co. sind wenigstens noch stimmungsvoll, haben Charme und Nostalgie-Bonus, aber Hatchet, der 1. Teil einer neu zeitigen, vierteiligen Fun-Splatter Backwood-Slasher-Splatter-Horrorreihe, hat mir nicht mehr gefallen. Überzeugt haben mich da eigentlich nur noch Kane Hodder (Wishmaster) als Missgeburt Crowley und die blutigen, handgemachten und innovativen Tötungen und Splattereffekte. Die sind schon stark und sehenswert in Szene gesetzt.

Kane Hodder machte sich vor allem in der Rolle als Jason Voorhees einen Namen (in den Filmen Jason Goes to Hell: The Final Friday, Friday the13th Part VIII: Jason Takes Manhattan, Jason X, Friday the 13th Part VII: The New Blood) und in weiteren Kurzauftritten sind noch Robert Englund (A Nightmare on Elm Street, Dance of the Dead, The Mangler, Düstere Legenden) und Tony Todd (Sabotage, Candyman, The Crow - Die Krähe, Pay Day, Final Destination, Candyman's Fluch) zu sehen. Ganz nett, aber nicht wirklich relevant.

Der restliche Cast d.h. die Hauptfiguren sind typische 08/15-Bilder und, wie der Humor des Filmes, nervend. Typisch pubertierender Humor und Dialoge, als ob ein 12jähriger das Drehbuch schrieb. Peinlich, zum Fremdschämen. Das hysterische Dauergekreische nervt ebenso. Typisch prüde Amerikaner, die schon Freude haben, hier und da Mal paar blanke Busen in einem Film zu sehen.

Der Plot ist dünn und trotz der kurzen Laufzeit gibt es Längen. Und nur gute Effekte haben einen Film noch nie besser gemacht, vor allem, wenn der Rest nicht wirklich gut ist (Plot, Humor, nervende Figuren, Längen). Dazu enttäuscht auch das offene Ende absolut und es gibt null Stimmung/Charme/Atmosphäre. Nur schon der Look und die Musik (This Is the New Shit von Marilyn Manson) im Vorspann wirken billig und unpassend. Schade!

Fazit: Ausser gutem Gore bietet Hatchet nichts. Besser 80er Jahre Slasher schauen…

Gefolgt von: Hatchet II

Infos:

O: Hatchet

USA 2006

R: Adam Green

D: Kane Hodder, Joel David Moore, Amara Zaragoza, Deon Richmond, Tamara Feldman, Robert Englund, Tony Todd

Laufzeit der deutschen DVD: 80:21 Min.

Neusichtung am: Horroktober 2023

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Sunfilm vor = Uncut Doppel DVD im Steelbook in Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Die deutschen Subs basieren auf der deutschen Sprachfassung und einige Dinge wurden komplett anders übersetzt. Die Bildqualität ist für einen Film aus dem Jahr 2006 Jahr schlecht gealtert: Unschärfe, zu dunkel. Gibt es inzwischen vom gleichen Label auch auf Blu-Ray.