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Samstag, 4. Mai 2024

The Association


Mit Angela Mao in Queens (August 2022)

The Association

Story:

Detektiv Wang (Byong Yu) findet eine junge Frau tot vor. Sie starb wegen einer Abtreibung. Seine Recherchen führen ihn zur den Organisation The Welfare Association, die sich vordergründig legal gibt, aber in Wahrheit ein Frauenschmuggler- und Prostitutionsring darstellt. Wang wird dabei von Lei (Tanny Tien Ni), der Schwester der Getöteten, unterstützt.

Meine Meinung:

The Association ist ein nicht uninteressanter Genre-Mix aus Kung Fu- und Exploitation, Sleaze und Schmuddel. So was hat sich früher gut verkauft. Die Golden Harvest Produktion aus dem Jahr 1975 geizt nicht mit nackten Tatsachen. Es gibt massenweise Nackt-Szenen zu sehen: Vergewaltigungen, Liebesszenen, Rituale, blanke Busen. Dazwischen folgt ein Krimi-Plot mit Kung-Fu-Einlagen. Die Nackt- und Sexszene dienen dabei als eine Art nicht uninteressante Füllszenen.

Der Film beginnt mit einer Rückblende, irritiert aber auch, wenn Angela Mao dann von einem Erschiessungskommando exekutiert wird (optisch und visuell tolle Sequenz mit dem darauffolgenden Intro in den Film). Angela Mao (The Swift Shaolin Boxer) spielt eine Doppelrolle. Angela Mao ist dabei zusammen mit Namen wie Sammo Hung (Slickers Vs Killers) oder Wilson Tong (Ghost Nursing) in einer Nebenrolle zu sehen. Whang In-Sik (The Young Master) spielt eine grössere Rolle und Namen wie Carter Wong (The Legendary Strike), Yuen Wah (Eastern Condors) oder Chung Fat (Two Toothless Tigers) sind mir nicht Mal aufgefallen. Simon Yuen (The Six Directions Boxing) legt einen Gastauftritt hin.

Der Held des Tages und Hauptrolle spielt der mir unbekannte Byong Yu, der im Vorspann seine Kampfkünste demonstrieren darf. Er und die später dazustossende Tanny Tien Ni (Hex) sind die Hauptfiguren des Filmes. Byong Yu spielte später, wenn die Angaben in Filmdatenbanken korrekt sind, nie mehr in einem Film mit. Warum, ist mir nicht bekannt. Und eigentlich ist es schade, da er eine gute Figur abgegeben und vor allem auch in den Kampfszenen zu überzeugen vermochte. Besonders seine Duelle mit Whang In-Sik waren sehenswert.

Wer 70er Jahre Kung-Fu- und Exploitation Filme mag, macht mit The Association alles richtig!

Infos:

O: Yan Ku Shen Tan

HK 1975

R: Chung Chang-wha

D: Angela Mao, Carter Wong, Tanny Tien Ni, Byong Yu, Chao Lei, Sammo Hung, Whang In-Sik, Simon Yuen, Wilson Tong, Yuen Wah, Chung Fat,

Laufzeit der HK-DVD: 86:59 Min.

Gesehen am: 19.02.24

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) vor = Uncut, Code Free, O-Ton, keine englischen Subs, gute Bild- und Tonqualität. Wer zum O-Ton englische Subs möchte, muss zur US-Fassung greifen = Shout Factory (Martial Arts Movie Marathon). Es keine weder eine deutsche Fassung noch eine Blu-Ray (Stand: Feb. 2024):

Freitag, 3. Mai 2024

The Dragon Family

The Dragon Family

Story:

Lung Ying (Ko Chun-Hsiung) ist das Oberhaupt der «Dragon Family» (Alan Tam, Andy Lau, Max Mok, Lau Kar-Wing, Kent Cheng, Kara Hui, Lisa Chiao Chiao, Cheung Kwok-Keung, Kent Tong Chun-Yip) und plant, innerhalb von zwei Jahren nur noch legal zu arbeiten. Dafür gibt er sich zwei Jahre Zeit. Das und das harte Vorgehen gegen die Konkurrenz, die mit Drogen ihr Geld verdient, sorgt in der Triaden-Welt für Unstimmigkeiten. Vor allem White Wolf (Ku Feng) und seinen Männern (Norman Tsui, William Ho Ka-Kui, Phillip Ko Fei, Shing Fui-On) ist Lung Ying ein Dorn im Auge. Als ein Coup eskaliert und Lung Yings Tod daraus resultiert und es bei dessen Beerdigung zu einem Massaker kommt, sinnen drei der Überlebenden auf Rache…

Meine Meinung:

2. Sichtung seit März 2009. Als ich den Film damals sah, wusste ich um die erste ruhige Filmhälfte nicht Bescheid und kannte jede Menge der Stars vor und hinter der Kamera (noch) nicht. Den Film nun mit richtigen Erwartungen zu sehen und die ganzen Stars zu erkennen, machte The Dragon Family zu einem absoluten Sehvergnügen. Mir gefiel auch die ruhige Hälfte des Filmes ausgezeichnet, gerade wegen den vielen bekannten Gesichtern.

Im Film tummeln sich Namen wie Alan Tam (Pantyhose Hero), Andy Lau (The Last Blood), Max Mok (The Assassin), Lau Kar-Wing (der auch die Regie übernahm), Kent Cheng (The Club), Kara Hui (Legend of the Drunken Tiger), Ku Feng (Return of the Sentimental Swordsman), Norman Tsui (Dirty Trick), William Ho Ka-Kui (Daughter of Darkness), Phillip Ko Fei (Profile in Anger), Shing Fui-On (Legacy of Rage) oder Stanley Fung (Sketch). Für die Action- bzw. Kampf-Szenen zeichnete sich ein weiterer ehemaliger Shaw Brothers Star zuständig: Lau Kar-Leung (Challenge of the Masters).

Der Film war zu keiner Sekunde langweilig. Die 1. Hälfte zeigt Einblicke in die Triaden-Welt und wie versucht wird, aus dieser zu entfliehen. Was Regeln, Traditionen aber auch Verrat bedeuten und wo sie hinführen könnten. Heroic Bloodshed Motive kommen ebenso zur Geltung wie Klischees, welche aus anderen Klassikern stammen (das verkrüppelte Bein aus A Better Tomorrow). Der Film ist technisch einwandfrei in Szene gesetzt und auf asiatischen Klamauk wird verzichtet.

Der Film hat zwar nicht viele Action-Szenen, die sind aber hart in Szene gesetzt, abwechslungsreich und mit viel Kraft, Wucht und Schmerzen verbunden: blutige Shoot-Outs, originelle Tötungsszenen (durch Feuer, Schwert, Glasscheiben…), Stunts und Martial Arts Einlagen runden die Sequenzen ab. Im Finale darf sogar noch zwei Gweilos (Nick Masters u Wayne Archer) mitmischen. Stanley Fung, Kent Cheng und Lau Kar-Wing haben sehr prägende Rollen und fast mehr Screentime als z.B. ein Andy Lau, Max Mok oder ein Alan Tam, dessen Charaktere am Ende zwar die Rache übernehmen, aber zuvor länger durch Abwesenheit glänzen.

Das nicht jede Figur viel Screentime bekommt, versteht sich bei den vielen Stars im Film von selbst. Vor allem Fans von Kara Hui dürfen nicht viel erwarten. Sie ist kaum zu sehen. Freude hatte ich ansonsten an den Bösewichten. Namen wie Ku Feng, Norman Tsui, William Ho Ka-Kui, Phillip Ko oder Shing Fui-On sehe ich immer gerne als Bösewichte und diese machen alle einen sehenswerten, hübsch fiesen Job. Der einzige bekannte Name, der mir im Film nicht auffiel, war The Two Jolly Cops Star Charlie Cho Cha-Lee. Habe ihn wirklich nicht ausmachen und entdecken können. Kleines Detail am Rande…

Fazit: Must See Titel für Freunde des 80er/90er Jahre HK-Actionfilmes!

Infos:

O: Lung Ji Ga Chuk

HK 1988

R: Lau Kar-Wing

D: Ko Chun-Hsiung, Alan Tam, Andy Lau, Max Mok, Lau Kar-Wing, Kent Cheng, Kara Hui, Lisa Chiao Chiao, Cheung Kwok-Keung, Kent Tong Chun-Yip, Ku Feng, Norman Tsui, William Ho Ka-Kui, Phillip Ko Fei, Shing Fui-On, Stanley Fung, Nick Masters, Wayne Archer

Laufzeit der HK-DVD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: März 2009 / Neusichtung am: 17.02.24

Fassungen: Mir lag die Code Free-DVD von Universe aus HK vor = Uncut, solide bis durchschnittliche (Nacht-Szenen) Bild- und Tonqualität (nicht anamorph), O-Ton und englische Subs vorhanden. Da wäre eine restaurierte Blu-Ray wünschenswert! Die HK-DVD von Mega Star ist hingegen anamorph.

Donnerstag, 2. Mai 2024

Heroic Brothers

Heroic Brothers

Story:

Lam Wai greift zur Selbstjustiz, als die Schwester seiner Freundin durch eine Überdosis stirbt. Durch seine Aktionen wird Milliardär (Wu Ma) auf Lam aufmerksam. Er stellt ihn ein, um damit diverse Gangster-Bosse (u.a. Shing Fui-On) gegeneinander aufzuhetzen und zu töten. Doch am Ende will Wu Ma Lam selbst eliminieren lassen, doch Lam entkommt und dreht den Spiess um…

Meine Meinung:

Quasi HK-Remake von Death Wish 4 mit Musik aus A Nightmare on Elm Street und The Phantom of the Opera und Lam Wai (No Guilty) als Charles Bronson und Wu Ma (The Dead and the Deadly) als John P. Ryan. Als Gangster ist Shing Fui-On (Scheming Wonders) zu sehen und ein Sub-Plot mit Cop am Rande zeigt Ex-Shaw Brothers Star Alex Man (Misfire). Ob es den Polizisten im Original (Death Wish 4) gibt, weiss ich nicht mehr. Der Film ist solide, aber kein Meisterwerk.

Der Film verliert gegen das grosse US-Original. Ich fand das Schauspiel und Overacting von Shing Fui-On zu überdreht und übertrieben, die anderen Gangster waren sogar schlecht und nicht überzeugend und auch Lam Wai ist nun Mal kein Charles Bronson. Die Szenen, als er sich z.B. als Kellner von Shing Fui-On ausgibt, waren miserabel gespielt und allgemein sind die Dialoge peinlich und schlecht. Und Alex Man kommt viel zu wenig vor, so dass der Heroic Bloodshed Inhalt im Finale unglaubwürdig wirkt (à la Silent Night).

Abgesehen davon ist der Film aber actionreich und nicht langweilig. Die Musik aus A Nightmare on Elm Street ist mehrfach zu hören. Dies war in der Zeit, gerade auch aus dem taiwanesischen Kino, keine Seltenheit. Und die Phantom of the Opera Musik wird in einer Szene, als das Drogenopfer reanimiert wird, angewendet. Eigentlich nicht wirklich passend, aber das Theme ist halt schon stimmungsvoll und cool. Die Action-Szenen sind solide. Es gibt blutige Shoot-Outs, kleinere Stunts und der Bodycount ist hoch. Der Film hält sich mehr oder weniger an die Vorgaben aus Death Wish 4.

Fazit: Ok, gut, und solide aber kein Must Have Titel!  

Infos:

O: Fu Paau Siu Zi

HK 1991

R: Wu Kuo-Jen

D: Lam Wai, Wu Ma, Alex Man, Shing Fui-On, Gam Chi-Gei, Li Hai-Hsing

Laufzeit der HK-LD: 90:50 Min

Gesehen am: 17.02.24

Fassungen: Mir lag die HK-LD von ERA Home Video vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität. Den Film gibt es nur in Taiwan auf DVD; und dies sogar in Widescreen (die HK-LD oder VCD sind nur in Vollbild). Dafür fehlt der O-Ton und die Bildqualität soll schlecht sein. Es gibt keine Blu-Ray und/oder deutsche Fassung (Stand: Feb. 2024).