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Mittwoch, 8. März 2023

Bloody Mafia Review





Bloody Mafia

 

Story:

 

Zwei Gangster-Freunde (Casanova Wong und Choi Byung-chel) machen, nachdem sie ein Drogenkartell beseitigen, auf sich aufmerksam. Vor allem Gangster-Boss Cha (Cha Ryong) ist beeindruckt und nimmt die beiden in seine Gang auf. Wong stellt Byung-chel seiner Schwester vor. Beide heiraten. Doch als Wong und Byung-chel einen Mann retten, der vor Boss Chas Männern fast zu Tode geprügelt wird, ziehen sie den Zorn von Boss Cha auf sich und landen selbst auf der Abschussliste…

 

Meine Meinung:

 

Aka Red Mafia. Von 1990-1995 haben in Südkorea Gangster-Filme wie dieser in den Kinos und zu VHS-Zeiten dominiert. Vor allem bekannte Namen wie Casanova Wong (South Shaolin vs. North Shaolin, Ninja Strike, The Iron-Fisted Monk) oder Hwang Jang-Lee (Game of Death II, Eine Prise für tödliche Pfeifen, Kid from Kwangtung), die in den 70ern und 80ern im HK-Kino gearbeitet haben, sind inzwischen wieder nach Südkorea zurückgekehrt, um dort weiter im Filmgeschäft zu arbeiten.

 

Da kamen dann B-Action-Titel wie Emperor Oh Jak-doo, Little Giant, Boss oder Emperor of the Underworld auf den Markt. Bloody Mafia fällt in die gleiche Kategorie. Einige ähnliche Filme liegen mir noch ungesehen vor (Boss von 1996, Emperor Oh Jack Doo 3, Dark City, The Real Man, The Nationwide Constituency 1 + 2 etc.). Bloody Mafia ist absolut ok, aber kein Kracher und/oder Film, den ich mir erneut ansehen würde.

 

Die fehlenden englischen Subs sind natürlich negativ zu werten. Ohne Inhaltsangabe ist es schwer, zu wissen, was Sache ist. Zudem sind mir die Darsteller bis auf Lead Casanova Wong, der auch gleich noch Regie führte, unbekannt. Der Film bietet typische Szenen innerhalb einer Gangster-Organisation: Aufstieg, Fall, Verrat, Aufopferung, Männerfreundschaft. Der Film hat ein kleines Budget, dennoch ist der Film mit viel Liebe zum Detail angerichtet worden.

 

Paar Szenen erinnern an Der Pate (z.B. Schweine-Kopf im Bett statt ein Pferdekopf). Es gibt zudem einiges an Nackt-Szenen und Sex. Unerotisch, aber auf nackte Tatsachen wird ebenso wenig verzichtet wie auch auf einige Gewalt-Spitzen, comicartig übertriebene Szenen, harte Kampfszenen (leider oft übertrieben beschleunigt) oder Unmengen an US-Pop-Songs, die sicherlich ohne Rechte für den Film gestohlen und geklaut wurden. Da waren mir Musikstücke aus Horrorfilmen (vor allem in den Taiwan-Filmen Anfang der 90er) oder Italo-Western Musik in Old-School Eastern deutlich lieber.

 

Action-Szenen bestehen hauptsächlich aus Kampfszenen. Es wird aber auch Mal geschossen, via Messer oder Schwert malträtiert oder Gegner von schweren Gegenständen (in einer Lagerhalle) überrollt. Im Finale gibt es einen sehenswerten Stunt mit Charme, in der die Puppe / Dummy als «Mensch», plus das Seil, woran das Ding gezogen wird, klar zu sehen ist. Etwas Trash-Charakter darf es also auch noch sein (ich fand die Szene aber herrlich charmant und sympathisch!). Casanova Wong macht in den Kampfszenen eine gute Figur, ansonsten wirkt das alles etwas zu ernst und zu dramatisch gespielt für das Budget. Und besonders charismatisch fand ich Casanova Wong noch nie. Da war mir ein Hwang Jang-Lee immer lieber.

 

Fazit: Solide B-Film Gangster-Action aus Südkorea von und mit Casanova Wong!

 

Infos:

 

O: 붉은 마피아, Bulgeun mapia

 

Südkorea 1994

 

R: Casanova Wong

 

D: Casanova Wong, Choi Byung-chel, Cha Ryong, Oh Yo-seop, Kim Doo-han, Park Yeong-hee

 

Laufzeit der VHS aus Südkorea: 97:35 Min.

 

Gesehen am: 19.01.23

 

Fassungen: Mir lag die VHS von Young Sung vor = Gute (VHS)Bildqualität, O-Ton, keine Subs. Es gibt weder eine DVD noch eine Blu-Ray noch eine deutsche Fassung und ebenso wenig Fassungen in Koreanisch mit englischen Subs. Das VHS trägt den Titel Bloody Mafia. Der Original Titel lautet jedoch Red Mafia. Nachtrag: erst nach der Sichtung erfahren, dass die Fassung, warum auch immer, stark zensiert ist. Es muss aber mind. auch eine Uncut VHS-Fassung geben, da mir ausser der VHS aus Korea keine anderen Fassungen bekannt sind aber von den Cut-Szenen Uncut-Clips auf Youtube die Runde machen.

Dienstag, 7. März 2023

The Furies Review

The Furies

Story:

 

Diverse Frauen (Airlie Dodds, Linda Ngo, Ebony Vagulans, Taylor Ferguson) werden auserwählt, in einem tödlichen Spiel mitzuspielen. Doch diese drehen den Spiess um…

 

Meine Meinung:

 

The Furies bekam ich vom Kumpel geschenkt, ansonsten hätte ich mir diesen 2019er Backwood-Splatter-Streifen aus Australien wohl nie angesehen. Der Film will sozialkritisch sein und den heutigen Zeitgeist treffen. So werden "Rachegöttinnen" (die Furien) zu den "Heldinnen" des Filmes. Die Opfer sind natürlich alles arme Mädels sämtlicher Rassen und die Einleitung zeigt sie bei ihrer Arbeit (fuck the patriarchy Spraydosen-Action) und die Männer sind die Bösen.

 

So weit, so schlecht. Der Film zeigt, dass auch Mädels zulangen können. Doch war dies nicht auch im Horrorfilm der 90er und 80er der Fall? Jamie Lee Curtis, Neve Campbell, Sigourney Weaver und Co.? Da ging es jedoch auch ohne Zeitgeist und Woke-Faktor. Der Film, der an Festivals erfolgreich gelaufen sein soll, stand nie auf meiner Wunschliste. Ich glaube, nur einen Trailer und/oder einen Schnittbericht gesehen/gelesen zu haben. Ein Interesse am Film bestand nie.

 

Mit 79 Minuten Laufzeit ist der Film, der ein hohes Tempo an den Tag legt und keine Gefangenen macht, kurzweilig. Längen gibt es fast keine. Der Plot wurde ähnlich schon unzählige Male und vor allem intensiver, spannender und fieser umgesetzt. Fies ist der Film. Auch blutig, sadistisch und alles andere als harmlos. Aber es ist keine echte Spannung vorhanden, es wird keine Stimmung generiert (Film spielt ausschliesslich am Tag), nackte Haut sowie Drogen sind tabu und die Figuren sind nervend, wenig sympathisch und gehen dem Zuschauer am Arsch vorbei. Auch die Killer und ihre Masken fand ich wenig berauschend, sogar billig. Was die Splatter-Szenen angehen, hatte ich an einer Szene Freude, der Rest war nichts Besonderes und 08/15.

 

Fazit: Nicht wirklich zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: The Furies

 

Australien 2019

 

R: Tony D'Aquino

 

D: Airlie Dodds, Linda Ngo, Ebony Vagulans, Taylor Ferguson

 

Laufzeit der deutschen DVD: 79:35 Min.

 

Gesehen am: 23.02.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Nameless Media vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Gibt es auch auf Blu-Ray. Habe die Disc vom Kumpel geschenkt erhalten, der die DVD nicht braucht da DVD/Blu-Ray Set.

Montag, 6. März 2023

The Night of Burning Flesh Review


 
The Night of Burning Flesh 

Story:

 

Ein Fotograph hat seltsame Visionen und Alpträume. In denen erscheint eine hübsche Frau mit Schirm, und beginnt ihn zu verführen. Doch auch schreckliche Bilder und Visionen, die ein Messer beinhalten, quälen den Fotographen. Was hat das zu bedeuten? Seiner Frau und seinem Kind macht er Angst. Berechtigt?

 

Meine Meinung:

 

Aka The Night of Burning Bone and Flesh und A Night of Burning Bone and Skin. The Night of Burning Flesh ist ein Mitte der 80er Jahre Mix aus Erotikfilm und Grusel/Horror. Der Film nimmt sich zu Beginn Zeit und kann als relativ lahm und unspektakulär betitelt werden, was die ersten 58 Minuten angehen. Dies ist aber auch der Sprachbarriere geschuldet, da die Fassung nur in Koranisch vorliegt (ohne Untertitel). So sind Dialoge, der Austausch und mögliche Motive unklar und können nur erahnt werden.

 

Die wenigen Horror-Highlights in der ersten Stunde beinhalten Knochen und eine Tier-Sezierung (Hase). Der Protagonist hofft mit dem Tier-Opfer, den Geist zu besänftigen. Der Protagonist wird scheinbar von seiner toten Ehefrau (?) besucht. Rückblenden lassen nicht ganz zu, ob sie durch seine Hand starb und es sich um eine Rache-Aktion handelt oder nicht. Ggf. Rape & Revenge und Rache-Motiv. Am Ende sieht es so aus, als ob er getötet wird und im Himmel (?) auf seine Frau trifft. Zwischendurch lässt er sich von einem Arzt untersuchen, ehe er sich an einen Priester wendet. 1-2 andere Personen kommen auch noch vor.

 

Meistens erscheint der weibliche Geist in stimmungsvoller Musik und mit einem Sonnenschirm. Dies ist das Markenzeiche der weiblichen Figur. Der Sonnenschirm scheint sie zu schützen. Es handelt sich um einen Erotik-Gruselfilm. Es gibt viel knisternde Stimmung, sexy Szenen und auch nackte Haut. Interessant ist, dass die Fassung, welche ich sah, wie bei den Japanern zensiert war (= Fogging-Zensur). Jedoch wurde des in Szene, wo Brüste zu sehen wäre, angewandt. Dennoch sind im späteren Verlauf des Filmes auch unzensierte Brüste zu sehen, daher versteht ich den Sinn der willkürlich eingesetzten südkoreanischen Zensur nicht. Ich erlebte diese Art von Zensur in Südkorea schon bei blutigen Shoot-Outs (Maid's Room).

 

Technisch ist der Film von Jo Myeong-hwa, der einen interessanten Film in seiner Filmkarriere drehte (mit Gummimonster und Roboter à la Power Rangers = Transformation Warrior Transtoddy, Südkorea 1991) gut gemacht: stimmungsvoll, knisternd, erotisch. Und: ab der 58. Minute bis zum Ende dann auch actionreicher und das Ende gefiel mir auch. Von echtem Horror darf aber selbstverständlich nie die Rede sein. Ich fühlte mich mehr an Mario Bava oder Dario Argento erinnert (Optik, Flashbacks mit dem Messer, Frau sticht am Ende Mann ab etc.). Die mir unbekannten Darsteller haben ihre Sache auch solide gemacht. Die Musik hat gefallen. Ich denke, mit verständlichen Subs, restauriert und im Originalbildformat wäre der Film eine ganze Nummer sehenswerter und intensiver! Nur leider dürfte es ein Wunschtraum bleiben, dass der Film je in dieser Form veröffentlicht wird…

 

Fazit: In der Form kein Kracher und nur dank dem Finale sehenswert. Die erste Stunde ist relativ unspektakulär, lahm und repetitiv. Wer das seltene Kino aus Südkorea, abseits des heutigen Mainstream-Programmes interessant findet, sollte sich den Film notieren! Ich werde mir immerhin als Link zu The Night of Burning Flesh Transformation Warrior Transtoddy (aka Transforming Warrior Trans Toady) auf die Wunschliste packen!

 

Infos:

 

O: Byeowa sali taneun bam

 

Südkorea 1985

 

R: Jo Myeong-hwa

 

D: Han Ji-hye, Ma Geon-su, Lee Jeong-ae

 

Laufzeit der VHS aus Südkorea: 88:01 Min. (inklusive einer kurzer Werbeunterbrechung)

 

Gesehen am: 07.01.23

 

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Sam Hwa Video Production vor = O-Ton Koreanisch, keine Subs, Vollbild, solide Bildqualität, k.A. ob Uncut oder nicht. Einige der Sex-Szenen haben Fogging Zensur (Brüste), in anderen Nackt-Szenen sind Brüste jedoch zu sehen. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2023).