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Freitag, 1. April 2022

The Nun Review

The Nun

Story:

 

Nach einem Suizid einer Nonne schickt der Vatikan einen Pater nach Rumänien, um den Fall zu untersuchen. Keine gute Idee…

 

Meine Meinung:

 

The Nun ist ein Spin-off von The Conjuring 2 und wohl der bisher schlechteste Film aus dem «Conjuring» Universum, den ich bisher sah. Zum Glück im Kino verpasst und somit Geld gespart, habe ich mir den Film nun auf Netflix angesehen und muss sagen: The Nun lohnt sich gar nicht! Schlecht, richtig schlecht!

 

The Nun fällt stark ab, im Vergleich zu The Conjuring, Insidious oder Annabelle 2. Patrick Wilson und Vera Farmiga, die Stars aus den The Conjuring Filmen, kommen nur kurz am Anfang und Finale vor. Diese Szenen passen absolut nicht zum Rest des Filmes, sind aber nötig, um den Link zu den anderen Filmen zu setzen (plus die Nonne natürlich). Diese Szenen wirkten wie aus einem Flickwerk von Godfrey Ho und Co.

 

Das der Film so schlecht würde, hätte ich nicht erwartet. The Nun mutet wie eine Direct to Video Produktion statt einer Kino-Produktion an. Der Film wirkt und ist erschreckend billig in Szene gesetzt. Billiger Ostblock-Look, den ich sonst nur von B- oder C-Actionfilmen kenne. Die Schauspieler sind schwach und drittklassig und die Figuren total uninteressant und 08/15.

 

Und das schlimmste: auch die Effekte sind oft billig (wie auch die Settings) und der Film ist zu keiner Sekunde spannend, gruselig oder stimmungsvoll. Die Nonne selbst ist auch überhaupt nicht gruselig in Szene gesetzt. Der Plot steckt voller Klischees und ist spannungsarm und lahm. Die Laufzeit ist für den schwache Inhalt auch zu lang.

 

Fazit: Finger weg! Zeitverschwendung!


Gefolgt von: The Nun II

 

Infos:

 

O: The Nun

 

USA 2018

 

R: Corin Hardy

 

D: Demián Bichir, Taissa Farmiga, Jonas Bloquet, Bonnie Aarons, Ingrid Bisu, Patrick Wilson, Vera Farmiga, Lili Taylor

 

Laufzeit der Netflix CH Fassung: Ca. 96 Min.

 

Gesehen am: Mitte Feb. 2022

 

Fassungen: Gesehen via Netflix Schweiz = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität. Gibt es in Deutschland auch auf DVD/Blu-Ray (Warner).

Nobody Sleeps in the Woods Tonight Review

Nobody Sleeps in the Woods Tonight

Story:

 

Jugendliche mit Suchtproblemen begeben sich auf eine mehrtägige Wanderung in den Wäldern. Der Therapieansatz wird jedoch durch tödliche Hinterwäldler jäh unterbrochen…

 

Meine Meinung:

 

Nobody Sleeps in the Woods Tonight ist ein polnischer Backwood-Horrorfilm für Netflix. Und dabei nicht ein wirklich guter bzw. sonderbarer. Der Film ist 08/15 und kann höchstens einmal geschaut werden, ohne dass sich grössere Überraschungen oder Freuden ereignen. Der Film hat mich an Blutgericht in Texas, The Curse sowie The Evil Dead erinnert.

 

Originell war nur das The Curse Motiv. Dank eines Kometen wurden zwei Jungen zu missgestalteten Hinterwäldlern (das Ende ist offen und ein zweiter Teil folgte). Das ist aber auch schon das einzige erwähnenswerte, originelle Detail des Filmes. Ansonsten alles beim Alten: Drogen, Sex, blutige Morde, abgelegene Häuser, doofes Verhalten seitens der Figuren.

 

Die Figuren bleiben nicht in Erinnerung, das Schauspiel ist statisch und die Musik unpassend. Eine Spannung oder Backwood-Stimmung kommt eigentlich nie wirklich auf. Mit einer Laufzeit von über 100 Minuten ist der Film dann auch klar zu lang geraten. Warum keine angenehmen 80 Minuten bei dem an sich dünnen, spannungsarmen Plot?

 

Die Bilder und Settings sind gut gewählt. Der Film ist auch technisch gut gemacht. Es gibt nette Make-Up Effekte (die mutierten Killer sind voller Blasen) und auch mit Splatter-Effekten wird nicht gespart. Einige der handgemachten Effekte sind hübsch blutig und vor allem, was die Tötungsszenen angehen, auch innovativ ausgefallen. Der Film war allgemein weniger lustig als erwartet (hatte einen reinen Fun-Splatter erwartet).

 

Fazit: Nichts Besonderes. 1x schauen und vergessen. Teil zwei werde ich mir nicht ansehen…

 

Gefolgt von: Nobody Sleeps in the Woods Tonight 2

 

Infos:

 

O: W lesie dzis nie zasnie nikt

 

Polen 2020

 

R: Bartosz M. Kowalski

 

D: Julia Wieniawa-Narkiewicz, Michal Lupa, Wiktoria Gasiewska, Stanislaw Cywka, Sebastian Dela

 

Laufzeit der Netflix-Fassung: Ca. 102 Min.

 

Gesehen am: 11.02.22

 

Fassungen: Gesehen via Netflix Schweiz im O-Ton mit deutschen Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut. Ob es ausserhalb Netflix eine physische Fassung sprich DVD oder Blu-Ray gibt, ist mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2022).

Suzzanna: Buried Alive Review



Suzzanna: Buried Alive

Story:

 

Die schwangere Suzzanna (Luna Maya) wird bei einem Raubüberfall getötet, als deren Ehemann (Herjunot Ali) geschäftlich auf Reisen ist. Ihr Geist kehrt zurück und plant Rache an den Tätern (u.a. Alex Abbad, Kiki Narendra), die sich zu einem Magier flüchten, der den Geist bekämpfen und sie retten soll…

 

Meine Meinung:

 

Suzzanna: Buried Alive sah ich zufällig auf Netflix (Schweiz) und war vom Titel angetan. Denn bei Suzzanna handelt es sich um «The Indonesian Horror Queen». Sie spielte, nicht selten, an der Seite von Barry Prima im 80er Jahre Exploitation-Kino der Rapi-Film Studios. So sah man Suzzanna in vielen Klassikern und Horrorwerken wie The Queen of Black Magic, Sangkuriang oder Revenge of Samson.

 

Suzzanna: Buried Alive ist ein Remake des Suzzanna-Filmes Devil Woman (1982). Luna Maya spielt Suzzanna und bevor der Film startet, gibt es eine schöne Hommage an die leider zu früh verstorbene Suzzanna. Abgesehen davon kann der Film leider nicht überzeugen. Im Gegensatz zu den früheren Klassikern gefallen mir die neuen Horrorfilme aus Indonesien nur bedingt.

 

Die Probleme des Filmes liegen aber schwer und sind simpel erzählt: der Film ist, was die Laufzeit angeht, viel zu lang. Für einen zweistündigen Film passiert so gut wie nichts. Der sonderbare Klamauk, der hier und da zu sehen ist, passt nicht wirklich zu einer Suzzanna-Hommage. Es gibt ein-zwei Szenen, denen dies hingegen gelingt (als sich Suzzanna im Outdoor-Kino einen alten Gruselklassiker ansieht und wenn ich nicht irre, sieht man später noch Szenen aus The Queen of Black Magic oder Mystics in Bali, als die Haushaltshilfen bei Suzzanna zu Hause TV schauen).

 

Abgesehen davon will nicht so recht eine Retro-Stimmung aufkommen. Eine Spannung ist zu keiner Sekunde vorhanden. Das Schauspiel ist zwar bemüht, aber reist keine Bäume aus. Was die Stimmung angeht wirkt der Film zu steril, zu sauber, null Charme. Und das ist sehr schade, denn die alten Gruselfilme aus Indonesien waren oft stimmungsvoll und in ihrer Inszenierung sehr charmant. Dafür gibt es hier im Finale ein-zwei derbe Splatter-Szenen, die zwar gut getrickst sind, aber irgendwie auch deplatziert wirken.

 

Fazit: Nicht wirklich zu empfehlen! Immerhin ein unbewusster Versuch, der neuen Generation eine Ikone wie Suzzanna schmackhaft zu machen!

 

Infos:

 

O: Suzzanna: Bernapas dalam Kubur

 

Indonesien 2018

 

R: Rocky Soraya, Anggy Umbara

 

D: Luna Maya, Herjunot Ali, T. Rifnu Wikana, Verdi Solaiman, Kiki Narendra, Alex Abbad

 

Gesehen am: 11.02.22

 

Fassungen: Gesehen via Netflix Schweiz in Indonesisch mit deutschen Subs, Uncut, gute Bild- und Tonqualität. Mir ist nicht bekannt, ob es davon eine DVD/Blu-Ray gibt (Stand: Feb. 2022).