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Montag, 25. Dezember 2023

Running Man

Running Man

Story:

Die USA im Jahr 2017:

Die USA werden von einem Polizeistaat regiert. Unliebsame Personen werden zu Unrecht verhaftet und/oder in die brutale aber beim Volk beliebte Reality-Menschenjagd-Show Running Man gesteckt, um vor wahren Problemen abzulenken. Auch Ben Richards (Arnold Schwarzenegger) erleidet dieses Schicksal, doch während der Jagd durch Killer (Erland van Lidth, Gus Rethwisch, Professor Toru Tanaka) dreht er den Spiess um…

Meine Meinung:

Running Man ist eine Verfilmung von Stephen Kings Roman Menschenjagd, auch wenn der Plot recht verändert wurde. Der Film, der zudem an den deutschen Film Das Millionenspiel (1970) und dessen franz. Remake Kopfjagd - Preis der Angst (1983) erinnert, hat die 2. Sichtung bestanden. Ich sah den Film als Jugendlicher. Dazumal noch als schrottige Laser Paradiese DVD in Dialogen/Handlung zensiert. Ich sah den Film seither nicht mehr und konnte mich an kaum mehr was erinnern.

Running Man war mir daher weniger bekannt als andere Arnold Schwarzenegger (Red Heat, The Expendables, Prey) Filme, welche ich deutlich mehr sah (The Terminator 1 + 2, Total Recall, Predator, Commando). Menschenjagd habe ich erst vor paar Monaten gelesen. Bis auf den sozialkritischen Hintergrund, eine Reality-Show, den Einbezug der Zuschauer, der Täuschung der Zuschauer und den Namen der Hauptfigur (Ben Richards) wurde der Plot verändert. Man darf also keine 1:1 Verfilmung erwarten.

Der Film ist sehr auf Arnold Schwarzenegger zugeschnitten. Der Film ist mehr lustig, als brutal und für heutige Verhältnisse sehr harmlos. Die Gegner sind Comic-Charaktere: viel Overacting und übertrieben dargestellt, aber nicht unsympathisch. Arnold Schwarzenegger war dazumal auf dem Höhepunkt seiner Karriere und jede Szene und jeder Spruch passten perfekt zum Geschehen! Kein Wunder, war der Film erfolgreich. Richard Dawson als «Bösewicht» und Mann hinter dem sadistischen und falschen TV-Spiel war ebenso stark.

Und mit María Conchita Alonso hat man eine schöne Frau in den Plot integriert, so dass der Film teilweise fast wie ein Buddy-Movie anmutet. Die anderen Läufer an der Seite von Arnie waren mehr Kanonenfutter und daher auch egal, dass diese ausgeschieden sind. Aber María Conchita Alonso war sympathisch und hübsch. Im Buch kommt zwar vor dem Finale und im Finale auch eine Frau vor, die wichtig sein sollte, aber anders als im Film dargestellt. Was die Killer angehen stand Professor Toru Tanaka (Dead Heat) später erneut mit Arnold Schwarzenegger vor der Kamera. Und zwar in Last Action Hero. Die Action-Szenen bestehen aus Explosionen, Prügeleien, Verfolgungsjagden und unblutigen Shoot-Outs.

Fazit: Für Arnold Schwarzenegger Fans zu empfehlen!

Infos:

O: The Running Man

USA 1987

R: Paul Michael Glaser

D: Arnold Schwarzenegger, Erland van Lidth, Gus Rethwisch, Professor Toru Tanaka, Maria Conchita Alonso, Richard Dawson

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 96:41 Min.

Neusichtung am: 27.11.23

Fassungen: Mir lag für diese 2. Sichtung die deutsche Doppel-Blu-Ray von capelight pictures vor = Uncut (FSK16 absolut gerechtfertigt, Film für heutige Verhältnisse sehr harmlos), sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit deutschen oder englischen Subs. Die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen. Es handelt sich um die Original-Kinosynchro. Auf der 2. Disc sind viele Extras.

Sonntag, 24. Dezember 2023

Blade: Trinity

Blade: Trinity

Story:

Die Vampire erwecken Dracula (Dominic Purcell) und hetzen mit einer List das FBI auf Blade (Wesley Snipes). Dieses tut sich mit menschlichen Vampirjägern (Jessica Biel, Ryan Reynolds) zusammen, um die Welt vor Dracula zu befreien…

Meine Meinung:

Nach dem schon enttäuschenden 2. Teil der Reihe kam mit Blade: Trinity der Tiefpunkt und bisher letzte Teil der Marvel-Film-Reihe um den schwarzen Comic-Helden Blade. Blade: Trinity fliegt, wie schon der Vorgänger, nach Neusichtung aus der Sammlung. Blade: Trinity kann man sich, wenn man dem kommerziellen Mainstream-Kino nicht ganz abgeschworen hat, dennoch etwas abgewinnen d.h. der Film kann gut geschaut werden.

Denn eines ist Blade: Trinity nicht: Langweilig! Der Film ist unterhaltsam und kurzweilig und viel der Action wirkt, vor allem im Vergleich zum heutigen Actionkino, altmodischer und souveräner. Wesley Snipes (Blade, Demolition Man, The Expendables 3) agiert mit viel Coolness, Sicherheit und Souveränität. Aus den Vorgängern kehrt zudem in einer kleinen Nebenrolle Kris Kristofferson zurück. Die CGI-Effekte sind mehrheitlich gelungen. Das Zerfallen der Vampire ist cool in Szene gesetzt.

Das war es dann aber auch schon mit den positiven Seiten des Filmes. Der Plot fesselt wenig. Eine Spannung ist nie vorhanden und der Film ist relativ harmlos. Die 18er Freigabe ist für mich unerklärlich. Der Film ist viel zu doof und komisch, um brutal zu sein. Vor allem Ryan Reynolds Figur nervt wie Hölle. Dialoge zum Fremdschämen. Wenn er damit bereits seine Deadpool Darbietungen vorneweg nahm, bin ich froh, diesen Schund nie gesehen zu haben.

Die neuen Figuren in Blade: Trinity überzeugen so wenig, wie die Storyline mit dem erweckten Dracula oder dem FBI. Die Szenen wirken aufgesetzt, unpassend und unglaubwürdig. Ryan Reynolds nervt extrem und Jessica Biel (The Texas Chainsaw Massacre) war dazumal in anderen Filmen erfolgreich. Sie holte man sich wohl nur deshalb. Ihre mehr als offensichtliche Werbung für Ohrstöpsel im Film sind dreist und peinlich. War sicher ein Sponsor und Geldgeber des Filmes, anders kann ich mir das aufgesetzte Zeigen ihrer Gimmicks nicht erklären. Die Musik und Soundtrack waren oft grauenhaft schlecht.

Dass man Blade zwei Sidekicks an die Seite stellen, war ein Fehler. Zusätzlich sind alle anderen Nebenfiguren auch total klischeehafte 08/15 Figuren und nicht der Rede wert. Dominic Purcell (Equilibrium) als Dracula, der immer mit offenem Hemd rumrennt, um seine Halsketten zu zeigen, war auch eine totale Fehlbesetzung: null Charisma und Ausstrahlung! Er verbuchte danach keine grosse Karriere und vegetiert im B-Action-Direct-to-Video Müll.

Fazit: Blade: Trinity ist sicher noch immer besser als der heutige Marvel-Müll, aber von einem guten Film ist die 2. Blade Fortsetzung Meilenweit entfernt und lohnt sich eigentlich nicht. Es überrascht nicht, dass die Reihe danach nicht fortgesetzt wurde…

Infos:

O: Blade: Trinity

USA 2004

R: David S. Goyer

D: Wesley Snipes, Jessica Biel, Ryan Reynolds, Dominic Purcell, Kris Kristofferson

Laufzeit der deutschen DVD: 108:18 Min.

Gesehen am: ? / Neusichtung am: 26.11.23

Fassungen: Mir lag die deutsche Doppel-DVD von Warner vor = Kinofassung, Deutsch/Englisch mit Subs (gute deutsche Synchro), sehr gute Bild- und Tonqualität. Es wurde noch eine Extended-Version nachgeschoben, um den Leuten das Geld doppelt aus der Tasche zu ziehen. Soll heissen = unwichtig (mehr Handlung, mehr Gags, Alternatives Ende). Auf Blu-Ray scheint (in Deutschland) nur die Extended Version enthalten zu sein.

Samstag, 23. Dezember 2023

Falling Down - Ein ganz normaler Tag

Falling Down - Ein ganz normaler Tag

Story:

Cop Prendergast (Robert Duvall) bekommt es an seinem letzten Tag (vor dem Ruhestand) mit dem Amokläufer «D-Fens» (Michael Douglas) zu tun, der eine Spur der Verwüstung nach sich zieht…

Meine Meinung:

Falling Down - Ein ganz normaler Tag ist für mich ein nostalgischer Film, den ich, wie andere Filme*, während meiner Schulzeit, also als Kind/Jugendlicher, sah (*A Nightmare on Elm Street 1 + 2, Jaws, Link - Der Butler, Predator, The Terminator 1 + 2, Critters 1, 2 & 3, Stephen Kings Es, Der Blob). Nur schon deshalb hat der Film für mich einen grossen Bonus gegenüber anderen Filmen. Aber auch abgesehen davon ist Falling Down - Ein ganz normaler Tag einfach ein extrem guter und sehenswerter Film.

Ob der Film die inhaltlichen Themen bewusst oder unbewusst satirisch angeht oder nicht, spielt mir dabei nicht Mal eine Rolle. Den Film mag ich von der Idee. Ich empfinde Falling Down - Ein ganz normaler Tag als sehr unterhaltsam, interessant und einfach abwechslungsreich, gar schwarzhumorig. Das liegt an der souveränen Inszenierung von Regisseur Joel Schumacher, den realen Drehorten in L.A. (wirkt alles authentisch) und dem grandiosen Schauspiel, allen voran von Michael Douglas.

Natürlich spielen auch die anderen Schauspieler sehr ordentlich. Jeder passt hervorragend in seine Rollen, egal ob Haupt- oder Nebenrollen. Aber der Film gehört fast ausschliesslich Michael Douglas, der dies seine beste Performance überhaupt nannte. Der Film bietet nicht übermässig viel Action, aber die Szenen sind handwerklich solide und gekonnt in Szene gesetzt. Schnitt, Musik und Schauspiel gehen Hand in Hand.

Und haben wir nicht alle einen D-Fens in uns? Das wird im neuen Mediabook (2023 veröffentlicht worden) gut von den Autoren beschrieben. Durch Social Media und Co. und dem demographischen Wandel und neuen Technologien und/oder neuen Problemen, welche die Welt bedrohen. Es gibt in der Tat viele dünnhäutige Menschen. Ich warte z.B. nur darauf, bis die ersten Autofahrer Klimaaktivisten überfahren, weil sie z.B. durchdrehen.

Das wäre etwas, was man z.B. in einem Falling Down Remake einbauen könnte, würde der Film in der heutigen Zeit spielen. Der Film zeigt das, was viele vielleicht nur denken, aber aufgrund ihres Gewissens von Recht und Ordnung dann doch sein lassen wobei die von Michael Douglas im Film auch krank ist und dies sogar einmal Erwähnung findet (ohne näher darauf einzugehen). Seine Taten beruhen also nicht auf einer normalen Stressreaktion (dank ungenügenden Copingstrategien) aufgrund von externen und äusseren Einflüssen, die nerven oder belasten sondern die von ihm gespielte Figur leidet an einer Krankheit. 

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Falling Down

USA 1993

R: Joel Schumacher

D: Michael Douglas, Robert Duvall, Barbara Hershey, Lois Smith, Rachel Ticotin

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 112:35 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Neusichtung: 25.11.23

Fassungen: Die alte deutsche DVD von Warner habe ich nach der letzten Sichtung entsorgt. Ich war erschrocken, wie schlecht die DVD ausschaut. Sehr schlecht gealtert. Der Film wurde inzwischen neu in Deutschland veröffentlicht. Von Warner & Plaion = DVD/Blu-Ray Mediabook mit Booklet, neues Master in hervorragender Bild- und Tonqualität, Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs. Es war ein Genuss, den Film in einer würdigen Fassung neu zu schauen! Die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen (kenne den Film auch nur so).