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Freitag, 7. Oktober 2022

The Vigil - Die Totenwache

 
Horroktober 2022

The Vigil - Die Totenwache

Story:

Yakov Ronen (Dave Davis) braucht Geld und willigt ein, für einen verstorbenen Juden die Totenwache zu übernehmen. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

The Vigil - Die Totenwache hörte sich potenziell spannend, stimmungsvoll, gruselig und interessant an. Ein Slow-Burner mit jüdischer Folklore. The Vigil - Die Totenwache kann gut geschaut werden. Um in der Sammlung zu bleiben bzw. aufgenommen zu werden, fehlte es dem Film aber am gewissen Etwas und das letzte Viertel und das Ende waren dann zu schwach und unspektakulär, um rundum zu überzeugen.

Seine besten Szenen hat der Film, der auch optisch interessant und stimmungsvoll gefilmt ist, am Anfang und Mittelteil. Der Plot baut sich quälerisch langsam auf. Fast kammerspielartig. Alleine in einer Wohnung mit einer Leiche und deren an Demenz erkrankten Ehefrau? Eigentlich toller Inhalt für einen Horrorfilm. Der Film spielt dann auch, einmal mehr, mit der Frage, ob Yakov verrückt ist oder ob das Gezeigte wahr ist. So à la The Babadook oder The Canal.

Das war dann hingegen weniger originell, da halt schon oft gesehen in dem Genre. Mehr Einblicke in jüdische Traditionen oder Hintergründe zum Thema (z.B. zum Mazzikin, dem Dämon) wären interessant gewesen. Das Finale war irgendwie nichtssagend und schwach. Ein grosser Punkt, den ich zudem negativ fand, war die Tatsache, dass ausgerechnet Lead Dave Davis als Yakov schwach gespielt war. Relativ kühl, distanziert, kaum sympathisch. Schade. Die Musik war jedoch klasse und wurde packend und passend in die Szenerie gebracht.

Fazit: Wer sich schnell gruseln lässt, kann bedenkenlos zugreifen. Für mich wars zu wenig Grusel und in Kombination mit den Defiziten (wenig sympathische Hauptfigur, schwaches Finale) also kein Film für die Sammlung…

Infos:

O: The Vigil

USA 2019

R: Keith Thomas

D: Dave Davis, Menashe Lustig, Malky Goldman, Lynn Cohen, Fred Melamed

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 90:05 Min.

Gesehen am: Okt. 2022

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Eurovideo vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und deutsche Subs positiv.

Donnerstag, 6. Oktober 2022

Curse of Evil Review



Horroktober 2022

Curse of Evil

Story:

13 Familienmitglieder wurden eines Tages massakriert und deren Leichen in einen Brunnen geworfen. Seither gilt das Anwesen einer aktuellen Grossfamilie (u.a. Lily Li Li-Li, Wong Ching-Ho, Tai Liang-Chun, Ai Fei, Lau Nga-Lai, Leung Tin, Yau Chui-Ling) als verflucht. Es häufen sich merkwürdige Ereignisse, Sichtungen von Monstern/Geistern und es kommt zu bizarren Unfällen und/oder Todesfällen. Die Polizei (Jason Pai Piao) beginnt zu ermitteln…

Meine Meinung:

 


 

Curse of Evil ist ein meiner Meinung nach leider viel zu wenig bekannter Horrorfilm der Shaw Brothers. Regie führte Kuei Chih-Hung, der der schon mehrere tolle Horrorfilme (The Boxer's Omen, Bewitched, Corpse Mania, Hex, Misfire, The Teenager's Nightmare, Spirit of the Raped, The Killer Snakes) und sonstige Werke (Killer Constable, Coward Bastard, Killers on Wheels, Payment in Blood, The Delinquent) für die Shaw Brothers realisiert hat. Curse of Evil war aber, bis die Ziieagle Box 2010 erschien, von der Bildfläche verschwunden.

Erzählt wird ein Mix aus Krimi und Monsterfilm. Inhalte bestehen aus Familienangehörigen, klassischem Setting, Twists, Intrigen, böse Omen/Flüchen, bizarren Unfällen/Todesfällen, wenig Polizeiarbeit und sogar diverse Geschöpfe und Monster kommen vor, z.B. Frosch-Monster oder ein Wurm-Monster, welches die Opfer zuvor vergewaltigt. Teilweise kommen im letzten Viertel fast Giallo Vibes auf.

Einige Szenen erinnern an The Beyond von Lucio Fulci (als die Frösche die gefesselte Frau zu fressen beginnen) oder Galaxy of Terror (Rape-Szene). Die ist hier auch derb, grafisch und schleimig in Szene gesetzt und das erste Opfer ist Lily Li (The Young Master, Daggers 8). Das sich ein so bekannter, weiblicher Star der Shaw Brothers, im Film vergewaltigen lässt und sogar blankzieht (wobei es auch sein kann, dass ein Body-Double verwendet wurde), kam dabei schon sehr überraschend.

Der zweite bekannte Name im Film heisst: Jason Pai Piao (Kung Fu Gang Busters, Men from the Gutter). Er spielt den ermittelnden Detektiv und hat mehr eine grosse Nebenrolle. Da die Familie aus mehreren Mitgliedern, Verwandten, Freunden und Bedienstete besteht, ist es manchmal nicht ganz klar, wer nun wer versucht, an die Wäsche zu gehen und/oder was die Motive hinter den Monstern sein könnten. Und: was hat es mit den Monstern auf sich?

 



 

Ein Unterhaltungswert ist definitiv gegeben und einige Szenen und Settings sind hübsch morbide-stimmungsvoll. Mit Gewalt, nackter Haut und Schleim wird nicht gespart. Die Monster-Effekte sind natürlich ganz nach meinem Geschmack (viel Gummi) und haben viel Charme. Das werde ich digitalen CGI-Effekten immer vorziehen. Deshalb mag ich auch neue Kaijus deutlich weniger als alte Klassiker (z.B. Godzilla Vs. Godzilla Final Wars oder Gamera: The Gigant Monster Vs. Gamera 3: Revenge of Iris).

Fazit: Ein weiterer Knaller von Kuei Chih-Hung und dessen Fans zu empfehlen. Eine würdige Blu-Ray Vö wäre definitiv verdient. Arrow Video, bitte übernehmen… 

 


 

Infos:

O: Che Jau

HK 1982

R: Kuei Chih-Hung

D: Lily Li Li-Li, Jason Pai Piao, Wong Ching-Ho, Tai Liang-Chun, Ai Fei, Lau Nga-Lai, Leung Tin, Yau Chui-Ling

Laufzeit der Originalversion: Ca. 80 Min.

Neusichtung am: Okt. 2022

Fassungen: Die Erstsichtung erfolge früher über die Bootleg-Disc von Far East Flix = Kopie der ZiiEagle Fassung. Nun den Film via direkt mit ZiiEagle Box gesehen = ich finde die Bildqualität leicht besser. O-Ton und englische Subs. Ausserhalb der ZiiEagle Box wurde der Film nicht veröffentlicht. In einer Szene könnte der Film zensiert sein (Vergewaltigung von Mann an Frau). Ansonsten in Gewalt-, Nackt- und Sexszenen Uncut (gab immer Gerüchte, dass die ZiiEagle Fassungen in Sachen Nackt- und Sexszenen zensiert seien) d.h. man sieht in der Fassung mehr als nur einmal nackte Ärsche, Brüste oder Schamhaare.

Mittwoch, 5. Oktober 2022

Zombie 4: After Death Review

 
Horroktober 2022

Zombie 4: After Death

Story:

Ein Voodoo-Priester verflucht eine Insel, da seine an Krebs erkrankte Tochter von den Wissenschaftlern, denen er die Schuld am Tod der Tochter gibt, nicht gerettet werden konnte. Die Folge: Zombies töten die Wissenschaftler. Später: Jenny (Candice Daly), deren Eltern durch die Zombies getötet wurden, kehrt mit Söldnern auf die Insel zurück, um herauszufinden, was passiert ist…

Meine Meinung:

In Italien gibt es eine lose Zombiereihe, ausgelöst durch George A. Romeros Dawn of the Dead. Lucio Fulci hat dann Zombi 2 gedreht - einen seiner besten Horrorfilme. Dies konnte von der "Fortsetzung" Zombi 3, die durch Bruno Mattei fertig gestellt wurde, nicht mehr behauptet werden. Der Film macht aber Spass und bleibt in der Sammlung. Letzteres gilt leider nicht für After Death, der in den USA als "Zombie 4" verkauft wurde während Killing Birds dann als 5. Teil der Abschluss "der Reihe" bildete.

Zombie 4: After Death ist nochmals um einiges billiger als Zombi 3. Die Vorherrschaft des Italo-Horrorkinos war Ende der 80er Jahre definitiv vorbei. Der Look ist billig, es gibt nur noch wenig und vereinzelt Effekte und der Cast ist drittklassig. Nicht ein Name dabei, der mir war sagt. Der Film startet zwar noch ordentlich mit 2-3 besseren Make-Up Masken à la Demons und handgemachtem Gore, doch das nur, um den Zuschauer daran zu hindern, nicht abzuschalten.

Trash, unfreiwillige Komik, null Originalität, Lägen und zu wenig Gore sind die Hauptpunkte von Zombie 4: After Death. Hier und da ist der Film stimmungsvoll, hier und da unterhält der Film (ohne Anspruch), hier und da gefällt die Musik ansatzweise. Aber im Grossen und Ganzen ist Zombie 4: After Death zu billig, zu unblutig und zu harmlos, um den Horrorfan bei Laune zu halten und vor allem, um zu motivieren, sich den Film in Zukunft nochmal anzusehen. Was bei mir definitiv nicht der Fall sein wird = Film fliegt somit aus der Sammlung!

Fazit: Fans sollten nach Zombi 3 "die Reihe" vergessen und die billige Fortsetzung links liegen lassen! Lohnt sich leider nicht wirklich…

Infos:

O: After Death

Italien 1989

R: Claudio Fragasso

D: Jeff Stryker, Candice Daly, Massimo Vanni, Don Wilson, Jim Gaines, Adrianne Joseph, Jim Moss

Laufzeit der US-DVD: 84:03 Min.

Neusichtung am: Okt. 2022

Fassungen: Mir lag die alte US-DVD von Shriek Show vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität (vor allem schön hell), Englischer Ton, exklusive Interviews als Extras. Die deutsche DVD von X-Rated bietet nebst regulärer Fassung auch die längere Fassung, die es bisher nur in Japan (VHS) zu sehen gab. Die Szene bietet drei neue Handlungsszenen. Die DVD ist in Deutsch, Englisch, Ital. ohne Subs. Wer eine Blu-Ray möchte, kauft die Version von Severin Films aus den USA: Blu-Ray, DVD, CD Soundtrack, exklusive Extras aber nur Englisch Dubbed und das Blu-Ray Master sieht mir, im Vergleich zur Shriek Show Version, viel zu dunkel aus, so dass Effekte weniger gut zur Geltung kommen (siehe Pics auf Mondo Digital.com).